Die Arbeit behandelt die Veranschaulichung der grundlegenden Voraussetzungen für eine Unternehmensgründung sowie die gängigen dafür geeigneten Finanzierungsformen. Des Weiteren wird das Augenmerk auf mögliche sich abzeichnende Unternehmenskrisen gelegt und aufgezeigt welche Möglichkeiten es gibt solche Krisen zu überwinden. Zuerst wird im theoretischen Teil thematisiert welche persönliche und sachliche Voraussetzung ein Gründer mitbringen muss. Anschließend werden verschiedene denkbare Finanzierungsformen aufgezeigt und geprüft welche für eine Neugründung am günstigsten sind. Um eine Insolvenz zu vermeiden werden die Krisen erläutert in die ein Unternehmen geraten kann um abschließend, mit Hilfe der Fallstudie, eine praktische Übersicht darüber zu geben was für eine eigene Unternehmensgründung beachtet werden muss damit diese die größtmögliche Chance auf Erfolg hat.
Unternehmensgründungen gelten als entscheidender Faktor für eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes denn sie setzen innovative Geschäftsideen um, schaffen Arbeitsplätze und tragen somit zum Bruttoinlandsprodukt bei. Auf diese Weise fördern Neugründungen nicht nur die soziale und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, sondern auch deren Wettbewerbsfähigkeit. Eine Betrachtung der Gründerquote zeigt jedoch, dass die Gründungen nach einem starken 2001 rückläufig sind. Nach einer Erholung im Jahre 2014 ist die Quote in 2017 auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen. Auch TV- Produktionen wie „Shark Tank“ oder „Die Höhle der Löwen“, in welchen um Geld für marktfähige Ideen geworben wird konnten den Negativtrend in Deutschland nicht stoppen.
Die rückläufige Gründungsquote in der Zeit von 2014 bis 2017 lässt sich unter anderem durch eine Verschiebung der Gründungsmotive, welche in sogenannte „Push“ und „Pull“- Faktoren unterteilt werden. Die aktuell positive Konjunktur und die anhaltende Rekordbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt führt demnach dazu das es immer weniger „Notgründungen“ und dafür eine steigende Anzahl an „Chancengründungen“ gibt. Der positive Aspekt der Chancengründung liegt darin das diese Gründungen besonders „bestandsfest“ und „beschäftigungsintensiv“ und tragen somit positiv zum langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Landes bei.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Teil
2.1 Voraussetzungen für Unternehmensgründungen
2.1.1 Persönliche Voraussetzungen
2.1.2 Sachliche Voraussetzungen
2.2 Finanzierung der Gründungsidee
3. Bearbeitung der Fallstudie
3.1 Kapitalwert der Investition
3.2 Basis Investitionsszenario
3.3 Alternativinvestition
3.4 Unternehmenskrisen und Sanierung
3.5 Verhindern von Unternehmenskrisen
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Fallstudie
Das primäre Ziel dieser Fallstudie ist die systematische Veranschaulichung der entscheidenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung, verbunden mit einer fundierten Analyse geeigneter Finanzierungsformen sowie Strategien zur Identifikation und Überwindung möglicher Unternehmenskrisen im Investitionskontext.
- Analyse der persönlichen und sachlichen Gründungsvoraussetzungen
- Vergleich verschiedener Finanzierungsmodelle für Start-ups
- Berechnung und Bewertung von Investitionsszenarien mittels Kapitalwertmethode
- Identifikation kritischer Phasen im Lebenszyklus eines Unternehmens
- Entwicklung von präventiven und korrektiven Sanierungsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Persönliche Voraussetzungen
Im ersten Schritt sollen nun die allgemeinen Anforderungen an Unternehmensgründer diskutiert werden. Diese Anforderungen ergeben sich unabhängig von der Branche in der gegründet wird. Aus der arbeitspsychologischen Literatur ergeben sich dazu die drei Faktoren Persönlichkeit, Motivation und Kompetenz des Gründers. Betrachtet man diese Faktoren genauer ist vor allem die Persönlichkeit des Gründers von Bedeutung.
Das Zentrum einer jeden Unternehmensgründung bildet unumstritten der Gründer selbst. Von Ihm stammt die Idee und der Impuls zur Gründung und er begleitet den gesamten Gründungsprozess. Durch die Dynamik die die Gründungsforschung in den letzten Jahren aufgenommen hat konnten die Ergebnisse aus den Analysen der Erfolgsfaktoren und dem Begriff „Gründerpersönlichkeit“ zusammengefasst werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die aktuelle Situation der Unternehmensgründungen in Deutschland und definiert die Zielsetzung sowie den inhaltlichen Aufbau der Fallstudie.
2. Theoretischer Teil: Hier werden die essenziellen persönlichen und sachlichen Gründungsvoraussetzungen sowie diverse Finanzierungsoptionen auf theoretischer Basis analysiert.
3. Bearbeitung der Fallstudie: In diesem Hauptteil werden spezifische Investitionsszenarien mittels Kapitalwertmethode berechnet und Strategien zur Krisenvermeidung sowie Sanierung erörtert.
4. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über Gründungsfaktoren, Finanzierung und Krisenmanagement zusammen und bewertet die Ergebnisse der Fallstudienberechnung.
Schlüsselwörter
Unternehmensgründung, Finanzierung, Venture Capital, Kapitalwertmethode, Gründerpersönlichkeit, Unternehmenskrisen, Insolvenz, Sanierung, Business Plan, Investitionsszenario, Cashflow-Management, Liquidität, Start-up, Risikobereitschaft, Existenzgründung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Herausforderungen von Unternehmensgründern, insbesondere der Finanzierung und der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz durch Investitionsrechnungen und Krisenprävention.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Bereiche Gründungspsychologie (Gründerpersönlichkeit), klassische und moderne Finanzierungsformen, dynamische Investitionsrechnung sowie das Krisenmanagement im Sanierungsfall ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gründern einen praktischen Leitfaden an die Hand zu geben, um Investitionsentscheidungen fundiert zu treffen und operative Krisen rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Zur Bewertung der Investitionsvorhaben wird die dynamische Kapitalwertmethode angewandt, während die theoretischen Grundlagen durch eine Literaturanalyse von arbeitspsychologischen und finanzwirtschaftlichen Quellen fundiert werden.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die quantitative Berechnung zweier Investitionsszenarien sowie auf die qualitative Erläuterung von Krisenverläufen und daraus abgeleiteten Gegenmaßnahmen zur Liquiditätssicherung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Charakteristika sind Kapitalwertberechnung, Sanierungsmanagement, Finanzierungsstruktur und die Bedeutung der Persönlichkeitsmerkmale eines Gründers.
Wie unterscheiden sich Basisinvestition und Alternativinvestition in den Ergebnissen?
Die Berechnung zeigt, dass die Basisinvestition mit einem höheren Kapitalwert von 366.406 € im Vergleich zur Alternativinvestition (318.850 €) die wirtschaftlich vorteilhaftere Wahl darstellt.
Warum ist die Liquidität für Start-ups besonders kritisch?
Start-ups verfügen in der Anfangsphase häufig über keine etablierten Produkte oder laufenden Umsätze, was bei unvorhergesehenen Ausgaben schnell zum Liquiditätsengpass und damit zur drohenden Insolvenz führen kann.
- Arbeit zitieren
- Fabian Uyanakumarage (Autor:in), 2020, Finanzwirtschaft und Unternehmensentscheidungen für Unternehmensgründer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/591653