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Toleranz als Grundlage der Internationalen Beziehungen - Eine Argumentation für ein neues ethisches Bewusstsein

Title: Toleranz als Grundlage der Internationalen Beziehungen - Eine Argumentation für ein neues ethisches Bewusstsein

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Helmut Wagner (Author)

Politics - General and Theories of International Politics

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beruht auf der Überzeugung, dass im derzeitigen System des Gegeneinanders ein Zustand wirklichen Friedens zwischen den Menschen aller Kulturen nicht zu erreichen ist. Da die derzeitige Ordnung als problematisch angesehen wird, hat die Arbeit die normative Zielsetzung der Schaffung eines entsprechenden Problembewusstseins. Wir befinden uns an einem Scheideweg der menschlichen Zivilisation, an dem wir zurückblicken können auf einen ungeheuren materiellen Fortschritt. Doch was nutzen all die unglaublichen Errungenschaften auf den Gebieten der Technologie, Ökonomie und Wissenschaft, wenn Egoismus und ein Klima der Intoleranz verhindern, dass wir sie zum Wohle der gesamten Menschheit einsetzen?
Ein Umdenken muss also stattfinden. Die materielle Entwicklung muss einhergehen mit einer geistig-spirituellen Entwicklung, ansonsten drohen eine gewaltsame Erosion der jetzigen Ordnung und Chaos. Notwendig ist ein Bewusstseinswandel, der seinen Ausgangspunkt im Individuum hat. Die Selbsterkenntnis als geistige Wesen bildet die Basis für eine Abkehr vom Prinzip des Gegeneinanders hin zu einem friedlichen Miteinander. Zentral hierfür ist die Überwindung des Egoismus durch ein Bewusstsein der Toleranz, das den Blick für die Bedürfnisse und die geistige Wirklichkeit des Anderen nicht länger verstellt. Unsere innere Lebendigkeit verbindet uns über alle äußeren kulturellen und nationalen Barrieren hinweg und macht uns zu geistigen Brüdern. Gegenseitige Achtung in Brüderlichkeit wird dann als allgemeine Grundlage der menschlichen Beziehungen auch zum Grundprinzip der Internationalen Beziehungen.
Wir leben in einer Welt der Pluralität, in der Toleranz für ein friedliches Miteinander unbedingt erforderlich ist. Betrachtet man den Anderen als Feind und nicht als Bruder, so sind ethnische Konflikte, Terrorismus und Krieg die logische Konsequenz. Eine wahrhaft friedliche Ordnung kann nicht von außen aufgezwungen werden, schon gar nicht durch militärische Gewalt. Eine dauerhaft stabile, friedliche Ordnung kommt von innen – sie beruht auf Bewusstheit und Toleranz.

Auszug aus der Bewertung: » Die Arbeit macht ein konsistentes Argument für eine neue Toleranz in den internationalen Beziehungen. Der Dreh- und Angelpunkt dieses Arguments ist das Individuum, das durch Selbsterkenntnis […] zu einem neuen ethischen Bewusstsein gelangen soll. [...] Die Arbeit ist interessant, weil sie einen frischen, spirituellen/psychologischen Blick auf die Toleranzfrage wirft. «

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A Intoleranz als Ursache von Leid

B Toleranz als Grundlage der Internationalen Beziehungen

I. Das derzeitige System des Gegeneinanders

II. Wende durch Bewusstheit

1. Selbsterkenntnis durch Blick nach Innen

2. Selbsttransformation durch Verinnerlichung von Tugenden

III. Ethisches Bewusstsein der Toleranz

1. Konzeption und Ziel

2. Umsetzung in die Praxis

IV. Was beinhaltet Toleranz in zentralen Fragen der IB?

C Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial eines erweiterten ethischen Bewusstseins, um das vorherrschende System des „Gegeneinanders“ in den Internationalen Beziehungen durch eine auf Toleranz basierende Kooperation zu ersetzen. Dabei wird analysiert, inwieweit ein tiefgreifender Bewusstseinswandel beim Individuum die Voraussetzung für eine friedlichere globale Weltordnung bilden kann.

  • Analyse der Ursachen von Intoleranz und globalem Konfliktpotenzial
  • Die Bedeutung von Selbsterkenntnis und spiritueller Entwicklung
  • Tugendethik als Brücke zwischen Individuum und Gemeinschaft
  • Das Konzept der Toleranz als ethische Optik und „geistige Brüderlichkeit“
  • Gewaltfreie Kommunikation als praxisorientiertes Instrument der Konfliktlösung

Auszug aus dem Buch

I. Das derzeitige System des Gegeneinanders

Warum ist ein friedvolles, harmonisches Zusammenleben der Menschen auf Erden zu Beginn des 21. Jahrhunderts in so weite Ferne gerückt? Unser Entwicklungsstand in Technologie, Wissenschaft und Ökonomie sollte uns doch schon längst dazu in die Lage versetzen. Doch trotz des enormen materiellen Fortschritts der Menschheit nehmen Gewalt und Verrohung der (Welt-)Gesellschaft immer mehr zu. Die Lage der Menschheit erscheint immer verfahrener und komplexer. Egoismus und Konkurrenzdenken verhindern, dass wir unsere unglaublichen Errungenschaften auf den Gebieten der Technologie, Ökonomie und Wissenschaft für Frieden und Wohlstand der gesamten Menschheit einsetzen. Die Ursache dafür liegt in einem grundsätzlichen Prinzip des Gegeneinanders. Dieses Gegeneinander ist Ergebnis des Strebens egoistischer Individuen um begrenzte äußere Güter. Im Kampf um diese begrenzten materiellen Güter wird der Andere zum Konkurrenten, zum Feind.

Dieses egoistische Bewusstsein spiegelt sich letztlich auch in den (Macht-)Strukturen des Internationalen Systems wieder. Die Anarchie auf internationaler Ebene wird in Übereinstimmung mit dem Neorealismus als das Produkt der Handlung individueller, egoistischer Akteure erachtet. Egoismus und Intoleranz auf individueller Ebene begründen die anarchische Ordnung des Gegeneinanders auf internationaler Ebene, deren zentrale Parameter Konkurrenzprinzip und Machtkampf sind. Im Laufe der Zeit entstand eine sich gegenseitig bestärkende Wechselwirkung von systemischen Imperativen und individuellem Bewusstsein, von Konkurrenzprinzip und Egoismus. Später hat sich dann jedoch das internationale System immer mehr verselbständigt und übt nun Zwang auf die Akteure selbst aus.

Zusammenfassung der Kapitel

A Intoleranz als Ursache von Leid: Dieses Kapitel identifiziert die globale Unsicherheit und zunehmende Gewalt als Resultat eines auf Konkurrenz basierenden „Systems des Gegeneinanders“.

B Toleranz als Grundlage der Internationalen Beziehungen: Das Hauptkapitel erörtert die notwendigen Schritte eines Bewusstseinswandels, um Egoismus zu überwinden und durch Tugendhaftigkeit sowie Kommunikation ein friedliches Miteinander zu ermöglichen.

I. Das derzeitige System des Gegeneinanders: Hier wird analysiert, wie individueller Egoismus und machtorientierte Systemstrukturen in einer Wechselwirkung zu einer anarchischen Weltordnung führen.

II. Wende durch Bewusstheit: Dieser Abschnitt beschreibt den Weg zur Selbsterkenntnis als seelisches Wesen und die Transformation durch Tugenden als notwendige Bedingung für eine neue ethische Grundhaltung.

III. Ethisches Bewusstsein der Toleranz: Das Kapitel definiert Toleranz neu – weg von bloßer Duldung hin zu einer aktiven Anerkennung und Wertschätzung des Anderen als geistigem Bruder.

IV. Was beinhaltet Toleranz in zentralen Fragen der IB?: Es wird aufgezeigt, wie dieses Toleranzbewusstsein konkret in der Außenpolitik angewandt werden kann, um militärische Interventionen durch bedürfnisorientierte Kooperation zu ersetzen.

C Fazit: Die abschließende Betrachtung betont, dass eine dauerhafte friedliche Ordnung nicht durch Zwang, sondern nur durch eine individuelle und kollektive Bewusstseinserweiterung erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

Toleranz, Internationale Beziehungen, Bewusstseinswandel, Egoismus, Tugendethik, Gewaltfreie Kommunikation, Kooperation, Weltordnung, seelische Entwicklung, Pluralität, Brüderlichkeit, Konfliktlösung, Integrität, Selbsterkenntnis, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für globale Konflikte und argumentiert für eine grundlegende Neuausrichtung der internationalen Beziehungen auf Basis eines ethischen Toleranzbewusstseins.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Überwindung des neorealistischen Konkurrenzdenkens, die Förderung der individuellen seelischen Selbstentfaltung und die Implementierung von gewaltfreier Kommunikation in der Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass ein dauerhafter Weltfriede nur durch einen Bewusstseinswandel beim Einzelnen sowie durch ein Abkehr von Machtpolitik hin zu bedürfnisorientierter Kooperation möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen normativen theoretischen Ansatz, der Elemente der Tugendethik (Aristoteles), der Philosophie von Emmanuel Lévinas und kommunikationspsychologische Modelle wie die gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse des Status quo (Gegeneinander), die Erläuterung der notwendigen Wende (Selbsterkenntnis und Tugenden) sowie die methodische Umsetzung von Toleranz in ethische Außenpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Toleranz, Bewusstseinswandel, Tugendethik, Kooperation, seelische Bedürftigkeit, Brüderlichkeit und gewaltfreie Kommunikation.

Inwiefern lehnt die Arbeit militärische Interventionen ab?

Der Autor argumentiert, dass militärische Interventionen selbst Akte der Gewalt sind, die oft nur nationalen Interessen dienen und die zugrunde liegenden Probleme eher verschärfen als lösen.

Welche Rolle spielt die „Seele“ in der Argumentation des Autors?

Die Seele wird als der wahre Kern des Menschen betrachtet. Erst durch die Erkenntnis der eigenen Einzigartigkeit als seelisches Wesen kann der Mensch Egoismus und Konkurrenz überwinden und eine altruistische Haltung gegenüber anderen entwickeln.

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Details

Title
Toleranz als Grundlage der Internationalen Beziehungen - Eine Argumentation für ein neues ethisches Bewusstsein
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar: Normative Theorien in den Internationalen Beziehungen
Grade
1,3
Author
Helmut Wagner (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V69069
ISBN (eBook)
9783638612524
ISBN (Book)
9783638721707
Language
German
Tags
Toleranz Grundlage Internationalen Beziehungen Eine Argumentation Bewusstsein Hauptseminar Normative Theorien Internationalen Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helmut Wagner (Author), 2006, Toleranz als Grundlage der Internationalen Beziehungen - Eine Argumentation für ein neues ethisches Bewusstsein, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/69069
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