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Die Textsorte Pressehoroskop am Beispiel der Frauenzeitschrift Brigitte. Der Wandel der astrologischen Fachsprache und eine Didaktisierung des Themas Pressehoroskop

Titel: Die Textsorte Pressehoroskop am Beispiel der Frauenzeitschrift Brigitte. Der Wandel der astrologischen Fachsprache und eine Didaktisierung des Themas Pressehoroskop

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht am Beispiel der Frauenzeitschrift Brigitte, wie sich die astrologische Fachsprache innerhalb der vergangenen sechzig Jahre bei Horoskoptexten verändert hat. Ein eigenständiger Abschnitt beschäftigt sich mit einer exemplarischen didaktischen Aufbereitung des Themas "Textsorte: Pressehoroskop" für den Schulunterricht. Es werden pädagogische Intentionen sowie unterrichtspraktische Hinweise erwähnt, welche das Thema tangieren, bevor verschiedene methodische Entscheidungen dargelegt werden.

Horoskope sind ein universaler Bestandteil der Massenmedien. Einerseits belächelt, gehören sie andererseits zum festen Inventar der Presselandschaft. Ein Text lässt sich mit hoher Genauigkeit intuitiv der Textsorte Pressehoroskop zuordnen. Dennoch handelt es sich bei Horoskopen um eine vielseitige und komplexe Textsorte. Da sie im Kontext der Astrologie angesiedelt sind, werden mit Horoskopen oft Aberglaube und Esoterik assoziiert, weshalb sie als trivial gelten. Gleichwohl spricht die relative Stabilität, in welcher Horoskoptexte in Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten vertreten sind, dafür, dass es sich bei dem Horoskop um ein alltägliches „Massenphänomen“ handelt.

Nach einer im Jahre 2001 durchgeführten Umfrage des Allensbacher Meinungsforschungsinstitutes lesen 62 % aller Befragten manchmal und 15 % regelmäßig ihr Horoskop in Zeitschriften oder Zeitungen. Von den 2049 befragten Personen sind es 23 % der Frauen, die das Horoskop beständig lesen. Bei den Männern finden sich nur 7 % regelmäßige Leser. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und dem Konsum von Horoskopen, was erklären mag, warum das Horoskop in Frauenzeitschriften nahezu obligatorisch ist, während es in Männermagazinen so gut wie nie vorkommt. Über einen grundsätzlich ausgeprägteren mentalen Zugang zu esoterischen Themenbereichen auf Seiten von Menschen weiblichen Geschlechts kann an dieser Stelle nur gemutmaßt werden. Untersuchenswert ist allerdings die Verknüpfung von der Textsorte Horoskop mit der pseudowissenschaftlichen Astrologie. Wie viel Astrologie steckt auf textlinguistischer Ebene in Pressehoroskopen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Theoretischer Hintergrund

1. Einleitung

2. Die Frauenzeitschrift Brigitte

3. Die Textsorte Pressehoroskop

3.1. Begriffsbestimmung Horoskop

3.2. Das Horoskop als Pressetext

3.3. Linguistische Charakteristika in Pressehoroskopen

B. Forschungsziel

C. Methodische Analyse

1. Die pseudowissenschaftliche Fachsprache in Pressehoroskopen

2. Entfaltung der pseudowissenschaftlichen Elemente in Horoskoptexten

3. Das zugrundeliegende Untersuchungskorpus auf Grundlage des Brigitte-Magazins

4. Methodisches Vorgehen

D. Ergebnisse der Analyse

1. Auswertung der Wortschatzanalyse

2. Fazit

E. Didaktisierung des Themas Horoskope als Textsorte

1. Didaktische Analyse

1.1. Pädagogische Intentionen

1.2. Unterrichtspraktische Hinweise

2. Methodische Auseinandersetzung

2.1. Die Einstiegsphase

2.2. Die Problematisierungsphase

2.3. Die Erarbeitungsphase

2.4. Die Vertiefungsphase

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den diachronen Wandel der astrologischen Fachsprache in Pressehoroskopen am Beispiel der Frauenzeitschrift Brigitte über einen Zeitraum von 60 Jahren. Ziel ist es zu eruieren, ob eine zunehmende Entformalisierung zugunsten einer Alltagssprache stattgefunden hat oder ob sich das sprachliche Niveau durch einen verstärkten Einsatz spezialisierter Termini verändert hat.

  • Analyse der Textsorte Pressehoroskop als Massenphänomen
  • Empirische Wortschatzanalyse pseudowissenschaftlicher Elemente
  • Untersuchung der Relevanz von Fachjargon für die Glaubwürdigkeit
  • Entwicklung didaktischer Konzepte für den Deutschunterricht

Auszug aus dem Buch

3.1. Begriffsbestimmung Horoskop

Der Begriff Horoskop ist von dem spätlateinischen ‚horoskopium’ abgeleitet. Das ‚horoskopium’ stellt ein Instrument dar, welches zur Ermittlung der Planetenkonstellation bei der Geburt eines Menschen diente. Das Wort ist eine Entlehnung des griechischen Begriffs ωροσκόπεῖον (horoskopeion), was mit ‚Stundenseher’ übersetzt werden kann. Nach dem Fremdwörterbuch des DUDEN kann das Wort Horoskop in mehreren Bedeutungen verwendet werden: Einerseits als „schematische Darstellung der Stellung der Gestirne zu einem Bestimmten Zeitpunkt als Grundlage der Schicksalsdeutung“ und andererseits als „Voraussage über kommende Ereignisse auf Grund von Sternenkonstellationen“.

Das Horoskop ist das wichtigste Arbeitsmittel der Astrologie. Als Astrologie wird die Lehre von den Sternen bezeichnet. Sie beschäftigt sich mit der Deutung von Zusammenhängen zwischen astronomischen Ereignissen in Form von Gestirnskonstellationen und irdischen Vorgängen. Aus der Astrologie ging die Astronomie als deutungsfreie Beobachtung des Sternenhimmels hervor. Das älteste überlieferte Horoskop stammt aus dem Jahre 412 v. Chr. Seit dem 20. Jh. verlagerte sich der Schwerpunkt der Astrologie auf die Deutung des menschlichen Geburtshoroskopes, bei welchem die Planetenpositionen von Sonne, Mond und Erde zum Zeitpunkt der Geburtsstunde im Verhältnis zueinander berechnet und ausgewertet werden. Ursprünglich erfolgte diese Berechnung in einem Quadrat. In der Gegenwartsastrologie bezeichnet man die gesamte graphische Darstellung der Berechnungen von Planetenkonstellationen zu einem gewissen Zeitpunkt, die kreisförmig erfolgt, als Radixhoroskop. Die Deutung eines Horoskopes beruht auf dem astrologischen Wissen, aber auch auf der Intuition der Astrologen*innen. Die Deutungsmöglichkeiten stellen sich so komplex und umfassend dar, dass sie sich dem Anspruch auf Absolutheit entziehen. Laut Auffassung der Astrologen*innen muss ein jedes Horoskop als individuell und einzigartig angesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Theoretischer Hintergrund: Einführung in die Medienrelevanz von Horoskopen, die Geschichte der Zeitschrift Brigitte sowie eine linguistische Einordnung der Textsorte unter Berücksichtigung von Kontext, Funktion und sprachlicher Gestalt.

B. Forschungsziel: Darstellung der zentralen Fragestellung bezüglich der sprachlichen Entwicklung der Astrologie-Fachsprache in Brigitte-Horoskopen über die letzten sechs Jahrzehnte.

C. Methodische Analyse: Erläuterung der Kriterien für pseudowissenschaftliche Fachsprache und Beschreibung der empirischen Vorgehensweise mittels Konkordanzsoftware auf Basis eines ausgewählten Korpus.

D. Ergebnisse der Analyse: Präsentation und Interpretation der Daten, die eine Zunahme komplexer astrologischer Begriffe in den letzten Jahrzehnten belegen, entgegen der ursprünglichen Hypothese einer Entformalisierung.

E. Didaktisierung des Themas Horoskope als Textsorte: Vorschläge für die unterrichtspraktische Umsetzung, inklusive konkreter Phasenmodelle wie Einstieg, Problematisierung, Erarbeitung und Vertiefung für den Deutschunterricht.

Schlüsselwörter

Pressehoroskop, Astrologie, Brigitte, Fachsprache, Textsortenanalyse, Brigitte-Magazin, Wortschatzanalyse, Konkordanzprogramm, Barnum-Effekt, Didaktik, Deutschunterricht, Phraseologismen, Medienlinguistik, Zodiakus, Planetenkonstellation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachliche Entwicklung von Horoskoptexten in der Frauenzeitschrift Brigitte über einen Zeitraum von 60 Jahren, wobei ein Fokus auf der astrologischen Fachsprache liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung deckt die Bereiche Textlinguistik, Astrologie als pseudowissenschaftliches System sowie die didaktische Aufbereitung von Gebrauchstextsorten ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob sich der Wortschatz der Horoskope in Richtung einer einfacheren Alltagssprache entwickelt hat oder ob eine zunehmende Komplexität durch den Einsatz astrologischer Fachtermini erkennbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommt eine computergestützte Wortschatzanalyse mittels Konkordanzsoftware (AntConc) zum Einsatz, um Häufigkeit und Verwendung astrologischer Begriffe in einem ausgewählten Textkorpus zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Textsorte, die methodische Vorgehensweise, die Auswertung der Daten sowie didaktische Handreichungen für Schulen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Pressehoroskop, Astrologie, Fachsprache, Wortschatzanalyse, Brigitte und Didaktik.

Warum spielt die Zeitschrift Brigitte eine so wichtige Rolle?

Die Brigitte gilt als Prototyp einer langlebigen Frauenzeitschrift mit einer spezifischen Zielgruppe, was sie als Untersuchungsobjekt für den Wandel einer Textsorte besonders repräsentativ macht.

Welche Rolle spielt der sogenannte Barnum-Effekt?

Der Barnum-Effekt ist zentral, um zu erklären, warum vage und allgemein gehaltene Formulierungen in Horoskopen von Rezipienten*innen dennoch als individuell zutreffend wahrgenommen werden.

Ist der Gebrauch von Astrologie-Fachbegriffen über die Zeit zurückgegangen?

Nein, die Ergebnisse zeigen ein überraschendes Gegenteil: Der Gebrauch von pseudowissenschaftlicher Fachsprache hat sich in den untersuchten Ausgaben zwischen 2003 und 2016 sogar mehr als verdoppelt.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Textsorte Pressehoroskop am Beispiel der Frauenzeitschrift Brigitte. Der Wandel der astrologischen Fachsprache und eine Didaktisierung des Themas Pressehoroskop
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Germanistik)
Veranstaltung
Textsorten im Wandel
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
37
Katalognummer
V594414
ISBN (eBook)
9783346170057
ISBN (Buch)
9783346170064
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauenzeitschrift Brigitte Sprache Textsorte Didaktisierung Unterrichtseinheit Pressehoroskop Horoskop Linguistik Fachsprache Pseudowissenschaft Wortschatzanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Die Textsorte Pressehoroskop am Beispiel der Frauenzeitschrift Brigitte. Der Wandel der astrologischen Fachsprache und eine Didaktisierung des Themas Pressehoroskop, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/594414
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Leseprobe aus  37  Seiten
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