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Otto der Grosse und seine Gegner - Modalitäten herrscherlichen Handelns im hohen Mittelalter

Title: Otto der Grosse und seine Gegner - Modalitäten herrscherlichen Handelns im hohen Mittelalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefan Röttele (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

[...] Zusätzlich sollen in dieser Hausarbeit neben den skizzierten allgemeinen Zügen herrscherlichen Handelns auch individuelle Eigenschaften, also politische Planung oder Konzeption, in der Regierungszeit Ottos des Großen untersucht werden. Denn viele Mediävisten lassen das Erklärungsmodell Althoffs nur eingeschränkt gelten: Boshof beispielsweise wirft ihm im Zusammenhang mit der Konfliktbeilegung vor, „zu stark systematisierend“ gearbeitet zu haben. In einer Rezension zu Laudages Biographie weist Christian Hillen auf einen entscheidenden Widerspruch hin. Allein dessen Kapitelüberschrift „Die dynastische Herrschaftskonzeption“ verrate diesen. Mit der erfolgreichen Einrichtung des Erzbistums Magdeburg - so gibt Laudage selber zu - „endete die konzeptionell aktivste Phase im Leben des Herrschers“. Die Errichtung, die sich über Jahre hinzog, spreche dafür, dass Otto nicht völlig ohne politische Konzepte, in diesem Fall auch recht langfristige, regierte. Im zweiten Teil sollen Ottos Charakter, individuelle Konzeption und politische Planung deshalb im Fokus der Überlegungen stehen.
Im ersten Teil stützt sich die Argumentation neben den wichtigsten erzählenden Quellen besonders auf Werke oder Aufsätze Gerd Althoffs, der bei diesen Überlegungen als Begründer einer Forschungstradition und methodischen Herangehensweise an eine von Quellen nur spärlich erleuchtete Zeit zu gelten hat. Im zweiten Teil folgen die Überlegungen weitgehend der kürzlich erschienen Biografie Ottos des Großen von Johannes Laudage. An Urkunden und anderen Primärquellen wird überprüft, ob man individuelle Momente herausfiltern kann, die wir heute am ehesten mit planerischen Konzepten des Herrschers identifizieren könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext

3. Sakrales Königtum und die Herrschertugend humilitas

I. Teil: Allgemeine Modalitäten herrscherlichen Handelns

I.1. Der ottonische Herrschaftsverband

I.2. dignitas und honor

I.3. Ritualisierte Eskalation von Konflikten und Emotionen

I.4. Das Ritual der deditio

I.5. Der honor des Vermittlers

II. Teil: Otto der Große als Person, Konzeption und politische Planung

II.1. Ausgangslage

II.2. Charakter

II.3. Die Aachener Tradition

II.4. Ottos Kaiseridee

II.5. Magdeburg und die Mission

II.6. Dynastisches Prinzip im Herrschaftsverständnis

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Modalitäten herrscherlichen Handelns im 10. Jahrhundert am Beispiel von Otto dem Großen. Ziel ist es, die Spannung zwischen dem von der mediävistischen Forschung betonten „reagierenden“ und rituellen Herrschaftsstil und der in den Quellen erkennbaren, langfristigen politischen Planung, insbesondere im Bereich der Missions- und Dynastiepolitik, zu analysieren.

  • Strukturen des ottonischen Herrschaftsverbandes
  • Die Rolle von Ehre (honor) und Würde (dignitas) als Ordnungsfaktoren
  • Konfliktbewältigung durch Rituale wie die deditio
  • Die Bedeutung von Magdeburg für Mission und Herrscherlegitimation
  • Persönliche Charakterzüge und dynastisches Herrschaftsverständnis

Auszug aus dem Buch

I.1. Der ottonische Herrschaftsverband

Bei den Führungsschichten des 10. Jahrhunderts handelte es sich um einen Personenkreis von ca. 200 Leuten. Diese waren vielfach untereinander verwandt. Verstärkt wurden die Gruppenbindungen aber noch von persönlichen Beziehungen wie amicitiae (Freundschaftsbünde), coniurationes und Lehnsabhängigkeiten. Insgesamt ergab sich so ein dichtes Netz von Beziehungen, die im Rückblick kaum noch zu durchschauen sind. Diese „natürlichen“ wie „künstlichen“ Vernetzungen prägten das Verhalten der Gruppen im Konflikt wie im Frieden, denn hinter den politisch Agierenden standen Angehörige „komplexer Netzwerke“, die sich gegenseitig unterstützten und halfen (z.B. mit Waffenhilfe, Vermittlung).

Als Manifestierung solcher Netzwerke in den Quellen versteht Althoff das zweimal bezeugte convivium auf der Burg Saalfeld. Solche zyklisch wiederkehrenden Feste dienten der Gruppe zur Vergewisserung und Bestätigung, dass der Zusammenhalt noch intakt, die Beziehungen noch in Ordnung waren und dass dies auch für die Zukunft gelten sollte. Gemeinsames Essen und Trinken oder die Verteilung von Geschenken stärkten die Bindung untereinander. Althoff erklärt den großen Zulauf und Erfolg der von dort ihren Ausgang nehmenden Aufstandsbewegungen mit der Aktivierung vorhandener Netzwerke.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die mediävistische Debatte um „reagierendes“ Handeln versus „politisches Konzept“ bei Otto dem Großen ein und stellt den methodischen Ansatz vor.

2. Historischer Kontext: Es wird der Thronantritt Ottos I. beschrieben und die frühen Aufstände des Hochadels sowie die Konsolidierung der Macht analysiert.

3. Sakrales Königtum und die Herrschertugend humilitas: Dieses Kapitel erläutert die göttliche Legitimierung Ottos und die Bedeutung christlicher Tugenden für sein Selbstverständnis.

I. Teil: Allgemeine Modalitäten herrscherlichen Handelns: Untersuchung der sozialen Netzwerke, der Bedeutung von Ehre und der rituellen Konfliktbeilegung im ottonischen Reich.

II. Teil: Otto der Große als Person, Konzeption und politische Planung: Analyse von Ottos Charakter, seiner Aachener Tradition, Kaiseridee und seiner zielstrebigen Politik bezüglich Magdeburg.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung in die Forschung zur ottonischen Herrschaftsstruktur.

Schlüsselwörter

Otto der Große, ottonischer Herrschaftsverband, Mittelalter, Gerd Althoff, honor, dignitas, deditio, sakrales Königtum, Magdeburg, Mission, politische Konzeption, Konfliktbewältigung, Familienpolitik, dynastisches Prinzip, Rituale.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Modalitäten des herrscherlichen Handelns Ottos des Großen, wobei sie sowohl allgemeine soziale Strukturen und Spielregeln als auch individuelle politische Konzepte untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet das sakrale Königtum, die Rolle von Ehre und Würde, die Bedeutung ritueller Konfliktbeilegung sowie Ottos Familien- und Missionspolitik.

Welches primäre Forschungsziel verfolgt der Autor?

Es soll geklärt werden, ob Otto der Große ein langfristig planender Herrscher war oder ob sein Handeln ausschließlich durch zeitgenössische „Spielregeln“ und „Augenblicksentscheidungen“ determiniert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf die moderne mediävistische Forschung, insbesondere auf die Theorien Gerd Althoffs zu Ritualen und Kommunikation, und prüft diese anhand von zeitgenössischen erzählenden Quellen sowie Urkunden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung allgemeiner Herrschaftsmodalitäten (Netzwerke, Konfliktregeln) und eine detaillierte Betrachtung von Ottos konkreten politischen Projekten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen honor, dignitas, deditio, sakrales Königtum, imperiale Konzeption und die Rolle von Vermittlern im Herrschaftsgefüge.

Warum ist das Thema der Bistumsgründung in Magdeburg für die Fragestellung so wichtig?

Magdeburg dient als prominentes Fallbeispiel, an dem Otto über einen sehr langen Zeitraum zielstrebig und gegen massive Widerstände eine konkrete politische Strategie verfolgte.

Inwieweit spielt das „dynastische Prinzip“ eine Rolle für Otto den Großen?

Otto setzte die Heiratspolitik und die Einbindung von Familienmitgliedern in hohe Ämter konsequent als Instrument seiner Königsherrschaft ein, um sein Reich zu festigen und das Nachfolgeprinzip zu sichern.

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Details

Title
Otto der Grosse und seine Gegner - Modalitäten herrscherlichen Handelns im hohen Mittelalter
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Prof. Hehl: Reaktion - Emotion - Intention. Modalitäten herrscherlichen Handelns im hohen Mittelalter
Grade
1,7
Author
Stefan Röttele (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V61244
ISBN (eBook)
9783638547413
Language
German
Tags
Otto Grosse Gegner Modalitäten Handelns Mittelalter Prof Hehl Reaktion Emotion Intention Modalitäten Handelns Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Röttele (Author), 2004, Otto der Grosse und seine Gegner - Modalitäten herrscherlichen Handelns im hohen Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/61244
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