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Erklärung von Wahlentscheidungen - ein Vergleich zwischen Wahlen zum Bundestag und zum europäischen Parlament

Title: Erklärung von Wahlentscheidungen - ein Vergleich zwischen Wahlen zum Bundestag und zum europäischen Parlament

Term Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Konrad Brylla (Author)

Politics - Topic: European Union

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Wahlen zum europäischen Parlament unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht zu anderen Wahlen. Andererseits gelten sie gerne auch als Stimmungsbarometer für Bundestagswahlen. Wie passen diese Diskrepanzen zusammen? Der Autor fasst in dieser Abreit die wichtigsten Theorien und empirischen Befunde zusammen und schließt die o.g. Lücke.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitende Worte

2.) „First-Order“- und „Second-Order“-Wahlen

3.) „Klassische“ Theorien zur Parteienwahl

4.) Theorien des Wählerverhaltens für „Second-Order“-Wahlen

4.1.) “Surge and Decline” (Angus Campbell, 1960)

4.2.) Revidiertes „Surge and Decline“ (James Campbell, 1987)

4.3.) Referendum-Theorie (Tufte, 1975)

4.4.) „Sincere Voting“

5.) Empirische Überprüfung der Theorien

5.1.) Überprüfung der „klassischen“ Wahltheorien

5.2.) Überprüfung von „Surge and Decline“

5.3.) Überprüfung der Referendum-Theorie

5.4.) Überprüfung der „Sincere Voting“-Theorie

6.) Conclusio

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die Faktoren, die das Wahlverhalten bei Europawahlen bestimmen, indem sie diese mit nationalen Bundestagswahlen vergleicht, um den theoretischen Status von Europawahlen als „Second-Order“-Wahlen empirisch zu hinterfragen.

  • Vergleich von „First-Order“- (Bundestag) und „Second-Order“- (Europaparlament) Wahlen.
  • Analyse klassischer Wahltheorien und deren Übertragbarkeit auf den europäischen Kontext.
  • Untersuchung der „Surge and Decline“-Theorie im Kontext von Regierungsverlusten bei Nebenwahlen.
  • Überprüfung der Referendum-Theorie zur Bewertung nationaler Regierungsperformanz.
  • Analyse des strategischen bzw. „ehrlichen“ Wahlverhaltens („Sincere Voting“).

Auszug aus dem Buch

4.1.) “Surge and Decline” (Angus Campbell, 1960)

Auch diese Theorie wurde für US-Präsidentschaftswahlen aufgestellt, ist aber laut Angus Campbell auch auf andere Systeme übertragbar. Zunächst gilt es, drei Typen von Wählern zu differenzieren: Die „Kernwähler“ („core voters“) zeichnen sich durch eine klare und starke Parteipräferenz aus, interessieren sich prinzipiell stärker für Politik und sind somit grundsätzlich hoch motiviert, an Wahlen teilzunehmen. Die „peripheren Wähler“ („periperal voters“) hingegen, haben zwar zumeist eine Parteipräferenz, diese ist aber schwächer ausgeprägt als bei den Kernwählern. Zudem ist ihr politisches Interesse geringer, so dass sie einen starken Anreiz brauchen, um Wählen zu gehen (z.B. Wichtigkeit der Wahl). Die „unabhängigen Wähler“ („independents“) haben keine klare Parteipräferenz und entscheiden sich zumeist anhand von Kurzzeiteinflüssen.

„First-Order“-Wahlen gelten in diesem Modell als hoch stimulierte Wahlen, die dazu führen, dass erstens, Leute wählen gehen, die sich sonst ihrer Stimme enthalten weil viel „Lärm“ um die Wahl gemacht wird und zweitens, manche Wähler, auch die Kernwähler, dazu neigen werden, eine andere Partei zu wählen als die, für die eigentlich „ihr Herz schlägt“ wenn ihre Partei keine Siegeschancen hat (vgl. Campbell 1987: S. 966). Es geht vorwiegend darum, dass man seine Stimme bei den „First-Order“-Wahlen gewissermaßen nicht „verschwenden“ möchte und stattdessen eine andere, voraussichtlich erfolgreichere Partei wählt.

Bei „Second-Order“-Wahlen wirken Kurzzeiteinflüsse weniger stark, so dass die Wähler eher ihr „normales“ Wahlverhalten an den Tag bringen werden, mit der Konsequenz dass periphere Wähler der Wahlurne eher fernbleiben, weil ihr „normales“ Wahlverhalten mit einer geringeren Beteiligung einher geht (vgl. Campbell 1960: S. 401). Ähnlich auch bei unabhängigen Wählern: diese orientieren sich stärker an Kurzzeiteinflüssen und sind bei „First-Order“-Wahlen deshalb tendenziell eher der designierten Regierungspartei zugeneigt (vgl. Campbell 1987: S. 967). Weiter werden auch Wähler mit starken Präferenzen für die Verliererpartei, die bei der „First-Order“-Wahl auf die Siegerpartei gesetzt haben, wieder zu ihrer eigentlich präferierten Partei zurückkehren. Die Konsequenz davon ist, dass die regierende Partei bei den „Second-Order“-Wahlen an Stimmen verlieren wird (vgl. Campbell 1987: S. 966f).

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitende Worte: Einleitung in die Thematik der Europawahlen als vermeintliche „Second-Order“-Wahlen und Definition der Forschungsfrage.

2.) „First-Order“- und „Second-Order“-Wahlen: Theoretische Abgrenzung der beiden Wahltypen anhand von Wichtigkeit, Wahlbeteiligung und Stimmabgabemustern.

3.) „Klassische“ Theorien zur Parteienwahl: Vorstellung des Modells des „Kausalitätstrichters“ als sozialpsychologischer Ansatz zur Erklärung von Wahlentscheidungen.

4.) Theorien des Wählerverhaltens für „Second-Order“-Wahlen: Einführung spezifischer Theorien wie „Surge and Decline“, Referendum-Theorie und „Sincere Voting“.

5.) Empirische Überprüfung der Theorien: Detaillierte Analyse und Abgleich der vorgestellten Theorien mit Daten zu Bundestags- und Europawahlen.

6.) Conclusio: Fazit über die Anwendbarkeit der Theorien und die Bedeutung von „Second-Order“-Elementen in Europawahlen.

Schlüsselwörter

Europawahl, Bundestagswahl, Second-Order-Wahlen, First-Order-Wahlen, Wahlverhalten, Surge and Decline, Referendum-Theorie, Sincere Voting, Parteienwahl, Parteiidentifikation, Regierungsverluste, Wahlbeteiligung, Strategisches Wählen, Europäische Integration, Wählerpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Wahlen zum Europäischen Parlament als „Second-Order“-Wahlen (Nebenwahlen) charakterisiert werden können, indem sie diese theoretisch und empirisch mit Bundestagswahlen vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen Theorien des Wählerverhaltens, insbesondere der Vergleich zwischen „First-Order“- und „Second-Order“-Modellen sowie die Analyse von Wahlmotiven bei Europawahlen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine deskriptive Zustandsbeschreibung und die empirische Überprüfung theoretischer Modelle, um herauszufinden, wie viel „First“- und „Second-Order“-Charakter tatsächlich in Europawahlen steckt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf der Auswertung vorhandener empirischer Studien und statistischer Daten zu Wahlentscheidungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Wahltypen, die Vorstellung der Erklärungsmodelle („Surge and Decline“, „Sincere Voting“ etc.) und deren empirische Überprüfung anhand von Datenmaterial.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Europawahl, Second-Order-Wahl, Wahlverhalten, Surge and Decline und Parteiidentifikation.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „First-Order“ und „Second-Order“ eine zentrale Rolle?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie erklärt, warum Wähler bei Europawahlen anders abstimmen oder seltener wählen gehen als bei nationalen Regierungswahlen.

Welche Rolle spielt die „Referendum-Theorie“ in den Ergebnissen der Arbeit?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Referendum-Theorie, obwohl theoretisch plausibel für das Verständnis von Regierungsverlusten, empirisch wenig überzeugt und durch „Surge and Decline“-Effekte besser erklärt werden kann.

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Details

Title
Erklärung von Wahlentscheidungen - ein Vergleich zwischen Wahlen zum Bundestag und zum europäischen Parlament
College
University of Mannheim
Grade
1,7
Author
Konrad Brylla (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V68119
ISBN (eBook)
9783638606523
ISBN (Book)
9783640543335
Language
German
Tags
Erklärung Wahlentscheidungen Vergleich Wahlen Bundestag Parlament
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konrad Brylla (Author), 2006, Erklärung von Wahlentscheidungen - ein Vergleich zwischen Wahlen zum Bundestag und zum europäischen Parlament, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/68119
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