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Der Zweck der Meditationen in Descartes Widmungsschreiben und im Meditationstext selbst - Überlegungen zum Verhältnis von Glaube und Vernunft bei Descartes

Title: Der Zweck der Meditationen in Descartes Widmungsschreiben und im Meditationstext selbst - Überlegungen zum Verhältnis von Glaube und Vernunft bei Descartes

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nathalie Kónya-Jobs (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

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Der Name René Descartes löst häufig folgende Reaktionen aus: Begründer der neuzeitlichen Philosophie, Rationalist, Wissenschaftler im strengsten Sinne, Erfinder der Philosophie des Subjekts und nicht zuletzt hört man den bekannten Satz: ‚Cogito ergo sum’1.
Gerade weil Descartes mit dem Nimbus der kompromisslosen Wissenschaftlichkeit, der Unbestechlichkeit und Aufgeklärtheit behaftet ist, neigt man als Leser seiner Texte dazu, jede Ungereimtheit in seinem Werk, die dann sogleich als Ungereimtheit in seinem Denken verstanden wird, was noch diskutiert werden muss, besonders kritisch zu betrachten. Ein Philosoph und Naturwissenschaftler, der mit den oben genannten Attributen behaftet ist, muss sich auch durch Stimmigkeit und Stringenz seines Denkens auszeichnen.
Gibt es jedoch Unstimmigkeiten bei Descartes?
Wie erklärt man sich, dass der Philosoph, mit dessen Schaffen nach unbestrittener Schulmeinung die neuzeitliche Philosophie beginnt, in seinem vielleicht wichtigsten Werk, den Meditationes de prima philosophia, es sich angelegen sein lässt Gott zu beweisen? Wollte Descartes nicht Schluss machen mit der Verquickung von Glauben und Vernunft? Was haben Glauben und Vernuft überhaupt miteinander zu tun?
Diesen Fragen möchte ich in meiner Arbeit nachgehen. Dazu werde ich das Widmungsschreiben Descartes an die Sorbonne sowie seine eigene Einleitung des Meditations-Textes daraufhin untersuchen, ob sie helfen können die gestellten Fragen zu beantworten. Ich beziehe selbstverständlich den Text der Meditationen in meine Überlegungen mit ein. Ein besonderes Augenmerk soll darauf gerichtet werden, inwiefern Descartes von den Prämissen seiner einleitenden Worte in den Meditationen abgewichen ist. Und ob der Zweck, den der Philosoph im Widmungsschreiben nennt, auch als solcher im Meditations-Text erkennbar ist. Nicht zuletzt möchte ich das Verhältnis von Glauben und Vernunft in Descartes’ Denken thematisieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Überlegungen zur Fragestellung

2. Der Zweck der Meditationen

2.1 Der Zweck der Meditationen, wie er in Descartes Widmungsschreiben an die Sorbonne deutlich wird

2.1.1 Descartes Vorwort an den Leser

3. Der Zweck der Meditationen im Text der „Meditationes de prima Philosophia“

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zweck von René Descartes’ Werk „Meditationes de prima Philosophia“, indem sie das Widmungsschreiben an die Sorbonne und die Einleitung des Meditationstextes analysiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob der von Descartes im Widmungsschreiben betonte apologetische Zweck des Gottesbeweises tatsächlich mit der Intention des Haupttextes übereinstimmt oder ob das Verhältnis von Glauben und Vernunft in seinem Denken als getrennt zu betrachten ist.

  • Analyse des Widmungsschreibens an die Sorbonne als apologetisches Instrument.
  • Untersuchung der Rolle der Gottesbeweise innerhalb des erkenntnistheoretischen Systems.
  • Gegenüberstellung von explizit genannten Absichten und der methodischen Durchführung der Meditationen.
  • Kritische Reflexion des Verhältnisses von Glauben und Vernunft bei Descartes.
  • Vergleich mit zeitgenössischen wissenschaftstheoretischen Ansätzen.

Auszug aus dem Buch

Der Zweck der Meditationen im Text der „Meditationes de prima Philosophia“

Descartes definiert als Ziel seiner Meditationen, eine Erkenntnis zu gewinnen, die so fest und unerschütterlich ist, dass sie als Fundament für die Wissenschaft gelten kann. Da er früher viel Falsches hat gelten lassen, muss er vor dieser Wissenschaftsbegründung alle seine bisherigen Meinungen negieren. Im Laufe der ersten Meditation stellt Descartes fest, dass die Sinne uns häufig täuschen.

Die Schwierigkeit besteht nicht nur in optischen oder akustischen Täuschungen, sondern auch darin, Traum- und Wachzustand sicher unterscheiden zu können. Dies bezieht sich auch auf die Selbstwahrnehmung. Descartes nimmt die allereinfachsten und allgemeinsten „Gegenstände“ indes vom Traumargument aus. Denn selbst geträumte Gegenstände sind von allgemeinen Bestimmungen und Formen wie Qualität, Quantität, Ort, Zeit abhängig. Mit dieser Überlegung schafft es Descartes, die Wissenschaften, die sich mit den oben genannten Formen beschäftigen, gegen das Traumargument zu verteidigen. Arithmetik, Geometrie und mathematisierte Physik, ein Bereich, der Descartes’ besondere Aufmerksamkeit genießt, sind Wissenschaften, die sich mit unbezweifelbaren Wahrheiten beschäftigen und Descartes schließt aus, dass „so augenscheinliche Wahrheiten in den Verdacht der Falschheit geraten können“13.

An dieser Stelle könnten die Meditationen zu Ende sein. Wenn Descartes nicht die Idee eines böswilligen Gottes einführen würde, der ihn immer willentlich täuschen könnte. Wenn dem so wäre, gäbe es allen Grund, selbst an den allereinfachsten und allgemeinen Dingen zu zweifeln.

In der zweiten Meditation schafft es Descartes, aus dieser Ausgangsposition des völligen Zweifels heraus eine unerschütterliche Gewissheit zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Überlegungen zur Fragestellung: Das Kapitel führt in die Problematik ein, warum Descartes trotz seines Rufes als Begründer der modernen, rationalen Philosophie Gottesbeweise in sein Werk integriert.

2. Der Zweck der Meditationen: Hier wird analysiert, wie Descartes im Widmungsschreiben an die Sorbonne den apologetischen Nutzen seiner Arbeit hervorhebt, um seine Philosophie gegenüber theologischen Autoritäten zu rechtfertigen.

2.1 Der Zweck der Meditationen, wie er in Descartes Widmungsschreiben an die Sorbonne deutlich wird: Dieses Unterkapitel beleuchtet detailliert, warum Descartes die Philosophie als geeigneteres Mittel zur Erörterung der Seele und Gottes gegenüber der Theologie betrachtet und wie er dies begründet.

2.1.1 Descartes Vorwort an den Leser: Es wird untersucht, wie Descartes seine methodische Vorgehensweise und die Wahl der Sprache rechtfertigt, um den idealen Leser auf seine philosophische Neuausrichtung vorzubereiten.

3. Der Zweck der Meditationen im Text der „Meditationes de prima Philosophia“: In diesem Kapitel wird aufgezeigt, dass die im Haupttext verfolgten Ziele (Wissenschaftsbegründung durch radikalen Zweifel) von der apologetischen Zielsetzung des Widmungsschreibens abweichen.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass Glaube und Vernunft bei Descartes als zwei getrennte Bereiche fungieren und die Gottesbeweise primär als methodisches Mittel für seine neue Wissenschaft dienen.

Schlüsselwörter

Descartes, Meditationes de prima Philosophia, Gottesbeweise, Vernunft, Glaube, Rationalismus, Wissenschaftsbegründung, Zweifel, Methode, Erkenntnistheorie, Sorbonne, Metaphysik, radikaler Skeptizismus, Seele, Subjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zweck von Descartes’ „Meditationen“ und analysiert die Diskrepanz zwischen dem apologetischen Anspruch im Widmungsschreiben und dem tatsächlichen methodischen Vorgehen im philosophischen Haupttext.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die erkenntnistheoretische Begründung der Wissenschaft, das Verhältnis von Glaube und Vernunft sowie die strategische Positionierung Descartes’ gegenüber der theologischen Fakultät der Sorbonne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit der von Descartes betonte Zweck der Gottesbeweise im Widmungsschreiben mit der internen Logik und Zielsetzung des Meditationstextes selbst übereinstimmt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine textanalytische Methode, indem sie das Widmungsschreiben, das Vorwort und den Meditationstext vergleichend gegenüberstellt und in den Kontext der zeitgenössischen Philosophiegeschichte einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Widmungsschreibens an die Sorbonne, eine Analyse von Descartes’ Vorwort an den Leser sowie eine kritische Betrachtung des Textverlaufs der Meditationen von der ersten bis zur sechsten Meditation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „radikaler Zweifel“, „Gottesbeweise“, „Einheitswissenschaft“, „Methodik“ und „Verhältnis von Glaube und Vernunft“ charakterisiert.

Warum versucht Descartes laut der Autorin, die Sorbonne von seinem Werk zu überzeugen?

Die Autorin argumentiert, dass Descartes möglicherweise eine schützende Fürsprache einer mächtigen Institution suchte, um sich vor dem Vorwurf des Atheismus oder einem Schicksal ähnlich dem von Giordano Bruno zu bewahren.

Wie unterscheidet Descartes laut Text die Gottesvorstellung?

Descartes unterscheidet zwischen dem Vorstellen im psychologischen Sinn, welches nichts beweist, und dem logischen Sinn, der die Möglichkeit eröffnet, auf die Existenz eines vollkommenen Wesens zu schließen.

Was ist das Fazit zur Trennung von Glaube und Vernunft?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Glaube und Vernunft bei Descartes zwei nicht miteinander verbundene Bereiche sind; die Gottesbeweise dienen in der Praxis der Fundierung einer neuen, mathematisierten Wissenschaft.

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Details

Title
Der Zweck der Meditationen in Descartes Widmungsschreiben und im Meditationstext selbst - Überlegungen zum Verhältnis von Glaube und Vernunft bei Descartes
College
University of Cologne  (Philosophisches Seminar)
Course
Descartes Meditationen
Grade
1,0
Author
Nathalie Kónya-Jobs (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V62595
ISBN (eBook)
9783638558082
ISBN (Book)
9783638773683
Language
German
Tags
Zweck Meditationen Descartes Widmungsschreiben Meditationstext Verhältnis Glaube Vernunft Descartes Meditationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nathalie Kónya-Jobs (Author), 2003, Der Zweck der Meditationen in Descartes Widmungsschreiben und im Meditationstext selbst - Überlegungen zum Verhältnis von Glaube und Vernunft bei Descartes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62595
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