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Die Auffassungsunterschiede in Bezug auf die Mimesis zwischen Lessing und Lenz

Title: Die Auffassungsunterschiede in Bezug auf die Mimesis zwischen Lessing und Lenz

Seminar Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Mag. Stephan Burianek (Author)

Theater Studies, Dance

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Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) und Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792) haben auf den ersten Blick einiges gemein. Beide leben zur gleichen Zeit, beide entspringen einer Pastoren- bzw. Pfarrerfamilie, und beide sind stark von den Ideen der Aufklärung geprägt. Sowohl Lessing als auch Lenz äußern sich öffentlich zu dramentheoretischen Fragen und setzen ihre Vorstellungen in eigenen Theaterstücken um. Beschäftigt man sich mit diesen Dramen, so stellt man fest, dass sie in Bezug auf Inhalt und Form Unterschiede aufweisen -Unterschiede, die in ungleichen Auffassungen über die Mimesis im Theater begründet liegen. Die vorliegende Arbeit verfolgt Ziel, diese Differenzen aufzuzeigen.
Um die Aufgabenstellung verständlicher zu machen, wird vorerst der Begriff der Mimesis näher erläutert. Danach erfolgt ein kurzer Einblick in die deutsche Dramentheorie im 18. Jahrhundert, in dem die maßgeblichsten Personen kurz vorgestellt werden. Der Kern der Arbeit beschäftigt sich dann mit den oben bereits erwähnten divergierenden Auffassungen der beiden Theatertheoretiker und -praktiker. Jedem Unterkapitel folgt eine kurze Zusammenfassung. Die Arbeit endet mit der obligaten Schlussbetrachtung.
Der Verfasser möchte auf den Umfang hinweisen, den dieses Thema impliziert. Eine Seminararbeit wie diese reicht nicht aus, um sich diesem Thema in jener Art und Weise zu widmen, die ihm zustehen würde. Es handelt sich daher lediglich um einen knappen Einblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Ziel und Methode

2 Die Mimesis – ein umfassender Begriff

3 Die deutsche Dramentheorie im 18. Jahrhundert

4 Die Dramentheorie im Sinne von Lessing und Lenz – ein Vergleich

4.1 Die Dramengattungen

4.2 Die drei Einheiten

4.3 Die Charaktere

4.4 Die Dramenhandlung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Auffassungen von Mimesis bei Gotthold Ephraim Lessing und Jakob Michael Reinhold Lenz, um die daraus resultierenden Differenzen in ihren dramentheoretischen Ansätzen und Theaterstücken aufzuzeigen.

  • Vergleichende Analyse dramentheoretischer Positionen im 18. Jahrhundert
  • Bedeutung des Mimesis-Begriffs in der Theaterästhetik
  • Untersuchung der Anforderungen an Dramengattungen und die drei Einheiten
  • Rolle der Charakterzeichnung und Dramenhandlung bei Lessing und Lenz
  • Gegenüberstellung von Aufklärung und Sturm und Drang im Theater

Auszug aus dem Buch

4.2 Die drei Einheiten

Die drei Einheiten (Zeit, Ort, Handlung) sind die wohl am häufigsten diskutierten Forderungen in der Geschichte der Dramentheorie. Ursprünglich vertritt Aristoteles die Meinung, eine gute Tragödie sei gekennzeichnet durch eine einheitliche Handlung, welche sich innerhalb von 24 Stunden vollzieht. Italienische Aristoteliker im 16. Jahrhundert fügen die Einheit des Ortes hinzu und schränken gleichzeitig den Zeitrahmen auf sechs bis acht Stunden ein. Diese Regelpoetik setzt sich dann im 17. Jahrhundert in der französischen Klassik durch und ist in Folge für die Dramentheorie im gesamten europäischen Raum maßgebend. Sowohl Lenz als auch Lessing hinterfragen die drei Einheiten.

Die Einheit des Ortes stellt Lessing mit der beiläufigen Bemerkung in Frage, dass „ohnedem kein ausdrückliches Gebot bei den Alten“ zu finden ist. Er macht sich in Folge über französische Dramenautoren lustig, welche lediglich der Regel willen zu möglichst allgemein umfassenden Ortsangaben übergehen – und zeigt somit die Entbehrlichkeit dieser Regel auf.

Ebenso polemisch äußert sich Lenz: warum störe es niemanden, dass die Figuren stets „wie gerufen“ die Bühne betreten? Natürlicher erscheinen ihm Ortssprünge, welche er in seinen Theaterstücken mit einer ähnlichen Radikalität verwirklicht wie seine oben bereits erwähnte gattungsrevolutionäre Mischform. Durch häufige Ortswechsel schafft Lenz Tableauszenen, die in ähnlicher Form erst ca. 150 Jahre später im „Marstheater“ von Karl Kraus wieder auftauchen.

Zusammenfassung der Kapitel

Ziel und Methode: Einführung in die Thematik der Mimesis bei Lessing und Lenz sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

Die Mimesis – ein umfassender Begriff: Theoretische Herleitung des Mimesis-Begriffs von der Antike bis zum 18. Jahrhundert mit Fokus auf dessen Funktion als Bindeglied zwischen Kunst und Wirklichkeit.

Die deutsche Dramentheorie im 18. Jahrhundert: Überblick über die zeitgenössischen Debatten und maßgeblichen Theoretiker, die das bürgerliche Theater des 18. Jahrhunderts prägten.

Die Dramentheorie im Sinne von Lessing und Lenz – ein Vergleich: Detaillierte Gegenüberstellung der dramentheoretischen Konzepte, unterteilt in Gattungsfragen, die drei Einheiten, Charakterzeichnungen und die Dramenhandlung.

Schlussbetrachtung: Fazit über die gegensätzlichen Mimesis-Auffassungen, wobei Lessing auf Optimierung und Lenz auf radikale Reform des Theaters abzielt.

Schlüsselwörter

Mimesis, Gotthold Ephraim Lessing, Jakob Michael Reinhold Lenz, Dramentheorie, Aufklärung, Sturm und Drang, Drei Einheiten, Charakterzeichnung, Dramenhandlung, Hamburgische Dramaturgie, Anmerkungen übers Theater, Theaterästhetik, Aristoteles, Wahrscheinlichkeit, Gattungstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Mimesis-Auffassung von Lessing und Lenz und wie diese divergierenden Vorstellungen ihre jeweilige Dramentheorie und Praxis beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Gattungstheorie, die Bedeutung der drei Einheiten, Konzepte der Charakterdarstellung und die Anforderungen an eine realistische Dramenhandlung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Differenzen in der theoretischen Fundierung und der praktischen Umsetzung von Theaterstücken bei beiden Autoren aufzuzeigen und zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die auf den kunsttheoretischen Schriften der beiden Autoren sowie einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einleitung zum Begriff der Mimesis, einen Überblick zur Dramentheorie des 18. Jahrhunderts und einen detaillierten Vergleich der beiden Autoren anhand von Unterkriterien wie Einheiten, Charaktere und Handlung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Mimesis, Dramentheorie, Lessing, Lenz, Theaterästhetik, Aufklärung und das Verhältnis von Kunst und Wirklichkeit.

Warum lehnt Lenz die aristotelischen Regeln so entschieden ab?

Lenz fordert ein zeitgenössisches Theater, das sich von fremden antiken „Brillen“ emanzipiert, da sich die Natur und die gesellschaftlichen Bedingungen seit der Antike fundamental gewandelt haben.

Wie unterscheidet sich Lessings Verständnis der Charakterzeichnung von dem des Lenz?

Während Lessing individuelle Charaktere fordert, die durch Handlungen indirekt erkennbar sind und einer aristotelischen Wahrscheinlichkeit entsprechen, fokussiert Lenz auf die Darstellung nachahmungswürdiger, oft typisierter Figuren.

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Details

Title
Die Auffassungsunterschiede in Bezug auf die Mimesis zwischen Lessing und Lenz
College
University of Vienna  (Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Course
Theatertheorien: Mimesis
Grade
Sehr Gut
Author
Mag. Stephan Burianek (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V64567
ISBN (eBook)
9783638573481
ISBN (Book)
9783656760795
Language
German
Tags
Auffassungsunterschiede Bezug Mimesis Lessing Lenz Theatertheorien Mimesis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Stephan Burianek (Author), 2006, Die Auffassungsunterschiede in Bezug auf die Mimesis zwischen Lessing und Lenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/64567
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