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Die Kunst des 19. Jahrhunderts als Weg in die Moderne

Title: Die Kunst des 19. Jahrhunderts als Weg in die Moderne

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Justyna Purwin (Author)

Art - Art Theory, General

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Im Gegensatz zum an handwerkmäßig auszuführenden Auftragsarbeiten gebundenen Künstler, der Vorschriften bezüglich des Themas sowie der Art und Weise der Darstellung unterlag, stand der so genannte „freie“ Künstler der Neuzeit. Der „freie“ Künstler war nicht mehr an dem Auftraggeber gebunden und dadurch hatte er die Möglichkeit für individuelle künstlerische Entfaltung. Er arbeitete für den freien Markt. Das Verschwinden des Auftraggebers und der Konkurrenzkampf um die Aufmerksamkeit und die Gunst eines anonymen Publikums führten sowohl konservative als auch progressive Künstler dazu, sich von ihrer Bindung an die bisher überlieferten Bildthemen zu befreien. Im 19. Jahrhundert befreit sich die Kunst von allen Zwecken und Bindungen. Sie fällt aus alten Lebenszusammenhängen und wird autonom. Ab diesem Zeitpunkt spricht man nicht vom Handwerk sondern von einer „freien“ Kunst.

Die Entwicklung der Kunst zur „freien“ Kunst ist unter anderem durch die Gründung der Kunstakademien und die Errichtung der Kunstmuseen bedingt. Die Gründung der Akademie demonstriert die der Kunst zugestandene Stellung, ihre Lösung vom Handwerk und die Anerkennung von Malerei und Plastik als Kunst im „modernen“ Sinn. Das Ausstellen des nationalen Kunstbesitzes war zu diesem Zeitpunkt eine revolutionäre Tat aber es demonstrierte zugleich die Funktionslosigkeit der als Schauobjekte ausgestellten Kunstwerke. Die Kunst wird isoliert und aus dem allgemeinen Zusammenhängen gelöst. Der Funktionsverlust ermöglicht aber der Kunst einen bis dahin nicht gekannten Grad der Wertschätzung. Die der Kunst zugestandene „Freiheit“ und „Autonomie“ ermöglicht die Kunst eine scheinbar von der herrschenden Klasse unbeeinflusste Eigenentwicklung. Daraus
folgt eine Kunst, deren treibende Kraft ihre Eigengesetzlichkeit und Freiheit ist. 1 In der Kunst des 19. Jahrhunderts liegen die Wurzeln der modernen Kunst. Hier wurden die entscheidenden Grundlagen für die moderne Kunst gelegt: die Deutung der Realität statt deren Wiedergabe sowie die Selbstbefreiung der Farbe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2. Der Begriff „modern“ / „Moderne“.

3. Das Welt- und Menschenbild des 19. Jahrhunderts.

4. Die Reflexionen über Kunst in der Philosophie um 1800:

4.1. Karl Philipp Moritz

4.2. Emmanuel Kant

5. Die Reflexionen über Kunst im 19. Jahrhundert

5.1. Otto Philipp Runge

5.2. Charles Baudelaire

5.3. John Ruskin

6. Die Kunst des 19. Jahrhunderts

6.1. Romantik

6.2. Naturalismus und Realismus

6.3. Impressionismus

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Kunst des 19. Jahrhunderts als wegweisenden Prozess in die Moderne, wobei der Fokus auf der Emanzipation der Kunst von handwerklichen Zwängen sowie der Herausbildung künstlerischer Autonomie liegt.

  • Historische Herkunft und Bedeutung des Begriffs Moderne
  • Einfluss der bürgerlichen Philosophie (Kant, Moritz) auf die Autonomie-Ästhetik
  • Reflexionen bedeutender Theoretiker und Künstler des 19. Jahrhunderts
  • Charakterisierung prägender Kunstströmungen: Romantik, Naturalismus, Realismus und Impressionismus
  • Die Transformation der Realitätsdeutung und der Stellenwert des Künstlers

Auszug aus dem Buch

5.2.Charles Baudelaire

Charles Baudelaire (*9. April 1821 in Paris; † 31. August 1867) war ein französischer Schriftsteller und Kunsttheoretiker. Er gilt heute als einer der größten französischen Lyriker überhaupt und als einer der wichtigsten Wegbereiter der europäischen literarischen Moderne. Baudelaire verstand die Romantik als Moderne. Für ihn war die subjektive Empfindung beim Schaffen von Kunst von entscheidender Bedeutung. Baudelaires Texte von 1859 und 1863 kann man als zusammenfassende Bestätigung der Moderne verstehen.

Laut Baudelaire besteht das ganze Geheimnis der Kunst, nicht nur im handwerklichen Können und im genauen Abbilden der Natur, sondern in der Einbildungskraft. Bei kritischer Betrachtung der Bildenden Künste entdeckt Baudelaire, dass Kunst insofern bestehen kann, als sie am allgemeinen Prozess der geschichtlichen Entwicklung teilhat.

Baudelaire zeigte sich skeptisch gegenüber dem Fortschrittsgedanken. Mit dem Satz: „Poesie und Fortschritt begegnen einander mit instinktivem Hass“ grenzte er künstlerische Phantasie vom mechanischen Verständnis von Kunst. Jede Widerspiegelung des offiziell geförderten Fortschrittsstrebens kam ihm phantasielos vor.

Niemand hat so eindringlich wie er die „Herrschaft der Phantasie“ als der eigentliche Ausdruck der Moderne. Er verstand die Phantasie als ein schöpferisches Gegengewicht zur Realität; und nur Delecroix war für Baudelaire derjenige Maler, der diese neue Wahrnehmung in seiner Kunst praktiziert hat. Baudelaire betont, dass Realität ein Reservoir von Zeichen ist, die erst durch „imagination“ Bedeutung erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel vom auftragsgebundenen Handwerk zum „freien“ Künstler und die damit einhergehende Autonomie der Kunst.

2. Der Begriff „modern“ / „Moderne“.: Dieses Kapitel erläutert die komplexe Begriffsgeschichte von „modern“ und definiert die zentralen Elemente der Moderne wie Industrialisierung, Säkularisierung und Rationalität.

3. Das Welt- und Menschenbild des 19. Jahrhunderts.: Es wird der gesellschaftspolitische Kontext beschrieben, insbesondere durch den Einfluss naturwissenschaftlicher und ökonomischer Theorien (Darwin, Marx) auf das Menschenbild.

4. Die Reflexionen über Kunst in der Philosophie um 1800:: Dieses Kapitel analysiert die theoretische Fundierung der „freien Kunst“ durch die Ästhetik von Karl Philipp Moritz und Immanuel Kant.

5. Die Reflexionen über Kunst im 19. Jahrhundert: Hier werden die künstlerischen und kritischen Thesen von Otto Philipp Runge, Charles Baudelaire und John Ruskin als Bestätigung der Moderne interpretiert.

6. Die Kunst des 19. Jahrhunderts: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Kunstströmungen Romantik, Naturalismus, Realismus und Impressionismus hinsichtlich ihrer Rolle als Wegbereiter der Moderne.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie die Autonomie des Künstlers und die Abkehr von der bloßen Abbildung der Realität zur modernen Kunst des 20. Jahrhunderts führten.

Schlüsselwörter

Moderne, Autonomie der Kunst, 19. Jahrhundert, Ästhetik, freier Künstler, Romantik, Naturalismus, Realismus, Impressionismus, Karl Philipp Moritz, Immanuel Kant, Charles Baudelaire, Subjektivität, Gegenstandslosigkeit, Kunsttheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Übergang der Kunst im 19. Jahrhundert hin zur Moderne und analysiert, wie sich die Kunst von gesellschaftlichen und handwerklichen Zwängen emanzipierte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Begriffe Moderne, die Philosophie der Autonomie-Ästhetik sowie die Entwicklung maßgeblicher Kunstströmungen im 19. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den „Weg in die Moderne“ nachzuvollziehen und aufzuzeigen, wie künstlerische Freiheit und Autonomie zur Grundlage moderner Kunstverständnisse wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der einschlägigen kunsthistorischen Fachliteratur und ergänzenden Internetquellen.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die philosophischen Grundlagen um 1800, theoretische Überlegungen einflussreicher Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts sowie die Analyse der künstlerischen Strömungen von der Romantik bis zum Impressionismus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Autonomie, freie Kunst, Moderne, Subjektivität und den Wandel der Wirklichkeitsdeutung charakterisiert.

Warum spielt Karl Philipp Moritz eine wichtige Rolle?

Moritz wird als wichtiger Impulsgeber für die Autonomie der Kunst angeführt, da er das Konzept des „in sich selbst Vollendeten“ prägte.

Wie unterscheidet Baudelaire die Rolle des Künstlers?

Baudelaire definiert den modernen Künstler als einen Außenseiter, dessen Aufgabe es ist, das „Flüchtige“ und „Moderne“ im Ewigen zu finden.

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Details

Title
Die Kunst des 19. Jahrhunderts als Weg in die Moderne
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
LV.: 'Die Kunst des 19. Jahrhunderts'
Grade
1
Author
Justyna Purwin (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V59981
ISBN (eBook)
9783638537629
ISBN (Book)
9783656082194
Language
German
Tags
Kunst Jahrhunderts Moderne moderne Kunst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Justyna Purwin (Author), 2006, Die Kunst des 19. Jahrhunderts als Weg in die Moderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/59981
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