Diese Studie bildet ein Experiment im Bereich der Bewertung von mündlichen Leistungen im Englischunterricht. Sie verfolgt das Ziel, einige Einblicke in die diagnostische Kompetenz von Lehramtsstudierenden durch einen Vergleich der vergebenen Noten mit denjenigen der Lehrperson zu gewinnen. Die Studie findet in einer achten Klasse statt und an der Studie nehmen eine Lehrperson und zwei Lehramtsstudierende teil. Insbesondere aufgrund der speziellen Merkmale, die die Bewertung von mündlichen Leistungen aufweist, entstand das Interesse, einerseits Notenabweichungen bzw. Notenübereinstimmungen unter drei Bewertern zu berechnen, und die Ergebnisse qualitativ zu analysieren.
Auf der anderen Seite ist davon auszugehen, dass jede Lehrperson eigene Bewertungsstrategien und Bewertungsgewohnheiten entwickelt hat, so dass eine Benotung von schulischen Leistungen nicht immer objektiv ist. Es wird also durch diese Studie versucht zu ermitteln, ob die Notenverteilung im Notenspektrum auf typische Beurteilungsfehler bzw. -tendenzen wie Milde- oder Strengefehler, Tendenz zur Mitte, Tendenz zu Extremurteilen, Ähnlichkeitsfehler und geschlechtsspezifische Bewertungen hinweist.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 DIAGNOSTISCHE KOMPETENZ VON LEHRKRÄFTEN
2.2 GRUNDLAGEN DER LEISTUNGSDIAGNOSTIK
2.3 BENOTUNG VON MÜNDLICHEN LEISTUNGEN
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESE
4. STICHPROBENBESCHREIBUNG
5. METHODISCHE HERANGEHENSWEISE
5.1 MESSINSTRUMENTE
5.2 ABLAUF
5.3 AUSWERTUNG
6. ERGEBNISSE
6.1 ABWEICHUNGEN
6.2 BEURTEILUNGSTENDENZEN BZW. BEURTEILUNGSFEHLER
7. DISKUSSION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht in einem experimentellen Setting die diagnostische Kompetenz von Lehramtsstudierenden im Vergleich zu einer erfahrenen Lehrkraft bei der Bewertung mündlicher Leistungen im Englischunterricht. Ziel ist es, Notenabweichungen und -übereinstimmungen zwischen den Bewertern zu analysieren und zu prüfen, ob die Vergabe der Noten auf typische Beurteilungsfehler wie Milde- oder Strengefehler, Tendenz zur Mitte oder geschlechtsspezifische Verzerrungen hindeutet.
- Vergleich der diagnostischen Genauigkeit zwischen Lehrpersonen und Lehramtsstudierenden.
- Analyse von Abweichungen und Übereinstimmungen bei der Notenvergabe unter drei Bewertern.
- Identifikation systematischer Beurteilungstendenzen und -fehler im schulischen Alltag.
- Untersuchung von Einflüssen wie dem sozialen Hintergrund und dem Geschlecht der Lernenden auf die Benotung.
- Evaluierung der Effektivität unterschiedlicher Beobachtungsbögen als diagnostische Instrumente.
Auszug aus dem Buch
1. EINLEITUNG
Die vorliegende Studie bildet ein Experiment im Bereich der Bewertung von mündlichen Leistungen im Englischunterricht. Sie verfolgt das Ziel, einige Einblicke in die diagnostische Kompetenz von Lehramtsstudierenden durch einen Vergleich der vergebenen Noten mit denjenigen der Lehrperson zu gewinnen. Die Studie findet in einer achten Klasse statt und an der Studie nehmen eine Lehrperson und zwei Lehramtsstudierende teil. Insbesondere aufgrund der speziellen Merkmale, die die Bewertung von mündlichen Leistungen aufweist, entstand das Interesse, einerseits Notenabweichungen bzw. Notenübereinstimmungen unter drei Bewertern zu berechnen, und die Ergebnisse qualitativ zu analysieren. Auf der anderen Seite ist davon auszugehen, dass jede Lehrperson eigene Bewertungsstrategien und Bewertungsgewohnheiten entwickelt hat, so dass eine Benotung von schulischen Leistungen nicht immer objektiv ist. Es wird also durch diese Studie versucht zu ermitteln, ob die Notenverteilung im Notenspektrum auf typische Beurteilungsfehler bzw. -tendenzen wie Milde- oder Strengefehler, Tendenz zur Mitte, Tendenz zu Extremurteilen, Ähnlichkeitsfehler und geschlechtsspezifische Bewertungen hinweist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Zielsetzung der Studie, die den Vergleich der diagnostischen Kompetenz von Lehramtsstudierenden und Lehrkräften bei der mündlichen Leistungsbewertung fokussiert.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Erläuterung der diagnostischen Kompetenz, der Grundlagen der Leistungsdiagnostik, Bezugsnormen sowie spezifischer Beurteilungsfehler im schulischen Kontext.
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESE: Formulierung der Forschungsfragen zur Notenabweichung und den Beurteilungstendenzen sowie Aufstellung der Hypothese über die höhere Übereinstimmungsquote bei externen Beobachtern.
4. STICHPROBENBESCHREIBUNG: Beschreibung der untersuchten Lerngruppe einer 8. Klasse sowie der beteiligten Bewerter (Lehrperson und zwei Studierende).
5. METHODISCHE HERANGEHENSWEISE: Darlegung des experimentellen Designs, der verwendeten Messinstrumente wie Beobachtungsbögen und der Verfahren zur Auswertung der Abweichungen.
6. ERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Daten hinsichtlich der Notenabweichungen und einer qualitativen Analyse von Beurteilungstendenzen wie Milde- oder Strengefehlern.
7. DISKUSSION: Reflexion der Ergebnisse, Interpretation der Abweichungsquoten und kritische Betrachtung der angewandten Messinstrumente sowie der gefundenen Beurteilungsfehler.
Schlüsselwörter
Diagnostische Kompetenz, Leistungsbewertung, mündliche Leistungen, Notenvergabe, Beurteilungsfehler, Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Englischunterricht, Reliabilität, Objektivität, Bezugsnormen, Milde-Strenge-Fehler, Tendenz zur Mitte, Schülerleistungen, Unterrichtsdiagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Lehramtsstudierende und eine erfahrene Lehrkraft mündliche Leistungen im Englischunterricht einer 8. Klasse bewerten, um Unterschiede in der diagnostischen Kompetenz zu identifizieren.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Studie ab?
Zu den Kernbereichen zählen die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften, die Leistungsdiagnostik, die Besonderheiten der mündlichen Benotung und die Analyse systematischer Beurteilungsfehler.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, in welchem Maße Noten zwischen den Bewertern abweichen und ob diese Verteilung auf klassische Beurteilungsfehler wie Milde- oder Strengefehler zurückzuführen ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein experimentelles, semiformelles diagnostisches Setting gewählt, bei dem drei Bewerter über fünf Durchgänge hinweg die mündlichen Leistungen von 15 Schülern anhand von Beobachtungsbögen bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Stichprobe, das methodische Vorgehen bei der Datenhebung und eine detaillierte Analyse der Ergebnisse anhand tabellarischer Darstellungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie diagnostische Kompetenz, Leistungsbeurteilung, Beurteilungsfehler, Reliabilität, Objektivität und die spezifische Bewertung mündlicher Mitarbeit.
Beeinflusst der Migrationshintergrund der Schüler die Benotung der Studierenden?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Lehramtsstudierenden, die den Migrationshintergrund der Schüler nicht kannten, die Leistungen ähnlich bewerteten wie die Lehrkraft, wodurch eine bewusste Ungleichbehandlung ausgeschlossen werden kann.
Warum wird der erste Durchgang der Datenerhebung in der Diskussion kritisch betrachtet?
Der erste Durchgang wird als weniger repräsentativ eingestuft, da sich die Bewerter erst in die Situation einarbeiten mussten, was die Reliabilität der Daten in dieser Phase einschränkt.
Welchen Einfluss hat die Art des Beobachtungsbogens auf das Ergebnis?
Der zweite, strukturiertere Beobachtungsbogen erwies sich als effektiver, da er eine klare Trennung der zu bewertenden Kriterien ermöglichte und die Auswertungsobjektivität im Vergleich zum ersten Bogen verbesserte.
- Arbeit zitieren
- Michail Barkas (Autor:in), 2018, Die Bewertung von mündlichen Leistungen im Unterricht. Ein Experiment zur qualitativen Bestimmung von Abweichungen und Tendenzen unter drei Bewertern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/595951