Am 1. März 1999 betritt ein junger Mann mein Sportstudio, in dem ich gleichzeitig
als Fitness- und Präventionstrainer tätig bin.
Die besagte Person schaut sich um, ich stelle mich vor, frage freundlich ob ich behilflich
sein kann. Nach einem kurzen Eingangsgespräch geht der Mann auf sein eigentliches Problem ein, das sich in einem erhöhten Blutdruck und einer nicht zu übersehenden Fettleibigkeit äußert.
Der Mann sei von Beruf Informatiker, sei ständig einem stressigen Berufsalltag ausgesetzt habe seit der Jugend keinen Sport mehr betrieben. Nach einem Check-up bei seinem Hausarzt, habe dieser ihm dringend empfohlen Ausdauertraining in seinen extrem ungesunden Lebensstil einzubauen, vorzugsweise in einem Sportstudio mit einem in dieser Richtung qualifiziertem Personal.
Nach einer eingehenden Anamnese wird für diese Person eine langfristige Trainingsplanung erarbeitet und der Mann im Laufe dieser in einen gesundheitlich vertretbaren Zustand schrittweise geleitet.
Inhaltsverzeichnis
Vorgeschichte:
1.Diagnose:
Darstellung der Person/spezielle Parameter
Wertung der speziellen Parameter (Textform):
Persönliche Risikofaktoren des Herzinfarkts in tabellarischer Form:
2.Prognose:
3. Trainingsplanung
Planungsphase:
Makrozyklus:
Erster Mesozyklus
Der zweite Mesozyklus
Der dritte Mesozyklus:
Der vierte Mesozyklus beginnt:
Mesozyklus 5
Mesozyklus 6:
Detaillierte Darstellung und Gegenüberstellung zwei Mesozyklen aus dem 9-monatigen Makrozyklus:
Mesozyklus 1:
Sechster Mesozyklus
4. Analyse/Verwirklichung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit dokumentiert einen neunmonatigen, strukturierten Trainingsplan für einen 38-jährigen Mann mit ausgeprägtem Risikoprofil (Bluthochdruck, Adipositas, Rauchen, Bewegungsmangel) mit dem Ziel einer signifikanten Gewichtsreduktion, Verbesserung der Herz-Kreislauf-Fitness und Kräftigung der durch Arthrose belasteten Gelenkstrukturen.
- Erstellung eines individuellen Risikoprofils und regelmäßige Testprotokolle
- Methodik der langfristigen Trainingssteuerung mittels Makro- und Mesozyklen
- Kombination von Ausdauertraining (Cardio) und Kraftausdauertraining in Form eines Circletrainings
- Ernährungsumstellung und präventive Gesundheitsmaßnahmen
- Stufenweise Intensitätssteigerung unter ärztlicher Kontrolle
Auszug aus dem Buch
1.Diagnose:
Nach einer kurzen Inaugenscheinnahme erkenne ich bereits an der rötlichen Gesichtsfarbe und der schweren Atmung Indizien für einen erhöhten Blutdruck und schwache Ausdauer. Was die Konstitution anbetrifft, so ist der Mann zweifellos dem pyknischen Typus zuzuordnen, er ist stark übergewichtig, hat einen groben Knochenbau, breiten Brustkorb, recht kurze Beine.
Wir setzen unser Gespräch fort, der Mann erklärt mir, er sei 38 Jahre alt, gehörte in seiner Jugend einer recht erfolgreichen Fußball-Schülermannschaft an und bezeichnet sich als bis dato recht fit. Die Informatik-Arbeitsgemeinschaft, der er sich mit 16 Jahren in der Schule angeschlossen habe, sei es gewesen, die sein Leben ab da gänzlich unsportlich und PC gerichtet umgestaltete.
Nach 12 Jahren Ehe ließ sich dann seine Frau nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen von ihm scheiden was ihn nun vollkommen in den Sumpf des ungesunden Lebens- und Ernährungsstils (Fastfood) zog.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorgeschichte: Der Autor beschreibt den Erstkontakt mit einem 38-jährigen, übergewichtigen Informatiker, der aufgrund gesundheitlicher Probleme und Empfehlung seines Arztes ein Präventionstraining beginnt.
1.Diagnose: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der körperlichen Konstitution, der Lebensumstände sowie die Erfassung medizinischer Risikofaktoren zur Bestimmung des Ist-Zustands.
2.Prognose: Der Autor schätzt die Erfolgsaussichten aufgrund der gezeigten Kooperationsbereitschaft des Probanden ein und definiert konkrete Zielsetzungen für den geplanten 9-monatigen Zeitraum.
3. Trainingsplanung: Dieser umfangreiche Teil erläutert die methodische Aufteilung in sechs Mesozyklen, die Trainingshäufigkeit, die Auswahl der Geräte und die schrittweise Steigerung von Belastung und Intensität.
4. Analyse/Verwirklichung: Nach Abschluss des Programms werden die erzielten Resultate wie Gewichtsverlust, Blutdrucksenkung und Verbesserung der Ausdauerwerte evaluiert und der Gesamterfolg des Trainingskonzepts dargelegt.
Schlüsselwörter
Präventionstraining, Herz-Kreislauf-System, Gewichtsreduktion, Trainingssteuerung, Makrozyklus, Mesozyklus, Circletraining, Ausdauertraining, Kraftausdauer, Hypertrophie, Gesundheitsförderung, Risikofaktoren, Leistungsdiagnostik, Stoffwechsel, Fitness
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt die Konzeption und Durchführung eines neunmonatigen, gesundheitsorientierten Trainingsprogramms für einen Klienten mit gesundheitlichen Defiziten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung, kardiovaskuläre Prävention, Ernährungsumstellung und die langfristige Steigerung der physischen Belastbarkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist eine signifikante Reduzierung des Körpergewichts sowie eine messbare Verbesserung des Herz-Kreislauf-Zustands bei gleichzeitigem Muskelaufbau und Gelenkschonung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Trainer nutzt das Prinzip der langfristigen Trainingssteuerung durch Makro- und Mesozyklen sowie die „Individuelle Leistungs-Bild-Methode“ (ILB) zur Trainingsdosierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in sechs Mesozyklen, die jeweils spezifische Trainingsinhalte, Übungsvariationen und Steigerungsraten für Cardio- und Krafttraining definieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Präventionstraining, Herz-Kreislauf-System, Trainingssteuerung, Gewichtsreduktion und Leistungsdiagnostik sind maßgebliche Begriffe.
Warum wurde ein spezielles Cardiotraining auf dem Ergometer gewählt?
Das Ergometer wurde aufgrund der geringeren Gelenkbelastung im Vergleich zum Laufen gewählt, was bei der bestehenden Arthrose des Probanden essentiell war.
Welche Rolle spielt die psychologische Komponente beim Training?
Der Autor betont die intrinsische Motivation und die Nutzung von mentalen Trainingsphasen sowie Vorher-Nachher-Dokumentation, um den Klienten langfristig bei der Stange zu halten.
Wie wurde die Intensität des Trainings gesteuert?
Die Intensität wurde nach der ILB-Methode in Prozent des Maximalwerts definiert und über die neun Monate stufenweise innerhalb der Mesozyklen erhöht.
- Arbeit zitieren
- Thomas Chrobok (Autor:in), 2000, Fallstudie: Trainingsplanung im Präventionsbereich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/6635