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Werde, was du bist - Christliche Persönlichkeitserziehung bei 12-16-jährigen Mädchen

Titel: Werde, was du bist - Christliche Persönlichkeitserziehung bei 12-16-jährigen Mädchen

Diplomarbeit , 2006 , 125 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Steffi Hoffmann (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es geht um Mädchen. Mädchen im Alter von zwölf bis 16 Jahren, mitten in der Adoleszenz, mitten im Werden. Sekretärin, Abiturientin, Frau werden sie. Einige von ihnen werden glücklich, einige unzufrieden, einige krank, einige erfolgreich.
Diese etwas ungewöhnliche Einleitung will aufmerksam machen, auf die Vielfältigkeit, die im Folgenden begegnet und die mit verschiedenen Fragen und Anfragen, verschiedenen Zeitgeistern und Problematiken konfrontiert. „Du sollst der werden, der du bist“ sagt FRIEDRICH NIETZSCHE; was der Therapeut KLAUS MÜCKE als einen Zuspruch versteht, dass der Mensch doch bereits alles habe, was er, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen, brauche, und nur das in ihm ruhende Potential zur Geltung zu bringen müsse. ANGELUS SILESIUS hingegen fordert auf und erinnert schon im 17. Jahrhundert die Menschheit: „Mensch werde wesentlich“, wieder ein anderer spricht vom “Eigentlichwerden“. Was also ist der Mensch, dass er “nur“ noch werden muss? MARTIN HEIDEGGER sieht genau darin das eigentliche Problem, dass nämlich „keine Zeit […] so viel und so Mannigfaltiges vom Menschen gewusst [hat] wie die heutige - und keine Zeit […] weniger [wusste], was der Mensch sei, als die unsrige.“
In einer „Epoche grandioser Unübersichtlichkeit“ fällt es nicht leicht, auf die Frage nach der Bestimmung und Berufung des Menschen eine klare und allgemeingültige Antwort zu finden. Angesichts schwerwiegender und verstärkt auftretender psychischer und somatischer Krankheiten, unter denen besonders junge Frauen leiden, der Sinnkrise oder sogar Sinnleere, die einige - nicht wenige - verspüren und dem immer weiter expandierenden pluralistischen Markt der Möglichkeiten in allen Bereichen des Lebens breitet sich eine Ungewissheit in unserer Gesellschaft aus: „Worum geht’s im Leben?“
Diese Arbeit wird diesbezüglich kein Patentrezept geben, sondern das Werden einer neuen Generation von jugendlichen Mädchen im Blick haben und den Anspruch einer bestimmten Form der Lebensgestaltung vertreten. Konsequenz dessen wird eine Antwort aus dem Bereich der kirchlichen Jugendarbeit in Anlehnung an die Pädagogik Josef Kentenichs, dem Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung, sein, deren Ziel es ist, dass 12-16jährige Mädchen werden, was sie sind: Christliche Persönlichkeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. WERDE: WAS DU BIST

B. GRUNDZÜGE EINER CHRISTLICHEN PERSÖNLICH-KEITSERZIEHUNG BEI 12-16-JÄHRIGEN MÄDCHEN

1. Christliche Persönlichkeit als Frage der Lebensgestaltung

1.1 Persönlichkeit: Versuch einer Begriffsdefinition

1.1.1 Der Mensch als Person: Grundlage seiner Einzigartigkeit und Würde

1.1.2 Ein interdisziplinärer Streifzug: Persönlichkeit im Streit der Wissenschaften

1.1.3 Auf den Punkt gebracht: den abstrakten Begriff Persönlichkeit in Worte fassen

1.2 Christliche Persönlichkeit: das gewisse Etwas

1.2.1 Das Christliche: Ursprünge im Neuen Testament

1.2.2 Neue kirchliche Dokumente: eine Schärfung des Profils

1.2.3 Josef Kentenich: die Vision vom Neuen Menschen

1.3 Ein Plädoyer: Erziehung zu christlichen Persönlichkeiten

1.3.1 Christliche Persönlichkeit: zwischen Anspruch und Wirklichkeit

1.3.2 Auffallend anders: Lebensgestaltung entgegen dem Zeitgeist

1.3.3 Die Herausforderung annehmen: Notwendigkeit einer christlichen Persönlichkeitserziehung

2. Wo die jungen Christen von morgen heute stehen

2.1 Die Jugend: Sinn und Unsinn einer Klassifizierung

2.1.1 Eine Analyse: was unter Jugend zu verstehen ist

2.1.2 Junge Frauen – junge Männer: das Werden einer neuen Generation

2.1.3 Let’s talk about…: Stimmen unserer Zeit

2.2 Auf dem Weg: die Suche nach dem Ich

2.2.1 Ich bin wer!: wer bin ich?

2.2.2 Kirche & Co: wenn der Glaube in die Pubertät kommt

2.2.3 Wegbegleitung: wer welche Rolle spielt

2.3 Einfach typisch: Mädchen sind eben anders

2.3.1 Kleiner Unterschied: große Wirkung

2.3.2 Zu Risiken und Nebenwirkungen: wo Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefährdet sind

2.3.3 Entdeckung der Frau: Genderforschung aktuell

3. Von der Chance einer christlichen Persönlichkeitserziehung in der kirchlichen Jugendarbeit

3.1 Jugendarbeit: Das ewig Gestrige oder die Zukunft der Kirche

3.1.1 Christliche Persönlichkeitserziehung in der kirchlichen Jugendarbeit: auf Spurensuche

3.1.2 Ziele und Aufgaben: Selbstverständnis kirchlicher Jugendarbeit

3.1.3 Den Anforderungen gerecht werden: Jugendarbeit als Garant für Qualität

3.2 Eine Pädagogik, die es in sich hat: Erziehung als Idee

3.2.1 Mädchen unter sich: vom Sinn einer geschlechtshomogenen Jugendarbeit

3.2.2 Ein Prometheus anderer Art: der christliche Erzieher

3.2.3 Idee der Selbsterziehung: weil ich es mir wert bin

3.2.4 Wenn viele gemeinsam träumen: Beginn einer neuen Wirklichkeit

3.3 Dass neue Menschen werden: das Kentenich`sche Erziehungskonzept

3.3.1 Freiheit: über den Wolken und mitten im Leben

3.3.2 Idealpädagogik: weil Sterne nicht erreichbar sind und trotzdem dem Weg weisen

3.3.3 Bindungspädagogik: das alte Wort von der Heimat

3.3.4 Bündnispädagogik: Antwort auf ein Angebot

3.3.5 Vertrauenspädagogik: selbst ist die Frau

3.3.6 Bewegungspädagogik: den Aufbruch wagen

3.3.7 Liebe: macht’s möglich

C. VON EINER THEORIE, DIE ZUR PRAXIS WIRD

1. “TAG FÜR DICH“: ein neues Projekt

1.1 Der TAG FÜR DICH im Kontext: eine Jahresplanung

1.2 Die Wichtigkeit moderner Kommunikationsmittel: die Vorbereitungsphase

1.3 „Sie sieht durch die Wolken die Sonne“: TAG FÜR DICH mit Übernachtung

1.3.1 Was ein Lied Mädchen zu sagen hat: Themenbegründung

1.3.2 Verlaufsplan: christliche Persönlichkeitserziehung im Überblick

1.3.3 Einheiten und Elemente: mit exemplarischem Charakter

1.3.4 Die Kunst der Ausgewogenheit: zum Beispiel Medien und Methoden

1.4 Aus und vorbei?: von den Chancen einer Nachbereitung

1.5 Das Wochenende in der Praxis: ausgewählte Anlagen

1.5.1 „Sie sieht die Sonne“: der Text

1.5.2 Ohne Werbung läuft gar nichts: Einladung

1.5.3 Willkommen sein: Begrüßungskärtchen

1.5.4 Textkärtchen: Wer sucht, der findet

1.5.5 Sich selbst vor Gott bringen: eine Textauswahl

2. Anschauungsobjekte: weitere Anlagen für den Praxisteil

3. Eindrücke: christliche Persönlichkeiten, die es sind und noch werden

D. DAMIT LEBEN GELINGT: WERDE, WAS DU BIST

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit widmet sich der christlichen Persönlichkeitserziehung von 12- bis 16-jährigen Mädchen. Ziel ist es, in Anlehnung an die Pädagogik von Josef Kentenich, einen Ansatz für die kirchliche Jugendarbeit zu entwickeln, der den Jugendlichen hilft, ihr Leben bewusst im Licht des Glaubens zu gestalten, ihre Identität zu finden und eine reife, verantwortungsbewusste Persönlichkeit zu entfalten.

  • Grundlagen einer christlichen Persönlichkeitserziehung
  • Herausforderungen und Lebenssituationen der Jugend heute
  • Kentenichs Erziehungskonzept und dessen praktische Umsetzung
  • Bedeutung von Gemeinschaft und "Personalen Angeboten"
  • Konkrete Projektbeispiele wie der „TAG FÜR DICH“

Auszug aus dem Buch

Ein interdisziplinärer Streifzug: Persönlichkeit im Streit der Wissenschaften

Der Begriff Person vermittelt gemeinhin die Vorstellung von etwas Gegebenem und Statischem, Persönlichkeit wird dagegen mit dem Dynamischen in Verbindung gebracht. Allerdings findet der Begriff der Persönlichkeit im Sprachgebrauch verschieden Verwendung. Wir kennen eine große Persönlichkeit, eine kämpferische Persönlichkeit oder eine prominente Persönlichkeit. Wenn von abnormer Persönlichkeit gesprochen wird, dann handelt es sich meistens um Menschen, bei denen Persönlichkeitsstörungen wie Schizophrenie diagnostiziert wurden. Umgangssprachlich redet man also dort von Persönlichkeit, wo Personen „einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, hohes Ansehen genießen oder eine auffallende Rolle spielen.“ Dementsprechend sagt man von einer Person, die sich im sozialen Sinne nicht darstellen kann, dass sie keine Persönlichkeit habe.

Ein kurzer Streifzug durch die Wissenschaften soll unterschiedliche Aspekte und Schwerpunkte in Zusammenhang bringen mit der Frage nach Erziehung von Persönlichkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

Christliche Persönlichkeit als Frage der Lebensgestaltung: Erörtert philosophische, psychologische und theologische Grundlagen des Persönlichkeitsbegriffs und leitet daraus die Notwendigkeit einer christlichen Erziehung ab.

Wo die jungen Christen von morgen heute stehen: Analysiert die Lebenswelt und die Entwicklungsaufgaben von 12- bis 16-jährigen Jugendlichen und beleuchtet aktuelle Gefährdungen.

Von der Chance einer christlichen Persönlichkeitserziehung in der kirchlichen Jugendarbeit: Verbindet die theoretischen Grundlagen mit der Praxis kirchlicher Jugendarbeit und stellt das Erziehungskonzept von Josef Kentenich in den Fokus.

VON EINER THEORIE, DIE ZUR PRAXIS WIRD: Stellt das Projekt „TAG FÜR DICH“ als konkretes, praxisnahes Beispiel für die Umsetzung des beschriebenen Erziehungskonzepts dar.

DAMIT LEBEN GELINGT: WERDE, WAS DU BIST: Bildet den Abschluss und fasst die zentralen Gedanken der Arbeit zu einem christlichen Lebensziel zusammen.

Schlüsselwörter

Christliche Persönlichkeitserziehung, Jugendarbeit, Josef Kentenich, Mädchen, Adoleszenz, Identitätsfindung, Lebensgestaltung, Schönstatt-Bewegung, Selbstkompetenz, Soziale Kompetenz, Glaube, Spiritualität, Selbsterziehung, Wertorientierung, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptziel dieser Diplomarbeit?

Das Hauptziel ist die Erarbeitung von Grundzügen einer christlichen Persönlichkeitserziehung für 12- bis 16-jährige Mädchen, um ihnen bei der Entwicklung zu einer reifen, gläubigen und verantwortungsbewussten Persönlichkeit zu helfen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Die Arbeit behandelt die Entwicklungsphasen der Adoleszenz, Identitätsbildung, die Rolle von christlichen Werten in einer pluralistischen Gesellschaft sowie konkrete pädagogische Konzepte in der kirchlichen Jugendarbeit.

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Es wird untersucht, wie eine christlich fundierte Persönlichkeitserziehung unter Einbeziehung der Pädagogik von Josef Kentenich als Lebenshilfe in der kirchlichen Jugendarbeit konkret realisiert werden kann.

Welche pädagogischen Methoden werden diskutiert?

Es werden verschiedene pädagogische Ansätze wie die Ideal-, Bündnis-, Bindungs-, Vertrauens- und Bewegungspädagogik diskutiert, die auf einer christlichen Basis beruhen und die Jugendlichen in ihrer Selbstentwicklung unterstützen sollen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Persönlichkeitsbegriff und den Lebensumständen heutiger Jugendlicher als auch eine detaillierte Ausarbeitung des Erziehungskonzepts von Josef Kentenich.

Welche Keywords definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Christliche Persönlichkeitserziehung, Mädchen, Jugendarbeit, Identitätsfindung, Selbsterziehung und Schönstatt-Bewegung definiert.

Wie spielt das Projekt „TAG FÜR DICH“ eine Rolle?

Das Projekt „TAG FÜR DICH“ dient als praktisches Anwendungsbeispiel, in dem die theoretischen pädagogischen Konzepte (z.B. Ganzheitlichkeit, Gemeinschaft, spirituelle Impulse) konkret mit Jugendlichen umgesetzt werden.

Welche Bedeutung hat das „Schönstatt-Konzept“ für die Arbeit?

Das Konzept von Josef Kentenich bildet den inhaltlichen Kern der Arbeit. Es bietet ein Erziehungssystem („Leitsterne“), das Freiheit, Bindung und die Ausrichtung auf ein persönliches Ideal (nach christlichem Menschenbild) in den Mittelpunkt stellt.

Ende der Leseprobe aus 125 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Werde, was du bist - Christliche Persönlichkeitserziehung bei 12-16-jährigen Mädchen
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,0
Autor
Steffi Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
125
Katalognummer
V69391
ISBN (eBook)
9783638602655
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Werde Christliche Persönlichkeitserziehung Mädchen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Steffi Hoffmann (Autor:in), 2006, Werde, was du bist - Christliche Persönlichkeitserziehung bei 12-16-jährigen Mädchen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/69391
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Leseprobe aus  125  Seiten
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