Welche Vor- und Nachteile sich durch offenen Sportunterricht in (inklusiven) Klassen ergeben, wird in dieser Arbeit am Beispiel des Hochspringens erörtert. Dazu folgt zunächst die Beschreibung einer Möglichkeit, eine Unterrichtseinheit zum Hochsprung offen zu gestalten. In dem anschließenden Kapitel zu Grenzen und Chancen des offenen Sportunterrichts wird auf diese Möglichkeit zurückgegriffen.
Ein zentrales Prinzip inklusiven Sportunterrichts ist, dass dieser "diversitätssensibel" ist. Eine Möglichkeit, den Sportunterricht "diversitätssensibel" zu gestalten, ist die Anwendung offener Lehrwege. In Abgrenzung zum geschlossenen beziehungsweise strukturierten Lehrweg, der sowohl ein vorbestimmtes Ziel anstrebt als auch einem vorgegebenen Programm folgt, sind offene Methoden auf eine möglichst selbstständige Auseinandersetzung der Schüler mit dem Stoff ausgerichtet. Dieser Ansatz geht nicht von klar definierten Zielen aus, sondern schafft "open-end-Situationen", bei denen der Weg höher gewertet wird als das Ergebnis.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Offene Methodenkonzeption zum Hochsprung
- Grenzen und Chancen offener Lehrwege im Sportunterricht
- Grenzen des offenen Sportunterrichts
- Chancen des offenen Sportunterrichts
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Grenzen und Chancen offener Lehrwege im inklusiven Sportunterricht, insbesondere im Kontext des Hochspringens. Ziel ist es, anhand einer konkreten Unterrichtskonzeption die Vor- und Nachteile offener Methoden in der Praxis aufzuzeigen und zu diskutieren.
- Diversitätssensibilität im Sportunterricht
- Vermittlung von sportmotorischen Tätigkeiten im offenen und geschlossenen Unterricht
- Die Rolle von Leistungserfolg und Kreativität im Sportunterricht
- Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler
- Mögliche Überforderung durch unstrukturierte Bewegungssituationen
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt das Thema „offene Lehrwege im inklusiven Sportunterricht“ vor und erläutert den Hintergrund des Forschungsinteresses. Sie betont die Bedeutung von Diversitätssensibilität im Sportunterricht und die Bedeutung offener Methoden in diesem Kontext.
- Das Kapitel „Offene Methodenkonzeption zum Hochsprung“ beschreibt eine konkrete Möglichkeit, den Hochsprungunterricht offen zu gestalten. Es werden verschiedene Stationen vorgestellt, an denen die Schülerinnen und Schüler sich selbstständig erproben können.
- Das Kapitel „Grenzen und Chancen offener Lehrwege im Sportunterricht“ beleuchtet die Herausforderungen und Potenziale von offenen Methoden anhand der zuvor beschriebenen Unterrichtskonzeption. Es werden verschiedene Kritikpunkte am offenen Sportunterricht dargestellt, wie z.B. die Vernachlässigung von Leistungserfolg und die mögliche Überforderung der Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig werden auch die Chancen von offenen Methoden im Hinblick auf Kreativität, Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Inklusion, Sportunterricht, offene Lehrwege, Hochsprung, Diversitätssensibilität, Leistung, Kreativität, Eigeninitiative, Selbstständigkeit, Überforderung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind offene Lehrwege im Sportunterricht?
Im Gegensatz zu fest vorgegebenen Programmen ermöglichen offene Lehrwege den Schülern eine selbstständige und kreative Auseinandersetzung mit Bewegungsaufgaben.
Wie kann Hochsprung offen unterrichtet werden?
Beispielsweise durch Stationenlernen, bei dem Schüler verschiedene Sprungtechniken oder Hindernisse eigenständig erproben, ohne dass sofort die „richtige“ Technik (z.B. Fosbury-Flop) verlangt wird.
Welche Chancen bietet offener Sportunterricht für Inklusion?
Er ist diversitätssensibel, da er unterschiedliche Leistungsniveaus und Voraussetzungen berücksichtigt und jedem Kind ermöglicht, individuelle Erfolgserlebnisse zu sammeln.
Gibt es Nachteile bei offenen Methoden?
Kritiker befürchten eine Vernachlässigung des messbaren Leistungserfolgs oder eine Überforderung der Schüler durch zu wenig Struktur in den Bewegungssituationen.
Was bedeutet „diversitätssensibel“ im Schulsport?
Es bedeutet, die Vielfalt der Schüler (hinsichtlich Körper, Herkunft, Geschlecht etc.) als Ressource zu sehen und den Unterricht so zu gestalten, dass niemand ausgegrenzt wird.
- Quote paper
- Tabea Taulien (Author), 2019, Grenzen und Chancen offener Lehrwege im inklusiven Sport- und Hochsprungunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/593681