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Verbandsgeschichte als Ansatz der Journalismusgeschichte - Regionale Journalistenvereine und das Projekt der Professionalisierung

Titel: Verbandsgeschichte als Ansatz der Journalismusgeschichte - Regionale Journalistenvereine und das Projekt der Professionalisierung

Hausarbeit , 2003 , 46 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Kathleen Deutschmann (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Forschung und Studien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Seminar „Perspektiven und Methoden der Kommunikationsgeschichte“ wurden zwei Ansätze der kommunikationshistoriographischen Forschung vorgestellt, die schon allein deshalb sehr unterschiedlicher Natur sind, weil sie bei verschiedenen Elementen der öffentlichen Kommunikation ihren Ansatzpunkt suchen. So handelt es sich bei der Analyse von Haushaltsrechungen um einen rezeptionsgeschichtlichen Ansatz, während die hier vorzustellende Verbandsgeschichte bei den Kommunikatoren ansetzt. Gemeinsam ist den beiden Methoden jedoch, dass sie zu den bisher wenig untersuchten Gebieten der Kommunikationsgeschichte gehören. Mit „Verbandsgeschichte“ ist im Rahmen dieser Arbeit die Geschichte der journalistischen Berufsorganisationen gemeint. Auf eine nähere Beschäftigung mit den Verbänden der benachbarten Berufe Schriftsteller und Verleger muss hier allerdings verzichtet werden. Als Teil einer wirklich umfassenden Kommunikationsgeschichte müsste Verbandsgeschichte streng genommen aber auch diese einbeziehen, zumal die Entwicklungen der Journalisten-, Schriftsteller- und Verlegerorganisationen nicht isoliert voneinander verliefen.

Ausgangspunkt der Überlegungen zur vorliegenden Arbeit waren Akten des „Ver-bandes der Rheinisch-Westfälischen Presse“, einem dem 1910 gegründeten „Reichsver-band der deutschen Presse“ (RdP) angeschlossenen Landesverband, sowie des „Vereins Wuppertaler Presse“, der diesem Landesverband wiederum als ein Bezirksverein unterge-ordnet war. Das umfangreiche Aktenmaterial, das den Zeitraum 1920-1937 umfasst, konnte und sollte auch nicht vollständig ausgewertet werden. Vielmehr wurden nur die Jahre 1924-1926 einer näheren Analyse unterzogen. Das Ziel war es, Hinweise darauf zu erhalten, welchen Beitrag diese Vereinigungen zur Professionalisierung des Journalistenberufs geleistet haben. Bevor die konkreten Ergebnisse vorgestellt werden, müssen zuerst jedoch einige grundlegende Fragen beantwortet werden. In den ersten Abschnitten soll es im Wesentlichen darum gehen, das Thema Verbandsgeschichte sowohl in den zeitgeschichtlichen als auch in den aktuellen Forschungszusammenhang einzuordnen und die Quellenlage zum Untersuchungsgegenstand zu beurteilen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Forschungsgegenstand und Forschungslage

2.1 Beitrag der Verbandsgeschichte zur Journalismusgeschichte

2.2 Forschungsstand

2.3 Erkenntnisinteresse

3. Historische Einordnung

3.1 Probleme und Bedingungen der Gründung journalistischer Organisationen

3.2 Organisationsstruktur des „Reichsverbandes der deutschen Presse“

3.2.1 Exkurs. Der Reichsverband: Gewerkschaft oder Standesvertretung?

3.3 Situation der Presse im Westen Deutschlands in den 20 Jahren des 20. Jahrhunderts

4. Quellenlage

5. Auswertung der Quellen

5.1 Quellenauswahl

5.2 Fragestellung und methodologische Aspekte

5.3 Konkrete Ergebnisse der Quellenauswertung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Beitrag regionaler Journalistenvereine zum Professionalisierungsprozess des Journalistenberufs in der Weimarer Republik, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, ob und inwieweit diese Vereinigungen tatsächliche Professionalisierungsbemühungen vorantrieben oder lediglich sozialpolitische und wirtschaftliche Ziele verfolgten.

  • Analyse journalistischer Berufsorganisationen als Teil der Journalismusgeschichte
  • Untersuchung von Professionalisierungstendenzen im Berufsalltag der Journalisten
  • Rolle und Struktur des Reichsverbandes der deutschen Presse (RdP) und seiner Unterverbände
  • Bedeutung von Standesbewusstsein und berufsethischen Normen
  • Bewertung des Einflusses politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen der 1920er Jahre

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Exkurs: Der Reichsverband: Gewerkschaft oder Standesorganisation?

Die Frage, ob der Reichsverband und seine Unterverbände eine Gewerkschaft oder eine berufsständische Interessenvertretung darstellte, ist von großer Bedeutung, da damit zumindest teilweise erklärt werden kann, ob und warum er sich mit welchen Berufsaspekten beschäftigte. Gerade im Reichsverband selbst kam es zu einer grundlegenden Diskussion um die Festlegung der Organisationsform, wie unten noch ausführlicher dargelegt werden wird. Zunächst sollen aber die Begriffe Gewerkschaft und Berufsverband definiert werden. Unter Gewerkschaften versteht man „freiwillige Vereinigungen von Arbeitnehmern, die mit Arbeitgeberverbänden bzw. Unternehmen Vereinbarungen über zentrale Parameter der Arbeitsbeziehungen (Löhne bzw. Gehälter, Arbeitszeit, Urlaub und Arbeitsbedingungen) treffen“. Betont wird außerdem „gemeinsames Handeln auf der Basis der Solidarität“.

Für Gewerkschaften steht also die Vertretung der wirtschaftlichen und sozialen Interessenslage klar im Vordergrund. Solche Vereinigungen sind daher vorrangig im industriellen und handwerklichen Gewerbe zu finden „Berufsverbände repräsentieren die beruflichen, professionellen sowie fach- und standespolitischen Interessen“, sie „üben durch Personalrekrutierung und Meinungsbildung einen bestimmten Einfluß auf die im selben Bereich tätigen öffentlich-rechtlichen Vertretungskörperschaften (Kammern) aus. Sie verhandeln im Gegensatz zu Gewerkschaften auch über Fragen des Bedarfs, der Leistungsqualität und weitere Parameter ihres öffentlichen Auftrags. (…) Berufsverbände sind ferner für die Wahrung der ethischen Grundsätze und Qualitätsnormen professioneller Tätigkeit (…) zuständig.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Die Einleitung erläutert die forschungsgeschichtliche Einordnung der Verbandsgeschichte und stellt die Untersuchung der Akten zweier regionaler Journalistenvereine zur Analyse des Professionalisierungsprozesses vor.

2. Forschungsgegenstand und Forschungslage: Dieses Kapitel diskutiert den theoretischen Beitrag der Verbandsgeschichte zur Journalismus-Sozialgeschichte und gibt einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand zu journalistischen Berufsorganisationen.

3. Historische Einordnung: Hier werden die strukturellen Bedingungen der Presseentwicklung Anfang des 20. Jahrhunderts, die Organisationsstruktur des Reichsverbandes sowie die sozio-ökonomische Situation in der Weimarer Republik analysiert.

4. Quellenlage: Es werden die für die Arbeit herangezogenen Primärquellen bewertet und deren Aussagepotenzial für die Untersuchung von Professionalisierungstendenzen dargelegt.

5. Auswertung der Quellen: Dieses zentrale Kapitel analysiert konkret die Aktivitäten der Vereine hinsichtlich Professionalisierung, Standesbewusstsein, Ausbildung und Vertretung nach außen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Professionalisierungsprojekt der Journalistenverbände aufgrund der wirtschaftlichen Lage und des spezifischen Selbstverständnisses der Akteure weitgehend als missglückt anzusehen ist.

Schlüsselwörter

Journalismusgeschichte, Verbandsgeschichte, Professionalisierung, Reichsverband der deutschen Presse, Journalistenvereine, Standesbewusstsein, Gewerkschaft, Standesvertretung, Weimarer Republik, Medienverbände, Pressefreiheit, Berufsethik, Journalistenberuf, Lohnarbeit, Interessenvertretung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Geschichte journalistischer Berufsorganisationen in der Weimarer Republik, um deren Beitrag zur Professionalisierung des Journalistenberufs anhand von Akten regionaler Verbände zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind das journalistische Selbstverständnis, die Abgrenzung zwischen gewerkschaftlicher und standesvertretender Organisation, die Bedeutung der Ausbildung und der Einfluss ökonomischer Rahmenbedingungen auf die Vereinsarbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die untersuchten journalistischen Vereinigungen tatsächlich zur Professionalisierung ihrer Mitglieder beigetragen haben oder ob sozialpolitische und wirtschaftliche Ziele im Vordergrund standen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen induktiven Ansatz, bei dem Aktenbestände, Protokolle und Verbandsorgane analysiert werden, um daraus Rückschlüsse auf das tatsächliche Handeln und die Interessen der Verbände zu ziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Verbandsgründungen, die Analyse der Organisationsstruktur sowie die detaillierte Auswertung von Quellen zur beruflichen Praxis, Ethik und Ausbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Journalismusgeschichte, Professionalisierung, Reichsverband der deutschen Presse, Standesbewusstsein und Interessenvertretung.

Warum wird der Reichsverband als „gescheitertes Unternehmen“ bezeichnet?

In Anlehnung an die Literatur wird das Projekt der Professionalisierung deshalb so bewertet, weil keine einheitliche journalistische Ausbildung etabliert werden konnte und die Verbände eher zwischen den Interessen der Verleger und den sozialen Nöten der Journalisten zerrieben wurden.

Welche Bedeutung hatten die Ehrengerichte in den Verbänden?

Die Ehrengerichte dienten der Einhaltung beruflicher Standards, der Kontrolle des Berufszugangs und der Wahrung des Standesansehens gegenüber „schwarzen Schafen“.

Wie war das Verhältnis zwischen dem Reichsverband und den Unterverbänden?

Das Verhältnis war von Spannungen geprägt; die Unterverbände kritisierten eine mangelnde Kommunikation durch die Zentrale und fühlten sich bei wichtigen politischen Entscheidungen oft übergangen.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verbandsgeschichte als Ansatz der Journalismusgeschichte - Regionale Journalistenvereine und das Projekt der Professionalisierung
Hochschule
Universität Leipzig  (Instutut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Perspektiven und Methoden der Kommunikationsgeschichte
Note
1,0
Autor
M.A. Kathleen Deutschmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
46
Katalognummer
V66648
ISBN (eBook)
9783638595957
ISBN (Buch)
9783656808084
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verbandsgeschichte Ansatz Journalismusgeschichte Regionale Journalistenvereine Projekt Professionalisierung Perspektiven Methoden Kommunikationsgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Kathleen Deutschmann (Autor:in), 2003, Verbandsgeschichte als Ansatz der Journalismusgeschichte - Regionale Journalistenvereine und das Projekt der Professionalisierung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/66648
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Leseprobe aus  46  Seiten
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