Jack Welch, CEO von General Electric (GE) in den Jahren 1981-2001, beschreibt in seiner Biographie Six Sigma wie folgt:“... Six Sigma [dient] dazu, das Management zu verbessern, indem es den Managern Werkzeuge zur Lösung schwieriger Aufgaben an die Hand gibt. Der Kerngedanke von Six Sigma kann ein Unternehmen auf den Kopf stellen. Dieser Kerngedanke lautet, dass sich das Unternehmen auf den Kunden konzentrieren muss“. 1 In dieser Hausarbeit werden wir einen Überblick über die Six Sigma-Methode geben. Im ersten Kapitel definieren wir die Methode, beschreiben ihre Geschichte, stellen die zentralen Anforderungen zu ihrer Einführung dar und erläutern wesentliche Unterschiede zwischen Total Quality Management (TQM) und Six Sigma.
Die Six Sigma-Methode wird grundsätzlich auf zwei Ebenen betrachtet, und zwar auf Unternehmensebene und auf Projektebene. Im zweiten Kapitel stellen wir auf Unternehmensebene den sogenannten Six Sigma-Wegweiser dar und beschreiben die Hauptkomponenten der Methode. Im anschließenden Kapitel erläutern wir auf Projektebene die zentralen Akteure und verknüpfen sie mit dem Beispielunternehmen General Electric. Ferner stellen wir in diesem Kapitel zwei idealtypische Herangehensweisen in einem Six Sigma-Projekt dar. Abschließend fassen wir unsere Erkenntnisse in einem Fazit zusammen. [...]
Gliederung
1. Einleitung
2. Six Sigma im Überblick
2.1 Definition
2.2 Geschichte
2.3 Einführungsanforderungen
2.4 Ziele
2.5 TQM-Schwachstellen und Six Stigma-Lösungen
3. Wegweiser zu Six Sigma
4. Six Sigma Organisation und Prozess
4.1 Zentrale Akteure
4.2 DMAIC-Zyklus
4.3 DMADV-Zyklus
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die Six Sigma-Methode, analysiert deren Entstehung sowie Implementierungsanforderungen und stellt die zentralen Prozessmodelle zur Qualitätsverbesserung vor. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Funktionsweise von Six Sigma, die organisatorische Einbettung der Akteure sowie den praktischen Einsatz in Unternehmen zur Steigerung der Prozesseffizienz und Kundenzufriedenheit.
- Historische Entwicklung von Six Sigma bei Motorola und General Electric
- Gegenüberstellung von TQM-Schwachstellen und Six Sigma-Lösungsansätzen
- Darstellung der fünfstufigen Six Sigma-Wegweiser
- Strukturelle Analyse des DMAIC-Zyklus zur Prozessoptimierung
- Erklärung des DMADV-Zyklus für Design- und Entwicklungsprozesse
- Rollenverteilung und Verantwortlichkeiten der zentralen Akteure
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition
Technisch gesehen ist Sigma ein Buchstabe des griechischen Alphabets, der s geschrieben wird. Er ist sowohl das Symbol als auch die Maßzahl für eine Prozessvariation. Unter Six Sigma versteht man eine Situation, in der die Variation eines einzelnen Prozess- oder Produktmerkmals - unter der Annahme einer Gaußschen Normalverteilung - so geringfügig ist, dass nur 3,4 Fehler in einer Mio. Möglichkeiten auftreten dürfen.
Die Financial Times bezeichnet Six Sigma aus einer unternehmensstrategischen Betrachtungsweise als „...ein Programm, welches dazu geeignet ist, jedes Produkt, jeden Prozess und jede Transaktion nahezu fehlerfrei zu machen.“
Eine weitere Darstellung bietet Mikel J. Harry an, der Six Sigma als einen Geschäftsprozess beschreibt, der es allen Unternehmen ermöglicht, ihre Geschäftsergebnisse drastisch zu verbessern. Die alltäglichen Aktivitäten werden mit Hilfe von Six Sigma so entwickelt und überwacht, dass dadurch die Kundenzufriedenheit steigt und die Verschwendung von Ressourcen abnimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert den Kerngedanken von Six Sigma nach Jack Welch und beschreibt den Aufbau der Hausarbeit.
2. Six Sigma im Überblick: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung durch Definition, historische Herleitung, Anforderungen an die Einführung, Zielsetzungen sowie den Vergleich mit TQM.
3. Wegweiser zu Six Sigma: Dieses Kapitel beschreibt die fünfstufige Herangehensweise, um ein Unternehmen auf die Einführung von Six Sigma vorzubereiten.
4. Six Sigma Organisation und Prozess: Der Hauptteil erläutert die Rollen der Akteure (z. B. Black Belt) und die Methodik der beiden Zyklen DMAIC (Prozessverbesserung) und DMADV (Design).
5. Fazit: Das Fazit bewertet das Einsparpotenzial von Six Sigma, analysiert Scheiternsursachen und stellt fest, dass Six Sigma bei konsequenter Umsetzung einen Wettbewerbsvorteil bietet.
Schlüsselwörter
Six Sigma, Qualitätsmanagement, Prozessvariation, DMAIC-Zyklus, DMADV-Zyklus, General Electric, Fehlerreduzierung, Kundenzufriedenheit, Prozessoptimierung, Unternehmensstrategie, Motorola, Change Management, Wertschöpfung, Qualitätskosten, Design for Six Sigma.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Six Sigma als methodischen Ansatz zur Prozess- und Qualitätsverbesserung in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die methodischen Grundlagen, der historische Kontext, die Implementierungsvoraussetzungen sowie die organisatorische und prozessuale Umsetzung von Six Sigma.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für Six Sigma zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch diese Methode ihre Geschäftsergebnisse und Qualität nachhaltig verbessern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Darstellung verwendet?
Die Autoren nutzen eine deskriptive Analyse auf Basis von Fachliteratur sowie Praxisbeispielen, um die theoretischen Konzepte von Six Sigma und deren Anwendung zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Six Sigma-Wegweisers zur Unternehmenseinführung sowie eine detaillierte Erläuterung der Akteure und der zwei Kernprozessmodelle DMAIC und DMADV.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Six Sigma, Prozessoptimierung, DMAIC, DMADV und Qualitätsmanagement geprägt.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen DMAIC und DMADV eine wichtige Rolle?
Die Unterscheidung ist essenziell, da DMAIC der Optimierung bestehender Prozesse dient, während DMADV gezielt für die Neuentwicklung von Prozessen und Produkten konzipiert ist.
Welche Bedeutung kommt den Akteuren wie Black Belts zu?
Diese Akteure sind für die operative Umsetzung und Koordination von Six Sigma-Projekten verantwortlich und tragen damit wesentlich zum Projekterfolg bei.
- Quote paper
- Assi Rutzki (Author), Ediz Demirkapilar (Author), Ihab Taha (Author), Elena Koneva (Author), 2006, Six Sigma im Überblick. Wegweiser, Organisation und Prozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/67249