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Anschlussrationalität in der pädagogischen Kommunikation - Eine systemische Betrachtung

Title: Anschlussrationalität in der pädagogischen Kommunikation - Eine systemische Betrachtung

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Päd. Markus Reinschmidt (Author)

Pedagogy - General

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Seit dem Bekannt werden der Ergebnisse aus den international durchgeführten PISA – Studien stellt man sich in Deutschland die Frage, wie man den Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen verbessern kann. Glaubt man den Resultaten so hat Deutschland den Anschluss an die Bildungseliten verloren. Dies führt dazu das über neue Konzepte in der Pädagogik nachgedacht wird, Lehrpläne geändert und Reformen durchgeführt werden. Unsummen von Geld werden dafür ausgegeben um das deutsche Schulsystem wieder auf Niveau zu bringen welches dem der „PISA – Siegerländer“ entsprechen. Ob dies alles wirklich nötig ist und ob diese Maßnahmen erfolgreich sein werden soll hier nicht diskutiert werden. Vielmehr soll es darum gehen zu zeigen, dass es nicht unbedingt die kostspieligen Maßnahmen zur totalen Neustrukturierung sind, welche hier von Nöten sind. Vielleicht ist es auch das Besinnen auf die einfacheren Dinge, die hier Abhilfe schaffen können. Wie zum Beispiel auf die Kommunikation die verständlicherweise für die Pädagogik essentiell wichtig ist.
Dies gilt auch für Systeme nach Niklas Luhmann, deren Operationen maßgeblich auf Kommunikation beruhen.
Da also offensichtliche Gemeinsamkeiten zwischen den sozialen Systemen Luhmanns und dem von ihm auch so bezeichneten Erziehungssystem bestehen, kann man auch auf Begriffe aus seiner Theorie zurückgreifen um diese zu nutzen.Ein Begriff der hier von Bedeutung sein könnte ist die so genannte Anschlussrationalität.

Liest man dieses Wort zum ersten Mal, könnte man meinen es handele sich um das, was man sich von einer modernen Stereoanlage erhofft wenn man diese anschließen möchte. Leider ist dies nicht der Fall Vielmehr verbirgt sich hinter dieser Wortschöpfung ein komplexer Vorgang innerhalb sozialer Systeme im Zusammenhang mit Kommunikation. Was dies nun genauer bedeutet und inwiefern die Anschlussrationalität im Bezug auf die Probleme im Erziehungssystem von nutzen sein kann soll in dieser Arbeit geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. RATIONALITÄT NACH LUHMANN

2. VORAUSSETZUNG FÜR RATIONALITÄT - REFLEXIONSFÄHIGKEIT

3. DIE ANSCHLUSSRATIONALITÄT

4. ANSCHLUSSKOMMUNIKATION UND ANSCHLUSSSELEKTION

5. DIE RELEVANZ DER ANSCHLUSSRATIONALITÄT FÜR DIE PÄDAGOGIK

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Anschlussrationalität im Kontext des Erziehungssystems unter systemtheoretischer Perspektive nach Niklas Luhmann. Ziel ist es zu klären, inwieweit Anschlussrationalität als notwendige Bedingung für gelingende pädagogische Kommunikation und als Lösungsansatz für schulische Problemlagen dienen kann, ohne auf kostenintensive Neustrukturierungen angewiesen zu sein.

  • Systemtheoretische Grundlagen der Rationalität nach Niklas Luhmann
  • Die Rolle der Reflexionsfähigkeit als Voraussetzung für rationales Handeln
  • Abgrenzung der Begriffe Anschlussrationalität, Anschlusskommunikation und Anschlussselektion
  • Anwendung der Anschlussrationalität zur Verbesserung der Lehrer-Schüler-Kommunikation

Auszug aus dem Buch

Die Anschlussrationalität

Nachdem nun klar ist was es für ein System bedeutet rational zu handeln, stellt sich die Frage wie rationales Handeln zwischen zwei Systemen möglich ist, wie eine Verbindung, ein Anschluss zwischen den Operationen der jeweiligen Systeme hergestellt werden kann. Hierbei sollte dieser Anschluss aber unbedingt auch die Regeln der Rationalität erfüllen, im Hinblick auf Möglichkeiten und Restriktionen des jeweils anderen Systems, um eine größtmögliche Anzahl positiver Ergebnisse zu erzielen.

Da der Begriff der Rationalität schon bekannt ist soll nun noch geklärt werden, was unter „Anschluss“ bzw. Anschlussfähigkeit explizit zu verstehen ist. Dazu nun eine Definition von Anschlussfähigkeit: „Die Anschlussfähigkeit ist die Kapazität von Systemen zu gewährleisten, dass sich an die Selektionen eines Systems weitere anschließen können.“

Dies würde also bedeuten, dass ein System, das eine Auswahl getroffen hat, an diese Auswahl auch weiter anschließen kann. Leider ist hier nicht spezifiziert ob dies auch für die Selektion anderer Systeme gilt, also ob ein System an die Selektion eines anderen Systems eigene Selektionen anschließen kann. Nach Willke ist die chaotische Wirkung kontingenter Selektionen innerhalb sozialer Beziehungen durch ein ordnendes Prinzip aus Begründungen und Motiven eingedämmt, was Erwartungsmöglichkeiten und Verknüpfungsmöglichkeiten schafft und zudem auf Anschlussselektionen ausgerichtet ist. Willkes Bezug auf soziale Beziehungen lässt den Schluss zu, dass Anschlussfähigkeit, welche Anschlussselektionen erst ermöglicht nicht nur innerhalb eines Systems existieren kann, sondern auch zwischen verschiedenen Systemen. Denn das Vorhandensein mehrer Systeme ist Voraussetzung für das Bestehen einer sozialen Beziehung.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen des deutschen Schulsystems nach den PISA-Studien und führt den systemtheoretischen Begriff der Anschlussrationalität als potenziellen Ansatz zur Verbesserung pädagogischer Kommunikation ein.

1. RATIONALITÄT NACH LUHMANN: Es wird die historische Entwicklung des Rationalitätsbegriffs von einem normativen, teleologischen Verständnis hin zu einer systemtheoretischen Definition nach Luhmann nachgezeichnet, die auf der Differenz zwischen System und Umwelt basiert.

2. VORAUSSETZUNG FÜR RATIONALITÄT - REFLEXIONSFÄHIGKEIT: Das Kapitel erläutert, dass ein System reflexionsfähig sein muss, um sich als Einheit von seiner Umwelt zu unterscheiden und Informationen für rationales Handeln aus dieser Differenz zu gewinnen.

3. DIE ANSCHLUSSRATIONALITÄT: Hier wird Anschlussrationalität definiert als Handeln eines Systems, das darauf abzielt, unter Berücksichtigung des Codes eines anderen Systems Anschlusshandlungen hervorzurufen.

4. ANSCHLUSSKOMMUNIKATION UND ANSCHLUSSSELEKTION: Es erfolgt eine begriffliche Schärfung und Abgrenzung der drei Konzepte, um deren Verwendung als Synonyme zu vermeiden.

5. DIE RELEVANZ DER ANSCHLUSSRATIONALITÄT FÜR DIE PÄDAGOGIK: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Schulalltag und diskutiert, wie Lehrkräfte durch reflexives Handeln und die Berücksichtigung der Codes der Schüler Anschlussrationalität fördern können.

6. FAZIT: Die Arbeit resümiert, dass Anschlussrationalität zwar kein Allheilmittel gegen die "Bildungsmisere" ist, aber eine kostengünstige und auf Engagement basierende Möglichkeit bietet, die Kommunikation und Motivation im Erziehungssystem zu verbessern.

Schlüsselwörter

Anschlussrationalität, Niklas Luhmann, Systemtheorie, Pädagogik, Kommunikation, Anschlussfähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Soziale Systeme, PISA-Studien, Unterricht, Anschlusshandlung, Autopoiesis, System-Umwelt-Differenz, Erziehungssystem, Rationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Anschlussrationalität innerhalb sozialer Systeme, speziell im Kontext des Erziehungssystems, um Wege zur Verbesserung der pädagogischen Kommunikation aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Systemtheorie nach Niklas Luhmann, die begriffliche Klärung von Rationalität und Anschlussfähigkeit sowie die praktische Anwendung dieser Theorie auf das schulische Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu analysieren, wie durch das Konzept der Anschlussrationalität die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern verbessert werden kann, ohne dabei auf komplexe und teure Strukturreformen zurückgreifen zu müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis der Systemtheorie von Niklas Luhmann und weiterer systemtheoretischer Literatur, um Konzepte zu definieren und auf das pädagogische Handeln anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Rationalität, der Bedeutung der Reflexionsfähigkeit, der genauen Herleitung des Begriffs der Anschlussrationalität sowie einer Abgrenzung von verwandten Begriffen und einer Anwendung auf den Schulalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Anschlussrationalität, Systemtheorie, Kommunikation, Reflexionsfähigkeit, Anschlussfähigkeit und pädagogisches Handeln.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Anschlussrationalität und Anschlusskommunikation wichtig?

Die Begriffe beschreiben grundsätzlich unterschiedliche Vorgänge: Anschlussrationalität ist eine erfolgsgekrönte Entscheidung zur Herstellung eines Anschlusses, während Anschlusskommunikation ein grundlegender Teil des autopoietischen Kommunikationsprozesses selbst ist.

Wie kann ein Lehrer im Unterricht konkret Anschlussrationalität herstellen?

Ein Lehrer handelt anschlussrational, wenn er erkennt, welchen Code die Schüler aktuell verwenden, und seine Handlungen so gestaltet – z.B. durch lebensweltlichen Bezug bei Aufgabenstellungen –, dass er den Schülern einen Anknüpfungspunkt bietet, der für sie nützlich erscheint.

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Details

Title
Anschlussrationalität in der pädagogischen Kommunikation - Eine systemische Betrachtung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Erziehung und der heimliche Lehrplan lebender sozialer Systeme
Grade
1,0
Author
Dipl.-Päd. Markus Reinschmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V67295
ISBN (eBook)
9783638602488
ISBN (Book)
9783638688796
Language
German
Tags
Anschlussrationalität Kommunikation Eine Betrachtung Erziehung Lehrplan Systeme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Päd. Markus Reinschmidt (Author), 2006, Anschlussrationalität in der pädagogischen Kommunikation - Eine systemische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/67295
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