Der Böhmerwald ist der tschechische Teil des Gebirgsmassivs, welches sich an der Grenze von Tschechien, Deutschland und Österreich befindet. Die großflächigen Gebirgsteile entlang der südwestlichen Grenze der Tschechischen Republik zu Deutschland und Österreich wurden 1991 zum Nationalpark ernannt. Der Nationalpark Sumava gilt mit 69030 ha als der flächengrößte Nationalpark Tschechiens. (http://www.npsumava.cz) Typische Gebiete des Böhmerwaldes sind die Hochebenen, die Moore, die Sümpfe und die Moorseen. Moore und der Granitstein können keine Tageswärme speichern. Auch darum sind die Nächte im Böhmerwald kalt. Die Jahresmitteltemperaturen liegen von 6,5°C in Tallagen bis 3,5°C in den Hochlagen. Die Höhenlage divergiert zwischen 600 Metern in einem Tal bei Rejstejn und 1378 Metern auf dem Gipfel von Plechy. Der Böhmerwald ist mit 81% Waldgebiet eher grün und daher wird er auch ‚Grünes Dach Europas’ genannt. (http://www.npsumava.cz) Die Waldfläche besteht hauptsächlich aus Fichtenbuchenwäldern, Buchenfichtenwäldern und Hochlagenfichtenwäldern.
Inhaltsverzeichnis
1. Geographische Beschreibung des Exkursionsgebietes Böhmerwald
2. Beschreibung besuchter Biotope
2.1 Moorbach
2.2 Moor
2.2.1 Hochmoor
2.2.2 Niedermoor
3. Beschreibung von drei beobachteten Tierarten
3.1 Ringeltaube
3.2 Feldhase
3.3 Eichhörnchen
4. Beschreibung dreier freilandbiologischer Methoden
4.1 Elektrofischen
4.2 Beobachtungen vom Hochsitz
4.3 Aufstellen von Lebendfallen
5. Darstellung der Naturschutzproblematik Tourismus
6. Darstellung der Zoonose FSME
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Ergebnisse einer Exkursion in den Böhmerwald und dient der ökologischen Untersuchung der dortigen Lebensräume, Tierarten sowie der praktischen Anwendung freilandbiologischer Erhebungsmethoden unter Berücksichtigung touristischer und gesundheitlicher Aspekte.
- Geographische und ökologische Charakterisierung des Nationalparks Sumava.
- Analyse unterschiedlicher Biotoptypen, insbesondere von Hoch- und Niedermooren.
- Porträt ausgewählter Wildtierarten und deren Anpassungsstrategien.
- Praktische Erprobung biologischer Feldforschungsmethoden (Elektrofischen, Wildbeobachtung).
- Reflexion über Naturschutzkonflikte durch Tourismus und zoonotische Risiken wie FSME.
Auszug aus dem Buch
3.1 Ringeltaube
Die Ringeltaube ist die größte und am Häufigsten vorkommende Taubenart in Deutschland. Sie erreicht eine Größe von rund 40 cm. Sie hat ein schieferblaues Gefieder mit einem breiten weißen Halsring und einem breiten weißen Band auf der Oberseite der Flügel. Außerdem ist das tiefe, etwas raue Gurren charakteristisch.
Der Balzflug der Ringeltaube mit einer kurzen Aufstiegsphase, einem Flügelklatschen und der mit halbgeschlossenen Flügeln schräg hinabführenden Gleitstrecke ist häufig zu beobachten. Sie brütet von März bis Oktober in der Regel zwei Mal. Dabei sind zwei Eier die Regel. Die Elterntiere leben ungefähr ein Jahr lang zusammen und behüten den Nachwuchs. Dieser schlüpft schon bereits nach 17 Tagen und kommt blind und nackt auf die Welt. Die Jungtauben sind nach 35 Tagen voll flugfähig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Geographische Beschreibung des Exkursionsgebietes Böhmerwald: Dieses Kapitel erläutert die topographischen Gegebenheiten sowie die Zoneneinteilung des Nationalparks Sumava.
2. Beschreibung besuchter Biotope: Hier werden der Moorbach sowie die Unterschiede zwischen Hochmoor- und Niedermoorökosystemen botanisch und ökologisch definiert.
3. Beschreibung von drei beobachteten Tierarten: Dieses Kapitel liefert detaillierte Informationen zu Lebensweise, Fortpflanzung und Feinden von Ringeltaube, Feldhase und Eichhörnchen.
4. Beschreibung dreier freilandbiologischer Methoden: Es werden die Techniken des Elektrofischens, der Wildbeobachtung vom Hochsitz und des Einsatzes von Lebendfallen zur wissenschaftlichen Datenerhebung beschrieben.
5. Darstellung der Naturschutzproblematik Tourismus: Das Kapitel thematisiert den Konflikt zwischen Erholungsnutzung und notwendigem Naturschutz im Nationalpark.
6. Darstellung der Zoonose FSME: Hier wird das Infektionsrisiko durch Zecken und die entsprechende Krankheitslehre für den untersuchten Raum erläutert.
Schlüsselwörter
Böhmerwald, Nationalpark Sumava, Biotop, Moor, Ringeltaube, Feldhase, Eichhörnchen, Elektrofischen, Wildbeobachtung, Lebendfallen, Naturschutz, Tourismus, Zoonose, FSME, Zecken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Diese Arbeit ist ein Exkursionsbericht über den Böhmerwald, der ökologische Beobachtungen und die praktische Anwendung biologischer Methoden zusammenfasst.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen Biotopuntersuchungen, Wildtierbiologie, freilandbiologische Forschungsmethoden sowie Naturschutz und Gesundheitsrisiken im Nationalpark.
Was ist das Ziel der Untersuchungen?
Das Ziel war es, die Flora und Fauna des Gebiets zu dokumentieren und verschiedene wissenschaftliche Methoden der Bestandsaufnahme praktisch zu erproben.
Welche biologischen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden das Elektrofischen, die Beobachtung vom Hochsitz und das Aufstellen von Lebendfallen für Kleinsäuger beschrieben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil stehen die ökologische Beschreibung von Biotopen, die Biologie ausgewählter Tierarten sowie die Analyse menschlicher Einflussfaktoren (Tourismus) und Gesundheitsrisiken im Vordergrund.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Nationalpark Sumava, Moore, Feldhase, Elektrofischen und FSME-Prävention.
Warum spielt die FSME in diesem Bericht eine Rolle?
Da der Böhmerwald ein beliebtes Ausflugsgebiet ist, ist das Wissen über von Zecken übertragbare Krankheiten für Exkursionsteilnehmer und Touristen von hoher Relevanz.
Welche Rolle spielt der Luchs für die Wildbeobachtung?
Im Nationalpark Sumava dient der Luchs als Raubtier, das einen Einfluss auf das Sicherungsverhalten des Rehwildes haben kann, was bei Beobachtungen vom Hochsitz untersucht wurde.
- Arbeit zitieren
- Benny Alze (Autor:in), Jens Kusenberg (Autor:in), 2006, Exkursionsbericht Böhmerwald, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/66033