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"Vae me, puto, concacavi me" - Kaiser Claudius im Urteil der Zeitgenossen

Title: "Vae me, puto, concacavi me" - Kaiser Claudius im Urteil der Zeitgenossen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Susan Waldow (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

„O je, ich glaube, ich habe mich beschissen“, dies waren laut Seneca die letzten Worte des Kaisers Claudius, der als ein Sonderling in die Geschichte eingegangen ist. Neben Seneca haben sich auch andere Autoren über Claudius geäußert, woraufhin er in den folgenden Jahrtausenden einen negativen Leumund hatte. Doch wer entscheidet darüber, ob Claudius ein komischer Kauz war? Woher nehmen Geschichtsschreiber das Recht, ihn so zu bezeichnen? Hatte Seneca eventuell berechtigte Gründe, Claudius Derartiges in den Mund zu legen?
Die Informationen, die über Kaiser Claudius vorliegen, sind vorwiegend von Autoren, die erst nach seiner Zeit lebten. Die Werke seiner direkten Zeitgenossen sind größtenteils nicht mehr erhalten, aber sie werden von nachfolgenden Schriftstellern zitiert. Drei dieser Autoren, die Claudius nicht selbst „erlebten“, sollen hier zum Vergleich dargestellt werden. Seneca, der zeitgleich und sogar am kaiserlichen Hof lebte, stellt dementsprechend in dieser Zusammenstellung eine Ausnahme dar. Wenn angenommen werden könnte, dass er daher den Kaiser am Besten kennen müsste, würde sein Werk als wesentlich und wahrscheinlich auch sehr wahrheitsgemäß angesehen werden. Ob dies so ist und inwiefern er sich von den anderen Autoren unterscheidet, soll im Folgenden dargestellt werden.
Ziel dieser Arbeit soll sein, herauszufinden, warum Claudius bis heute einen Ruf als Sonderling hat. Dazu ist die Arbeit mit Quellen maßgeblich. Obwohl die Quelltexte im Original in lateinischer oder altgriechischer Sprache abgefasst sind, werden sie hier aus Verständnisgründen nur in deutscher Übersetzung zitiert. Bevor die einzelnen Autoren mit ihren Aussagen über Claudius dargestellt werden, wird ein Einblick in die historischen Hintergründe der römischen Kaiserzeit gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 HISTORISCHER ZUSAMMENHANG

2.1 ENTSTEHUNG DER STADT ROM BIS ZUM BEGINN VON CLAUDIUS’ HERRSCHAFT

3 KAISER CLAUDIUS

3.1 CLAUDIUS’ HERKUNFT UND AUSSEHEN

3.2 SEINE EHEFRAUEN

3.3 CLAUDIUS’ KARRIERE

4 CLAUDIUS’ ZEITGENOSSEN

5 SENECAS APOCOLOCYNTOSIS

5.1 SENECA UND SEINE BEZIEHUNG ZU CLAUDIUS

5.2 INHALT DER APOCOLOCYNTOSIS

5.3 BEDEUTUNG SENECAS FÜR DIE REPUTATION VON CLAUDIUS

6 TACITUS

6.1 WER WAR TACITUS?

6.2 BEWERTUNG SEINES WERKES - KRITIKER ÜBER TACITUS ALS HISTORIKER

6.3 TACITUS ÜBER CLAUDIUS

7 SUETON

7.1 PERSON UND WERKE

7.2 SUETON ÜBER CLAUDIUS

8 CASSIUS DIO

9 WIRKUNGEN BIS HEUTE

10 LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für den bis heute anhaltenden Ruf von Kaiser Claudius als „Sonderling“. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse der überlieferten antiken Quellen aufzuzeigen, inwiefern die Darstellung des Kaisers durch seine Zeitgenossen von deren persönlichen politischen Interessen und Motiven geprägt und beeinflusst wurde.

  • Analyse des historischen Kontextes der römischen Kaiserzeit.
  • Untersuchung der Rolle von Seneca und seiner Satire „Apocolocyntosis“.
  • Vergleichende Darstellung der Claudius-Rezeption bei den Historikern Tacitus, Sueton und Cassius Dio.
  • Hinterfragung der Objektivität antiker Quellen und biographischer Schriften.
  • Einordnung des negativen Leumunds von Claudius in die historische Überlieferungstradition.

Auszug aus dem Buch

5.2 Inhalt der Apocolocyntosis

Die Apocolocyntosis ist eine Schmähschrift in der Form einer menippeischen Satire, die als die älteste Untergattung der Satire gilt. Sie wurde Menippos von Gadara ausgestaltet. Diese Form erlaubt Witze, Parodien und Übertreibungen, da sie als zur literarischen Form gehörig entschuldigt werden können. Nicht nur aus diesem Grund nutzte Seneca die satura menippea, sondern auch weil diese ihm schon den Rahmen vorgab, den er benötigte. Dennoch ist die Apocolocyntosis einzigartig, da „sie, als politische Satire, durchaus konkret eingestellt ist auf eine geschichtliche Persönlichkeit, im Individuellen sich bewegt, überall im Milieu das Aktuell-Römische mit dem Phantastischen mischt und, überall durchpulst vom heißen Blutstrom intimsten, persönlichen Hasses, eine Durchschlagskraft gewinnt.“

Bereits der ersten Satz des Werkes weist eigentlich auf eine Lügengeschichte hin, da Seneca wohl kaum darüber berichten kann, „was sich am 13. Oktober [54 n. Chr. - das war der Todestag von Claudius - Anm. d. Verf.] im Himmel zutrug.“ Abgesehen von diesem Hinweis, garantiert Seneca im nächsten Satz und mehrfach folgend im Proömium seine Objektivität:

„Nichts, weder Haß [sic!] noch Sympathie soll mich dabei auch nur im geringsten lenken. Was ich berichte, hat sich wahrhaftig so ereignet.“ (Ap. c. 1,1)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der historischen Beurteilung von Claudius und Darstellung des Ziels der Arbeit.

2 HISTORISCHER ZUSAMMENHANG: Überblick über die römische Geschichte von der Gründung bis zur Etablierung des Prinzipats unter Augustus und der Herrschaft von Claudius.

3 KAISER CLAUDIUS: Zusammenfassung der biographischen Fakten zu Herkunft, den Ehen sowie dem politischen Aufstieg und Wirken von Claudius.

4 CLAUDIUS’ ZEITGENOSSEN: Erläuterung der verschiedenen Gruppen von Zeitgenossen und Abgrenzung der Autoren, die in der Arbeit als Quellen herangezogen werden.

5 SENECAS APOCOLOCYNTOSIS: Untersuchung des Verhältnisses zwischen Seneca und Claudius sowie Analyse des satirischen Werkes als Instrument der Rache und Diffamierung.

6 TACITUS: Analyse der Rolle von Tacitus als Historiker und seines (widersprüchlichen) Bildes von Claudius in den Annalen.

7 SUETON: Betrachtung der Kaiserbiographien Suetons und der Art und Weise, wie dieser Claudius in seinem Werk De vita Caesarum darstellt.

8 CASSIUS DIO: Kurze Analyse der Historia Romana von Cassius Dio und dessen im Vergleich milderen Blick auf den Kaiser.

9 WIRKUNGEN BIS HEUTE: Reflexion über die anhaltende negative Rezeption des Kaisers und den Einfluss medialer Diffamierung auf das historische Gedächtnis.

10 LITERATUR: Auflistung der für die Hausarbeit verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Kaiser Claudius, Seneca, Apocolocyntosis, Tacitus, Sueton, Cassius Dio, Prinzipat, römische Geschichte, historische Objektivität, Politische Diffamierung, Annalen, Kaiserbiographien, römische Kaiserzeit, Quellenanalyse, Leumund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem historischen Bild von Kaiser Claudius und untersucht, warum er in der Geschichtsschreibung über Jahrtausende hinweg als Sonderling und Ziel von Diffamierungen wahrgenommen wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die antiken Quellenautoren Seneca, Tacitus, Sueton und Cassius Dio sowie deren persönliche Beziehungen oder politische Einstellung gegenüber dem Prinzipat, welche ihre Darstellung von Claudius beeinflusst haben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Einfluss der persönlichen Intentionen der antiken Historiker auf das negative Bild von Claudius aufzudecken und zu hinterfragen, ob dieses Bild den tatsächlichen historischen Gegebenheiten gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Quellenanalyse, bei der die Aussagen verschiedener antiker Autoren zu Claudius gegenübergestellt werden, um Widersprüche und Tendenzen in deren Schriften sichtbar zu machen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Schriften von Seneca, Tacitus, Sueton und Dio, wobei sowohl deren methodisches Vorgehen als auch ihre spezifische Sichtweise auf den Charakter und die Grausamkeiten oder Milde des Kaisers beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kaiser Claudius, Politische Diffamierung, historische Objektivität, Quellenanalyse, Prinzipat sowie die Namen der analysierten antiken Autoren wie Seneca, Tacitus und Sueton.

Warum spielt die „Apocolocyntosis“ für die Bewertung von Claudius eine so große Rolle?

Die Satire von Seneca hat das Bild von Claudius als „Sonderling“ massiv mitgeprägt, da sie ihn gezielt der Lächerlichkeit preisgibt und die persönliche Rache des Autors für seine Verbannung widerspiegelt.

Gibt es auch positive Aspekte in der Überlieferung zu Claudius?

Ja, besonders Cassius Dio zeichnet ein milderes Bild und erkennt Claudius als gebildeten und arbeitsamen Herrscher an, der sich von seinen Vorgängern abhebt, auch wenn er den negativen Leumund insgesamt nicht neutralisieren konnte.

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Details

Title
"Vae me, puto, concacavi me" - Kaiser Claudius im Urteil der Zeitgenossen
College
University of Passau  (Philosophische Fakultät)
Course
Politische Diffamierung im Mittelalter
Grade
1,3
Author
Susan Waldow (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V66253
ISBN (eBook)
9783638589239
ISBN (Book)
9783656800903
Language
German
Tags
Kaiser Claudius Urteil Zeitgenossen Politische Diffamierung Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susan Waldow (Author), 2006, "Vae me, puto, concacavi me" - Kaiser Claudius im Urteil der Zeitgenossen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/66253
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