Um Unternehmen erfolgreich und zielgerichtet führen zu können, bedarf es einer zeitgemäßen Unternehmensführung. Die zunehmende Globalisierung, der erhöhten Wettbewerbsdruck und die steigenden Kundenbedürfnisse zwingen Management und Controlling, sich mit aktuellen Steuerungskonzepten auseinanderzusetzen. Börsennotierte sowie nicht börsennotierte Unternehmen stehen vor der zentralen Frage, wie man ein nachhaltiges Wachstum und gleichzeitig eine Wertsteigerung der unternehmensinternen Ressourcen, verbunden mit hoher Nutzenstiftung für Share- und Stakeholder erreichen kann. 1 Der Geschäftsbereich des Asset Managements unterliegt besonders dynamischen Veränderungen und unterscheidet sich dadurch wesentlich von anderen Branchen. Deshalb wird im Rahmen dieser Arbeit aufgezeigt, ob und wie das Konzept einer wertorientierten Unternehmensführung auf Asset Management Gesellschaften angewandt werden kann. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Strategisches Controlling
2.2 Operatives Controlling
2.3. Steuerungsdefizite der traditionellen Steuerungssysteme
3. Konzept der Wertorientierten Steuerung
3.1. Shareholder Value
3.2. Varianten der wertorientierten Steuerung
3.2.1. Discounted Cashflow-Ansatz
3.2.2. Economic Value Added-Ansatz
4. Wertorientierte Unternehmensführung im Asset Management
4.1. Asset Management
4.2. Erfolgsmessgröße-SEV
4.3. Intangible Assets
5. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der wertorientierten Unternehmensführung auf Asset Management Gesellschaften übertragen und angewandt werden kann, um nachhaltiges Wachstum und eine Steigerung des Unternehmenswertes unter Berücksichtigung dynamischer Marktveränderungen zu erreichen.
- Grundlagen des strategischen und operativen Controllings
- Konzepte der wertorientierten Steuerung (Shareholder Value, DCF, EVA)
- Besonderheiten des Asset Managements
- Einsatz der Balanced Scorecard für Intangible Assets
- Einfluss der SEV-Erfolgsmessgröße auf die Steuerung
Auszug aus dem Buch
3.1. Shareholder Value
Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei der „Shareholder Value“, d.h. der Wert des Eigenkapitals am gesamten Unternehmenswert. Dieser Eigenkapitalwert ergibt sich aus der Summe aller abgezinsten Free Cash Flows abzüglich der Summe des nominellen Wertes des Fremdkapitals.4 Diese Wertbestimmung dient ggf. der Begründung einer Anlageempfehlung. Da sich die Wertsteigerung positiv auf den Aktienkurs auswirkt, partizipieren die Anteilseigner von steigenden Renditen und höheren Dividenden. Allerdings profitieren nicht nur die Aktionäre von einer Wertsteigerung, sondern auch alle anderen Stakeholder, wie z.B. Kunden, Mitarbeiter, Management, Lieferanten und Fremdkapitalgeber.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Bedarf an moderner Unternehmensführung im Asset Management angesichts zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsdruck.
2. Grundlagen: Erläutert die Begrifflichkeiten von strategischem und operativem Controlling sowie die Steuerungsdefizite traditioneller Systeme.
3. Konzept der Wertorientierten Steuerung: Führt in das Value-Based-Management ein und stellt die Shareholder-Value-Logik sowie DCF- und EVA-Ansätze vor.
4. Wertorientierte Unternehmensführung im Asset Management: Diskutiert die Anwendung der Konzepte auf Asset Management Gesellschaften, inklusive der SEV-Messgröße und der Rolle von Intangible Assets.
5. Schlussbemerkung: Fasst zusammen, dass eine wertorientierte Führung aufgrund veränderter Kundenbedürfnisse und Wettbewerbsverhältnisse unerlässlich für Asset Management Gesellschaften ist.
Schlüsselwörter
Wertorientierte Steuerung, Asset Management, Controlling, Shareholder Value, Discounted Cashflow, Economic Value Added, SEV, Intangible Assets, Balanced Scorecard, Unternehmensführung, Kundenbindung, Humankapital, Marktwert, Performance, Finanzdienstleistung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Implementierung einer wertorientierten Unternehmensführung in Asset Management Gesellschaften als Antwort auf steigenden Wettbewerbsdruck und Marktkomplexität.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen des Controllings, diverse wertorientierte Steuerungsmodelle sowie die spezifische Anwendung dieser Methoden auf den Bereich der Vermögensverwaltung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie Methoden der wertorientierten Unternehmensführung auf Asset Management Gesellschaften übertragen werden können, um nachhaltig Mehrwert zu generieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse bestehender Controlling-Instrumente und setzt diese in den Kontext der betriebswirtschaftlichen Steuerung von Finanzdienstleistern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung der wertorientierten Steuerung (DCF, EVA) die spezifischen Anforderungen des Asset Managements analysiert, insbesondere die Erfolgsmessgröße SEV und die Berücksichtigung immaterieller Vermögenswerte (Intangible Assets).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie wertorientierte Steuerung, Asset Management, Shareholder Value, EVA und Intangible Assets charakterisiert.
Warum sind traditionelle Steuerungssysteme im Asset Management oft defizitär?
Sie sind häufig zu stark vergangenheitsorientiert, vernachlässigen immaterielle Faktoren und bieten keine ausreichende Durchgängigkeit zwischen strategischer Planung und operativem Geschäft.
Was unterscheidet den SEV-Ansatz vom EVA-Ansatz im Asset Management?
Während EVA bei Industrieunternehmen gut funktioniert, erfordert die hohe Volatilität im Asset Management den komplexeren SEV-Ansatz (Shareholder Excess Value), der auf einer Fair-Value-Berechnung über fünf Jahre basiert.
Welche Rolle spielen Intangible Assets für die wertorientierte Steuerung?
Da Wertsteigerung nicht nur von Finanzen abhängt, sind immaterielle Werte wie Know-How, Kundenkapital und Innovationskraft entscheidend, die mithilfe der Balanced Scorecard in die Strategie integriert werden.
- Arbeit zitieren
- Jörg Berger (Autor:in), 2007, Wertorientierte Steuerung von Asset Management Gesellschaften , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/69022