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Die 'vierte Gewalt' als Instrument des russischen Staates? Steuerung des Fernsehens unter Putin

Title: Die 'vierte Gewalt' als Instrument des russischen Staates? Steuerung des Fernsehens unter Putin

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Hischer (Author)

Politics - Region: Eastern Europe

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Summary Excerpt Details

Über ein Jahrzehnt nach Beginn der gorbatschowschen Perestrojka und Glasnost gilt Russland noch immer als Land mit eingeschränkter Pressefreiheit. Der Staat und die Medien sind in hohem Maße miteinander verflochten, wobei insbesondere der Staat überdurchschnittlich in der Medien-Öffentlichkeit repräsentiert wird. Im Vergleich zum ehemaligen Präsidenten Jelzin, der seinen Einfluss auf die zentralen Medien eher sporadisch und mittelbar über die kooperierenden Oligarchen auszuüben pflegte, verfolgt der Kreml unter Putin eine deutlich offensivere und dirigistischere Strategie. Die Medienpolitik in Russland konzentriert sich auf eine interessenbewusste Mediensteuerung durch einzelne Akteure. Die einflussnehmenden Akteure verfolgen ihre Pläne durch Massenmedien, die nach Möglichkeit ihre Ziele positiv und die politischen Ziele ihre Gegner negativ thematisieren.
„Das gegenwärtige Staatsoberhaupt“,so sagte Wladimir Putin einmal über sich in der dritten Person,„versteht ausgezeichnet, dass es ohne den Einsatz einer mächtigen Waffe nicht weiterkommen wird bei seinen Plänen: Das sind die Massenmedien, welche nicht nur die ideologische Artillerievorbereitung liefern, sondern praktisch den Erfolg jeder politischen Unternehmung unternehmen.“
Ziel der Medienpolitik Putins ist somit eine Gleichschaltung der Massenmedien und deren staatliche Kontrolle, um sie als Machtinstrument nutzen zu können.
Unter den zentralen Organen der Massenmedien erfährt das Fernsehen in Russland dabei die weiteste Verbreitung. Der Sender ORT z.B. ist von 98% der russischen Bevölkerung empfangbar. Somit kommt dem Fernsehen als Informationsträger eine überragende Bedeutung zu, insbesondere da die meisten Russinnen und Russen seit dem Ende der Sowjetunion aus Spargründen keine Printmedien mehr abonnieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1. Einleitung

2. Die russische Fernsehlandschaft

2.1 Organisation und Finanzierung der drei landesweit sendenden Fernsehsender

2.1.1 ORT

2.1.2 RTR

2.1.3 NTW

2.2 Entwicklung und Akteure unter Präsident Jelzin

3. Medienpolitik unter Putin

3.1 Putins Ziele

3.2 Putin versus Beresowski

3.3 NTW auf dem Weg der Verstaatlichung

3.4 Einflussnahme des Staates auf den redaktionellen Inhalt der Sender ORT, RTR und NTW

4. Resümee und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Medienpolitik Wladimir Putins und analysiert, inwieweit das russische Fernsehen unter seiner Ägide noch als vierte Gewalt fungieren kann oder einer systematischen staatlichen Steuerung und Kontrolle unterliegt.

  • Analyse der russischen Fernsehlandschaft und der Rolle der landesweit sendenden Kanäle.
  • Untersuchung des Machtwechsels und der veränderten Medienstrategie von der Jelzin-Ära hin zur Regierung Putin.
  • Detaillierte Fallbetrachtung der staatlichen Einflussnahme auf die Sender ORT und NTW.
  • Kritische Bewertung der staatlichen Zensur und der Einschränkung der Pressefreiheit in Russland.
  • Beurteilung der Entwicklung zur Re-Monopolisierung der Medienmacht in staatlicher Hand.

Auszug aus dem Buch

3.1 Putins Ziele

Nachdem Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt als Präsident niederlegte, übernahm sein Premierminister Wladimir Putin kommissarisch die Regierungsgeschäfte. Im März 2000 gewann Putin dann die Präsidentschaftswahlen im ersten Wahlgang. Im Vorfeld unterstützen die staatlichen und teilweise auch die nichtstaatlichen Medien Putin mit ihrer Berichterstattung, jedoch nicht die Media-Most-Holding.

Bereits kurz nach seiner Wahl als zweiter Präsident Russlands, kündigte Putin den Bürgern umgehend eine „Diktatur des Gesetzes“ an, die die Russische Föderation wieder zu einem einheitlichen Rechtsraum machen und einen „starken Staat“ herausbilden sollte. Putin unterzeichnete zudem kurz nach seinem Amtsbeginn die „Doktrin über die Informationssicherheit“, nach der die Bevölkerung vor „gefährdeten“ Informationen geschützt werden soll und regierungs-kritische Veröffentlichungen bestraft werden. Putin ging es um eine Erhöhung der staatlichen Regulierung und Kontrolle auf dem Sektor der Informationsverbreitung. Die Medien sollten also staatlich zensiert werden, damit Putin sie als Machtinstrument für seine Zwecke nutzen kann. Hochrangigen Vertretern aus Fernsehen, Funk und Presse versicherte er dagegen in einem Gespräch, dass die Freiheit der Presse trotzdem auch zukünftig gewährleistet bleibe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der eingeschränkten Pressefreiheit in Russland ein und definiert die Rolle der Medien als vierte Gewalt.

2. Die russische Fernsehlandschaft: Dieses Kapitel erläutert die Strukturen, Finanzierungen und die historische Entwicklung der wichtigsten russischen Fernsehsender unter dem Präsidenten Jelzin.

3. Medienpolitik unter Putin: Der Hauptteil analysiert Putins Bestreben, die Medienlandschaft durch gezielte Kontrollübernahmen und die Schwächung der Oligarchen als politisches Machtinstrument zu instrumentalisieren.

4. Resümee und Ausblick: Hier erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der Medienpolitik Putins, die eine Re-Monopolisierung der Macht und eine massive Einschränkung der journalistischen Unabhängigkeit konstatiert.

Schlüsselwörter

Russland, Wladimir Putin, Fernsehen, Medienpolitik, Pressefreiheit, Vierte Gewalt, Oligarchen, Gleichschaltung, Staat, ORT, NTW, Zensur, Machtinstrument, Transformation, Medienkontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die russische Medienpolitik unter Wladimir Putin und untersucht, wie der Staat die Kontrolle über die landesweit sendenden Fernsehsender erlangte.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernpunkten zählen die Organisationsstrukturen der Fernsehsender, die Machtkämpfe zwischen dem Kreml und den Medien-Oligarchen sowie die staatliche Steuerung der Berichterstattung.

Was ist das primäre Forschungsziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob das russische Fernsehen seine Rolle als vierte Gewalt und Kontrollorgan gegenüber der Regierung wahrnehmen kann oder ob es zur staatlichen Propaganda degradiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und einer kritischen Auswertung von Literatur, Presseberichten und Ereignissen, um die Transformation des russischen Mediensektors nachzuzeichnen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich explizit mit Putins Ziel der Medienkontrolle, dem Vorgehen gegen die Oligarchen Beresowski und Gussinski sowie der staatlichen Einflussnahme auf den redaktionellen Inhalt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die zentralen Charakteristika der untersuchten Politik sind Begriffe wie „Gleichschaltung“, „staatliche Lenkung“ und die „De-Oligarchisierung“ des Medienmarktes.

Warum spielt die Kontrolle des Senders ORT eine so entscheidende Rolle für Putin?

Aufgrund der landesweiten Reichweite von 98 Prozent dient der Sender ORT als wichtigstes Sprachrohr, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und den politischen Wahlkampf des Präsidenten zu stützen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der zukünftigen Pressefreiheit?

Der Autor prognostiziert, dass keine demokratische Öffnung der Medienpolitik zu erwarten ist und das Fernsehen seine Funktion als vierte Gewalt langfristig nicht mehr erfüllen kann.

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Details

Title
Die 'vierte Gewalt' als Instrument des russischen Staates? Steuerung des Fernsehens unter Putin
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Daniel Hischer (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V65998
ISBN (eBook)
9783638587983
ISBN (Book)
9783656815204
Language
German
Tags
Gewalt Instrument Staates Steuerung Fernsehens Putin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Hischer (Author), 2004, Die 'vierte Gewalt' als Instrument des russischen Staates? Steuerung des Fernsehens unter Putin, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/65998
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