Im aktuellen Konzentrationsprozess und einem immer dynamischeren Wettbewerbsumfeld werden nur solche Unternehmen bestehen, die eine klare Wettbewerbsstrategie für sich adaptieren. Die aktive Beeinflussung der Kundenbedürfnisse durch innovative Produkte und offensives Marketing werden daher zum Schlüsselfaktor unternehmerischen Erfolges. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen theoretischen Rahmen zu ziehen, welche Analyseinstrumente für die Untersuchung der Europastrategie japanischer Unternehmen zur Verfügung stehen. Dabei wird der wesentliche Schwerpunkt auf einer inhaltlichen Betrachtung des Strategiebegriffs unter Einbezug der generischen Wettbewerbsstrategien nach Porter liegen.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2.) Der Strategiebegriff - Eine inhaltliche Annäherung
3.) Die ökonomische Perspektive am Beispiel der generischen Wettbewerbsstrategien von Porter
3.1.) Die Strategie der Kostenführerschaft
3.2.) Die Strategie der Differenzierung
3.3.) Die Konzentrations- bzw. Nischenstrategie
3.4.) Kritische Reflexion der Situation „stuck in the middle“
4.) Empirische Analysen generischer Wettbewerbsstrategien
4.1.) Die Untersuchung von Dess und Davis (1984)
4.2.) Die Untersuchung von Kim und Lim (1988)
4.3.) Die Untersuchung von O`Farrell, Hitchens und Moffat (1992)
4.4.) Kritische Reflexion generischer Wettbewerbsstrategien
5.) Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen theoretischen Rahmen für Analyseinstrumente zur Untersuchung der Europastrategie japanischer Unternehmen zu schaffen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Strategiebegriff und den generischen Wettbewerbsstrategien nach Porter liegt.
- Wissenschaftliche Fundierung des Strategiebegriffs
- Analyse der generischen Wettbewerbsstrategien von Porter
- Industrieökonomische Perspektive auf Wettbewerbsvorteile
- Empirische Überprüfung von Wettbewerbsstrategien und Unternehmenserfolg
- Reflexion über die Situation "stuck in the middle"
Auszug aus dem Buch
3.) Die ökonomische Perspektive am Beispiel der generischen Wettbewerbsstrategien von Porter
Um die Frage nach den Grundlagen überdurchschnittlicher Gewinne in unvollkommenen Märkten beantworten zu können, stellt die Industrieökonomik die Betrachtung der Branchenstruktur in den Mittelpunkt. Porter (1999) beschreibt im Rahmen der Branchenstrukturanalyse die fünf Wettbewerbskräfte „Rivalität unter den bestehenden Unternehmen“, „Bedrohung durch neue Konkurrenten“, „Verhandlungsmacht der Abnehmer“, „Bedrohung durch Ersatzprodukte und -dienste“ sowie „Verhandlungsstärke der Lieferanten“ als die Triebkräfte des Branchenwettbewerbs.
Während ein ressourcenorientierter bzw. kompetenzbasierter Ansatz von internen Erfolgspotentialen der Unternehmung auf die Umwelt schließt (Inside-out-Perspektive), richten industrieökonomische bzw. marktorientierte Ansätze ihren Schwerpunkt auf die Erschließung strategischer Erfolgspotentiale durch die richtige Branchenwahl (Outside-in-Perspektive).
Der Unternehmenserfolg hängt zudem von der passenden Strategie zur Marktbearbeitung und der Berücksichtigung von Branchenmerkmalen, wie Konzentrationsgrad oder Markteintritts- bzw. -austrittsbarrieren, ab.
Die Wettbewerbsstrategien nach Porter unterscheiden drei Strategietypen anhand derer die fünf Wettbewerbskräfte des Branchenwettbewerbs kontrolliert und überdurchschnittliche Erträge realisiert werden können. Die Strategietypen werden von Porter als „Umfassende Kostenführerschaft“, „Differenzierung“ und „Konzentration auf Schwerpunkte“ beschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung beleuchtet die Globalisierungsbemühungen japanischer Unternehmen und definiert den Rahmen der Arbeit, der sich auf den Strategiebegriff und Porter’sche Wettbewerbsstrategien konzentriert.
2.) Der Strategiebegriff - Eine inhaltliche Annäherung: Hier werden unterschiedliche theoretische Perspektiven zum Strategieverständnis dargestellt, von der Spieltheorie bis hin zu systemtheoretisch-evolutionären Ansätzen.
3.) Die ökonomische Perspektive am Beispiel der generischen Wettbewerbsstrategien von Porter: Dieses Kapitel erläutert die industrieökonomische Sichtweise und definiert die drei Grundstrategien nach Porter sowie die Gefahr der "stuck in the middle"-Situation.
4.) Empirische Analysen generischer Wettbewerbsstrategien: Es werden verschiedene Studien vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen spezifischen Wettbewerbsstrategien und dem Unternehmenserfolg in unterschiedlichen Branchen und Ländern empirisch untersuchen.
5.) Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass klare Wettbewerbsstrategien für den Erfolg in einem dynamischen Marktumfeld unerlässlich bleiben, illustriert am Beispiel der erfolgreichen Internationalisierung japanischer Konzerne.
Schlüsselwörter
Strategie, Wettbewerbsvorteil, Porter, Kostenführerschaft, Differenzierung, Nischenstrategie, Industrieökonomik, Unternehmenserfolg, Marktanteil, Strategisches Management, Japanische Unternehmen, Branchenstrukturanalyse, Stuck in the middle, Europastrategie, Performance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Strategien von Unternehmen beschrieben und analysiert werden können, wobei der Schwerpunkt auf den generischen Wettbewerbsstrategien nach Michael Porter liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Fundierung des Strategiebegriffs, die industrieökonomische Analyse von Wettbewerbsvorteilen und die empirische Überprüfung dieser Konzepte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Bereitstellung eines theoretischen Rahmens zur Identifikation von Analyseinstrumenten, die zur Untersuchung der Europastrategie japanischer Unternehmen dienen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine Literaturauswertung theoretischer Ansätze sowie die Diskussion empirischer Studien, um die Validität der Wettbewerbsstrategien nach Porter zu prüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Strategiebegriffs, die ökonomische Analyse von Porter’schen Wettbewerbsstrategien und die Präsentation empirischer Studien zur Performance von Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Strategie, Wettbewerbsvorteil, Porter, Kostenführerschaft, Differenzierung und Unternehmenserfolg zusammenfassen.
Was bedeutet die "stuck in the middle"-Situation bei Porter?
Dieser Begriff beschreibt Unternehmen, die keine eindeutige Strategie verfolgen und somit Gefahr laufen, eine geringere Rentabilität als ihre fokussierten Wettbewerber zu erzielen.
Wie unterscheidet sich die Outside-in- von der Inside-out-Perspektive?
Während die Outside-in-Perspektive den Fokus auf die Branchenwahl und Umwelt legt, konzentriert sich die Inside-out-Perspektive auf interne Ressourcen und Kompetenzen als Quelle für Erfolg.
Welche Bedeutung kommt japanischen Unternehmen in diesem Kontext zu?
Japanische Unternehmen dienen als Beispiel für eine erfolgreiche Internationalisierungsstrategie, bei der die Anpassung an globale Anforderungen unter Beibehaltung einer klaren strategischen Ausrichtung im Vordergrund steht.
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- cand. rer. oec. Manuel Rimkus (Author), 2005, Wie kann man Strategien beschreiben? Literaturauswertung am Beispiel von Porters Wettbewerbsstrategien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/69273