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Die archäologischen Spuren der Romanen unter fränkischer Herrschaft

Titel: Die archäologischen Spuren der Romanen unter fränkischer Herrschaft

Seminararbeit , 2006 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Gergely Kapolnasi (Autor:in)

Archäologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Untergang des Imperium Romanum und die Anfänge des Frankenreiches markieren die Epochengrenze zwischen Antike und Mittelalter. Nach früherer Auffassung ging dieser Prozess mit dem Ende der antiken Kultur, der antiken Städte und der provinzial-römischen Bevölkerung im entstehenden Frankenreich einher. Doch war dies wirklich so? Mussten die Romanen tatsächlich den in immer größeren Scharen einfallenden germanischen Stämmen weichen? Oder blieben Reste antiker Kultur und Traditionen noch bis in das Mittelalter hinein erhalten? Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Dabei sollen vor allem archäologische Spuren der romanischen Bevölkerung in den fränkischen Gebieten untersucht werden. In erster Linie sind dies Gräberfelder. Dabei sollen auch geographische Aspekte berücksichtigt werden. Gab es Unterschiede in der Kontinuität der Bestattungssitten der Romanen in den unterschiedlichen Regionen des Frankenreiches? Sind fränkische Einflüsse auf die Bestattungssitten der romanischen Bevölkerung festzustellen? Das Problem bei der Untersuchung dieser Fragen ist die häufig schlechte Überlieferung der romanischen Nekropolen. Viele wurden bereits im 19. Jahrhundert ausgegraben. Wegen der lückenhaften oder im Laufe der Zeit verloren gegangenen Dokumentation der Grabungen sind die Ergebnisse heute nur noch bedingt verwertbar.
Neben Gräberfeldern sind epigraphische Zeugnisse eine weitere wichtige Quellengruppe. Sie geben Hinweise auf die Sprachentwicklung und die kulturelle Zugehörigkeit der Bevölkerung.
Das dritte Untersuchungsfeld sind die Siedlungen. Es sollen hierbei sowohl größere als auch kleinere Städte, sowohl spätrömische Kastelle als auch romanische Gutshöfe, die villae rusticae, in den ländlichen Gebieten angesprochen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kurzer Überblick über die Geschichte des Frankenreiches von der Entstehung bis zum Zerfall

2. Romanische Bestattungen unter fränkischer Herrschaft

2.1. Die Gräberfelder an Rhein und Mosel

2.2. Die Gräberfelder im Alpenraum

2.3. Die Gräberfelder im Westen des Frankenreiches

3. Grabinschriften als Zeugnisse der romanischen Bevölkerung

4. Romanische Siedlungen unter fränkischer Herrschaft

4.1. Städtische Siedlungen

4.2. Ländliche Siedlungen

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die archäologischen Spuren der romanischen Bevölkerung in den Gebieten des Frankenreiches unter Berücksichtigung der Kontinuität antiker Traditionen. Die zentrale Fragestellung konzentriert sich darauf, inwieweit die provinzialrömische Bevölkerung den fränkischen Einfluss überlebte und ob archäologische Befunde – insbesondere Gräberfelder, Siedlungsstrukturen und epigraphische Zeugnisse – auf eine kulturelle Bewahrung oder eine fortschreitende Akkulturation hinweisen.

  • Analyse romanischer Bestattungssitten und deren Veränderung unter fränkischem Einfluss.
  • Untersuchung von Grabinschriften als Indikatoren für kulturelle und sprachliche Zugehörigkeit.
  • Bewertung der Siedlungskontinuität von städtischen und ländlichen Strukturen.
  • Vergleich regionaler Unterschiede zwischen dem Rhein-Mosel-Raum, dem Alpenraum und Westgallien.
  • Einordnung der Befunde in den historischen Kontext der Epochengrenze zwischen Spätantike und Frühmittelalter.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Gräberfelder an Rhein und Mosel

Im Rhein- und Moselgebiet war der fränkische Einfluss schon früh stark. Die Franken eroberten bereits in der Mitte des 5. Jahrhunderts Köln und Trier und errichteten ein eigenes Reich, die Francia Rinensis in diesem Gebiet. Deswegen ist das Gräberfeld von St. Severin in Köln ein gutes Beispiel für die Weiterentwicklung der im Rheingebiet siedelnden romanischen Bevölkerung. Die Nekropole wurde bereits seit dem 1. Jahrhundert von den hier siedelnden Römern benutzt. Sie lag entlang der Straße nach Bonn südlich der Stadtmauern. Im 4. Jahrhundert errichtete man hier eine cella memoriae, aus der die spätere Kirche hervorging. Die in der Folgezeit errichteten Gräber wurden in der Nähe der cella angelegt. Bis etwa 500 bietet das Gräberfeld ein typisch romanisches Bild. Die meisten Gräber sind beigabenlos, die Bestattungen erfolgten in Holzsärgen und Sarkophagen. Ab 500 wurden auf dem Gräberfeld immer mehr Franken beigesetzt. Die Gräber der Nekropole weisen nun immer mehr typisch fränkisch-germanische Beigaben auf. Es ist davon auszugehen, dass mehr und mehr Franken in die Stadt und ihre Umgebung zogen, wodurch die romanische Bevölkerung zur Minderheit wurde und sich schließlich an die Grabsitten der fränkischen Mehrheit anpasste. Dieser Prozess wurde dadurch begünstigt, dass sich die romanische Bevölkerung punktuell auf die Städte konzentrierte und ihre ehemals flächendeckende Kultur nicht weiterbestehen konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik des Übergangs von der Spätantike zum Mittelalter ein und definiert den Fokus auf archäologische Spuren der romanischen Bevölkerung.

1. Kurzer Überblick über die Geschichte des Frankenreiches von der Entstehung bis zum Zerfall: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss von den ersten römischen Erwähnungen der Franken im 3. Jahrhundert bis zur Aufteilung des Frankenreiches am Ende des 9. Jahrhunderts.

2. Romanische Bestattungen unter fränkischer Herrschaft: Hier werden Bestattungssitten als Indikatoren für kulturelle Identität analysiert, wobei der Fokus auf regionalen Unterschieden an Rhein, Mosel, im Alpenraum und im Westen liegt.

3. Grabinschriften als Zeugnisse der romanischen Bevölkerung: Die epigraphischen Befunde dienen in diesem Kapitel dazu, die Sprachkultur und den Erhalt romanischer Traditionen in verschiedenen Regionen des ehemaligen Römischen Reiches zu beleuchten.

4. Romanische Siedlungen unter fränkischer Herrschaft: Dieses Kapitel behandelt die strukturellen Veränderungen in Städten und bei ländlichen Gutshöfen und bewertet die Siedlungskontinuität zwischen Antike und Mittelalter.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Romanen in vielen Gebieten ihre Identität weit in das Frühmittelalter hinein bewahren konnten, auch wenn die archäologische Beweislage oft nur indiziell bleibt.

Schlüsselwörter

Frankenreich, Spätantike, Frühmittelalter, romanische Bevölkerung, Archäologie, Bestattungssitten, Gräberfelder, Grabinschriften, Siedlungskontinuität, Villae rusticae, Akkulturation, Epochengrenze, Provinzialrömer, Merowinger, Rhein-Mosel-Gebiet.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, was nach der Übernahme der politischen Herrschaft durch die Franken mit der ursprünglichen romanischen Bevölkerung in den ehemaligen Provinzen des Römischen Reiches geschah und ob sich antike Traditionen im archäologischen Befund nachweisen lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Grabsitten, die Analyse epigraphischer Zeugnisse (Grabinschriften) sowie der Wandel städtischer und ländlicher Siedlungsstrukturen unter fränkischer Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Grad der kulturellen Kontinuität oder Diskontinuität der romanischen Bevölkerung anhand archäologischer Spuren im entstehenden Frankenreich zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die archäologische Analyse von Nekropolen und Siedlungsfunden sowie die Auswertung epigraphischer Quellen, um Rückschlüsse auf die kulturelle Zugehörigkeit und den sozialen Wandel der Bevölkerung zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des Frankenreiches, eine detaillierte Betrachtung verschiedener Gräberfelder (Rhein/Mosel, Alpenraum, Westfrankreich), eine Untersuchung von Grabinschriften und eine Analyse der Siedlungsentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Frankenreich, Bestattungssitten, Romanisierung, Fränkisierung, Siedlungskontinuität und epigraphische Zeugnisse.

Wie unterschieden sich die Bestattungssitten von Romanen und Franken?

Romanische Gräber sind meist beigabenlos und christlich geprägt, während fränkische Gräber durch vielfältige Beigaben wie Waffen oder Schmuck charakterisiert sind, was bei einer Vermischung der Bevölkerung oft zu einer allmählichen Angleichung der Sitten führte.

Können Grabinschriften Aufschluss über die ethnische Identität geben?

Ja, Grabinschriften mit lateinischen Namen und korrekter Sprache deuten auf eine tief verwurzelte romanische Tradition hin, während germanische Namen oder sprachliche Mängel Hinweise auf eine beginnende kulturelle Transformation oder Germanisierung liefern können.

Was passierte mit den römischen Städten im Frühmittelalter?

Entgegen der älteren Forschung, die von einem generellen Niedergang sprach, zeigt sich ein differenzierteres Bild: Während römische Prunkbauten verfielen oder umfunktioniert wurden, blieben viele Städte als politische und religiöse Zentren, insbesondere als Bischofssitze, weiterhin bestehen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die archäologischen Spuren der Romanen unter fränkischer Herrschaft
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für Ur- und Frühgeschichte)
Veranstaltung
Mittelseminar: Kontinuitäten und Diskontinuitäten - Der Übergang von der Spätantike zum Mittelalter aus archäologischer Sicht
Note
2,0
Autor
Gergely Kapolnasi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V66595
ISBN (eBook)
9783638591515
ISBN (Buch)
9783638793476
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spuren Romanen Herrschaft Mittelseminar Kontinuitäten Diskontinuitäten Spätantike Mittelalter Sicht Frankenreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gergely Kapolnasi (Autor:in), 2006, Die archäologischen Spuren der Romanen unter fränkischer Herrschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/66595
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Leseprobe aus  21  Seiten
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