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Kontrolle des internationalen Finanzsystems: James Tobin und die Vision einer Devisentransaktionssteuer

Titel: Kontrolle des internationalen Finanzsystems: James Tobin und die Vision einer Devisentransaktionssteuer

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 18 Seiten

Autor:in: Stefan Bartels (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

James Tobin hat vermutlich nicht im Geringsten vorausgesehen, welche Diskussion seine Idee hervorrufen würde. Der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger des Jahres 1981, hat bereits 1972 ein Konzept vorgelegt, dass die Besteuerung des internationalen Devisenverkehrs vorsah. In Zeiten enormer Prosperität der internationalen Finanzmärkte fand seine Idee jedoch äußert wenig Beachtung und verschwand schnell von der Bildfläche. Mit zunehmender Instabilität der Finanzmärkte und den unüberschaubaren finanziellen Zusammenbrüchen ganzer Regionen Anfang der 90er Jahre, erlebte die Tobin-Steuer allerdings eine wahre Renaissance. Insbesondere die aufkommende globalisierungskritische Bewegung nahm sich Tobins Vorschlägen an und fordert vehement deren internationale Umsetzung. Gleichzeitig kämpfen die mächtigen Finanzmarktakteure bis zum heutigen Tag mit aller Gewalt gegen die Steuer und üben mithilfe diverser Drohkulissen enormen Druck auf die nationalen Regierungen aus.
Die folgenden Ausführungen widmen sich der Verdeutlichung von Tobins Grundidee und dem Zusammenhang von internationaler Spekulation, ungeheurer Reichtumsaneignung einerseits und grenzenloser Armut anderseits. Einer Hinleitung über die Geschichte der internationalen Finanzmärkte und dem Instrument der Finanzspekulation, folgt die Skizzierung des Tobinschen Steuermodells. Neben der Betrachtung von Pro- und Contrapositionen wird zudem die Weiterentwicklung der Steuer kurz berücksichtigt. Abschließend erfolgt eine Gesamtbewertung des Themenkomplexes, sowie die Einordnung in die aktuelle politische Diskussion.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierte Finanzmärkte

2.1. Von der Großen Depression zu Bretton Woods

2.2. Liberalisierung des Kapitalverkehrs

3. Finanzspekulation und Reichtumsaneignung

3.1. Spekulation

3.2. Der Shareholder Value

4. Die Tobin-Steuer

4.1. Grundzüge einer Devisentransaktionssteuer

4.2. Sozialer Widerstand: Die Rolle von Attac

4.3. Verwendungsmöglichkeiten

4.4. Mangelnde politische Durchsetzbarkeit und Vetospieler

4.5. Veredelung der Tobin-Steuer?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die ökonomischen sowie politischen Dimensionen der von James Tobin vorgeschlagenen Devisentransaktionssteuer als Instrument zur Kontrolle internationaler Finanzmärkte und zur Eindämmung spekulativer Kapitalbewegungen.

  • Entwicklung und Transformation der internationalen Finanzmärkte seit Bretton Woods
  • Analyse von Finanzspekulation und Shareholder-Value-Orientierung
  • Wirkungsweise und Intention der Tobin-Steuer
  • Die Rolle der globalisierungskritischen Bewegung (Attac)
  • Politische Durchsetzbarkeit und alternative Modifikationen (Zwei-Stufen-Steuer)

Auszug aus dem Buch

3.1. Spekulation

Spekulation ist im Grunde genommen nichts anderes, als eine Voraussage der künftigen Preisentwicklung von Devisen oder Wertpapieren. Auf den internationalen Finanzmärkten tummelt sich eine ganze Reihe von privaten und institutionellen Akteuren, die durch gezielte Investments versuchen, in möglichst kurzer Zeit eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Den institutionellen Investoren kommt hier die gewichtigere Rolle zu. Anders als Banken, die Kredite aus ihren Einlagen vergeben, investieren die institutionellen Akteure direkt auf den Märkten.

Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften gelten zwar als nicht zu unterschätzende Akteure, unterliegen aus Rücksicht auf ihre Kunden jedoch häufig den Entscheidungen eines Aufsichtsrates und sind daher in ihren Spekulationsmöglichkeiten weitgehend eingeschränkt. Investmentfonds können strukturbedingt schon risikofreudiger auftreten, da sich ihr Kapital aus Einzahlungen von Privatpersonen und Unternehmen zusammensetzt, welche gleichzeitig den Fonds besitzen. Eine besondere Rolle spielen die sogenannten Hedge Fonds. Hier findet man relativ kleine, geschlossene Gruppe von Anteilseignern, die sehr viel Kapital (1.000.000 $ und mehr) einbringen und zumeist aus Offshore-Zentren, einem von Bankenaufsicht und -regulierung weitgehend befreiten Wirtschaftsraum, agieren. Durch hochspekulative Geschäfte wie z. B. Leerverkäufe (Verkauf von Wertpapieren, etc., die noch gar nicht im eigenen Besitz sind) tragen Hedge Fonds in enormem Maße zu Destabilisierung der Finanzmärkte bei.

Die eigentliche Spekulation beginnt erst mit dem Zusammentreffen der unterschiedlichen Akteure auf dem Markt. Das eigene Spekulationsverhalten richtet sich nach dem Verhalten der Konkurrenz, bzw. der Abschätzung der Erwartung, wie die Konkurrenz investieren wird. Setzen viele Spekulanten z. B. auf die Abwertung einer Währung, sinkt deren Nachfrage und damit schließlich auch der Kurs. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Herden- oder prozyklischem Verhalten“, welches für die Finanzmärkte kennzeichnend ist. Die Logik ist die, dass es nicht fortwährend in die gleiche Richtung gehen kann – irgendwann schlägt der Trend um.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Entwicklung der Tobin-Steuer von einer ignorierten Idee hin zu einem zentralen Diskussionspunkt der globalisierungskritischen Bewegung.

2. Globalisierte Finanzmärkte: Das Kapitel beschreibt den Übergang von den stabilen Rahmenbedingungen des Bretton-Woods-Systems zur Liberalisierung der Kapitalmärkte und deren Folgen.

3. Finanzspekulation und Reichtumsaneignung: Hier werden die Mechanismen der modernen Finanzspekulation sowie die Auswirkungen der Shareholder-Value-Orientierung auf Unternehmen und Regierungen analysiert.

4. Die Tobin-Steuer: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Devisentransaktionssteuer, ihre Ziele, die gesellschaftliche Debatte sowie weiterführende Modifikationsvorschläge wie die Zwei-Stufen-Steuer.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Tobin-Steuer als politisch schwer durchsetzbares, aber in der Tendenz positives Instrument, das jedoch keine Allheilmittel-Funktion für weltweite Ungerechtigkeiten besitzt.

Schlüsselwörter

Tobin-Steuer, Finanzspekulation, Globalisierung, Devisenhandel, Bretton Woods, Attac, Shareholder Value, Kapitalverkehr, Hedge Fonds, Wechselkurs, Finanzmärkte, politische Steuerung, Offshore-Zentren, Weltwirtschaft, Paul Bernd Spahn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Kontrolle des internationalen Finanzsystems und analysiert kritisch das Modell der Devisentransaktionssteuer nach James Tobin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Geschichte der internationalen Finanzmärkte, die Mechanismen der Spekulation, die Rolle zivilgesellschaftlicher Bewegungen und die politische Machbarkeit von Finanzmarktregulierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Tauglichkeit der Tobin-Steuer als Mittel gegen kurzfristige Finanzspekulation zu bewerten und den Spannungsfeld zwischen ökonomischer Theorie und politischer Praxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und ökonomische Literaturanalyse, die bestehende Konzepte und Diskurse rund um die Regulierung der Finanzmärkte zusammenführt und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Finanzmärkte, die Problematik der spekulativen Reichtumsaneignung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Tobin-Steuer sowie ihren Weiterentwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Tobin-Steuer, Finanzspekulation, Globalisierung, Bretton Woods, Attac und Shareholder Value.

Welche Rolle spielen "Offshore-Zentren" bei der Diskussion um die Tobin-Steuer?

Sie werden häufig als Argument gegen die Steuer angeführt, da Kritiker befürchten, dass Kapital in diese unregulierten Räume abwandern könnte, wobei die Arbeit die praktische Hürde einer solchen Umgehung betont.

Was unterscheidet Spahns „Zwei-Stufen-Steuer“ von der ursprünglichen Tobin-Steuer?

Spahns Modell ergänzt die klassische Steuer um eine „Wechselkursstabilisierungsabgabe“, die bei starken Währungsschwankungen mit sehr hohen Sätzen greift, um gezielt spekulative Angriffe unrentabel zu machen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kontrolle des internationalen Finanzsystems: James Tobin und die Vision einer Devisentransaktionssteuer
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Globalisierung und sozialer Widerstand
Autor
Stefan Bartels (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V62861
ISBN (eBook)
9783638560252
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kontrolle Finanzsystems James Tobin Vision Devisentransaktionssteuer Globalisierung Widerstand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Bartels (Autor:in), 2006, Kontrolle des internationalen Finanzsystems: James Tobin und die Vision einer Devisentransaktionssteuer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62861
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