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Vasilij Shukshins Entwurf des Menschen in seiner Kurzprosa

Titel: Vasilij Shukshins Entwurf des Menschen in seiner Kurzprosa

Examensarbeit , 2007 , 61 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anton Reumann (Autor:in)

Russistik / Slavistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein politischer Prozess, die Kollektivierung der Agrarwirtschaft in Kolchosen und deren zentrale Lenkung durch meist landwirtschaftlich nicht ausgebildete Beamte, verursacht einen künstlerischen Prozess, der in den 60-er Jahren einsetzt und nach V. Ovečkin noch in den 70-er Jahren eine große Anzahl von kritischen Künstlern (Lyriker, Prosaisten, Sänger, Bühnenautoren und Filmemacher, auf deren Aufzählung hier verzichtet wird) hervorbringt. Unter ihnen ist auch Vasilij Šukšin, der vor allem durch seine prosaische Darstellung der „skurrilen Bauerntypen“ auffällt.

Eben diese „Typen“ sollen den Gegenstand der vorliegenden Arbeit bilden, indem versucht werden soll, aus ihnen ein von Šukšin entworfenes Menschenbild zu rekonstruieren. Hierzu sollen ausschließlich Erzählungen zurate gezogen werden, da in ihnen die Charaktere der Figuren am klarsten und kürzesten umrissen sind. Durch eine kurze Analyse der Dialogsprache soll veranschaulicht werden, auf welche Art Šukšin versucht, dem Leser den Figurencharakter zu demonstrieren.

Im Anschluss an den Hauptteil, soll das rekonstruierte Menschenbild mit dem gesellschaftlich-kulturellen Kontext der Zeit verbunden werden, damit man ein genaueres Bild erhält. Bezüge zum Leben des Autors sollen möglichst vermieden werden, obwohl eine Kurzbiographie der Vollständigkeit halber erfolgt, auch soll hier nicht das gesamte literarische Werk von V. Šukšin untersucht werden, es soll nur auszugsweise an der passenden Stelle einbezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Biographische Skizze

2. Entwurf eines Menschenbildes mittels Figuren – die methodische Grundlage

3. Die markanten Typen

3. 1. Die verschiedenen Figuren und deren markanter Charakterzug

3. 1. 1. Stolz, Ehre, Ansehen

3. 1. 2. Der starke Wille

3. 1. 3. Hoffnung als Lebensantrieb

3. 1. 4. Intuitivität

3. 1. 5. Emotionalität

3. 1. 6. Zusammenfassung der Charakterzüge

3. 2. Die Handlungssituationen

3. 2. 1. Gattungszuordnung

3. 2. 2. Der Neue

3. 2. 3. Stadt – Land – Kontrast

3. 2. 4. Die Wandlung des Lebens

3. 2. 5. Kontrast der Machtverhältnisse

3. 2. 6. Unterschiede der Moral als Kontrast

3. 2. 7. Das Fest – Праздник

3. 3. Die Rede der Figuren

3. 3. 1. Die Volkssprache

3. 3. 2. Die Dorfsprache

3. 3. 3. Bürokratismen und sowjetrussische Redewendungen

4. Ergebnisse

5. Der kontextuelle Bezug

6. Kritik

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert das von Vasilij Šukšin entworfene Menschenbild in seiner Kurzprosa anhand einer Analyse markanter Figurentypen und deren sprachlicher Charakterisierung, um dieses Bild in den gesellschaftlich-kulturellen Kontext der Zeit einzuordnen.

  • Analyse der „skurrilen Bauerntypen“ in Šukšins Erzählungen
  • Untersuchung von Handlungssituationen und Machtverhältnissen
  • Einfluss von Sprache (Volkssprache, Dorfsprache, Bürokratismen) auf die Charakterdarstellung
  • Rekonstruktion eines idealtypischen Menschenbildes trotz individueller Fehlbarkeit
  • Einbettung in das literarische und historische Umfeld der sowjetischen Dorfprosa

Auszug aus dem Buch

3. 1. 1. Stolz, Ehre, Ansehen

In vielen Erzählungen von Š. kommt das Thema Stolz, Ehre und Ansehen vor, oftmals geht es darum, was „die Leute oder die Nachbarn über einen denken“, ob „über einen geredet wird“ oder ob „Schande über einen gebracht werden könnte“. Das Verhalten der Mitmenschen wird in Š.´s Kurzprosa durch die darin agierenden Figuren in ehrenhaft/anständig oder unehrenhaft/ungehörig eingeteilt und man vermutet einen zugrundeliegenden Kodex, welcher selbst jedoch nur durch den christlichen Glauben und das damit vorgeschrieben Verhalten angedeutet wird. (Der Kommunismus als Sammlung von Verhaltensnormen kommt zwar vor, meist wird aber daran Kritik geübt, er würde die Menschen negativ beeinflussen, in ihrer Existenz auf „Arbeit und das Kinderkriegen“ (Vgl. Ovčarenko, 1977, S. 470) beschränken.)

Natürlich wird an dem, „was sich gehört“ seitens der Figuren der Erzählungen auch Kritik geübt und es deuten sich Auflösungserscheinungen der gängigen Verhaltensnormen an, trotzdem gibt es in Š.´s Erzählungen Situationen, in denen das Thema Stolz/Ehre/Ansehen unumgänglich ist und im Vordergrund steht. Besonders ausweglos sind die Situationen, in denen die positive Figur der Erzählung die Achtung und den Respekt vor sich selbst erhalten will, denn da muss er sich selbst etwas beweisen – und zwar, dass er sich selbst gegenüber noch Stolz und Ehre empfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Entstehung der „Dorfprosa“ und stellt das Ziel vor, aus den literarischen „Typen“ von Vasilij Šukšin ein Menschenbild zu rekonstruieren.

1. Biographische Skizze: Ein kurzer Abriss über das Leben von Vasilij Šukšin und die Einordnung seines Schaffens in den literaturhistorischen Kontext der sowjetischen Literatur.

2. Entwurf eines Menschenbildes mittels Figuren – die methodische Grundlage: Vorstellung der methodischen Herangehensweise an die Textanalyse unter Verwendung des Kommunikationsmodells von Kahrmann, Reiß und Schluchter.

3. Die markanten Typen: Hauptteil der Arbeit, der die Charaktereigenschaften, Handlungssituationen und die spezifische Figurensprache in Šukšins Erzählungen detailliert analysiert.

4. Ergebnisse: Zusammenführung der Analyseergebnisse zu einem Gesamtbild des „einfachen russischen Menschen“ in der Prosa von Šukšin.

5. Der kontextuelle Bezug: Historische Einordnung der Werke Šukšins in die politischen Phasen der Sowjetunion vom „Tauwetter“ bis zur Brežnev-Ära.

6. Kritik: Reflexion über die zeitgenössische und heutige Wahrnehmung der Prosa und deren literaturwissenschaftliche Beurteilung.

7. Fazit: Abschließende Bewertung der Relevanz Šukšins für die zeitkritische Literatur des 20. Jahrhunderts und sein bleibender Unterhaltungswert.

Schlüsselwörter

Vasilij Šukšin, Dorfprosa, Menschenbild, russische Literatur, Textanalyse, Kommunikationsmodell, Figurencharakter, Volkssprache, Dorfsprache, Sowjetismen, Machtverhältnisse, moralische Werte, Stolz, Ehre, Tauwetter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das literarische Werk des russischen Autors Vasilij Šukšin und versucht, aus dessen Kurzprosa ein von ihm entworfenes Menschenbild zu rekonstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die Identifikation markanter Figurentypen, die Analyse von typischen Handlungssituationen und die Untersuchung der speziellen Figurensprache als Mittel zur Charakterisierung.

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob und wie sich durch die Betrachtung wiederkehrender Figureneigenschaften, Verhaltensweisen und sprachlicher Eigenheiten ein spezifisches Ideal oder Menschenbild des Autors ableiten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die traditionelle Textanalyse, wobei sie das Modell von Kahrmann, Reiß und Schluchter anwendet, um die Erzählung als Kommunikationsprozess zwischen Autor und Leser zu interpretieren.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil analysiert die positiven Charaktereigenschaften (wie Stolz, Wille, Hoffnung) sowie die Handlungsstrukturen und die sprachliche Gestaltung (Skaz, Dialekt, Bürokratismen) in Šukšins Erzählungen.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Šukšin, Dorfprosa, Menschenbild, Textanalyse und sprachliche Charakterisierung beschreiben.

Wie unterscheidet Šukšin zwischen positiven und negativen Figuren?

Die Unterscheidung erfolgt nicht durch ein einfaches Gut-Böse-Schema, sondern durch die moralische Integrität und das „Gewissen“ der Figuren, wobei die sogenannten „lichten Seelen“ oft als Verlierer in einer unnatürlichen gesellschaftlichen Umgebung dargestellt werden.

Welche Rolle spielt die Sprache der Figuren für die Aussage der Prosa?

Die Sprache fungiert als zentrales stilistisches Mittel. Sie ist sehr wirklichkeitsnah und reicht von umgangssprachlichen Elementen bis hin zur parodierten Bürokratensprache, um den sozialen Status und die psychologische Verfassung der Charaktere offenzulegen.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vasilij Shukshins Entwurf des Menschen in seiner Kurzprosa
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,7
Autor
Anton Reumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
61
Katalognummer
V68887
ISBN (eBook)
9783638596282
ISBN (Buch)
9783638739856
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vasilij Shukshins Entwurf Menschen Kurzprosa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anton Reumann (Autor:in), 2007, Vasilij Shukshins Entwurf des Menschen in seiner Kurzprosa, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/68887
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