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Der "wunderseltzame Fisch"

Titel: Der "wunderseltzame Fisch"

Hausarbeit , 2003 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michael Ludwig (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Berichte über Wunderzeichen und Wunderwesen gehörten in der frühen Neuzeit zum Repertoire der Printmedien. Sie erfüllten unterhaltende, konfessionelle und, soweit es diese Gattung zulässt, auch informierende Aufgaben. Die vorliegende Hausarbeit untersucht eine spezielle Ausprägung dieser Wunderzeichenliteratur: Druckwerke, die über einen „wunderseltzamen Fisch" berichten. Sie erschienen an verschiedenen Orten in Zentraleuropa, vermutlich ab dem im Jahr 1623. Allen gemeinsam – zumindest innerhalb der überlieferten Flugblätter – ist eine inhaltlich ähnliche, wenn auch in Details abweichende grafische Darstellung des Fisches. Der Inhalt dieser Nachricht, dargelegt mittels einer exemplarischen Quelleninterpretation und soweit erforderlich die Darstellung ihrer Verbreitung bilden den Kern dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Nachricht über den „wunderseltzamen Fisch“

2.1. Allgemein

2.2. Innere und äußere Form

2.3. Inhalt

2.4. Kontext

2.5. Mediale Variationen

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die mediale Rezeption und Deutung von Wunderzeichen in der frühen Neuzeit am Beispiel von Flugblattberichten über einen „wunderseltzamen Fisch“, die ab dem Jahr 1623 in Zentraleuropa verbreitet wurden. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese Berichte als Instrumente der religiösen Mahnung und politisch-konfessionellen Instrumentalisierung sowie zur Generierung wirtschaftlicher Erträge in einem unsicheren historischen Kontext funktionierten.

  • Analyse der narrativen und grafischen Struktur der Flugblätter als Wunderzeichenliteratur.
  • Untersuchung des historischen Kontextes (Dreißigjähriger Krieg, Konfessionskonflikte, wirtschaftliche Unsicherheit).
  • Quellenkritische Einordnung der Flugblätter als „Überrest“ einer zeitgenössischen Sensationspublizistik.
  • Vergleichende Betrachtung medialer Variationen und Nachdrucke zur Rekonstruktion von Verbreitungswegen.

Auszug aus dem Buch

2.2. Innere und äußere Form

Die vorliegende Quelle ist ein Flugblatt, datiert vom Verfasser auf das Jahr 1624. Der Druckort ist mit Prag angegeben, der Drucker nennt sich Jacob Schmariß. Ob dieser Name nur als Synonym gebraucht ist oder ob sein Träger tatsächlich gelebt hat, ließ sich nicht ermitteln, da unter dieser Autorenbezeichnung nur ein weiteres Flugblatt zum Thema des „wunderseltzamen Fisch“ gefunden werden konnte. Verortet in den historischen Kontext lässt sich nach Michael Schilling jedoch sagen, dass der anonyme Druck sehr beliebt war und deshalb auch hier nicht abwegig ist. Denn er versprach Schutz vor der Zensur der Obrigkeit, die unter anderem (fiktive) Wundergeschichten – und in diese Gattung dürfte der vorliegende Fall gehören – verfolgte.

Das zu interpretierende Flugblatt liegt mir als Kopie aus den German Political Broadsheets vor und beruht nach Aussage des Autors John-Roger Paas auf Originalmaterial. Der Text erscheint aufgrund seiner sprachlichen Form, auf die ich später noch eingehen werde, authentisch. Er berichtet über den Fang eines Fisches, der in einem polnischen Fluss gefangen wurde und eine Vielzahl seltsamer Zeichen aufweist. Der Autor hat allerdings weder den Akt des Fangs noch den Fisch mit eigenen Augen gesehen, er beschränkt sich auf eine Nacherzählung von einem Ereignis aus dem Jahr 1623 ohne genaue Quellenangabe, was die unpersönliche Aussage „[...] weil man Neulich gefangen frisch/ein recht schröcklichn Wunderfisch [...]“ bestätigt. Auch fehlen Hinweise auf Personen, die diesen Fang bezeugen könnten. Dies war in der frühen Neuzeit eine gerne verwendete Praxis, um der eigenen Erzählung Glaubwürdigkeit durch die Erwähnung Dritter zu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Wunderzeichenliteratur in der frühen Neuzeit ein und definiert den Fokus auf die Flugblätter über den „wunderseltzamen Fisch“ als Untersuchungsobjekt.

2. Die Nachricht über den „wunderseltzamen Fisch“: Dieser Hauptteil analysiert die Form, den Inhalt und den historischen Kontext der Flugblätter, beleuchtet die wirtschaftlichen Interessen der Drucker sowie die medialen Variationen und Nachdrucke der Quelle.

2.1. Allgemein: Es wird die allgemeine Überlieferungslage der Flugblätter sowie das Vorgehen bei der Quellenkritik anhand eines ausgewählten Exemplars dargelegt.

2.2. Innere und äußere Form: Dieses Kapitel behandelt die Authentizität, den anonymen Publikationskontext und die Funktion der Flugblätter als politisch geschützte Sensationslektüre.

2.3. Inhalt: Hier werden die bildliche und textliche Symbolik des Fisches sowie dessen religiöse und politische Deutung im Kontext der Zeit beschrieben.

2.4. Kontext: Das Kapitel verortet das Erscheinen des Flugblatts in den Rahmen der sozialen und wirtschaftlichen Unsicherheiten des frühen Dreißigjährigen Krieges und der konfessionellen Spannungen.

2.5. Mediale Variationen: Es wird der Nachdruck und die Verbreitung der Nachricht in verschiedenen Sprachen und Medienformaten sowie der Prozess der medialen Aufbereitung untersucht.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Einordnung der Flugblätter als religiös motivierte Sensationsberichterstattung, die aus wirtschaftlichen Gründen produziert wurde.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Flugblatt, Wunderzeichen, Wunderfisch, Printmedien, Sensationslektüre, Quellenkritik, Dreißigjähriger Krieg, Konfessionskonflikt, Ikonographie, Nachrichtenverbreitung, Wunderglaube, Jacob Schmariß, Reformation, Mediale Rezeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von Flugblättern aus dem frühen 17. Jahrhundert, die über das Erscheinen eines sogenannten „wunderseltzamen Fisch“ berichten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Zentrale Themen sind die frühneuzeitliche Wunderzeichenliteratur, die mediale Verbreitung von Sensationsnachrichten, religiöse und politische Symbolik sowie der wirtschaftliche Aspekt der Flugblattproduktion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Funktion, den Entstehungskontext und die Verbreitung dieser spezifischen Wunderzeichen-Druckwerke zu ergründen und sie quellenkritisch einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine exemplarische Quelleninterpretation durchgeführt, die sich mit der inneren und äußeren Form sowie der Einordnung in den historischen Kontext befasst.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Hausarbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden die inhaltliche Symbolik des Fisch-Motivs, die zeitgenössischen Krisenerfahrungen wie der Dreißigjährige Krieg und die Praxis der anonymen Flugblattveröffentlichung analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Frühe Neuzeit, Flugblatt, Wunderzeichen, Nachrichtenverbreitung und Sensationslektüre.

Welche Bedeutung wird dem „wunderseltzamen Fisch“ im Text zugeschrieben?

Der Fisch dient als christliche Allegorie und göttliche Warnung, die zur Buße aufruft und auf drohende Katastrophen wie Krieg oder Weltuntergang hinweisen soll.

Warum wurden Flugblätter wie das über den „wunderseltzamen Fisch“ häufig nachgedruckt?

Nachdrucke erfolgten vor allem aus wirtschaftlichem Kalkül, da die Produktion erfolgreicher Sensationsgeschichten geringere Risiken barg und den Druckverlegern den erhofften finanziellen Gewinn versprach.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der "wunderseltzame Fisch"
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Medien und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit
Note
2,0
Autor
Michael Ludwig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
24
Katalognummer
V62697
ISBN (eBook)
9783638558969
ISBN (Buch)
9783640371891
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fisch Medien Frühen Neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Ludwig (Autor:in), 2003, Der "wunderseltzame Fisch", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62697
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Leseprobe aus  24  Seiten
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