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Islamismus als Gemeinschaftsideologie

Title: Islamismus als Gemeinschaftsideologie

Essay , 2006 , 6 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Müller-Thomas (Author)

Sociology - Religion

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Summary Excerpt Details

„Seit über sieben Jahren halten die vereinigten Staaten die heiligsten Länder des Islams besetzt, […], sie plündern ihre Reichtümer, erteilen ihren Führern Befehle und demütigen ihr Volk. Die amerikanischen Ziele […] sollen auch dem Kleinstaat der Juden zugute kommen und von dessen Besetzung Jerusalems und der Ermordung der dort lebenden Muslime ablenken. Der sichtbarste Beweis dafür ist […] ihr Versuch, alle Länder der Region […] zu zerschlagen, um die Fortsetzung der schändlichen Besatzung der arabischen Länder durch die Kreuzfahrer [zu] garantieren.“ Dieses Zitat ist ein Auszug aus einem 1998 veröffentlichten „Manifest der internationalen islamischen Front für einen ğihād gegen die Juden und Kreuzfahrer“ und wurde unter anderem von Osama Bin Laden unterzeichnet. Aus der systemtheoretischen Betrachtungsweise der Soziologie ist am oben genannten Zitat zu erkennen, dass der Fremde (in diesem Fall der/die Amerikaner) im eigenen (arabischen) Umfeld als Bedrohung, oder sogar als Feind angesehen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Systemtheoretische und psychoanalytische Grundlagen zur Konstruktion von „Wir“-Gruppen

2.1 Religion als Instrument der Fremdenfeindlichkeit

2.2 Psychoanalytische Aspekte der Identitätsstärkung

3. Der Islam als supranationale Identitätseinheit

3.1 Die Rolle der Šari‛a und Semantiken

3.2 Supranationalität versus Nationalstaatlichkeit

4. Institutionalisierung des Fremden und Radikalisierung

4.1 Al-Qā’ida und die ideologische Rechtfertigung

4.2 Innerislamische Differenzierung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von „Wir“-Gruppen innerhalb des Islams unter soziologischen Gesichtspunkten, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Radikalisierung und das Spannungsfeld zwischen religiöser Identität und westlichen Einflüssen.

  • Analyse der Konstruktion kollektiver muslimischer Identitäten durch systemtheoretische und psychoanalytische Ansätze.
  • Untersuchung der Rolle religiöser Semantiken und der Šari‛a für das muslimische Selbst- und Fremdbild.
  • Bewertung des Einflusses politischer Instrumentalisierung von Religion auf die Entstehung von Feindbildern.
  • Kritische Betrachtung der Anziehungskraft radikaler Gruppen wie al-Qā’ida im Kontext eines kollektiven Minderwertigkeitskomplexes.
  • Diskussion über die Möglichkeiten eines aufgeklärten muslimischen Selbstbildes als Alternative zum Kulturkampf.

Auszug aus dem Buch

Islam(ismus) als Gemeinschaftsideologie?

„Seit über sieben Jahren halten die vereinigten Staaten die heiligsten Länder des Islams besetzt, […], sie plündern ihre Reichtümer, erteilen ihren Führern Befehle und demütigen ihr Volk. Die amerikanischen Ziele […] sollen auch dem Kleinstaat der Juden zugute kommen und von dessen Besetzung Jerusalems und der Ermordung der dort lebenden Muslime ablenken. Der sichtbarste Beweis dafür ist […] ihr Versuch, alle Länder der Region […] zu zerschlagen, um die Fortsetzung der schändlichen Besatzung der arabischen Länder durch die Kreuzfahrer [zu] garantieren.“1 Dieses Zitat ist ein Auszug aus einem 1998 veröffentlichten „Manifest der internationalen islamischen Front für einen ğihād gegen die Juden und Kreuzfahrer“ und wurde unter anderem von Osama Bin Laden unterzeichnet. Aus der systemtheoretischen Betrachtungsweise der Soziologie ist am oben genannten Zitat zu erkennen, dass der Fremde (in diesem Fall der/die Amerikaner) im eigenen (arabischen) Umfeld als Bedrohung, oder sogar als Feind angesehen wird.

Neben der Systemtheorie kam während des dritten Themenblocks im Seminar der psychoanalytische Ansatz zur Sprache. In diesem Essay werde ich beide Konzepte betrachten, um nicht nur die Konstruktion von „wir“ – Gruppen, sondern auch ihr handeln und wirken im Bezug auf die Problematik der zunehmenden Radikalisierung im Islam aus soziologischer Betrachtungsweise besser analysieren zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung vor, wie muslimische Wir-Gruppen durch systemtheoretische und psychoanalytische Konzepte analysiert werden können, um die Radikalisierung im Islam zu verstehen.

2. Systemtheoretische und psychoanalytische Grundlagen zur Konstruktion von „Wir“-Gruppen: Dieses Kapitel erläutert, wie Religionen politisch instrumentalisiert werden, um Fremdbilder zu erzeugen und Identitäten durch die Abgrenzung zum Unheimlichen zu stärken.

3. Der Islam als supranationale Identitätseinheit: Hier wird untersucht, wie die Šari‛a und religiöse Semantiken das muslimische Selbstbild prägen und inwiefern der Islam einen supranationalen Charakter besitzt.

4. Institutionalisierung des Fremden und Radikalisierung: Das Schlusskapitel analysiert, wie al-Qā’ida durch eine klare Wir-Fremd-Dichotomie Anhänger gewinnt und welche Bedeutung die Schaffung eines aufgeklärten muslimischen Selbstbildes für die Zukunft hat.

Schlüsselwörter

Konstruktion, Wir-Gruppen, Islamismus, Systemtheorie, Psychoanalyse, Identität, Fremdbild, al-Qā’ida, Šari‛a, Umma, Radikalisierung, Supranationalität, Religionssoziologie, Gemeinschaftsideologie, Differenzkonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse der Konstruktion von Wir-Gruppen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft und den Ursachen für die zunehmende Radikalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die systemtheoretische Identitätsbildung, psychoanalytische Aspekte der Feindbildkonstruktion, der supranationale Charakter des Islams sowie die ideologische Instrumentalisierung von Religion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Soziologie und psychoanalytischen Theorien zu verstehen, wie religiöses Selbst- und Fremdbild im Islam geformt werden und warum radikale Narrative auf fruchtbaren Boden fallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine kritische Literaturanalyse soziologischer und psychoanalytischer Ansätze, um aktuelle Diskurse über Gruppenbildung im Islam theoretisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Semantiken zur Programmierung von Sozialsystemen dienen und in welcher Form al-Qā’ida das Konzept des „Eigenen“ gegen das „Andere“ stellt, um ihre radikale Agenda zu legitimieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Identitätskonstruktion, Wir-Gruppen, Fremdbild, Radikalisierung, Systemtheorie, Umma und religiöse Semantiken.

Wie unterscheidet sich der muslimische Identitätsbegriff von westlichen Nationalstaaten?

Der Islam stützt sich auf eine supranationale „Umma“, während moderne Nationalstaaten auf eine räumlich begrenzte Identität und staatliche Souveränität setzen, was die Vergleichbarkeit erschwert.

Welche Rolle spielt die Šari‛a in diesem Konstruktionsprozess?

Die Šari‛a fungiert als zeitlose Offenbarung, die das muslimische Selbstverständnis prägt und durch ständige Vergegenwärtigung der Geschichte zur Sinnkonstruktion innerhalb der sozialen Ordnung beiträgt.

Warum findet die Radikalisierung trotz des Anspruchs auf Einigkeit innerhalb der Umma statt?

Die fehlende zentrale Institution (wie ein Papst) und interne Dispute führen dazu, dass verschiedene Interpretationen existieren, die von radikalen Gruppen instrumentalisiert werden, um sich als wahre Verteidiger der Gemeinschaft zu inszenieren.

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Details

Title
Islamismus als Gemeinschaftsideologie
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Course
Wie wird man fremd? Konstruktion des Eigenen und des Fremden.
Grade
1,0
Author
Christian Müller-Thomas (Author)
Publication Year
2006
Pages
6
Catalog Number
V70206
ISBN (eBook)
9783638615143
Language
German
Tags
Islamismus Gemeinschaftsideologie Konstruktion Eigenen Fremden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Müller-Thomas (Author), 2006, Islamismus als Gemeinschaftsideologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/70206
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