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Analyse aktueller Werkbeispiele der Medienkunst (VALIE EXPORT und Cindy Sherman) hinsichtlich der Relevanz medienspezifischer Aspekte

Titel: Analyse aktueller Werkbeispiele der Medienkunst (VALIE EXPORT und Cindy Sherman) hinsichtlich der Relevanz medienspezifischer Aspekte

Examensarbeit , 2006 , 66 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jessica Rosenbrock (Autor:in)

Kunst - Installationen, Aktionskunst, 'moderne' Kunst

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Relevanz medienspezifischer Aspekte, anhand von insgesamt vier Werkbeispielen zweier Künstlerinnen der aktuellen Medienkunst auseinandersetzen. Ich habe mich nach umfassender Information, bzw. eingehender Betrachtung unterschiedlicher Arbeiten, für die Künstlerinnen VALIE EXPORT und Cindy Sherman entschieden. Der Grund, warum der Name der erstgenannten Künstlerin in Versalien geschrieben wird, soll im nachfolgenden Kapitel geklärt werden, war aber durchaus ein interessanter Anhaltspunkt für meine Auswahl.

Ich habe mich bei den Arbeiten beider Frauen bewusst für die sogenannten Frühwerke entschieden, da ich der Auffassung bin, dass besonders in den Anfängen des künstlerischen Schaffens der Künstlerinnen viele originäre Ideen und Intentionen zu entdecken sind, die vielleicht in späteren Werken, aufgrund einer entwicklungsbedingten, größeren Abgeklärtheit, gewichen sein könnten.

Die ausgewählten Aktionen VALIE EXPORTS Cutting und Tapp und- Tastkino, die Ende der 1960er Jahre entstanden sind, empfinde ich als besonders interessant, da sich dem Betrachter ihre Aussagen nicht auf den ersten Blick erschließen, aber hauptsächlich, weil EXPORT bisher tabuisierte Themen aufgreift und im öffentlichen Kunstraum demonstriert. Ihre Wege Elemente der Medien in ihre Kunst zu integrieren, oder besser, inwiefern sie durch diese Darstellungsformen ihre Kunst ausdrückt, werde ich im zweiten Kapitel der Arbeit untersuchen. Selbstverständlich soll auch die Aussagekraft der Kunst EXPORTS behandelt werden, im Besonderen ihre Form der Darstellung weiblicher Wirklichkeitswahrnehmung und deren Wirkungsweise beim Betrachter; allerdings werden ihre feministischen und politischen Intentionen nicht den Schwerpunkt meiner Arbeit bilden, sollten aber im Zusammenhang mit dem künstlerischen Schaffen VALIE EXPORTS erläutert werden. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. VALIE EXPORT

2.1 Biografie

2.2 Expanded cinema und Wiener Aktionismus

2.2.1 Cutting, 1967-1968, expanded cinema

2.2.2 Mediale Elemente und ihre Bedeutung von Cutting, expanded cinema

2.2.3 Tapp- und Tastkino, 1968, expanded cinema

2.2.4 Mediale Elemente und ihre Bedeutung bei Tapp- und Tastkino, expanded cinema

2.3 Zusammenfassung und Vergleich von Cutting und Tapp- und Tastkino, expanded cinema

3. Cindy Sherman

3.1 Biografie

3.2 Die Untitled Film Stills und ihre Nähe zu den Standbildern der traditionellen Filmproduktion

3.2.1 Untitled Film Still # 14, 1978

3.2.2 Deutungsversuch Untitled Film Still # 14

3.2.3 Untitled Film Still # 11, 1978

3.2.4 Deutungsversuch Untitled Film Still # 11

3.3 Vergleich der Untitled Film Stills # 14 und # 11

3.3.1 Mediale Aspekte der Untitled Film Stills

4. Vergleich der Werkbeispiele von VALIE EXPORT und Cindy Sherman

5. Ein Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Relevanz medienspezifischer Aspekte in den Frühwerken von VALIE EXPORT und Cindy Sherman, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Konstruktion weiblicher Wirklichkeitswahrnehmung herauszuarbeiten.

  • Analyse des "expanded cinema" bei VALIE EXPORT anhand der Aktionen Cutting und Tapp- und Tastkino.
  • Untersuchung der "Untitled Film Stills" von Cindy Sherman im Kontext traditioneller Filmästhetik.
  • Vergleich der technologischen und performativen Ansätze zur Dekonstruktion medialer Klischees.
  • Reflektion der Rolle des Zuschauers und der Vermittlung von Inhalten durch mediale Brüche.
  • Diskussion feministischer Intentionen versus künstlerischer Subversion.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Untitled Film Still # 14, 1978, (Abb. 10)

Bei der vorliegenden Fotografie handelt es sich um ein Hochformat. Leicht rechts versetzt neben der Bildmitte ist eine Frau zu sehen, die auf einem Holzfußboden steht und das Bild vertikal fast vollständig einnimmt. Sie trägt ein dunkles, ärmelloses, anscheinend schwarzes Kleid mit einem ebenfalls dunklen Lackgürtel, das kurz über ihren Knien endet. Über diesem Kleid ist sie noch mit einer ebenfalls dunklen, ärmellosen, transparenten, etwa taillenlangen Spitzenbluse bekleidet. Ihr rechter Arm liegt eng an ihrem Körper an, in der Hand hält sie einen dunklen Gegenstand, der nicht genau zu definieren ist. An diesem Arm befindet sich ein breiterer, heller Armreif in Höhe des Handgelenks.

Über diesem Armreif sind dunkle Flecke zu erkennen, die auf Blutergüsse, bzw. blaue Flecke hindeuten.

Mit ihrer linken Innenfläche der Hand fasst sie sich an ihr linkes Kinn und ihre linke Halsseite, der linke Arm, steht in sich angewinkelt von ihrem Oberkörper ab, so dass ihr Ellenbogengelenk für den Betrachter frontal zu sehen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung, die Relevanz medienspezifischer Aspekte anhand von vier ausgewählten Frühwerken zweier Künstlerinnen zu untersuchen.

2. VALIE EXPORT: Umfassende Betrachtung der Biografie sowie der methodischen Herangehensweise an das expanded cinema und den Wiener Aktionismus.

3. Cindy Sherman: Analyse der Biografie und der Untitled Film Stills mit Fokus auf deren Ästhetik und Nähe zur traditionellen Filmproduktion.

4. Vergleich der Werkbeispiele von VALIE EXPORT und Cindy Sherman: Synoptische Gegenüberstellung der Arbeitsweisen, Intentionen und des Umgangs mit dem Medium Film.

5. Ein Resümee: Persönliche Bilanz der Autorin über die Erkenntnisse und die methodische Herausforderung der Untersuchung.

Schlüsselwörter

VALIE EXPORT, Cindy Sherman, Medienkunst, expanded cinema, Film, Performance, Fotografie, Untitled Film Stills, Cutting, Tapp- und Tastkino, mediale Aspekte, Rezeption, Wahrnehmung, Geschlechterbild, Dekonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie zwei bedeutende Medienkünstlerinnen, VALIE EXPORT und Cindy Sherman, in ihren Frühwerken mit medienspezifischen Aspekten experimentieren und das Medium Film sowie gesellschaftliche Rollenbilder hinterfragen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des "expanded cinema", die Dekonstruktion des traditionellen Film- und Frauenbildes, die Rolle des Zuschauers sowie die Materialität künstlerischer Produktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die künstlerischen Strategien beider Frauen im Hinblick auf den Umgang mit Medien – von der performativen Aktion bis zur inszenierten Fotografie – zu analysieren und miteinander zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin nutzt eine kunstgeschichtliche und medientheoretische Analyse der Werke, unterstützt durch den Vergleich mit Primärquellen wie Zitaten der Künstlerinnen und zeitgenössischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Aktionen VALIE EXPORTS (Cutting, Tapp- und Tastkino) sowie eine Untersuchung ausgewählter Arbeiten aus Cindy Shermans Serie Untitled Film Stills, gefolgt von einem direkten Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkunst, expanded cinema, Performance, Inszenierung, Geschlechterbild, Dekonstruktion und Wahrnehmung medialer Wirklichkeiten beschreiben.

Warum verwendet VALIE EXPORT in ihren Aktionen oft das Schneiden als zentrales Element?

Das Schneiden dient ihr als Operator zur Herstellung von Film und Wirklichkeit. Sie nutzt den "medialen Bruch", um dem Betrachter die Konstruiertheit des Mediums und die Rolle der Leinwand bzw. des Körpers bewusst zu machen.

Inwiefern unterscheiden sich die "Untitled Film Stills" von echten Filmstandbildern?

Obwohl sie die Ästhetik von Filmstandbildern imitieren, stellen sie keine tatsächlichen Szenen aus existierenden Filmen dar. Sherman kreiert "fake"-Szenen, die als eigenständige, komplexe Geschichten funktionieren und die Klischees der Filmbranche parodieren.

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse aktueller Werkbeispiele der Medienkunst (VALIE EXPORT und Cindy Sherman) hinsichtlich der Relevanz medienspezifischer Aspekte
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jessica Rosenbrock (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
66
Katalognummer
V61960
ISBN (eBook)
9783638553018
ISBN (Buch)
9783638709842
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse Werkbeispiele Medienkunst EXPORT Cindy Sherman) Relevanz Aspekte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Rosenbrock (Autor:in), 2006, Analyse aktueller Werkbeispiele der Medienkunst (VALIE EXPORT und Cindy Sherman) hinsichtlich der Relevanz medienspezifischer Aspekte , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/61960
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Leseprobe aus  66  Seiten
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