Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem Problemfeld der Auslandsentsendung von Unternehmensmitarbeitern, das in Literatur und Forschung bisher etwas vernachlässigt wurde: Die Rückkehr ins Heimatland und die Wiedereingliederung ins berufliche und private Umfeld.
Dazu sollen ein Überblick über verschiedene Aspekte der Rückkehrproblematik gegeben und Möglichkeiten zur Problembewältigung zusammengestellt werden.
Zunächst wird in Punkt 2 der Begriff Auslandsentsendung und die besondere Bedeutung der Rückkehr geklärt.
Der dritte Abschnitt behandelt verschiedene Darstellungen des Verlaufs der Wiedereingliederung. Schwerpunktmäßig werden dann die Problemfelder und die Schwierigkeiten, die sowohl beim Rückkehrer als auch beim Unternehmen auftreten können, dargestellt und Faktoren für den Wiedereingliederungserfolg genannt. Auf die unterschiedlichen Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen ihre zurückgekehrten Mitarbeiter unterstützen und damit Schwierigkeiten entgegenwirken kann, wird dann im vierten Abschnitt eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Rückkehr im Kontext der Auslandsentsendung
3. Die Rückkehrproblematik
3.1 Zum Verlauf von Wiedereingliederungen
3.1.1 W-Kurvenhypothese
3.1.2 Prozessmodell der Reintegration
3.1.3 Drei-Phasen-Modell
3.1.4 Einflussfaktoren auf die Wiedereingliederung
3.2 Wiedereingliederungsschwierigkeiten und mögliche Ursachen
3.2.1 Schwierigkeiten beim rückkehrenden Entsandten
3.2.2 Schwierigkeiten beim wiederaufnehmenden Unternehmen
4. Maßnahmen zur Bewältigung der Rückkehrprobleme
4.1 Maßnahmen vor und während der Entsendung
4.2 Maßnahmen während der Rückkehrphase
4.3 Maßnahmen nach der Rückkehr
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das oft vernachlässigte Problemfeld der Wiedereingliederung von Unternehmensmitarbeitern nach einem Auslandseinsatz und stellt Strategien zur erfolgreichen Reintegration vor.
- Verlaufsprozesse der Wiedereingliederung (Phasenmodelle)
- Berufliche und private Problemfelder für Expatriates
- Herausforderungen für das entsendende Unternehmen
- Unterstützungsmaßnahmen während der Entsendung, Rückkehrphase und danach
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Schwierigkeiten beim rückkehrenden Entsandten
Schwierigkeiten im beruflichen Bereich
Zu Unzufriedenheit kommt es vor allem, wenn die neue Position im Stammhaus nicht den Erwartungen entspricht und es zu Einschränkungen im Vergleich zur Auslandsposition kommt.
In diesem Zusammenhang sei vor allem das Ausbleiben des erwarteten Karrieresprungs genannt. Nicht selten wird das Hauptmotiv eines Auslandseinsatzes, eine positive Auswirkung auf die Karriere, enttäuscht. Untersuchungen zufolge nimmt nur jeder zweite Rückkehrer eine hierarchisch höhere Position ein als vor der Entsendung, der Rest stagniert in der Karriereentwicklung oder ist sogar schlechter gestellt als vorher. Möglicherweise haben sogar ehemalige Kollegen ohne Auslandseinsatz inzwischen eine höhere Position erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet das vernachlässigte Feld der Rückkehr von Unternehmensmitarbeitern und skizziert die Gliederung der Untersuchung.
2. Die Rückkehr im Kontext der Auslandsentsendung: Dieser Abschnitt definiert den Begriff der Auslandsentsendung und die strategischen Motive sowie Erwartungen, die Mitarbeiter mit einem Auslandseinsatz verbinden.
3. Die Rückkehrproblematik: Hier werden Verlaufsprozesse der Wiedereingliederung (wie die W-Kurve) sowie spezifische Schwierigkeiten für Rückkehrer und Unternehmen analysiert.
4. Maßnahmen zur Bewältigung der Rückkehrprobleme: Dieser Teil stellt konkrete Lösungsansätze vor, die berufliche und private Unterstützung vor, während und nach der Rückkehr umfassen.
5. Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, Rückkehrproblematiken aktiv zu managen, um Fluktuation zu vermeiden und vom interkulturellen Erfahrungsschatz der Mitarbeiter zu profitieren.
Schlüsselwörter
Wiedereingliederung, Auslandsentsendung, Expatriates, Rückkehrschock, Kontra-Kulturschock, Reintegration, Personalmanagement, Karriereentwicklung, Stammhaus, Auslandserfahrungen, Mentorensystem, Personalpolitik, Interkulturelle Kommunikation, Stellenbesetzung, Mitarbeiterbindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die bei der Rückkehr von Unternehmensmitarbeitern nach einem Auslandseinsatz sowohl für die Mitarbeiter selbst als auch für das Unternehmen entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt den Verlauf von Wiedereingliederungsprozessen, mögliche Ursachen für auftretende Probleme sowie konkrete Unterstützungsmaßnahmen zur Reintegration.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Rückkehrproblematik zu geben und Möglichkeiten zur Bewältigung dieser Schwierigkeiten aufzuzeigen, um eine erfolgreiche Wiedereingliederung zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Forschung und Phasenmodelle, um den Wiedereingliederungsprozess theoretisch fundiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert den Verlauf der Reintegration anhand verschiedener Phasenmodelle, identifiziert Einflussfaktoren sowie konkrete Hindernisse in beruflichen und privaten Kontexten und erarbeitet Gegenmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wiedereingliederung, Expatriates, Reintegration, Kontra-Kulturschock und Personalmanagement sind zentrale Begriffe dieser Arbeit.
Was versteht man unter einem Kontra-Kulturschock bei Rückkehrern?
Es ist die unerwartete Konfrontation mit vertrauten Strukturen, die sich während der Abwesenheit verändert haben, was zu Enttäuschung und Anpassungsschwierigkeiten führt.
Warum ist ein Mentorensystem für Rückkehrer sinnvoll?
Ein Mentor bietet während des gesamten Auslandseinsatzes Kontakt zum Stammhaus, informiert über offene Stellen und unterstützt die Wiedereingliederung, um Isolation und Informationsdefizite zu vermeiden.
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- Beatrix Deiss (Author), 2003, Die Wiedereingliederung von Mitarbeitern nach dem Auslandseinsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/68188