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Bretter, die die Welt bedeuten. Untersuchung über Theater von und mit Senioren

Titel: Bretter, die die Welt bedeuten. Untersuchung über Theater von und mit Senioren

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Prokop (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Seniorentheater möchte Spaß, Scherz, Unsinn, Nonsens, Quatsch, Humbug, Blödsinn, Faxen, Mumpitz, Unfug, Heckmeck und Zirkus machen. Aber dabei und vor allem will Seniorentheater Theater machen, das von den Problemen in der Welt handelt, die alte und jüngere Menschen gemeinsam haben, wobei wir gerade auch die Antworten der alten Menschen auf unsere Fragen
brauchen“
Dieses Zitat eines Beobachters der Seniorentheaterkonferenz NRW 2005 zeigt, welchen Anspruch Theater von Senioren hat: nicht (nur) Beschäftigungstherapie will es sein, sondern aktive künstlerische Arbeit.
Die Zeit liegt noch gar nicht so lange zurück, in der man dachte, dass Entwicklung als Aufbau von Fähigkeiten mit dem Erwachsenenalter abgeschlossen ist. Entwicklung im höheren Alter war nur in negativer Richtung denkbar: körperlicher Abbau, Abnahme der kognitiven Fähigkeiten, eine schrittweise
Zurückentwicklung, die erst durch den Tod beendet wurde. Inzwischen hat größtenteils ein Umdenken stattgefunden: ein immer höheres Alter von immer mehr Senioren, sowie die Verweigerung dieser, sich auf die Rolle des „Enkelaufpassers“ reduzieren zu lassen, haben dafür gesorgt, dass die Lebenszeit im späten Erwachsenenalter verstärkt in den Fokus auch der Entwicklungspsychologen gerückt ist - weg von einer allzu starken Fokussierung auf das Kinder- und Jugendalter hin zu einer Psychologie der Lebensspanne. So gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten für ältere Menschen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen: fast alle Universitäten entdecken das Potential von Seniorenstudium, selbst Sport- und Fitnessstudios, die traditionell eher mit einer 20-40jährigen Klientel in Verbindung gebracht werden, bieten Sport für Senioren an (z.B. Feldenkrais, Yoga). In dieser Arbeit soll nun näher beobachtet werden, welche Möglichkeiten das Theater älteren Menschen bietet. Warum ausgerechnet Theater? Seit jeher versuchen Theaterschaffende, durch die Auseinandersetzung mit
verschiedensten Themen alte, universelle Fragestellungen in die jeweilige Lebenswirklichkeit zu übertragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Herausforderungen im höheren Alter

2.1 Einsamkeit/ soziale Isolation

2.2 Lernen

2.3 Gedächtnis

3. Positive Aspekte von Theaterspielen

3.1 Allgemeine Aspekte

3.2 Hobbies als Arbeitsersatz

4. Theater von Senioren

4.1 Wer spielt Theater?

4.2 Seniorentheaterkonferenz NRW

4.3 Weiterführende Betrachtung

5. Theater für Senioren

5.1 Allgemeine Situation

5.2 SzenenWechsel

5.3 Tanz- und Theatertherapeutisches Projekt

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die vielfältigen Formen des Seniorentheaters als Instrument zur aktiven Lebensgestaltung und sozialen Teilhabe im Alter, wobei insbesondere die Unterscheidung zwischen künstlerisch orientiertem Theaterspiel und therapeutischen Ansätzen im Fokus steht.

  • Psychosoziale Herausforderungen des Alters wie Einsamkeit und soziale Isolation.
  • Kognitive und physische Potenziale durch aktives Theaterspielen.
  • Strukturen und Professionalisierung von Seniorentheatergruppen.
  • Integrative Theaterprojekte für weniger aktive oder pflegebedürftige Senioren.
  • Bedeutung von Theaterarbeit als Präventionsmaßnahme und zur Stärkung des Selbstwertgefühls.

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeine Aspekte

Adelheid Geck nennt für das gemeinsame Musizieren folgende Komponenten, die sich meines Erachtens ohne Einschränkung auch auf das darstellende Theaterspiel übertragen lassen.

Zum einen bedeutet die Tätigkeit in der Gruppe den Aufbau eines Freundeskreises. Im Normalfall bedeutet diese Gruppe zwar nicht den einzigen Fall von sozialer Integration, wirkt aber von vornherein präventiv gegen soziale Isolation. Zudem bringt das Engagement in einer Gruppe die Übernahme von Aufgaben, Verantwortung und Verpflichtungen mit sich, was gerade bei Menschen mit geringerem Selbstwertgefühl zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins führen kann. Zudem wird die geistige Beweglichkeit gestärkt und gefördert, in manchen Fällen (und gerade beim Theaterspielen mehr, als viele wissen) kommt es auch zur Stärkung der physischen Kräfte.

Auch wenn viele mit der Teilnahme an einer Gruppe einem bereits seit Kindheit bestehenden Wunsch nachgehen, kommt es oft zur Aufdeckung lange verschütteter oder noch niemals bemerkter Anlagen und Talente. Neue Fähigkeiten werden so „freigeschaltet“. Erstaunlich ist, dass äußerst viele Teilnehmer in einer Gruppe die späte Verwirklichung und Erfüllung eines Jugendtraumes sehen. Oft hatten materielle Überlegungen eine Laufbahn in der gewünschten kreativen Richtung verhindert; mit dem Wegfall der Arbeit bei der Pensionierung steht der Erfüllung des Traums nichts mehr im Weg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prolog: Einführung in die Thematik und Darlegung des künstlerischen Anspruchs sowie der zunehmenden Bedeutung des Seniorentheaters in der modernen Entwicklungspsychologie.

2. Herausforderungen im höheren Alter: Analyse der psychosozialen Veränderungen nach der Pensionierung, insbesondere in Bezug auf Einsamkeit, kognitive Lernprozesse und Gedächtnisleistung.

3. Positive Aspekte von Theaterspielen: Untersuchung der förderlichen Wirkungen des Theaterspiels auf Selbstbewusstsein, soziale Kontakte und physische Aktivität sowie dessen Funktion als sinnstiftendes Hobby.

4. Theater von Senioren: Vorstellung aktueller Trends zur Professionalisierung von Seniorentheatergruppen und Analyse der demografischen Daten von Teilnehmern am Beispiel der Seniorentheaterkonferenz NRW.

5. Theater für Senioren: Betrachtung therapeutisch orientierter Ansätze und integrativer Projekte, die gezielt Senioren in Alters- und Pflegeheimen ansprechen sollen.

6. Ausblick: Kritische Reflexion über das bisherige Potenzial und die zukünftigen Anforderungen an die wissenschaftliche Begleitung und Strukturierung von Seniorentheaterarbeit.

Schlüsselwörter

Seniorentheater, Altern, Soziale Isolation, Pensionierung, Lebensspanne, Theaterpädagogik, Kreativität, Gesundheitsförderung, Psychologie, Selbstverwirklichung, Seniorenarbeit, Prävention, Theatertherapie, Demenzkranke, Intergenerationeller Dialog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Formen und Möglichkeiten des Theaterspiels für ältere Menschen und beleuchtet dessen positive Auswirkungen auf die Lebensqualität und soziale Einbindung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die psychosozialen Herausforderungen des Alterns, die kognitive Lernfähigkeit, die Bedeutung von kreativen Hobbys als Ersatz für die Arbeit sowie spezifische Theaterprojekte für Senioren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Nutzen von Theater für Senioren – sowohl als aktive künstlerische Arbeit als auch als therapeutische Intervention – darzustellen und zu belegen, wie dies gegen soziale Isolierung wirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fragebogenaktionen und Projektbeispielen, insbesondere der Seniorentheaterkonferenz NRW.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zum Altern erörtert, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Theaterformen von und für Senioren sowie der Vorstellung konkreter Projekte wie SzenenWechsel.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Seniorentheater, soziale Isolation, kognitive Leistungsfähigkeit, therapeutischer Anspruch und aktive Lebensgestaltung charakterisiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen „Theater von“ und „Theater für“ Senioren?

Das „Theater von“ Senioren bezeichnet selbst organisierte, künstlerisch orientierte Gruppen, während das „Theater für“ Senioren eher therapeutische Projekte beschreibt, die sich an weniger aktive oder pflegebedürftige Personen richten.

Welche Rolle spielt die Pensionierung für die Theaterarbeit?

Die Pensionierung wird als kritischer Einschnitt beschrieben, der einerseits soziale Isolierung fördern kann, andererseits aber Freiräume für die Verwirklichung lang gehegter kreativer Wünsche schafft.

Wie wird das Projekt „SzenenWechsel“ eingeordnet?

SzenenWechsel wird als integratives Projekt definiert, das als Bindeglied zwischen künstlerischem Theaterspiel und therapeutischer Arbeit fungiert, um den Dialog zwischen Jung und Alt zu fördern.

Welche Herausforderungen bestehen in der Arbeit mit Demenzkranken?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Kooperationsbereitschaft von Heimen oft fehlt und der gesundheitliche Zustand spezielle Anpassungen erfordert, um einen therapeutischen Mehrwert erzielen zu können.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bretter, die die Welt bedeuten. Untersuchung über Theater von und mit Senioren
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für pädagogische Psychologie)
Note
1,0
Autor
Johannes Prokop (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V65221
ISBN (eBook)
9783638578400
ISBN (Buch)
9783656777892
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bretter Welt Untersuchung Theater Senioren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Prokop (Autor:in), 2006, Bretter, die die Welt bedeuten. Untersuchung über Theater von und mit Senioren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/65221
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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