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Die Religion im Unabhängigskeitsprozess Osttimors

Title: Die Religion im Unabhängigskeitsprozess Osttimors

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 31 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Steffen Schuerer (Author)

Politics - Region: South Asia

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Summary Excerpt Details

Die demokratische Republik Ost-Timor, jüngster Staat und somit Nesthäkchen in unserer Weltgemeinschaft, blickt auf eine wechselhafte und gleichermaßen interessante Kolonialgeschichte zurück. Der Neuentstehung von Nationalstaaten gehen meist intensive Kämpfe voraus, ausgefochten auf diplomatischen Parkett oder auch auf dem Territorium des neuen Nationalstaates. Gründe für eine Abspaltung von einem bereits bestehenden Nationalstaat können vielschichtig sein. Unüberbrückbare ethnische, religiöse, konfessionelle, soziale oder ökonomische Differenzen zwischen Teilen der Bevölkerung können der Auslöser sein. Es stellt sich die Frage, welche Rolle der religiöse Aspekt bei der Entkolonialisierung Ost-Timors von der über „450jährigen“ Kolonialmacht Portugal und folgender völkerrechtswidriger Annektierung durch den „jungen Nachbarn“ Indonesien und der dabei stattfindenden blutigen Auseinandersetzung bzw. Kämpfen spielte.
Dieser Aspekt soll in dieser Arbeit anhand vorliegender Literatur erarbeitet werden. Da in dem Falle Demokratische Republik Ost-Timor sicherlich auch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben, soll die Beleuchtung des religiösen Aspektes in die Analyse anderer wichtiger Faktoren, wie z. B. die Rolle Ost-Timors im Kontext des Kalten Krieges bzw. die Gründe der Einflussnahme der EU im Ost-Timorfall eingebettet werden. Möglichst alle Aspekte, die bei dem Unabhängigkeitsprozess von Ost-Timor eine Rolle gespielt haben, sollen hier wenigstens kurz angesprochen und in einen Kontext gesetzt werden. Die Arbeit soll einen analytischen Beitrag zum Verständnis der Entstehung der demokratischen Republik Ost-Timors leisten.
Es wird jedoch das Augenmerk hauptsächlich auf die Zeit ab 1974, nach der Nelkenrevolution in Portugal, gelegt da sich erst ab diesem Zeitraum in der Kolonie z. B. politische Parteien bilden konnten und eine Zivilgesellschaft entsteht. Ein historischer Abriss mit relevanten Länderdaten soll der Vollständigkeit halber lediglich Teil der Einleitung sein.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung mit kurzem geschichtlichem Abriss und relevanten Länderdaten zur Demokratischen Republik Ost-Timor

1.1 Einleitung mit historischem Abriss

1.2 Relevante Länderdaten

2. Direkt beteiligte Akteure um 1975 und Analyse der Ursprungssituation

2.1 Portugal

2.2 Ost-Timor

2.3 Indonesien

2.4 Zusammenfassung und Beurteilung der Ursprungssituation

3. Verlauf des Konfliktes

3.1 Erste Phase

3.2 Zweite Phase

3.3 Dritte Phase

4. Gründe bzw. Tendenzen für Lösung des Ost-Timor Konfliktes nach Akteuren

4.1 Indonesien

4.2 Portugal

4.3 EU und USA

4.4 Vatikan bzw. katholische Kirche

4.5 UNO bzw. die Weltöffentlichkeit

5. Die Unabhängigkeit- Ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Entstehungsprozess der Demokratischen Republik Ost-Timor, wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle religiöser Aspekte innerhalb der komplexen Konfliktlinien zwischen der ehemaligen Kolonialmacht Portugal, der Besatzungsmacht Indonesien und der einheimischen Bevölkerung liegt. Ziel ist eine analytische Einordnung dieser Faktoren im Kontext geopolitischer Interessen und des Unabhängigkeitsstrebens.

  • Historische Aufarbeitung der Kolonialgeschichte und Ursprungssituation des Konfliktes.
  • Analyse der Akteursrollen (Portugal, Indonesien, EU/USA, Vatikan, UNO) bei der Konfliktlösung.
  • Untersuchung des Verlaufs des Ost-Timor-Konflikts in drei Phasen.
  • Kritische Beleuchtung der ökonomischen Interessen, insbesondere in Bezug auf Rohstoffvorkommen in der Timorsee.
  • Bewertung des Einflusses der katholischen Kirche und der kulturellen Identität auf den Widerstand.

Auszug aus dem Buch

2.1 Portugal

Bereits in den 60ger Jahren forderten die vereinten Nationen durch eine Resolution Portugal auf, den Ost- Timoresen bzw. Ost-Timor als „nicht selbstverwaltetes Territorium“ das Recht auf Selbstbestimmung zu gewähren. Dieses Recht beinhaltet 3 Auswahlmöglichkeiten: die Unabhängigkeit als souveräner Staat, die Verbindung mit einem souveränen Staat, meistens die Kolonialmacht in Form einer Föderation oder den Anschluss bzw. Integration in einen souveränen Staat. Der bis 1968 herrschende Salazar bzw. das bis 1974 in Portugal herrschende Caetano- Regime bediente diese Forderung natürlich nicht, weil die außenpolitische Ausrichtung einer Dekolonisation diametral entgegenstand. Portugal geriet durch die Nelkenrevolution und mehreren verschiedenen Regierungen zwischen 1974 und 1976 innenpolitisch in eine Krise. Dementsprechend gab es während dieser Periode keine stringente Außenpolitik bzgl. Ost-Timor. Einziges erkennbares Ziel bzw. Primat der Außenpolitik war die Dekolonisation. Als Indonesien Anfang 1976 Ost-Timor annektierte bzw. „Ost-Timor auf eigenen Wunsch hin in den indonesischen Staatenverband integriert wurde“, reagierte die UN und die EU mit Ablehnung bzw. Nicht-Anerkennung der Integration. Es fehlten zwei elementare Voraussetzungen damit die Eingliederung in einen souveränen Staat legitim vollzogen werden kann, Freiwilligkeit und internationale Kontrolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung mit kurzem geschichtlichem Abriss und relevanten Länderdaten zur Demokratischen Republik Ost-Timor: Dieses Kapitel führt in die Kolonialgeschichte Ost-Timors ein und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle religiöser Aspekte im Unabhängigkeitsprozess.

2. Direkt beteiligte Akteure um 1975 und Analyse der Ursprungssituation: Es wird die Ausgangslage der drei zentralen Akteure Portugal, Ost-Timor und Indonesien beschrieben, um die geopolitischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen des Konflikts zu verdeutlichen.

3. Verlauf des Konfliktes: Der Konfliktverlauf wird in drei Phasen unterteilt, von der initialen Invasion 1975 bis hin zum zivilen Widerstand und der zunehmenden internationalen Aufmerksamkeit.

4. Gründe bzw. Tendenzen für Lösung des Ost-Timor Konfliktes nach Akteuren: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse, wie verschiedene internationale Akteure und interne politische Veränderungen in Indonesien zur Lösung des Konflikts beigetragen haben.

5. Die Unabhängigkeit- Ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende: Dieses Kapitel behandelt das Referendum von 1999, die darauf folgende Gewalteskalation und den Einsatz internationaler Friedenstruppen.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der ökonomischen und kulturellen Konfliktlinien und stellt fest, dass wirtschaftliche Interessen die politische Handlungsfähigkeit maßgeblich beeinflusst haben.

Schlüsselwörter

Ost-Timor, Indonesien, Portugal, Dekolonisation, Fretilin, Timor-Gap, Unabhängigkeit, Konfliktanalyse, Menschenrechte, Katholische Kirche, Weltöffentlichkeit, Referendum, Geopolitik, Nationale Identität, Widerstandsbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit dem historischen Entstehungsprozess der Demokratischen Republik Ost-Timor und untersucht, welche Faktoren und Akteure diesen Prozess maßgeblich beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Kolonialgeschichte, die verschiedenen Phasen des Konflikts mit Indonesien, die Rolle internationaler Akteure wie EU, UNO und USA sowie die Bedeutung wirtschaftlicher und kultureller Aspekte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Unabhängigkeitsprozess Ost-Timors zu analysieren und insbesondere zu klären, welche Rolle religiöse und ökonomische Aspekte in der politischen Auseinandersetzung spielten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse vorliegender Literatur, die verschiedene politische und soziologische Faktoren des Konflikts in einen Gesamtzusammenhang bringt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Akteure, der Verlauf des Konflikts in drei Phasen, die Gründe für die Lösungsansätze sowie die Auswirkungen des Referendums von 1999 detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Selbstbestimmungsrecht, geopolitische Interessen, Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftliche Abhängigkeiten und die Rolle der katholischen Kirche charakterisiert.

Warum spielt die Timorsee eine so zentrale Rolle in der Arbeit?

Die Timorsee ist aufgrund ihrer reichhaltigen Erdöl- und Erdgasvorkommen ein zentraler ökonomischer Faktor, der die politischen Beziehungen und die internationale Haltung zum Timor Gap Treaty entscheidend mitbestimmt hat.

Welche Bedeutung wird dem "Santa Cruz Massaker" beigemessen?

Das Massaker wird als ein Wendepunkt gesehen, der durch weltweite Aufmerksamkeit und mediale Dokumentation den Druck auf das indonesische Regime massiv erhöhte und den zivilen Widerstand stärkte.

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Details

Title
Die Religion im Unabhängigskeitsprozess Osttimors
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politik)
Course
HS: Religion und Gewalt in der politischen Auseinandersetzung in Asien
Grade
2,7
Author
Steffen Schuerer (Author)
Publication Year
2004
Pages
31
Catalog Number
V67110
ISBN (eBook)
9783638601603
ISBN (Book)
9783638715850
Language
German
Tags
Religion Unabhängigskeitsprozess Osttimors Religion Gewalt Auseinandersetzung Asien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schuerer (Author), 2004, Die Religion im Unabhängigskeitsprozess Osttimors, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/67110
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