Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS und HGB

Title: Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS und HGB

Diploma Thesis , 2006 , 105 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marco Kienle (Author)

Business economics - Accounting and Taxes

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung der Güter- und Kapitalmärkte gewinnen internationale Rechnungslegungsvorschriften, speziell die IFRS, für deutsche Abschlussersteller und Abschlussadressaten seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung. Insbesondere der stark exportorientierte deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist hiervon betroffen. Da es sich in der Vergangenheit abzeichnete, dass im internationalen Anlagengeschäft neben Bestellerkrediten gerade Lieferantenkrediten – und somit der internationalen Unternehmensfinanzierung über Eigen- und Fremdkapital – eine immer größere Bedeutung zukam, ist insbesondere für Anlagen- und Maschinenbauunternehmen eine Präsenz auf den internationalen Kapitalmärkten eine wesentliche Erfolgsbedingung.

Gemäß Art.4 der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Ministerrats vom 19.07.2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards, müssen alle Unternehmen für Wirtschaftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2005 beginnen, ihren Konzernabschluss nach IFRS erstellen, falls am jeweiligen Bilanzstichtag ihre Wertpapiere in einem beliebigen Mitgliedstaat zum Handel an einem geregelten Markt zugelassen sind. Für Unternehmen, die lediglich Fremdkapitaltitel handeln bzw. an einer Börse außerhalb der EU mit einem nach anderen Standards aufgestellten Jahresabschluss gelistet sind, gelten dabei bestimmte Ausnahme- bzw. Übergangsregelungen. Außerdem haben die Mitgliedstaaten gemäß Art.5 dieser IAS-Verordnung das Wahlrecht, die Anwendung der IFRS für Konzernabschlüsse nicht kapitalmarktorientierter Mutterunternehmen und/oder für Einzelabschlüsse aller Unternehmen zu gestatten oder vorzuschreiben.

Die Hauptproblematik der bilanziellen Abbildung langfristiger Fertigungsaufträge ergibt sich indes aus der Dauer der Auftragsdurchführung. Da das Intervall der Rechnungslegung nicht mit jenem der Herstellung eines langfristigen Fertigungsauftrags übereinstimmt, stellt sich die Frage welcher Jahresabschlussperiode der Gewinn bzw. der Verlust eines Fertigungsauftrags zuzurechnen ist. Während im System der IFRS mit IAS 11 eine explizite Vorschrift hierzu existiert, gibt es eine solche Vorschrift im deutschen Recht nicht. Insofern müssen sämtliche Lösungsansätze dem Realisationsprinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB gerecht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Verlauf der Untersuchung

2 Charakteristika langfristiger Fertigungsaufträge

2.1 Zeitliche und inhaltliche Abgrenzung langfristiger Fertigungsaufträge

2.2 Typische Merkmale der langfristigen Auftragsfertigung

2.3 Vertragsgestaltung und Preisklauseln bei langfristiger Auftragsfertigung

2.4 Risiken bei langfristiger Auftragsfertigung

3 Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS

3.1 Zielfunktionen von Jahresabschlüssen nach IFRS und ihre Bedeutung für die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen

3.2 Zusammenfassung und Segmentierung von Fertigungsaufträgen

3.3 Verfahren der Gewinnrealisierung bei Fertigungsaufträgen

3.3.1 Percentage-of-Completion-Methode

3.3.1.1 Anwendungsvoraussetzungen der Percentage-of-Completion-Methode

3.3.1.2 Ermittlung des anteiligen Gewinns aus Fertigungsaufträgen

3.3.1.2.1 Bestimmung der Auftragserlöse

3.3.1.2.2 Bestimmung der Auftragskosten

3.3.1.2.3 Schätzung des Fertigstellungsgrads

3.3.1.2.4 Berücksichtigung von Schätzungsänderungen

3.3.2 Ertragsrealisation im Umfang der angefallenen Auftragskosten (Zero-Profit-Margin-Methode)

3.3.3 Die bilanzielle Behandlung von Verlustaufträgen

3.4 Ausweis von Fertigungsaufträgen im Jahresabschluss

3.4.1 Ausweis in der Bilanz

3.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

3.4.3 Ausweis im Anhang

4 Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB

4.1 Zielfunktionen von Jahresabschlüssen nach HGB und ihre Bedeutung für die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge

4.2 Ansatz langfristiger Fertigungsaufträge in der Bilanz

4.3 Methoden der Gewinnrealisierung bei langfristiger Auftragsfertigung

4.3.1 Bedeutung des Realisationsprinzips und mögliche Realisationszeitpunkte bei der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge

4.3.2 Completed-Contract-Methode

4.3.3 Ansatz aufwandsgleicher Selbstkosten

4.3.4 Teilgewinnrealisierung auf der Basis echter Teilabnahmen

4.3.5 Teilgewinnrealisierung auf der Basis kalkulatorischer Teilabrechnungen

4.3.6 Percentage-of-Completion-Methode

4.3.7 Bilanzielle Behandlung von Verlustaufträgen

4.4 Ausweis langfristiger Fertigungsaufträge im Jahresabschluss

4.4.1 Ausweis in der Bilanz

4.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

4.4.3 Ausweis im Anhang und Lagebericht

5 Resümee und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Diplomarbeit untersucht die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Konzepte zur Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS und HGB, wobei ein besonderer Fokus auf die Problematik der Gewinnrealisierung gelegt wird.

  • Grundlagen und Charakteristika langfristiger Fertigungsaufträge
  • Vergleich der Gewinnrealisierungsmethoden (u.a. Percentage-of-Completion vs. Completed-Contract)
  • Bilanzielle Abbildung und Ausweis im Jahresabschluss
  • Umgang mit Verlustaufträgen und Schätzungsänderungen
  • Fallstudie zur praktischen Anwendung und Gegenüberstellung nach IFRS und HGB

Auszug aus dem Buch

3.3.1.2.3 Schätzung des Fertigstellungsgrads

Die oben definierten Auftragserlöse und Auftragskosten sind für Fertigungsaufträge, deren Abwicklung mit einem erwarteten Gewinn verbunden ist und deren Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann,146 entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Projekts auf die einzelnen Perioden der Auftragsdurchführung zu verteilen. Die Ermittlung dieses Fertigstellungsgrads ist bei der Bestimmung des in einer Berichtsperiode zu realisierenden Gewinnanteils somit von entscheidender Bedeutung.147 Nach IAS 11.30 kann der Arbeitsfortschritt eines Auftrags dabei unter Zuhilfenahme verschiedener Methoden festgestellt werden, ohne dass diesbezüglich ein bestimmtes Verfahren vorgeschrieben wird.148 Der Bilanzierende ist jedoch verpflichtet, diejenige Methode anzuwenden, die unter Berücksichtigung der Besonderheiten jedes einzelnen Fertigungsauftrags zu einer sachgerechten Ermittlung des Fertigstellungsgrads führt. Aus dem Grundsatz der Stetigkeit folgt außerdem, dass ein gewähltes Verfahren während der Durchführung des Fertigungsauftrags und bei gleichartigen Aufträgen beizubehalten ist.149 Wird allerdings während der Auftragsdurchführung festgestellt, dass ein anderes Verfahren zu Bestimmung des Leistungsfortschritts besser geeignet ist, so ist eine Änderung der Messmethode geboten.150

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge sowie die Zielsetzung und der Gang der Untersuchung.

2 Charakteristika langfristiger Fertigungsaufträge: Definition und Abgrenzung der Auftragsfertigung sowie Analyse typischer Merkmale und der damit verbundenen Risiken.

3 Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach IFRS: Erläuterung der Rechnungslegung nach IFRS mit Fokus auf die Percentage-of-Completion-Methode, Gewinnrealisierung und den Ausweis im Abschluss.

4 Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach HGB: Darstellung der handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätze, insbesondere des Realisationsprinzips und der Anwendung der Completed-Contract-Methode.

5 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Gegenüberstellung der beiden Systeme und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen bei der Ertragsvereinnahmung.

Schlüsselwörter

Langfristige Fertigungsaufträge, IFRS, HGB, Gewinnrealisierung, Percentage-of-Completion-Methode, Completed-Contract-Methode, Fertigstellungsgrad, Realisationsprinzip, Verlustaufträge, Jahresabschluss, Bilanzierung, Anlagengeschäft, Auftragsfertigung, Ertragsrealisation, Vorratsbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge zwischen den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) und dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gewinnrealisierung, dem Ansatz und der Bewertung von Fertigungsaufträgen sowie deren Ausweis im Jahresabschluss unter Berücksichtigung verschiedener Methoden wie PoC und Completed-Contract.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die grundlegende Darstellung und kritische Analyse der unterschiedlichen Konzepte zur Gewinnrealisierung in IFRS und HGB anhand von theoretischen Erläuterungen und einer praktischen Fallstudie.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Neben der theoretischen Herleitung und Analyse der Rechnungslegungsvorschriften wird eine praktische Fallstudie genutzt, um die Auswirkungen der verschiedenen Methoden auf den Jahresabschluss zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Charakteristika von Fertigungsaufträgen, die detaillierte Bilanzierung nach IFRS (Kapitel 3) und nach HGB (Kapitel 4) inklusive Methoden der Gewinnrealisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Langfristfertigung, Gewinnrealisierung, Realisationsprinzip, IFRS, HGB, Fertigstellungsgrad und Bewertungsverfahren für Fertigungsaufträge.

Warum ist die Bilanzierung nach IFRS anders als nach HGB?

Dies resultiert aus den unterschiedlichen Zielfunktionen: Während IFRS auf die Informationsinteressen von Investoren abzielt (Stetigkeit), fokussieren HGB-Regelungen stärker auf Gläubigerschutz und Vorsichtsprinzip.

Wie werden Verlustaufträge nach IFRS behandelt?

Verlustaufträge müssen nach IAS 11.36 sofort in voller Höhe erfolgswirksam als Aufwand erfasst werden, sobald diese wahrscheinlich sind, unabhängig von der gewählten Abrechnungsmethode.

Excerpt out of 105 pages  - scroll top

Details

Title
Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS und HGB
College
Pforzheim University
Grade
1,7
Author
Marco Kienle (Author)
Publication Year
2006
Pages
105
Catalog Number
V65425
ISBN (eBook)
9783638579933
ISBN (Book)
9783638721677
Language
German
Tags
Bilanzierung Fertigungsaufträge IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Kienle (Author), 2006, Die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge nach IFRS und HGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/65425
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  105  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint