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Masochismus und "The Fight Club"

Title: Masochismus und "The Fight Club"

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 33 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anna Purath (Author)

Film Science

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Summary Excerpt Details

In seinem Buch The Cinematic Body schlägt Shaviro eine neue Herangehensweise der Filmtheorie vor: "(...) a new approach to the dynamics of film viewing: one that is masochistic, mimetic, tactile, and corporeal, in contrast to the reigning psychoanalytic paradigm′s emphasis on sadism and separation" . Im Gegensatz zum psychoanalytischen Ansatz soll diese masochistische Lesart subversive Momente des Kinos greifbar machen, die unter konventionellen Gesichtspunkten unwirksam bleiben würden. Für einige seiner Argumente liefert der 1999 unter der Regie von David Fincher entstandene Film The Fight Club durchaus handfeste Beweise. Gleichzeitig münden aber viele seiner masochistischen Momente in einen intendierten Sadismus, Selbstzerstörung in Selbstfindung oder Zerstörung der Umwelt in einen Neuanfang. Aus diesen "Widersprüchen" lassen sich wiederum zahlreiche Parallelen ziehen, zu psychoanalytischen Modellen des Masochismus einerseits, und zu konventionellen Mustern des Actiongenres andererseits.

Die folgende Arbeit hat den Anspruch, Shaviros Thesen zum Masochismus anhand von Fight Club zu relativieren und zu zeigen, daß sie nicht im unbedingten Widerspruch zu psychoanalytischen Modellen stehen, wie sie uns beispielsweise Freud oder Reik geben. Anstatt das eine Paradigma gegen das andere auszuspielen, soll hier vielmehr die Koexistenz von Ansätzen hervorgehoben werden. Zwei Themen stehen hierbei im Mittelpunkt: Zum einen die Frage, ob die masochistische Erfahrung im Sinne Shaviros als Selbstzweck aufgefaßt werden kann; und zum anderen das daran anschließende Verhältnis zwischen Fragmentierung und Einheit des Subjekts.

Die Ausführungen beziehen sich neben Shaviro auf einen Text zum Masochismus von Kaja Silverman aus ihrem Buch Male Subjectivity at the Margins, sowie auf die Schlüsseltexte zum Masochismus von Sigmund Freud. Da die Hauptfigur in Fight Club, welche von Edward Norton gespielt wird, keinen eindeutigen Eigennamen hat und zudem das Problem der Auseinanderhaltung seiner beiden Hälften besteht, wird im Folgenden der Einfachheit halber zwischen "Norton" und "Tyler" (Brad Pitt) unterschieden.
[...]

Excerpt


Gliederung

I Einleitung

II Masochismus als Selbstzweck?

III Zwischen Fragmentierung und heterokosmischem Impuls

IV Schluß

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die masochistische Dimension des Films „Fight Club“ und setzt sich kritisch mit den Thesen von Steven Shaviro auseinander, um die Koexistenz von masochistischen Erfahrungen und psychoanalytischen Modellen innerhalb des Actiongenres aufzuzeigen.

  • Analyse masochistischer Momente im Kontext der psychoanalytischen Theorie.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen Schmerz, Lust und Selbstzerstörung.
  • Die Rolle der Fragmentierung und Identitätsauflösung beim Protagonisten.
  • Wechselwirkung zwischen den Zerstörungsorgien und dem Bedürfnis nach neuer Ordnung.
  • Relativierung des Begriffs „Masochismus als Selbstzweck“.

Auszug aus dem Buch

II Masochismus als Selbstzweck?

Shaviro stellt in seinem Text den Schmerz des Masochisten als dessen eigentliches und letztes Lustziel dar: „It is impossible to reduce sexual passion, and within it the ‚passion for perceiving’ that animates the cinematic spectator, to a desire for self-identity, wholeness, security, and recognition. The masochist seeks not to reach a final consummation, but to hold it off, to prolong the frenzy, for as long as possible“. Der Schmerz und die Zersetzung als solche werden in Fight Club verschiedentlich als Endziel thematisiert.

Das erste Beispiel dieser Art sind die Selbsthilfegruppen. Hier wird Schmerz bereits als etwas Heilendes, Trostspendendes dargestellt. In einer der Gruppen führt die Leiterin eine Meditation mit folgenden Worten ein: „Stellt euch euren Schmerz als weißen Ball vor aus heilendem Licht. Er bewegt sich über euren Körper und heilt euch“. Auch das Weinen unter den Männern der Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe hat diesen heilenden oder erlösenden Moment: Indem das Leid nicht verdrängt sondern betont wird, schafft es Linderung.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung führt in Steven Shaviros filmtheoretischen Ansatz ein und stellt die Forschungsfrage zur Vereinbarkeit von masochistischen Momenten in „Fight Club“ mit psychoanalytischen Modellen.

II Masochismus als Selbstzweck?: Dieses Kapitel untersucht, ob Schmerz in „Fight Club“ tatsächlich als finales Lustziel fungiert oder vielmehr als Mittel zum Zweck der Erziehung und Zielerreichung dient.

III Zwischen Fragmentierung und heterokosmischem Impuls: Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Identitätsauflösung und der Weltkonstruktion, wobei die Instabilität des Protagonisten im Zentrum steht.

IV Schluß: Das Fazit fasst zusammen, dass Masochismus in „Fight Club“ nicht als Selbstzweck stehen bleiben kann, sondern in eine notwenige Neuordnung der gesellschaftlichen und psychischen Strukturen mündet.

Schlüsselwörter

Masochismus, Sadismus, Filmtheorie, Fight Club, Steven Shaviro, Psychoanalyse, Selbstzerstörung, Identität, Fragmentierung, Actiongenre, Gewalt, Projekt Chaos, Schmerz, Kontrolle, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Masochismus im Film „Fight Club“ und reflektiert die filmtheoretischen Thesen von Steven Shaviro im Vergleich mit psychoanalytischen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis von Schmerz und Lust, die Funktion von Gewalt im Kino, die Identitätskonstruktion des Protagonisten und die Wechselwirkung zwischen Ordnung und Zerstörung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Shaviros These vom „Masochismus als Selbstzweck“ zu hinterfragen und zu zeigen, dass masochistische Handlungen im Film oft eine strategische Funktion besitzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Textanalyse, die auf psychoanalytischen Theorien (Freud, Reik, Silverman) und kulturwissenschaftlichen Konzepten basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Selbsthilfegruppen, der Kampfszenen, der Rolle von Tyler Durden als Über-Ich und dem Konzept der Fragmentierung der Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind Masochismus, Sadismus, Fragmentierung, Kontrolle, Identität, Selbstzerstörung und Kinoerlebnis.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Tyler Durden von einer rein psychoanalytischen Deutung?

Die Arbeit deutet Tyler Durden nicht nur als psychologisches Symptom, sondern auch als notwendiges „Vehikel“ für den Protagonisten, um eine radikale Veränderung seiner Lebensumstände zu erzwingen.

Welche Bedeutung hat das Namensrätsel des Protagonisten für die Argumentation?

Das Fehlen eines festen Namens wird als Zeichen der Entpersonifizierung und als Mittel zur Dezentrierung des Selbst interpretiert, das dem Protagonisten erlaubt, verschiedene Rollen einzunehmen.

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Details

Title
Masochismus und "The Fight Club"
College
Free University of Berlin  (Inst. für Theaterwissenschaft)
Course
HS: Körper- und Technikphantasmen: Zur Darstellung des männlichen Körpers im aktuellen Hollywood-Kino
Grade
2
Author
Anna Purath (Author)
Publication Year
2001
Pages
33
Catalog Number
V6864
ISBN (eBook)
9783638143370
ISBN (Book)
9783656225652
Language
German
Tags
Masochismus Fight Club Freud Psychoanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Purath (Author), 2001, Masochismus und "The Fight Club", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/6864
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