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Islamic Banking

Titel: Islamic Banking

Seminararbeit , 2007 , 18 Seiten

Autor:in: Saskia Schierstädt (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In den letzten Jahren wird dem Islam von Deutschland und anderen westlichen Ländern immer mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht. Ein Grund hierfür mag in den anhaltenden Konflikten im Nahen Osten liegen, in die mitunter auch muslimische Gruppen involviert sind. Es gibt aber auch ein rein ökonomisches Interesse an den Anhängern dieser Religion, da sie einen nicht unerheblichen Teil der Weltbevölkerung ausmachen. Im Islam gelten für bestimmte Bereiche Verhaltensvorschriften, die sich von den in der westlichen Welt üblichen Verhaltensweisen unterscheiden. Einer dieser Bereiche ist das Bankwesen.

Der zentrale Unterschied zwischen dem Islamic Banking und dem konventionellen Banking besteht im Zinsverbot, das aber keine „Erfindung“ des Islam ist. So findet sich schon im Alten Testament ein Zinsverbot und im Mittelalter galt auch für Christen ein Zinsverbot, demzufolge es verwerflich ist, Geld mit Geld zu verdienen. Während Zinsen zunächst im Judentum und später auch im Christentum wieder gestattet waren, gilt das Zinsverbot im Islam noch heute. Möchte ein in Deutschland lebender Muslime Geschäfte vornehmen, die in Deutschland üblicherweise Zinszahlungen beinhalten, müssen diese so modifiziert werden, daß sie nicht gegen die Regeln des Islam verstoßen. „Islamic Banking“ beschreibt diesen Versuch, Bankgeschäfte in Übereinstimmung mit den religiösen und gesetzlichen Regeln des Islam zu gestalten. Es darf dabei aber nicht mißverstanden werden als „Banking der islamischen Welt“, denn auch dort gibt es konventionelle Banken, die sich nicht an die Vorschriften halten.

Kenntnisse über die Regeln des „Islamic Banking“ sind für westliche Banken von Interesse, da sie mit diesem Wissen ihre Produktpalette erweitern und so neue Kundenkreise erschließen könnten. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, daß es sich hierbei nicht zwangsläufig um Geschäfte mit dem Ausland handeln muß. Auch in Deutschland gibt es eine steigende Anzahl von Muslimen, die so vielleicht als Kunden gewonnen werden könnten. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die ethischen Grundlagen im Islam

2.1 Das Zinsverbot („Riba“)

2.2 Das Verbot der Spekulation („Gharar“)

2.3 Weitere Verbote

3 Erlaubte Vorgehensweisen

3.1 Erlaubte Finanzierungsmethoden

3.1.1 Exportfinanzierung („Murabaha“)

3.1.2 Leasing („Ijara“)

3.1.3 Partnerschaften („Musharaka“ und „Mudaraba“)

3.1.4 Projektfinanzierung („Istisna“)

3.2 Erlaubte Investitionsmöglichkeiten

3.2.1 Aktien

3.2.2 Anlagefonds mit festem Einkommen („Ijara-Fond“)

3.2.3 Islamische Anleihen („Sukuk“)

3.3 Erlaubte Versicherungsmethoden

4 Werden die Verbote tatsächlich eingehalten?

5 Performance und Effizienz des Islamic Banking

6 Die Probleme des Islamic Banking

7 Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Konzept des "Islamic Banking" als Alternative zum konventionellen Bankwesen. Das Hauptziel ist die Darstellung der religiösen Grundlagen, der daraus resultierenden Finanzierungsmethoden sowie die kritische Analyse, ob und wie die strengen religiösen Verbote in der Praxis eingehalten werden und welche ökonomische Performance diese Banken erzielen.

  • Religiöse Grundlagen des Islamic Banking
  • Erlaubte Finanzierungs- und Anlageinstrumente
  • Überprüfung der Einhaltung islamischer Verbote
  • Performance und Effizienz im Vergleich zum konventionellen Banking
  • Herausforderungen für das zukünftige Wachstum

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Verbot der Spekulation („Gharar“)

Unter „Gharar“ ist das Verbot der Spekulation zu verstehen bzw. risikoreicher Handel. Gemeint ist jeder Handel, bei dem entweder die Existenz bzw. Beschaffenheit des Gutes nicht genau bestimmt oder dessen Preis nicht genau festgelegt ist.

El-Gamal (2000) nennt als Beispiel den Verkauf eines Fisches, der noch im See schwimmt. Hierbei herrscht Unsicherheit darüber, ob dieser Fisch später auch tatsächlich gefangen wird und darüber, wie dieser Fisch beschaffen ist (klein und dünn, groß und dick). Daher würde dieser Handel gegen das Spekulationsverbot verstoßen. Wird hingegen ein Kaufvertrag geschlossen über das, was ein Taucher innerhalb einer bestimmten Zeit fängt, ist dies eine erlaubte Transaktion - man „mietet“ hier sozusagen die Arbeitskraft des Tauchers. Um dieses Verbot zu beachten ist es also nötig, daß die Handelspartner ganz genau wissen, was und zu welchem Preis sie es handeln.

Dieses Verbot kommt vor allem beim Handel mit Versicherungen zum Tragen, die in Kapitel 3 näher betrachtet werden. Ebenfalls aufgrund des „Gharar“ unzulässig sind Termingeschäfte („futures“, „forwards“ und Optionen) sowie ähnliche Derivate. Diese Geschäfte sind verboten, da ihre „Erfüllung“ in der Zukunft liegt und das Verkaufsobjekt bei Vertragsabschluß womöglich noch gar nicht existiert. Bei einer Option kommt erschwerend hinzu, daß man mit ihrem Kauf lediglich das Recht erwirbt, ein Produkt in der Zukunft zu einem vereinbarten Preis kaufen oder verkaufen zu können. Es steht jedoch noch nicht fest, ob am Ende tatsächlich ein Geschäft zustande kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Islamic Banking als Reaktion auf das Zinsverbot ein und zeigt das ökonomische Potenzial für westliche Märkte auf.

2 Die ethischen Grundlagen im Islam: Dieses Kapitel erläutert die religiösen Quellen und die zentralen Verbote, insbesondere das Zinsverbot (Riba) und das Verbot spekulativer Geschäfte (Gharar).

3 Erlaubte Vorgehensweisen: Hier werden praxisnahe Lösungen wie Murabaha, Leasing, Partnerschaften und spezielle Anlageformen vorgestellt, die islamkonformes Wirtschaften ermöglichen.

4 Werden die Verbote tatsächlich eingehalten?: Die Analyse hinterfragt, ob die entwickelten Finanzinstrumente lediglich formale Umgehungen darstellen oder eine substantielle Abkehr vom Zinsprinzip bedeuten.

5 Performance und Effizienz des Islamic Banking: Kapitel 5 wertet empirische Studien aus, die die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität islamischer Banken im Vergleich zu konventionellen Instituten untersuchen.

6 Die Probleme des Islamic Banking: Dieses Kapitel thematisiert die praktischen Herausforderungen, wie die Abhängigkeit von Sharia Boards, Inflationsproblematik und die notwendige Standardisierung.

7 Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst die historische Entwicklung zusammen und bewertet das zukünftige Marktpotenzial von Islamic Banking, insbesondere im Hinblick auf den deutschen Markt.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Riba, Zinsverbot, Gharar, Spekulationsverbot, Murabaha, Sharia, Finanzierungsmethoden, Investition, Takaful, Performance, Effizienz, Islamische Finanzprodukte, Unternehmensethik, Wirtschaftslehre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption des Islamic Banking als Alternative zum westlichen Finanzsystem unter Berücksichtigung islamischer ethischer Vorgaben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Zins- und Spekulationsverbot, die daraus abgeleiteten Finanzierungsformen wie Murabaha, sowie die Leistungsfähigkeit dieser Banken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Unterschied zwischen konventionellem und islamischem Banking aufzuzeigen und zu prüfen, ob die religiösen Verbote in der Praxis tatsächlich befolgt werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur sowie auf der Auswertung empirischer Studien zur Performance und Effizienz der Banken basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung ethischer Grundlagen, die Vorstellung erlaubter Finanzinstrumente sowie eine kritische Prüfung der Einhaltung religiöser Regeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Islamic Banking, Riba, Gharar, Sharia-Konformität, Finanzierungsmethoden und die Wettbewerbsfähigkeit islamischer Banken.

Wie gehen islamische Banken mit dem Zinsverbot in der Finanzierung um?

Sie nutzen alternative Strukturen wie "Mark-up"-Kaufverträge (Murabaha) oder Beteiligungsmodelle, bei denen die Bank als Zwischenhändler oder Partner auftritt, statt Kapital gegen Zinsen zu verleihen.

Warum stellt das Spekulationsverbot (Gharar) eine Herausforderung dar?

Da viele westliche Derivate und Termingeschäfte auf unsicheren zukünftigen Ereignissen basieren, müssen islamische Banken diese Instrumente meiden oder durch physisch unterlegte Geschäfte ersetzen.

Welche Rolle spielen "Sharia Boards"?

Sie sind Gremien von Rechtsgelehrten, die prüfen, ob neue Bankprodukte den islamischen Vorschriften entsprechen, was jedoch zu hohen Transaktionskosten und langsameren Prozessen führen kann.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Islamic Banking
Hochschule
Universität Konstanz  (Universität Konstanz)
Veranstaltung
Seminar in Betriebswirtschaftslehre
Autor
Saskia Schierstädt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
18
Katalognummer
V66925
ISBN (eBook)
9783638592918
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islamic Banking Seminar Betriebswirtschaftslehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Schierstädt (Autor:in), 2007, Islamic Banking, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/66925
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Leseprobe aus  18  Seiten
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