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Die Jugendarbeit der evangelischen Kirche zur Zeit der DDR

Title: Die Jugendarbeit der evangelischen Kirche zur Zeit der DDR

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Christiane Zönnchen (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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Summary Excerpt Details

Die Zukunft der Gesellschaft liegt in den Händen der Jugend. Sie soll aus den Fehlern der Gegenwart lernen und doch ihre Errungenschaften weitertragen. Sie soll Traditionen bewahren und doch fortschreiten in neue Erkenntnisse. Sie soll den Gedanken weiterleben und doch die Welt verändern. Soviel Hoffnung, aber auch so wenig Vertrauen wird oftmals in sie gesetzt. Doch in einer Zeit, wo das gesellschaftliche Leben von Zwängen, Unfreiheit, Lügen und Einschränkung bestimmt ist, wird die Jugend zur Waffe gegen die Unterdrückung und zum Sprachrohr für Frieden und Freiheit. Denn die Jugend ist die Zeit der Rebellion, Unangepasstheit und der Suche. Die Jugend möchte sich bewegen, möchte ausprobieren und entdecken. Aber wenn dieser Drang wie in der DDR durch den Staat unterdrückt wird, braucht die Jugend einen anderen Raum und diesen fand sie in der Zeit zwischen 1949 und 1989 oftmals in der Kirche.
Auch wenn sich das Verhältnis zwischen Kirche und Staat im Laufe der Zeit in einigen Bereichen besserte, gab es auf der anderen Seite immer wieder Auseinandersetzungen, die für die Kirchen zur Folge hatten, dass sich die Menschen, oftmals durch massives Drängen des Staates, aus ihr zurückzogen. Doch die Jugendarbeit in den Kirchen ließ sich trotz militanter Zurückdrängung nicht gänzlich unterdrücken, wie in dieser Arbeit über die Jugendarbeit der evangelischen Kirche in der Zeit der DDR gezeigt werden soll.
Anfangs geht es dabei um die traditionelle Jugendarbeit der evangelischen Kirche, ihre Entwicklung und Angebote. Anschließend findet eine Ausführung zu der Ende der 60er Jahre entstandene Offene Arbeit statt. Wie kam es dazu und wie sah dieses aus, sind dabei die wesentlichen Fragen. Einige wichtige Ereignisse, welche die Jugendarbeit stark beeinflussten, werden im Weiteren erläutert. Dies sind zum einen die in den 50er Jahren beschlossenen Maßnahmen gegen die Junge Gemeinde, die Einführung der Jugendweihe als Gegenstück zur Konfirmation, die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1962 sowie die Friedensdekaden. Darauf folgt eine Problemanalyse der kirchlichen Jugendarbeit.
Die Arbeit beschränkt sich auf wesentliche Punkte und stellt damit nur einen Überblick dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Traditionelle Jugendarbeit

2.1 Entwicklung

2.2 Angebote

3. Offene Jugendarbeit

3.1 Entstehung

3.2 Merkmale und Formen

4. Beeinflussende Ereignisse auf die Jugendarbeit

4.1 Maßnahmenbeschlüsse gegen die Junge Gemeinde

4.2 Einführung der Jugendweihe 1954

4.3 Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1962

4.4 Friedensdekaden

5. Probleme der Jugendarbeit

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die Rahmenbedingungen der kirchlichen Jugendarbeit in der DDR zwischen 1949 und 1989. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die Jugendarbeit der Evangelischen Kirche angesichts staatlicher Repressionen, der Konkurrenz durch staatliche Organisationen und der soziopolitischen Veränderungen im Land behaupten konnte und welche Rolle sie als Schutzraum für Jugendliche einnahm.

  • Entwicklung und Wandel der traditionellen und offenen kirchlichen Jugendarbeit.
  • Staatliche Repressionsmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Junge Gemeinde.
  • Konfliktlinien zwischen kirchlichen Werten und staatlicher Ideologie (Jugendweihe, Wehrpflicht).
  • Die Bedeutung der Friedensdekaden als Ausdruck politischen und gesellschaftlichen Engagements.
  • Die Rolle der kirchlichen Jugendarbeit als Auffangnetz für Jugendliche in der DDR-Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3. 2 Merkmale und Formen

Zwei wesentliche Merkmale der Offenen Jugendarbeit waren, dass sie ersten mit Jugendlichen zusammenarbeitet, welche sich von der traditionellen kirchlichen Jugendarbeit nicht angesprochen fühlten und zweitens, dass sie angesehen wurde als eine Organisation gegen den Staat. Dies spiegelt sich auch in den Veranstaltungsformen wieder. Da vieler dieser Jugendlichen einer Gruppe angehörten, welche eine bestimmt Musikrichtung bevorzugten, entstanden sogenannte Bluesmessen und Beatmessen. Sie waren organisiert als eine Mix aus Musik und Lesung biblischer Texte und gingen erstmalig von dem Berliner Pfarrer Rainer Eppelmann aus.29 Aber es gab auch Jugendtreffen, bei denen der besondere Schwerpunkt nur auf dem gemeinsames Miteinander beim Musik hören und Reden lag. In einige Orten wurden in den Räumen der Jugendarbeit Tischtennis, Brettspiele und Billard angeboten. Neben einen sicheren Raum, wo man sich aufhalten konnte, war den Jugendlichen auch die freie Meinungsäußerung besonders wichtig. Es wurde demzufolge viel diskutiert, über alltägliche, gesellschaftliche, politische und kirchliche Fragen.30 Die Aktionen der Jugendarbeit und der Jugendlichen blieben aber nicht nur in der Kirche, die unter anderem mit den „Gottesdienst einmal anders“31, welcher eine Modernisierung der kirchlichen Angebote seien sollte, oftmals ungewollt politisch wurde. Sie unternahmen diese ebenso aus den Gottesdiensten heraus, was natürliche Auseinandersetzungen mit dem Staat zur Folge hatte. Wie auch die großen überregionalen Veranstaltungen der kirchlichen Jugendarbeit.32 Es entstand eine regelrechte Reisebewegung der Jugendlichen zu den einzelnen Veranstaltungen.33

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die besondere Rolle der Kirche als Schutzraum für eine Jugend, die sich in einem von Zwängen geprägten DDR-Alltag nach Freiraum und Sinnsuche sehnte.

2. Traditionelle Jugendarbeit: Hier wird der langsame Wiederaufbau kirchlicher Jugendarbeit nach 1945 beschrieben, die sich eng an die Ortsgemeinden band und trotz staatlicher Ablehnung vielfältige Angebote unterbreitete.

3. Offene Jugendarbeit: Das Kapitel behandelt die Entstehung einer neuen, weniger formalen Jugendarbeit in den 60er Jahren, die gezielt Jugendliche abholte, die sich nicht in traditionellen Strukturen wiederfanden.

4. Beeinflussende Ereignisse auf die Jugendarbeit: Dieser Abschnitt analysiert die zentralen Konfliktpunkte zwischen Kirche und SED-Staat, wie die Diskriminierung der Jungen Gemeinde, die Einführung der Jugendweihe und der Wehrpflicht sowie die Bedeutung der Friedensdekaden.

5. Probleme der Jugendarbeit: Basierend auf zeitgenössischen Quellen werden die Herausforderungen beleuchtet, wie etwa die Fluktuation der Jugendlichen und die schwierige Balance zwischen offener Annahme und der Vermittlung christlicher Werte.

6. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Jugendarbeit der Kirche trotz massiver staatlicher Behinderung ein zentrales Auffangnetz und ein Ort für gesellschaftliche Partizipation für junge DDR-Bürger blieb.

Schlüsselwörter

DDR, Evangelische Kirche, Jugendarbeit, Junge Gemeinde, Offene Arbeit, Repression, Jugendweihe, Wehrpflicht, Friedensdekaden, Bausoldaten, Staatssicherheit, Widerstand, Sozialismus, Gesellschaft, Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Jugendarbeit der Evangelischen Kirche in der DDR im Zeitraum von 1949 bis 1989 und deren Entwicklung unter dem Druck des SED-Regimes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die traditionelle sowie die offene Jugendarbeit, der staatliche Umgang mit kirchlichen Gruppen und die soziopolitische Bedeutung von kirchlichen Initiativen wie den Friedensdekaden.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Kirche trotz massiver Repressionen einen Schutzraum für Jugendliche bieten konnte und welche Rolle dieser Freiraum für die Entwicklung junger Menschen in der DDR spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Fachliteratur, zeitgenössischen Berichten und Dokumenten der Zeit, um ein historisches Bild der kirchlichen Jugendarbeit zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungsstufen der Jugendarbeit, geht auf spezifische staatliche Eingriffe ein und untersucht die pädagogischen sowie inhaltlichen Konzepte der kirchlichen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR, Jugendarbeit, Junge Gemeinde, Friedensdekaden, Staatssicherheit und der Konflikt zwischen Kirche und Sozialismus.

Welche Bedeutung hatten die "Bluesmessen" für die offene Jugendarbeit?

Die Bluesmessen waren eine spezifische Form der Jugendarbeit, die Musik und christliche Inhalte verband, um Jugendliche anzusprechen, die der traditionellen Kirche fernstanden, und entwickelten sich zu einem Synonym für ein widerständiges Milieu.

Wie reagierte die DDR-Staatsführung auf die Friedensdekaden?

Die Staatsführung sah in den Friedensdekaden und besonders in den verwendeten Symbolen (wie "Schwerter zu Pflugscharen") eine Bedrohung, was zu Verboten, Polizeimaßnahmen gegen Teilnehmer und zur Diskriminierung von Jugendlichen in Schulen und Betrieben führte.

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Details

Title
Die Jugendarbeit der evangelischen Kirche zur Zeit der DDR
College
Dresden Technical University
Grade
1,25
Author
Christiane Zönnchen (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V68049
ISBN (eBook)
9783638606226
ISBN (Book)
9783638671033
Language
German
Tags
Jugendarbeit Kirche Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Zönnchen (Author), 2006, Die Jugendarbeit der evangelischen Kirche zur Zeit der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/68049
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