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Zum Situationsbegriff bei Hans Lipps

Titel: Zum Situationsbegriff bei Hans Lipps

Hausarbeit , 2006 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sina Schmidt (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Was ist Sprache? Wie funktionieren Begriffe? Wie werden sie gebildet und welche Funktion wohnt ihnen inne? Der relativ unbekannte Sprachphilosoph Hans Lipps nähert sich diesen Fragen auf phänomenologische Weise in der Tradition Husserls und versucht zu zeigen, wie uns die Sprache Erkenntnis und daraus resultierende Sicherheit in der Welt ermöglicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hans Lipps geistige Basis

3. Das Wort

4. Konzeptionen

5. Der Begriff

6. Situation und Wirklichkeit

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk von Hans Lipps, insbesondere seine „Untersuchungen zu einer hermeneutischen Logik“, um den philosophischen Situationsbegriff zu klären und den Anteil des Logischen in der menschlichen Rede sowie die Wirklichkeitsauffassung bei Lipps sichtbar zu machen.

  • Der existenzphilosophische Hintergrund und die Einflüsse auf das Denken von Hans Lipps.
  • Die Funktion der Sprache und die Bedeutung des Wortes in der menschlichen Existenz.
  • Unterscheidung und Anwendung von Wortbedeutungen, Konzeptionen und Begriffen.
  • Das Verhältnis von Situation, Lage und Wirklichkeitserfahrung.
  • Kritik an rein naturwissenschaftlichen Modellen zur Erfassung menschlicher Wirklichkeit.

Auszug aus dem Buch

3. Das Wort

Das einzige Werkzeug, das der Philosophie bei ihren Analysen zur Verfügung steht, ist das menschliche „Wort“. Wie der Titel „Untersuchungen zu einer hermeneutischen Logik“ bereits andeutet, widmet sich Lipps hier genau diesem „Werkzeug“ der Philosophie.

Da der Mensch als seelisch-leibliche Einheit verstanden, nicht unendlich ist oder gar kontinuierlich auf einem Platz verharrt, kann die Sprache dies im Grunde auch nicht, denn sie ist so an den Menschen gebunden, dass klar ist, sie ist lebendig. Diese Naturgegebenheit spiegelt sich nun auch in den Wortbedeutungen wider.

Sprache erhält bei Lipps ihren eigentlichen Sinn erst in Situationen. Der Mensch versucht sich in seinem nach existentiellen Kriterien einsamen, aber autonomen, ungeborgenen und unsicherem Dasein Orientierung zu verschaffen und das einzige Mittel, das ihm hierfür zur Verfügung steht, ist die Sprache, die seine Gedanken ordnet und so in gewisser Weise auch seine Realität erzeugt.

Er befindet sich in immer wieder anderen Situationen, die es zu bewältigen gilt, da seine Aufgabe im Leben ist, „durchzuhalten“. Er kann sich nur gegen die Welt, das Schicksal und seine Mitmenschen behaupten, indem er eine „Haltung“ wahrt.

All die auf ihn einströmenden Einflüsse gilt es nun zu verarbeiten und hierbei hilft das Wort, in erster Linie das gesprochene.

Die Wortbedeutung ist flexibel, sie ist so offen, dass sie sich eigentlich erst in einer Situation ergibt. Diese Sprachtheorie steht völlig konträr zum allgemein verbreiteten bilateralen Zeichenmodell von de Saussure, in dem etwas Bezeichnendes immer auch für etwas Bezeichnetes steht. Im saussur'schen Modell gibt es für jedes Wort ein Pendant in der Welt, jedes Wort hat also eine Bedeutung, da es als Art 'Name' für etwas steht, das mit dem Nennen seiner Bezeichnung in der Vorstellungswelt aufgerufen wird. Lipps stellt dieses System in Frage, weil für ihn eine Wortbedeutung dem eigentlich Wort nicht innewohnt, sondern es erst durch das Zusammenspiel von Lage-Situation-Intention erhält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von Hans Lipps als Existenzphilosoph, dessen Werk heute weitgehend in Vergessenheit geraten ist, und stellt die methodische Ausrichtung der Arbeit vor.

2. Hans Lipps geistige Basis: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg und die prägenden akademischen Einflüsse von Lipps nach, von seinem Medizinstudium bis hin zu den existentialistischen und phänomenologischen Grundlagen seines Denkens.

3. Das Wort: Hier wird Lipps’ Sprachtheorie dargelegt, in der das Wort als flexibles, situationsabhängiges Werkzeug zur Erzeugung von Wirklichkeit und zur Orientierung im Dasein verstanden wird.

4. Konzeptionen: Dieses Kapitel definiert Konzeptionen als „gekonnte Griffe“, die helfen, konkrete Widerstände in spezifischen Situationen aktiv zu überwinden und dem Menschen Halt zu verschaffen.

5. Der Begriff: Es wird die Rolle der Begriffe als fest geformte Schablonen analysiert, die zwar Sicherheit vermitteln, aber die Dinge dem unmittelbaren Kontext der Wirklichkeit entziehen.

6. Situation und Wirklichkeit: Dieses Kapitel verknüpft die bisherigen Ergebnisse zu einer Theorie der Wirklichkeit, in der die Situation das zentrale Moment für das Offenbarwerden der menschlichen Existenz darstellt.

7. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, wie Lipps die lebendige Sprache als Schlüssel zum menschlichen Kern nutzt und welche philosophischen Fragen dies für die zwischenmenschliche Kommunikation und Übersetzung aufwirft.

Schlüsselwörter

Hans Lipps, Existenzphilosophie, Phänomenologie, hermeneutische Logik, Sprache, Wortbedeutung, Konzeptionen, Begriffe, Situation, Lage, Wirklichkeit, Dasein, Seelisch-leibliche Einheit, Sprachphilosophie, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das philosophische Denken von Hans Lipps, insbesondere seine Auseinandersetzung mit der Rolle der Sprache, um die menschliche Existenz und den Zugang zur Wirklichkeit zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Situationsbegriff, die Differenzierung zwischen einfachen Wörtern, Konzeptionen und Begriffen sowie die Kritik an rein wissenschaftlichen, distanzierten Weltbetrachtungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Anteil des Logischen in der menschlichen Rede nach Lipps sichtbar zu machen und zu klären, wie der Mensch in der Welt existiert und sich durch Sprache Wirklichkeit erschließt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine logisch-sprachphilosophische Untersuchung im Rahmen der Phänomenologie und der existentiellen Hermeneutik angewandt, basierend auf der Primärliteratur von Hans Lipps.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der geistigen Grundlagen von Lipps sowie die systematische Analyse der drei sprachlichen Formen: Wortbedeutung, Konzeption und Begriff.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind: Hans Lipps, Existenzphilosophie, Sprache, Situation, Wirklichkeit, Konzeption und Begriff.

Inwiefern unterscheidet Lipps zwischen einem „Wort“ und einem „Begriff“?

Während Wörter bei Lipps flexibel und unmittelbar aus einer Situation heraus entstehen, sind Begriffe fest geformte Schablonen, die zur Abstraktion dienen und den Dingen einen maßgebenden Stempel aufdrücken.

Warum ist für Lipps das Scheitern von „Sicherheit“ zentral?

Lipps sieht den Menschen als in ein unsicheres Dasein „geworfen“. Der Versuch, durch bürgerliche Ordnungssysteme Sicherheit zu konstruieren, wird als Selbsttäuschung abgelehnt; stattdessen muss das „Wagnishafte des Lebens“ akzeptiert werden.

Was bedeutet das „Greifen“ nach Dingen in Lipps’ Philosophie?

„Greifen“ ist ein aktiver Prozess, bei dem der Mensch durch Sprache und Konzeptionen die Welt aktiv fasst, um in ihr existieren und Widerstände bewältigen zu können.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Situationsbegriff bei Hans Lipps
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Seminar Begriffsgeschichte
Note
1,0
Autor
Sina Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V61554
ISBN (eBook)
9783638549875
ISBN (Buch)
9783638792783
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Situationsbegriff Hans Lipps Begriffsgeschichte Sprachphilosophie;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Schmidt (Autor:in), 2006, Zum Situationsbegriff bei Hans Lipps, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/61554
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Leseprobe aus  17  Seiten
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