Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext - Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?

Titel: Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext  - Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?

Seminararbeit , 2006 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Simon Tewes (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der archaischen Zeit sorgte die „große Kolonisation“ innerhalb einer relativ kurzen Zeit – man geht etwa vom Zeitraum 750 bis 500 v. Chr. aus1 – für eine vergleichsweise weite Streuung von griechischen Kolonien im Mittelmeerraum. Südgallien, Süditalien, und Sizilien waren während dieser Wanderungsbewegung vor allem die Ziele der griechischen Siedler.

Einen beeinflussenden Faktor bei Koloniegründung stellte das Orakel von Delphi dar. Etliche Zeugnisse von „Gründungsorakeln“ sind in den Werken Herodots enthalten. Primär geht es in dieser Hausarbeit um die Diskussion, welchen Einfluss das delphische Orakel auf die ersten literarisch erfassbaren Gründungen hatte. Unter Berücksichtigung der oben genannten Quelle und ausgewählter Forschungsliteratur soll die Funktion des Orakels von Delphi im Kontext der überlieferten Gründungsberichte genauer untersucht werden.

Betrachtet man die Forschungsmeinungen zu diesem Thema, so stellt man fest, dass trotz mannigfaltigen Veröffentlichungen immer noch eine rege Kontroverse geführt wird.

So weisen Fontenrose und Londey darauf hin, dass fast alle Gründungsorakel Erfindungen seien, welche im Nachhinein in die Gründungsberichte gesetzt wurden, um den Gründungen einen „göttlichen“ Rahmen zu verleihen. Andere Historiker, wie Rohrbach, sind der Meinung, dass die Kolonisation an sich ein Akt des Opferns an Delphi und die Orakel der Pythia bloßer Ausdruck sakraler Bedürfnisbefriedigung seien. Ferner herrscht, vor allem in der älteren Forschung, die Meinung vor, dass Delphi eine „Kolonisationsagentur“ gewesen sei.

Delphi wurde dabei sowohl die Rolle des Informationszentrums, als auch die einer Instanz zur Kolonisationssteuerung zuerkannt. Wie sich daran bereits erkennen lässt, ist also sowohl die historische Glaubwürdigkeit der Orakel an sich als auch einen Schritt weiter gehend deren Intention strittig.
In der Seminararbeit geht es nun darum, in den in den Historien Herodots enthaltenen Gründungsberichten Hinweise auf die tatsächliche Rolle des Orakels zu ermitteln und die Orakel auf ihre historisch Auswertbarkeit hin zu untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext – Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?

3) Abschlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des delphischen Orakels bei griechischen Koloniegründungen, wie sie in den Historien des Herodot überliefert sind. Das primäre Ziel ist es, den historischen Wahrheitsgehalt der Gründungsorakel zu hinterfragen und zu prüfen, ob das Orakel als aktive Instanz der Kolonisationssteuerung fungierte oder ob es sich um nachträglich in die Berichte eingefügte Legenden zur sakralen Legitimation handelt.

  • Analyse der Funktion des Orakels von Delphi im Kontext archaischer Gründungsberichte.
  • Untersuchung der Gründung Kyrenes als detailliertes Fallbeispiel.
  • Diskussion der Besiedlung der thrakischen Chersones durch Miltiades.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der "Kolonisationsagentur" Delphi.
  • Gegenüberstellung von historischer Realität und legendärer Ausgestaltung durch Herodot.

Auszug aus dem Buch

2) Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext – Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?

Blickt man auf die Zeit der großen Kolonisation (ca. 750 bis 500 v. Chr.) im archaischen Zeitalter zurück, so machten sich in diesem Zeitraum verhältnismäßig viele Griechen auf, ihre Heimat gegen fremde Gefilde einzutauschen. So wird der Kolonisationsprozess an sich in etlichen Textpassagen in den Historien des Herodot geschildert.

Etliche Ursachen wie Überbevölkerung und Missernten führten dazu, zahlreiche Griechen zur Auswanderung zu bewegen. Für die Organisation – wenn man es denn so nennen will – einer neuen Koloniegründung waren mehrere Komponenten wichtig. In den Kolonisationsberichten treten häufig dieselben Interessensgruppen bzw. Parteien auf. Zunächst wäre da der Oikist zu nennen, welcher als „Gründervater“ einer solchen Unternehmung vorstand. Im Anschluss daran wären die Siedlergruppe zu nennen und die Metropolis des Gründers bzw. der Siedler. Eine Etappe, die in fast allen Berichten einen Platz einnimmt, ist das Orakel von Delphi.

Im Folgenden soll nun geklärt werden, welchen Platz die Orakelsprüche in den durch Herodot überlieferten Gründungsberichten einnehmen und welche Intention sie haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der "großen Kolonisation" ein, erläutert die Bedeutung des Orakels von Delphi und skizziert die wissenschaftliche Kontroverse bezüglich der Authentizität der überlieferten Gründungsorakel.

2) Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext – Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Gründungsberichte von Kyrene, der thrakischen Chersones sowie der Flucht der Phokaier und des Scheiterns des Dorieus, um die Rolle und Intention der Orakelsprüche kritisch zu prüfen.

3) Abschlussbetrachtung: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass es sich bei den Gründungsorakeln überwiegend um legendäre, nachträglich implementierte Elemente handelt, die der Legitimation der Koloniegründungen dienten.

Schlüsselwörter

Herodot, Historien, Kolonisation, Delphi, Gründungsorakel, Oikist, Kyrene, Miltiades, Antike, griechische Geschichte, sakrale Legitimation, Kolonie, Pythia, archaische Zeit, historische Authentizität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des delphischen Orakels bei der Gründung griechischer Kolonien in der archaischen Zeit, basierend auf den Überlieferungen in den Historien des Herodot.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die griechische Kolonisation, die Funktion religiöser Instanzen wie des Orakels von Delphi, die Rolle des Oikisten sowie die historische Kritik an antiken Gründungslegenden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob das Orakel von Delphi tatsächlich die Kolonisation steuerte oder ob die Orakelsprüche in den Texten Herodots nachträgliche Erfindungen sind, um den Kolonien eine göttliche Legitimation zu verleihen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse der Historien des Herodot unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Forschungsliteratur (wie z. B. Rohrbach, Miller und Fontenrose) durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Beispiele wie die Gründung von Kyrene, die Ansiedlung auf der thrakischen Chersones, die Flucht der Phokaier sowie der gescheiterte Kolonisationsversuch des Spartaners Dorieus analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Herodot, Kolonisation, Delphi, Gründungsorakel, Oikist und die kritische Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst das Stottern des Battos den Bericht über Kyrene?

Das Stottern dient als literarisches Motiv, das Battos zur Orakelbefragung führt. Herodot deutet dies als göttliche Vorsehung, während die moderne Forschung dies als legendäre Ausgestaltung zur Namensgebung des "Königs" wertet.

Warum wird das Schicksal des Dorieus als "warnendes Beispiel" herangezogen?

Dorieus scheiterte bei seinem Kolonisationsversuch, weil er die Orakelbefragung missachtete. Dies wird in den Historien als implizite göttliche Strafe gewertet und unterstreicht die Bedeutung der Orakelbräuche im zeitgenössischen Selbstverständnis.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext - Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?
Hochschule
Universität Paderborn
Veranstaltung
Die Polis im Antiken Griechenland
Note
1,3
Autor
Simon Tewes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V67949
ISBN (eBook)
9783638586795
ISBN (Buch)
9783638754132
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gründungsorakel Historien Herodots Zentrale Kolonisationssteuerung Orakel Erfindung Polis Antiken Griechenland Kolonisation und Orakel Delphi und Kolonisation Gründungsbericht Herodot
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Tewes (Autor:in), 2006, Die Gründungsorakel in den Historien Herodots in ihrem Kontext - Zentrale Kolonisationssteuerung durch das Orakel oder reine Erfindung?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/67949
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum