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Rückkehr ins Ungewisse. Der Beitrag von remigrierten Eliten in der Politikwissenschaft nach dem 2. Weltkrieg

Am Beispiel von Ernst Fraenkel und Eric Voegelin

Titel: Rückkehr ins Ungewisse. Der Beitrag von remigrierten Eliten in der Politikwissenschaft nach dem 2. Weltkrieg

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Schwab (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Etablierung der Politikwissenschaft als universitäres Fach nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland steht in direktem Zusammenhang mit dem Engagement und Wirken von remigrierten Eliten. Zahlreiche Intellektuelle aus dem wissenschaftlichen Milieu waren durch massive Repressionen der Nationalsozialisten gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und ins Exil zu gehen. Nur wenige Jahre später erklärten sich einige von ihnen dazu bereit, zurück zu kehren und sich aktiv am Aufbau der Demokratie zu beteiligen.
Zu diesem Personenkreis zählten Ernst Fraenkel und Eric Voegelin, zwei Persönlichkeiten deren wissenschaftliche Leistungen heute eine breite Anerkennung finden. Ihre Remigrationsverläufe werden in der Politikwissenschaft hingegen kaum thematisiert. Dieses Defizit ist umso erstaunlicher, wenn man berücksichtigt, dass von diesen beiden Menschen entscheidende Gründungsimpulse für die Politikwissenschaft nach 1945 ausgingen. Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, nach dem Beitrag remigrierter Eliten für den Aufbau dieser universitären Disziplin zu fragen und dessen spezifische Merkmale herauszuarbeiten. Als Fallbeispiele dienen die beiden angesprochenen Wissenschaftler.
Der Arbeit liegt die These zu Grunde, dass Ernst Fraenkel und Eric Voegelin einen sehr wichtigen Beitrag für den Aufbau und die inhaltliche Ausgestaltung der Politikwissenschaft geleistet haben, gleichzeitig jedoch auch Grenzen ihres Wirkens deutlich werden, die vor allem mit individuell empfundener innere Skepsis zusammenhängen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Forschungsstand

2. Zum Begriff der Elite

2.1 Historische Perspektive

2.2 Funktionseliten

3. Remigration

3.1 Wer kann als Remigrant bezeichnet werden?

3.1.1 Bestimmungsgrößen (Variablen)

3.1.2 Typologie der Remigration

3.2 Quantitativer Überblick

3.3 Emigrierte - Remigrierte Politikwissenschaftler

4. Politikwissenschaft in Deutschland nach 1945

4.1 Standort Berlin

4.1.1 Institutioneller Gründungsprozess

4.1.2 Inhaltliche Schwerpunkte

4.2 Standort München

4.2.1 Institutioneller Gründungsprozess

4.2.2 Inhaltliche Schwerpunkte

5. Personalisierte Fallbeispiele

5.1 Ernst Fraenkel

5.1.1 Stationen einer Rückkehr

5.1.2 Vorstellungen zum Aufbau einer Demokratie in Deutschland

5.1.3 Gründungsvater, Heimatloser, Remigrant?

5.2 Eric Voegelin

5.2.1 Stationen einer Rückkehr

5.2.2 Die Entwicklung der Politischen Wissenschaften

5.2.3 Zwischen Aufbaueuphorie und innerer Skepsis

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Beitrag remigrierter wissenschaftlicher Eliten, konkret von Ernst Fraenkel und Eric Voegelin, zum Aufbau der Politikwissenschaft in Deutschland nach 1945. Dabei wird analysiert, inwieweit ihre Erfahrungen im Exil und ihre spezifischen Remigrationsverläufe die institutionelle sowie inhaltliche Neuausrichtung der Disziplin an den Standorten Berlin und München prägten, unter Berücksichtigung der individuellen Skepsis und der Herausforderungen ihrer Rückkehr.

  • Bedeutung von Eliten und deren Funktion beim Wiederaufbau
  • Spezifizierung des Remigrationsbegriffs und dessen Typologien
  • Vergleich der institutionellen Entwicklung der Politikwissenschaft in Berlin und München
  • Biographische Analyse der Remigration von Ernst Fraenkel und Eric Voegelin
  • Widersprüche zwischen Aufbauleistung und persönlicher innerer Distanz/Skepsis

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Stationen einer Rückkehr

Die Rückkehr von Ernst Fraenkel nach Deutschland ist anfangs sehr von Skepsis und Zweifeln geprägt. Der Sozialdemokrat und in der Zeit seines Exils erfolgreiche Anwalt, Lehrbeauftragte und Berater der amerikanischen Regierung, lehnt 1945 eine Stelle bei den Besatzungsbehörden in Deutschland ab. Zu seiner grundsätzlichen Abneigung äußert sich Ernst Fraenkel am 23. März 1946 in einem Brief an die befreundete Familie Suhr:

„In dieser Zeit [Anmerkung des Verfassers: Ernst Fraenkel bezieht sich auf das Jahr 1943] hörten wir das erste Mal von den Gaskammern in Auschwitz. Wir haben es nicht geglaubt. (...) Als es sich herausstellte, daß hier nicht Propagandameldungen, sondern Tatsachen vorlagen, habe ich gewußt und im vollen Gefühl der Bedeutung des Schrittes das Band zwischen Deutschland und mir zerschnitten und beschlossen, nie wieder nach Deutschland zurückzugehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema ein, stellt die Problemstellung sowie den Forschungsstand dar und erläutert den Gang der Untersuchung.

2. Zum Begriff der Elite: Dieses Kapitel definiert den Elitebegriff historisch und soziologisch, insbesondere im Kontext von Funktionseliten, um ihn für die Forschungsfrage nutzbar zu machen.

3. Remigration: Hier wird der Begriff der Remigration präzisiert, in Typologien unterteilt und ein quantitativer Überblick über emigrierte Politikwissenschaftler gegeben.

4. Politikwissenschaft in Deutschland nach 1945: Dieser Abschnitt analysiert den institutionellen Gründungsprozess und die inhaltlichen Schwerpunkte der Disziplin an den Standorten Berlin und München.

5. Personalisierte Fallbeispiele: Anhand der Biographien von Ernst Fraenkel und Eric Voegelin werden die theoretischen Überlegungen zur Rückkehr und Aufbauleistung angewendet.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich der Rolle von Ehefrauen und Familien der Remigranten.

Schlüsselwörter

Politikwissenschaft, Remigration, Exilforschung, Eliten, Ernst Fraenkel, Eric Voegelin, Otto Suhr, Demokratisierung, Rechtsstaat, institutioneller Aufbau, Berlin, München, innere Emigration, Funktionselite, Wissenschaftsemigration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von intellektuellen Remigranten, insbesondere von Ernst Fraenkel und Eric Voegelin, auf den Wiederaufbau und die inhaltliche Gestaltung der Politikwissenschaft in der deutschen Nachkriegsgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Elitentheorie, die Dynamik und Typologie der Remigration von Wissenschaftlern sowie die institutionelle Etablierung der Politikwissenschaft in Berlin und München nach 1945.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Beitrag dieser remigrierten Eliten zum Aufbau der universitären Disziplin Politikwissenschaft zu bestimmen und dabei gleichzeitig die persönlichen Grenzen und Widersprüche ihrer Rückkehr aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Forschungsstandes sowie einer vergleichenden biographischen Analyse der Fallbeispiele Fraenkel und Voegelin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen zum Elitenbegriff und zur Remigration erfolgt eine Darstellung des institutionellen Aufbaus der Politikwissenschaft an den Standorten Berlin und München sowie eine vertiefte Analyse der beiden Biographien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Politikwissenschaft, Remigration, Exilforschung, Eliten, Fraenkel, Voegelin, Demokratisierung und institutioneller Aufbau.

Warum stand die Rückkehr von Ernst Fraenkel anfangs unter so starker Skepsis?

Aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen im Exil und der Kenntnis über den Holocaust hatte Fraenkel das Band zu Deutschland innerlich zerschnitten und beschlossen, nicht zurückzukehren; erst durch enge persönliche Kontakte zu Otto Suhr änderte sich seine Haltung.

Welche unterschiedlichen Ansätze verfolgten die Hochschulen in Berlin und München?

Berlin fokussierte unter Otto Suhr auf die Transformation einer Ausbildungsstätte für Funktionsträger in ein wissenschaftliches Institut, während München von Anfang an eine bewusste interdisziplinäre Aufstellung als Kombinationswissenschaft verfolgte.

Wodurch unterschied sich Eric Voegelin in seiner Remigrationserfahrung von Ernst Fraenkel?

Voegelin fühlte sich als „Fremder unter Fremden“, erlebte eine geringere Unterstützung durch Behörden, sah sich massiven Vorurteilen gegenüber Emigranten ausgesetzt und neigte stärker zur Selbstreflexion über die Unzulänglichkeit des politikwissenschaftlichen Aufbaus in Deutschland.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rückkehr ins Ungewisse. Der Beitrag von remigrierten Eliten in der Politikwissenschaft nach dem 2. Weltkrieg
Untertitel
Am Beispiel von Ernst Fraenkel und Eric Voegelin
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Tobias Schwab (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
33
Katalognummer
V60728
ISBN (eBook)
9783638543217
ISBN (Buch)
9783640455027
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rückkehr Ungewissheit Welchen Beitrag Eliten Aufbau Politikwissenschaft Deutschland Weltkrieg Remigrationsverläufe Ernst Fraenkel Eric Voegelin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Schwab (Autor:in), 2006, Rückkehr ins Ungewisse. Der Beitrag von remigrierten Eliten in der Politikwissenschaft nach dem 2. Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/60728
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Leseprobe aus  33  Seiten
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