Zuerst werde ich die Entwicklung der tschechischen Mediengesetzgebung und der für die Medien zuständigen Gremien erläutern. Dann wird ein Überblick auf die elektronischen Medien im privaten Bereich des Mediensystems geworfen. Dabei werden Radio, Fernsehen und andere Medienerscheinungen als Einzelteile dieses Systems betrachtet. Als nächstes werden die elektronischen Medien und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit untersucht und dazu auch noch die wichtigsten Reformen und Änderungen erläutert.
Es folgt dann ein spannendes und oftmals scharf von Medien- und Politikanalytiker diskutiertes Thema, nämlich die Eigentumsverhältnisse der privaten Fernseher- und Rundfunkanbieter. Abschließend wird eine kurze Zusammenfassung gemacht und die entsprechende Schlussfolgerung gezogen.
Die Arbeit basiert sich hauptsächlich auf Sekundärliteratur und diverse Beiträge aus dem
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Entwicklung der Mediengesetzgebung in der Tschechischen Republik
2.1 Das Rundfunkgesetz
2.2 Die Kontrollorgane
3 Die elektronischen Medien im privaten Sektor
3.1 Überblick
3.2 Rundfunk
3.3 Fernsehen
3.4 Neue Medien
3.4.1 Kabelfernsehen und Breitbandinternet
3.4.2 Satellitenfernsehen
3.4.3 Fernsehübertragung durch das MMDS – System
4 Die Entwicklung der audiovisuellen Medien während und nach der Wende
5 Eigentumsverhältnisse
6 Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die postkommunistische Entwicklung der privaten elektronischen Medien in der Tschechischen Republik, untersucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen, den Transformationsprozess sowie die komplexen Eigentumsstrukturen und den Einfluss der Medien auf den politischen Prozess.
- Entwicklung der Mediengesetzgebung und Rolle der Kontrollorgane
- Struktur des privaten Sektors in Radio, Fernsehen und neuen Medien
- Transformation der Medienlandschaft nach der politischen Wende
- Eigentumsverhältnisse und ökonomische Hintergründe privater Sender
- Einflussnahme politischer Akteure auf die Medienwelt
Auszug aus dem Buch
3.4.1 Kabelfernsehen und Breitbandinternet
Das erstgrößte Unternehmen auf dem Kabel-TV-Markt in Tschechien ist eine niederländische Firma, die mit US- Kapital arbeitet, namens United Pan-European Communications (UPC). Im Jahre 1999 kauft die UPC die damals stärkste tschechische Kabelgesellschaft Kabel Plus. In den folgenden zwei Jahren vereinigt sich UPC mit zwei weiteren Kabelanbietern und so baut das stabilste Kabel-TV-Netz in Tschechien23. Zum 31. Dezember 2004 hat die UPC circa 760 000 angeschlossene Haushalte in 84 Städten, von denen rund 386 000 das Kabelfernsehen abonniert haben und ungefähr 50 000 Breitbandinternet- Kunden sind.
Im Fernsehen werden TV- Kanäle aller Genren angeboten. Hallmark, HBO und HBO2 für Spielfilme, Dokumentarfilme bieten Kanäle wie Discovery Chanel, Animal Planet oder Reality TV. CNN und BBC sorgen für die aktuellen Nachrichten aus aller Welt, für Musik gibt es MTV, VIVA und für Sport – Eurosport. Die Programme werden auf sieben Sprachen übertragbar24.
Der zweitgrößte Akteur auf dem Tschechischen Kabelfernsehmarkt ist eine neue Firma, die aus der Fusion der zwei großen Kabelanbieter Interkabel und TES Media entstanden ist. Das Ergebnis dieser Fusion ist eine neue Gesellschaft Karneval, die Kabelfernsehendienstleistungen und Breitbandinternet-Anschluss anbietet. Karneval Media hat circa 270 000 Kunden, während die Gesamtzahl der Haushalte, die an das Netz angeschlossen sind, eine halbe Million erreicht. Nach neusten Angaben bietet die Firma ihre Dienstleistungen an mehr als 1.2 Million Leuten in der tschechischen Republik an25.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Überblicksdarstellung der tschechischen privaten Medienlandschaft und legt den Fokus auf die Transformation, Eigentumsverhältnisse und die Rolle der Medien als politisches Instrument.
2 Die Entwicklung der Mediengesetzgebung in der Tschechischen Republik: Dieses Kapitel erläutert die Schaffung neuer gesetzlicher Grundlagen nach 1989 sowie die Rolle und Funktion der Kontrollorgane für das Rundfunkwesen.
3 Die elektronischen Medien im privaten Sektor: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der privaten Radio-, Fernseh- und Kabelanbieter, inklusive der technischen Entwicklungen und Anbieterstrukturen.
4 Die Entwicklung der audiovisuellen Medien während und nach der Wende: Das Kapitel analysiert den Medienwandel nach der Wende, geprägt von der Befreiung von staatlicher Kontrolle, Wettbewerb und dem Einstieg politischer Akteure in das Mediengeschäft.
5 Eigentumsverhältnisse: Hier werden die oft undurchsichtigen und diskussionswürdigen Eigentumsstrukturen und Investitionsverflechtungen großer privater Medienanbieter offengelegt.
6 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die enorme Entwicklung des dualen Rundfunksystems zusammen und benennt die verbliebenen Herausforderungen wie politische Einflussnahme und Kapitalherkunft.
Schlüsselwörter
Tschechische Republik, Medienlandschaft, privater Rundfunk, Mediengesetzgebung, Transformationsprozess, Eigentumsverhältnisse, TV Nova, Rundfunkrat, Medienkonzentration, Kabelfernsehen, Breitbandinternet, Medienpolitik, Postkommunismus, Fernsehen, Rundfunk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Struktur der privaten elektronischen Medien in der Tschechischen Republik seit der politischen Wende bis zum EU-Beitritt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Mediengesetzgebung, der Entwicklung von Radio- und Fernsehsendern, den Eigentümerstrukturen im Mediensektor sowie dem Einfluss politischer Akteure auf die Medien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Transformation des Mediensystems im privaten Sektor nach dem Fall des totalitären Regimes darzustellen und die damit verbundenen Herausforderungen kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit basiert primär auf einer Analyse von Sekundärliteratur, Berichten und aktuellen Beiträgen aus dem Internet, um eine fundierte Übersicht der Medienlandschaft zu erstellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die gesetzlichen Grundlagen, die verschiedenen Medientypen (Radio, TV, neue Medien), die historischen Umbrüche nach 1989 sowie die Eigentumsverhältnisse detailliert analysiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Tschechische Republik, Medienkonzentration, Transformationsprozess, Rundfunkgesetz, privater Sektor und Eigentumsstrukturen.
Welche Rolle spielt der "Tschechische Rundfunkrat" in diesem Kontext?
Der Rat ist als Kontrollorgan für die Lizenzvergabe und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bei privaten Rundfunk- und Fernsehsendern zuständig und steht regelmäßig aufgrund seiner Struktur und Entscheidungen in der öffentlichen Kritik.
Warum wird im Dokument auf den Sender "TV Nova" und "Vladimir Zelezny" eingegangen?
TV Nova ist der erfolgreichste Privatsender des Landes; der Kompetenzstreit um den ehemaligen Direktor Vladimir Zelezny dient als prägnantes Fallbeispiel für die komplexen Eigentumsverhältnisse und die rechtlichen Auseinandersetzungen im tschechischen Medienmarkt.
Wie hat sich die Situation im Bereich des Kabelfernsehens und Internets entwickelt?
Es wird eine rasche Entwicklung beschrieben, bei der der Markt durch große Fusionen von wenigen Firmen (wie UPC und Karneval Media) dominiert wird, die in den Breitbandtechnologie-Bereich investieren.
- Quote paper
- Alexander Mihaylov (Author), 2004, Postkommunistische Entwicklung der elektronischen Medien im privaten Sektor in der Tschechischen Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/62080