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Pflegeverhältnis und Integration

Title: Pflegeverhältnis und Integration

Term Paper , 2006 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Gleie (Author)

Psychology - Developmental Psychology

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Summary Excerpt Details

Einleitung

In der folgenden Hausarbeit möchte ich mich mit dem Themenbereich der Pflegefamilien und Pflegekinder in Deutschland allgemein und in Nordrhein-Westfalen speziell befassen. Die ersten Berührungen mit diesen Themen hatte ich während meines Praxissemesters. In einer von mir mit betreuten Familie sollte übergangsweise eine starke Entlastung aller Familienmitglieder erreicht werden, indem einer der beiden Söhne in einer Pflegefamilie untergebracht werden sollte.

Hierzu war jedoch das Einverständnis der Mutter notwendig, die dieses aber kategorisch ablehnte, da sie als Kind selbst zeitweilig in Pflegefamilien gelebt und dieses als schlimme Erfahrung in Erinnerung behalten hatte. Da mich dieser Fall sehr beeindruckt und beschäftigt hat, habe ich mich bereits während des Praxissemesters mit den Möglichkeiten der Unterbringung in einer Pflegefamilie beschäftigt. Dieses war jedoch sehr stark auf meine Heimatstadt Arnsberg beschränkt, deren Modell des Pflegekinderwesens sehr ungewöhnlich ist. Im Rahmen meiner Recherchen, die sich vorrangig auf Nordrhein-Westfalen bezogen, traf ich auf andere, gängigere Modelle der Arbeit mit Pflegefamilien, die ich in meiner Hausarbeit bevorzugt darstellen werde. Im ersten Teil der Hausarbeit möchte ich zunächst Begriffe erklären und deren Zusammenhang im Pflegeverhältnis verdeutlichen. Hierbei werde ich zwischen zwei Bereichen unterscheiden. Zum einen den Bereich der Pflegefamilie und zum anderen den Bereich der Pflegekinder und deren Herkunftsfamilie. In einem zweiten Teil möchte ich mich besonders mit dem Prozess der Integration eines Pflegekindes in eine Pflegefamilie und die damit verbundenen Schwierigkeiten befassen. Das ganze soll aus psychologischer Sicht passieren. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zahlen, Daten, Fakten

I. Pflegeverhältnis

1. Pflegefamilien

1.1 Definition

1.2 Pflegeformen

1.3 Eignung

1.4 Besonderheiten der Erziehungsstellen

1.5 Rechtliche Grundlagen

1.6 Betreuung und Begleitung

2. Pflegekinder und Herkunftsfamilien

2.1 Definition

2.2 Wie wird ein Kind zum Pflegekind

2.3 „Herausnahme“ eines Kindes

2.4 Rückkehr oder dauerhafter Verbleib

II. Integration

3. Theorie der Integration

3.1 Familiale Beziehungen und kindliche Bedürfnisse

3.2 Anpassung und Annahme

3.3 Wiederholung früherer Beziehungsformen in der Übertragungsbeziehung

3.4 Entwicklung persönlicher Beziehungen durch regressive Beziehungsformen

III. Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Prozess der Integration eines Pflegekindes in eine Ersatzfamilie aus einer tiefenpsychologischen Perspektive zu beleuchten und dabei die komplexen Beziehungsdynamiken sowie die Rolle der Pflegeeltern zu analysieren.

  • Grundlagen des Pflegeverhältnisses und verschiedene Pflegeformen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Vollzeitpflege nach dem SGB VIII.
  • Die psychologischen Herausforderungen der Integration und Beziehungsanbahnung.
  • Das Konzept der Übertragungsbeziehung bei traumatisierten Kindern.
  • Regressive Verhaltensweisen als Chance für den pädagogischen Neubeginn.

Auszug aus dem Buch

3.2 Anpassung und Annahme

Nach dem Übergang in eine Ersatzfamilie scheint das Kind von außen betrachtet keinerlei Probleme zu haben, sich den neuen Eltern und ihren Erwartungen konfliktlos und leicht anzupassen. Es scheint ausreichend Neugier und Interesse für neue Erfahrungen zu entwickeln, die ihm erlauben rasch zu lernen, wie es sich altersgemäß in dem neuen Lebensraum orientiert und verhält. Offensichtlich kann es seine Bedürfnisse und deren Befriedigung kontrollieren und diese den Befriedigungsmöglichkeiten innerhalb der Familie anpassen. Auch eine Einstellung auf ein gemeinsames Leben und kooperative Beziehungen zu Menschen, deren Andersartigkeit das Kind fraglos toleriert, scheint möglich zu sein.

Überanpassung Kommt ein Pflegekind in eine Pflegefamilie, bewegt es sich automatisch in einem vollkommen fremden sozialen System, das unabhängig von der An- oder Abwesenheit des Kindes funktioniert. Es befindet sich auch in einer neue Abhängigkeitsbeziehung zu den Pflegeeltern, da diese über die Mittel zur Βedürfnissbefriedigung verfügen.

Diese Anfangsbedingungen rufen beim Kind eine begründete Ambivalenz von positiven und negativen Erwartungen an neue familiale Beziehungsmöglichkeiten hervor. Auch können beim Kind Ängste und Befürchtungen auf Grund der neuen und unbekannten Situation entstehen.

Aus diesen Ambivalenzen und Ängsten ergeben sich für das Kind zwei Grundsätzlich verschiedene Anpassungsformen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Pflegefamilien: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Pflegeperson rechtlich und stellt verschiedene Pflegeformen wie Kurzzeit-, Bereitschafts- und Dauerpflege vor, ergänzt durch Eignungskriterien und Betreuungsaspekte.

2. Pflegekinder und Herkunftsfamilien: Der Abschnitt erläutert die Gründe für die Aufnahme eines Kindes in ein Pflegeverhältnis, die rechtliche Praxis der „Herausnahme“ sowie die Möglichkeiten und Kriterien für eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie.

3. Theorie der Integration: Dieses Kapitel befasst sich mit den psychologischen Prozessen des Beziehungsaufbaus, der Anpassung, der Übertragungsbeziehung und der Bedeutung regressiver Verhaltensweisen für eine gelungene Integration in die Pflegefamilie.

Schlüsselwörter

Pflegefamilie, Pflegekind, Integration, Vollzeitpflege, SGB VIII, Erziehungsstellen, Übertragungsbeziehung, Bindungstheorie, Kindeswohl, Ersatzfamilie, Pädagogik, Psychologie, Regression, Beziehungsaufbau, Herkunftsfamilie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche Pflegekinderwesen und fokussiert dabei insbesondere auf die psychologische Dynamik der Integration von Kindern in Pflegefamilien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Grundlagen der Pflege, die verschiedenen Pflegeformen sowie die tiefenpsychologischen Prozesse, die beim Aufbau einer neuen Eltern-Kind-Beziehung stattfinden.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Integrationsprozess unter Berücksichtigung der kindlichen Vorerfahrungen und der notwendigen pädagogischen Sensibilität der Pflegeeltern zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung psychologischer Beiträge zur Sozialisation in Ersatzfamilien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die strukturellen und rechtlichen Aspekte von Pflegeverhältnissen geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Integrationsprozesse aus psychologischer Sicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Pflegefamilie, Integration, Bindungstheorie, Übertragungsbeziehung und SGB VIII.

Warum spielt die „Übertragung“ eine so wichtige Rolle?

Die Übertragung erklärt, warum Kinder ihre in der Herkunftsfamilie erlernten Konfliktmuster auf die Pflegeeltern projizieren, was für den Integrationsprozess eine zentrale Herausforderung darstellt.

Was bedeutet der Begriff „Regression“ in diesem Kontext?

Regression beschreibt das bewusste oder unbewusste Zurückfallen des Kindes in frühere Entwicklungsphasen, was ihm ermöglicht, bisher unbefriedigte Bedürfnisse nachzuholen und eine neue, gesunde Bindung aufzubauen.

Welche Bedeutung hat die „Herausnahme“ eines Kindes für die Eltern?

Die Herausnahme ist ein rechtlich schwerwiegender Schritt bei Kindeswohlgefährdung, der jedoch vom Jugendamt immer nur als ultima ratio nach dem Scheitern niederschwelligerer Hilfsangebote vollzogen wird.

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Details

Title
Pflegeverhältnis und Integration
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe  (FH)
Course
Didaktik &Methodik/ Psychologie
Grade
1,0
Author
Sarah Gleie (Author)
Publication Year
2006
Pages
39
Catalog Number
V68249
ISBN (eBook)
9783638609111
ISBN (Book)
9783638876773
Language
German
Tags
Pflegeverhältnis Integration Didaktik Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Gleie (Author), 2006, Pflegeverhältnis und Integration, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/68249
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