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Die Hauptschule als benachteiligende Bildungsinstitution

Titel: Die Hauptschule als benachteiligende Bildungsinstitution

Seminararbeit , 2006 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Petra Effenberger (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In letzter Zeit werden die Stimmen, die die Hauptschule als eine Art „Restschule“ bezeichnen, immer lauter. Noch vor wenigen Jahrzehnten war dies nicht so, die Hauptschule war die gängigste Schulform. Die ständig wachsenden Probleme der Hauptschulen, so vor allem die hohe Ausländerquote oder die schlechten Berufschancen, die die Abgänger dieser Schulform erwarten, lassen viele Eltern davor zurückschrecken, ihre Kinder auf eine Hauptschule zu schicken - die meisten versuchen dies, wenn nur irgendwie möglich zu vermeiden. Dadurch ist die Zahl der Hauptschüler im Laufe der Zeit um ein wesentliches gesunken - manche vermuten gar ein Ende der Hauptschule absehen zu können (vgl. Struck, in: Ipfling, H.-J.& Lorenz, U.(Hrsg.), 1991, S. 81). Ein weiterer Grund, der die Hauptschulen in immer schlechterem Licht erscheinen lässt, ist die immer weiter ansteigende Gewalt, die in den Pausenhöfen und auch Klassenzimmern dieser Schulform - in konzentrierter Form in sozialen Brennpunktvierteln - stattfindet. Ein aktuelles Beispiel hierfür war in den letzten Wochen in den Medien zu sehen: eine Hauptschule im Berliner Stadtteil Neukölln, einem sozial schwierigen Viertel, forderte Polizeischutz an, da die Lehrer an dieser Schule, an der über 80 Prozent der Schüler nichtdeutscher Herkunft sind, sich nicht mehr anders zu helfen wussten. Dies ist der erste Fall einer Schule in Deutschland, bei der solche Maßnahmen ergriffen werden mussten. Im Folgenden soll näher auf die Benachteiligung, die durch diese Bildungsform bei den Schülern der Hauptschule entsteht, eingegangen werden. Dazu wird zuerst ein Überblick über die Hauptschule im Allgemeinen gegeben, danach wird auf die Probleme, die in den Hauptschulen im Moment bestehen, eingegangen. Im letzten Kapitel wird dann die Benachteiligung analysiert, die sich für Hauptschüler während der Schulzeit und im Übertritt in die Arbeitswelt ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick

2.1 Aufbau und Regelungen zur Hauptschule

2.2 Entwicklungen der letzten Jahre

3. Probleme an den Hauptschulen

3.1 Gewalt an den Schulen

3.2 Hoher Ausländeranteil

3.2 Soziale Herkunft der Schüler

4. Benachteiligung

4.1 Benachteiligung während der Schulzeit

4.2 Benachteiligung im Übergang zum Berufsleben

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Hauptschule als eine Bildungsinstitution, die zur Benachteiligung ihrer Schüler beiträgt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Gründen für den massiven Vertrauensverlust der Eltern gegenüber dieser Schulform sowie den strukturellen und sozialen Ursachen der Benachteiligung, die sich sowohl während der Schulzeit als auch beim Übergang in das Berufsleben manifestieren.

  • Aktueller Status der Hauptschule im gegliederten Schulsystem
  • Soziologische Analyse der Schülerschaft und ihrer sozialen Herkunft
  • Gewaltproblematiken und Integrationsherausforderungen in Hauptschulen
  • Die Auswirkungen der Hauptschulausbildung auf die späteren Berufschancen
  • Strukturelle Nachteile beim Übergang in den Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

3.3 Soziale Herkunft der Schüler

Schüler einer Hauptschule haben im Durchschnitt einen anderen sozialen Hintergrund als beispielsweise Schüler eines Gymnasiums. „Die Hauptschule ist eine Schule für Arbeiterkinder.“ (Achinger, G., Feldmann, K. & Meintker, J., 1976, S. 147). Laut einer Studie, die 1972 an Hauptschulen durchgeführt wurde, waren zu diesem Zeitpunkt fast drei Viertel der Väter von Hauptschülern Arbeiter. Von den befragten Schülern stammten 81% aus der unteren Mittelschicht und den Unterschichten. „Damit wird die schon vielfach formulierte Hypothese bestätigt, die besagt, dass die Hauptschulen nicht die Sozialstruktur ihrer Umgebung widerspiegeln, sondern dass durch unterschiedliche Übergangsraten auf weiterführende Schulen die Schülerschaft der Hauptschulen homogenisiert wird.“ (Achinger et al., 1976, S. 147).

„In stark gegliederten Schulsystemen wie denen der Bundesrepublik wirkt sich die soziale Herkunft vor allem über die Wahl des Schultyps auf den späteren Berufserfolg der Schüler aus, in Einheitsschulsystemen stärker über die unterschiedliche Förderung der Begabung der Kinder.“ (Achinger et al., 1976, S. 121). Das heißt, die Wahl der Schulart, die nach Beendigung der Grundschule ansteht, wird auch durch die soziale Herkunft des Schülers beeinflusst.

Heinz-Jürgen Ipfling und Ulrike Lorenz haben in ihrem Text: „Der Hauptschüler. Eine Collage“ einen ihrer Meinung nach typischen Hauptschüler charakterisiert: „Tendenziell können folgende Merkmale genannt werden: Unterschichtszugehörigkeit; geringere Anpassungsfähigkeit an schulische Erwartungsmuster; geringere Verbalisierungs- und Abstraktionsfähigkeit; gewisse Bildungsdistanz des Elternhauses; eher gegenwartsgerichtete Motivationsstruktur.“ (S. 40).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den negativen Wandel des Images der Hauptschule hin zur „Restschule“ und führt in die Problematik der schwindenden Schülerzahlen und zunehmenden Gewalt ein.

2. Überblick: Dieses Kapitel liefert einen Abriss über die strukturellen Regelungen der Hauptschule in Bayern, die Bildungsziele sowie die historischen Entwicklungen der Schüleranteile.

3. Probleme an den Hauptschulen: Hier werden die zentralen Belastungsfaktoren thematisiert, insbesondere die Gewaltpräsenz, die Herausforderungen durch den hohen Ausländeranteil und die sozioökonomische Herkunft der Schülerschaft.

4. Benachteiligung: Das Kapitel analysiert die systematische Benachteiligung von Hauptschülern während ihrer Schulkarriere und bei der schwierigen Suche nach einem Ausbildungsplatz auf dem Arbeitsmarkt.

5. Schluss: Der Schluss fasst die Kontroverse um den Erhalt oder die Auflösung der dreigliedrigen Schulstruktur zusammen und betont den dringenden Reformbedarf.

Schlüsselwörter

Hauptschule, Bildungsbenachteiligung, Arbeiterkinder, Schulerfolg, Ausbildungsmarkt, Dreigliedriges Schulsystem, soziale Herkunft, Gewalt an Schulen, Integrationsprobleme, Schulabschluss, Bildungsdistanz, Berufswahl, M-Zweig, Migrationshintergrund, Bildungsauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Hauptschule als eine Bildungsinstitution, die ihre Schüler aufgrund struktureller und sozialer Faktoren benachteiligt und zunehmend an gesellschaftlicher Anerkennung verliert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen zählen die Entwicklung der Schülerzahlen, die Gewaltproblematik in Schulen, der Einfluss der sozialen Herkunft sowie die verminderten Chancen von Hauptschulabgängern auf dem Ausbildungsmarkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren dazu führen, dass die Hauptschule als benachteiligend wahrgenommen wird und warum die Berufschancen für deren Absolventen im Vergleich zu anderen Schulformen so stark gesunken sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse, um historische Daten, pädagogische Studien und aktuelle Berichte zur Situation der Hauptschulen zusammenzuführen und auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick über das bayerische Hauptschulsystem, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Problemlagen wie Gewalt und Herkunftsmilieu sowie eine Analyse der Benachteiligung beim Übergang ins Berufsleben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind Bildungsbenachteiligung, Hauptschulabschluss, soziale Herkunft, Ausbildungsmarkt, Dreigliedrigkeit und Migrationshintergrund.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des sozialen Umfelds für Hauptschüler?

Es wird aufgezeigt, dass die Mehrheit der Hauptschüler aus Elternhäusern mit geringem Bildungsniveau stammt, was zu einer fehlenden häuslichen Unterstützung bei schulischen Anforderungen führt.

Warum ist der Übergang in das Berufsleben für Hauptschüler laut der Autorin besonders schwierig?

Aufgrund der Konkurrenz durch Realschüler und Gymnasiasten sowie der allgemeinen Arbeitsmarktlage werden Hauptschulabsolventen in der Hierarchie der Ausbildungsplatzsuchenden oft nachrangig behandelt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Hauptschule als benachteiligende Bildungsinstitution
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
2,0
Autor
Petra Effenberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V60858
ISBN (eBook)
9783638544306
ISBN (Buch)
9783656776864
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hauptschule Bildungsinstitution
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Petra Effenberger (Autor:in), 2006, Die Hauptschule als benachteiligende Bildungsinstitution, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/60858
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Leseprobe aus  15  Seiten
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