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Entideologisierung in Lateinamerika unter besonderer Berücksichtigung der Fallbeispiele Nicaragua und Chile

Title: Entideologisierung in Lateinamerika unter besonderer Berücksichtigung der Fallbeispiele Nicaragua und Chile

Term Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. pol. Simon Stumpf (Author)

Politics - Region: Middle and South America

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Die Staaten Lateinamerikas haben im 20. Jahrhundert den Aufstieg und Niedergang vieler teils aus europäischer Sicht sonderbar anmutender Ideologien erlebt. Die geführten ideologischen Auseinandersetzungen wurden oft mit gewaltsamen Mitteln geführt oder arteten zu politischen und militärischen Machtkämpfen aus. Als markanteste Beispiele hierfür sind sicherlich die Länder Nicaragua und Chile zu nennen. Ihnen soll daher ein besonderes Augenmerk geschenkt werden. In beiden Ländern herrschte in den 80ern ein autoritäres Regime, welches durch eine ihm eigene Ideologie seinen Machtanspruch rechtfertigen wollte. Zwar könnten die hierbei vertretenen politischen Weltanschauungen wohl kaum unterschiedlicher sein, doch wurde in beiden Fällen die Gesellschaft von der jeweiligen Ideologie derart dominiert, so daß die Menschen nur die Wahl hatten sich an die von staatlicher Seite vorgegebene Ideologie anzupassen oder politisch unterzutauchen. In den 80er Jahren kam es dann in großen Teilen Lateinamerikas zum überraschenderweise fast gewaltfreien Ende der autoritären Systeme nimmt man Kuba einmal heraus. So befindet sich heute, mehr als ein Jahrzehnt später, Lateinamerika wieder im gesellschaftlichen Umbruch. Daher stellt sich die Frage, inwieweit man im Bezug auf die Demokratisierungswelle zu Beginn der neunziger Jahre von einem Prozeß der Entideologisierung der Gesellschaften sprechen kann? Nach welchem Muster läuft dieser Prozeß ab? Gibt es Unterschiede zwischen der Entideologisierung im politisch-institutionellen Rahmen und innerhalb der Gesellschaft? Um dies zu verdeutlichen und im Hinblick auf den Umfang der Arbeit wurden die Beispiele Nicaragua und Chile ausgewählt, welche die Transition zur Demokratie zwar zeitgleich, aber von höchst gegensätzlichen Ideologien her begangen haben.
Im ersten Kapitel soll in diesem Sinne zunächst eine theoretische Grundlage geschaffen werden. Es wird eine genauere Einordnung des Begriffes Ideologie und seiner wesentlichen Merkmale vorgenommen. Im weiteren werden dann rekursorisch die sozio-politischen Rahmenbedingungen in Lateinamerika zu Anfang der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erläutert. Daran schließt sich das zweite Kapitel an, welches die vorherrschenden Ideologien zur Zeit des Autoritarismus vor 1990 beschreibt. Als wichtigste ideologische Ausrichtungen sollen hier erst die Ideologie der Nationalen Sicherheit, und dann die linken Ideologien untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Grundlagen der Ideologien in Lateinamerika

1.1 Zum Begriff der Ideologie

1.2 Gesellschaftliche Wurzeln der Ideologien in Lateinamerika

2. Die Ideologisierung der Gesellschaften zur Zeit des Autoritarismus

2.1 Die Doktrin der Nationalen Sicherheit

2.2 Linke Ideologien

3. Die Entideologisierung nach dem Ende der autoritären Systeme

3.1 Der Niedergang der linken Ideologien am Beispiel Nicaraguas

3.2 Demokratisierung und Entideologisierung in Chile

4. Ausblick auf die Entwicklung der Entideologisierung in Lateinamerika

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Entideologisierung in Lateinamerika nach der Welle der Demokratisierung zu Beginn der neunziger Jahre, wobei die politischen Transitionen in Nicaragua und Chile als zentrale Fallbeispiele dienen, um Unterschiede in der politisch-institutionellen und gesellschaftlichen Abkehr von autoritären Ideologien aufzuzeigen.

  • Analyse des Ideologiebegriffs und seiner Merkmale in lateinamerikanischen Kontexten.
  • Untersuchung der Doktrin der Nationalen Sicherheit als staatsräsonale Ideologie der Militärdiktaturen.
  • Untersuchung linker Ideologien am Beispiel der sandinistischen Revolution in Nicaragua.
  • Vergleich der Transitionsverläufe in Nicaragua und Chile hinsichtlich ihrer Entideologisierungsprozesse.
  • Evaluierung der aktuellen gesellschaftlichen Bedeutung politischer Identität und Orientierung in einer zunehmend pragmatisch geprägten Ära.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Doktrin der Nationalen Sicherheit

Die Doktrin der Nationalen Sicherheit meint in diesem Zusammenhang die Ideologie der lateinamerikanischen Militärregierungen, insbesondere derjenigen des Cono Sur. Diese Ideologie resultierte aus dem geopolitischen Denken der Militäreliten, welches bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Brasilien seinen Ausgang nahm. Geopolitik wurde dabei als eine Interdisziplin verschiedener Komponenten wie Geographie, Wirtschaft, Anthropologie und den daraus resultierenden Machtressourcen verstanden. Die Prägung des Begriffes der Nationalen Sicherheit fand in den 60er Jahren statt und erhielt durch die erfolgreiche Revolution in Kuba 1959 ihren entscheidenden Auftrieb.

„Se desarrolló una ideología de seguridad nacional que ponía de manifesto el peligro que representaba la izquierda para los valores cristianos occidentales.“

Damit erhielt die als Handlungsanweisung gedachte geopolitische Denkschule ihre endgültige ideologische Dimension. Primäres Charakteristikum dieser Ideologie war ihr bipolares Weltbild. Für die Vertreter dieser Ideologie war die Welt unter dem Hintergrund des kalten Kriegs klar gespalten in einen Ost- und einen Westblock. Dies galt nicht nur auf internationaler Ebene sondern auch und vor allem innerstaatlich. In Bezugnahme auf die Worte des Generals Pinochet, der vor seinem Aufstieg als Diktator Dozent für Geopolitik an der chilenischen Militärakademie war, formuliert K. B. Fischer:

„The government, therefore, in assuming its responsability for national security, declares war on Marxism and pledges that never again will Marxist parties or movements be allowed to exist in Chile.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hinführung zur Problematik des Aufstiegs und Niedergangs ideologischer Systeme in Lateinamerika und Definition der Untersuchungsgegenstände Nicaragua und Chile.

1. Grundlagen der Ideologien in Lateinamerika: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Ideologiebegriff und Darlegung der sozio-ökonomischen sowie traditionellen Wurzeln ideologischer Strömungen in der Region.

2. Die Ideologisierung der Gesellschaften zur Zeit des Autoritarismus: Analyse der prägenden Ideologien der Zeit, insbesondere der rechten Doktrin der Nationalen Sicherheit und konkurrierender linker Ideologien.

3. Die Entideologisierung nach dem Ende der autoritären Systeme: Untersuchung der Transformationsprozesse in Nicaragua und Chile sowie der damit einhergehenden gesellschaftlichen und politischen Funktionsverluste dominanter Ideologien.

4. Ausblick auf die Entwicklung der Entideologisierung in Lateinamerika: Einschätzung der weiteren Entwicklung vor dem Hintergrund des globalen Pragmatismus und der verbleibenden Identitätssuche auf dem Subkontinent.

Fazit: Zusammenfassende Evaluierung des Entideologisierungsprozesses und Einschätzung der Herausforderungen für die künftige lateinamerikanische Politik.

Schlüsselwörter

Lateinamerika, Ideologie, Entideologisierung, Nicaragua, Chile, Militärdiktatur, Doktrin der Nationalen Sicherheit, Sandinismus, Demokratisierung, Pragmatismus, Identität, Politikwissenschaft, Sozialutopie, Autoritarismus, Klassenkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Aufstieg, die Vorherrschaft und den anschließenden Prozess der Entideologisierung politischer Systeme in Lateinamerika im 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind der Ideologiebegriff, die Rolle von Militärregimen, linke revolutionäre Bewegungen sowie die soziopolitische Transformation während und nach der Demokratisierungswelle der neunziger Jahre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, inwieweit nach der Demokratisierungswelle ein tatsächlicher Prozess der Entideologisierung der Gesellschaften stattgefunden hat und nach welchem Muster dieser Prozess abläuft.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf einer theoretischen Fundierung des Ideologiebegriffs basiert und diesen mittels komparativer Fallbeispiele (Nicaragua und Chile) sowie einer Analyse der jeweiligen historischen Rahmenbedingungen überprüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Ideologieforschung, die Beschreibung der autoritären Ideologien vor 1990 sowie die detaillierte Analyse der Entideologisierung in Nicaragua und Chile.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff der Entideologisierung sind Begriffe wie Doktrin der Nationalen Sicherheit, Transition zur Demokratie, politischer Pragmatismus und soziopolitische Identität für die Arbeit prägend.

Warum wurden gerade Nicaragua und Chile als Fallbeispiele gewählt?

Die Länder wurden gewählt, da sie trotz zeitgleicher Transition zur Demokratie von ideologisch gegensätzlichen Ausgangspunkten – ein linkes sandinistisches Regime in Nicaragua und eine rechte Militärdiktatur in Chile – agierten.

Welche Rolle spielt der Begriff der "skeptischen Generation" nach Schelsky in der Arbeit?

Dieser Begriff wird genutzt, um den gesellschaftlichen Funktionsverlust von Ideologien und den damit einhergehenden Politikverdruss oder Pragmatismus der jungen Generation nach den jeweiligen kriegerischen oder autoritären Konflikten zu beschreiben.

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Details

Title
Entideologisierung in Lateinamerika unter besonderer Berücksichtigung der Fallbeispiele Nicaragua und Chile
College
University of Trier
Course
Einführung in die Politische Theorie und Ideengeschichte: Ideologien
Grade
1,3
Author
M.A. pol. Simon Stumpf (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V61589
ISBN (eBook)
9783638550192
ISBN (Book)
9783656780588
Language
German
Tags
Entideologisierung Lateinamerika Berücksichtigung Fallbeispiele Nicaragua Chile Einführung Politische Theorie Ideengeschichte Ideologien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. pol. Simon Stumpf (Author), 2002, Entideologisierung in Lateinamerika unter besonderer Berücksichtigung der Fallbeispiele Nicaragua und Chile, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/61589
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