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Maurice Blanchots "Thomas l’Obscur". Der Eintritt in den literarischen Raum

Titel: Maurice Blanchots "Thomas l’Obscur". Der Eintritt in den literarischen Raum

Seminararbeit , 2013 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christian Heilmeier (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Literatur, Werke

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Themen Existenz, Tod und Literatur sind zentrale Aspekte in Blanchots Hauptwerk Thomas l’Obscur, die auf den ersten Blick, gerade in Bezug zur Literatur, nicht viele Gemeinsamkeiten besitzen, letztendlich aber doch eng miteinander verbunden sind. So wie bei Sartre das, was nicht ist, die Grundlage für die Freiheit des Menschen in seiner Existenz darstellt und auch Hegel die „absolute Freiheit“ nur in „reiner Negativität“, also im „Nichts und im Tod“ sieht, so steht das Nichts auch bei Blanchot an zentraler Stelle und stellt eines der analogen Elemente der angesprochenen Themen dar. Da sich nicht nur dieser Aspekt auf viele Motive Blanchots übertragen lässt, sondern auch andere Ideen nicht nur in Thomas l’Obscur, sondern im gesamten Werk Blanchots ständig wiederkehren, soll das Augenmerk auf das erste Kapitel eben dieses Buches gelegt werden, um in erster Linie einen Bezug zum Eintritt in den literarischen Raum herzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der literarische Raum und die Überschreitung von Grenzen

2. Thomas l’obscur – Der Eintritt in den literarischen Raum

2.1. Bedeutung des Paratexts

2.1.1. Bezug zur literarischen Form

2.1.2. Verwendung des Begriffs Il y a

2.2. Analyse des ersten Kapitels

2.2.1. Abfolge der Transformationen

2.2.1.1. Der initiale Antrieb

2.2.1.2. Der Übergang ins Meer

2.2.1.3. Der Eintritt in den lieu sacré

2.2.1.4. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt

2.2.2. Wiederkehrende semantische Felder und Oppositionen

2.2.2.1. Semantische Felder

2.2.2.2. Oppositionen

2.3. Bezug zur literarischen Erfahrung

3. Vom Tod zur Existenz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess des Eintritts in den literarischen Raum am Beispiel von Maurice Blanchots Werk "Thomas l'Obscur". Ziel ist es, die Grenzüberschreitungen zwischen Existenz, Tod und Literatur durch eine detaillierte Analyse der Transformationsprozesse des Protagonisten offenzulegen.

  • Die literarische Raumbildung und die Neutralisierung von Subjektivität
  • Die Bedeutung von Paratexten und der Begriff "Il y a" bei Blanchot
  • Analyse der transformatorischen Bewegungen im ersten Kapitel
  • Die Dialektik von Existenz, Nichts und Tod im literarischen Schreiben
  • Wiederkehrende semantische Strukturen und Oppositionen im Text

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Bezug zur literarischen Form

Blanchot wählte für die erste Version von Thomas l’Obscur, die er 1932 begann und 1941 veröffentlichen ließ, zunächst die Romanform. Die 1950 veröffentlichte zweite Version, die dieser Arbeit zugrunde liegt, ist nun in Berichtsform verfasst, im Paratext heißt es, „[elle] n’ajoute rien, mais [...] leur ôte beaucoup“, sie fügt der alten Version nichts hinzu, nimmt ihr jedoch einiges weg. Sie kann nun als neu betrachtet werden, aber dennoch gleicht sie inhaltlich völlig ihrem Vorgänger. Wieso nun wählt Blanchot eine abgespeckte Version?

Der Roman bildet die gesellschaftlichen Verhältnisse ab, zeigt Individuen innerhalb dieser Verhältnisse und verleitet zum Einfühlen und Miterleben. Das narrative Element spielt hier eine große Rolle, der Erzähler präsentiert nicht selten seine Erzählkunst. Das Verständnis vom Autor, das jedoch Blanchot hat, ist das des Schriftstellers, der ein Werk erschafft, dann aber völlig in den Hintergrund tritt, sozusagen stirbt, der individuelle Einfluss dessen auf seine Texte ist quasi nicht präsent, der Autor soll dies strikt vermeiden (Blanchot 1949: 310). So ist zu erklären, dass in Blanchots Sinne die nüchterne Berichtsform angebrachter ist, „cette simple forme, sans poids ni matérialité“, die nur das Reelle in seiner Meteralität darstellt (Faye 1972: 15). Die Zerschlagung der bisherigen Form lässt eine neue entstehen, was seinem Verständnis von der Entstehung von Neuem entspricht, nämlich aus der Vernichtung von Anwesendem. Die Überschreitung von Grenzen kann auch im Bericht stattfinden, durch die Illusion einer fiktiven Welt, eines „centre imaginaire“ (Blanchot 1950: 7).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der literarische Raum und die Überschreitung von Grenzen: Einführung in das Spannungsfeld zwischen Existenz, Tod und Literatur sowie die Etablierung des Konzepts der Grenzüberschreitung.

2. Thomas l’obscur – Der Eintritt in den literarischen Raum: Detaillierte Untersuchung des Romans hinsichtlich seiner formalen Struktur und der zentralen philosophischen Begriffe wie "Il y a".

2.1. Bedeutung des Paratexts: Analyse der formalen Veränderungen zwischen den Werkversionen und deren Auswirkungen auf die Rezeption.

2.1.1. Bezug zur literarischen Form: Untersuchung der Abkehr vom klassischen Roman hin zur nüchternen Berichtsform als Ausdruck eines Autorensterbens.

2.1.2. Verwendung des Begriffs Il y a: Philosophische Einordnung des Begriffs im Kontext von Levinas und Heidegger zur Beschreibung eines anonymen Seinsstroms.

2.2. Analyse des ersten Kapitels: Exegese der zentralen Transformationen Thomas' im Kontext seiner Meereserfahrung.

2.2.1. Abfolge der Transformationen: Nachzeichnung der Bewegungen von der statischen Beobachtung bis hin zur Auflösung der Subjektivität.

2.2.1.1. Der initiale Antrieb: Betrachtung des ersten Impulses der Grenzüberschreitung und des Übergangs in neue materielle Milieus.

2.2.1.2. Der Übergang ins Meer: Analyse der Auseinandersetzung mit dem Wasser als Metapher für die Vernichtung von Identität.

2.2.1.3. Der Eintritt in den lieu sacré: Interpretation des Zustands des "heiligen Ortes" als Raum des Nichts und der absoluten Transzendenz.

2.2.1.4. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt: Reflexion über die veränderte Wahrnehmung des Protagonisten nach der Grenzerfahrung.

2.2.2. Wiederkehrende semantische Felder und Oppositionen: Kategorisierung der sprachlichen und thematischen Motive, die Blanchots Werk strukturieren.

2.2.2.1. Semantische Felder: Untersuchung der wiederkehrenden Begriffe rund um Kälte, Leere und Negation.

2.2.2.2. Oppositionen: Analyse der unauflösbaren Spannungsverhältnisse zwischen gegensätzlichen Begriffen wie Präsenz und Absenz.

2.3. Bezug zur literarischen Erfahrung: Anwendung der Erkenntnisse aus der Meereserfahrung auf den Prozess des Lesens selbst.

3. Vom Tod zur Existenz: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der schöpferischen Kraft der Negation und der Rolle des Lesers bei der Konstitution eines Werkes.

Schlüsselwörter

Maurice Blanchot, Thomas l'Obscur, Literarischer Raum, Grenzüberschreitung, Existenz, Tod, Il y a, Transformation, Paratext, Narrativik, Subjektivität, Negation, Phänomenologie, Entsubjektivierung, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Maurice Blanchots Werk "Thomas l'Obscur" und untersucht, wie der Autor durch den Akt des Schreibens und die Überschreitung von Grenzen einen spezifischen "literarischen Raum" schafft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Tod und Existenz, die Auflösung des Subjekts im literarischen Prozess und die philosophische Bedeutung der Leere sowie des Nichts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die komplexen Transformationsprozesse des Protagonisten Thomas zu verstehen und aufzuzeigen, wie diese als Metaphern für den Eintritt in den literarischen Raum fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die phänomenologische Ansätze nutzt und das Werk im Dialog mit zeitgenössischen Philosophen wie Levinas und Heidegger interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse des Paratexts, die detaillierte Untersuchung der Transformationen im ersten Kapitel sowie die Identifikation wiederkehrender semantischer Felder und Oppositionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Literarischer Raum, Grenzüberschreitung, Transformation, Negation und Entsubjektivierung definiert.

Welche Rolle spielt der Begriff "Il y a" in der Argumentation?

Der Begriff dient dazu, ein anonymes, unpersönliches Sein zu beschreiben, das Blanchot dazu nutzt, das literarische Schreiben als einen Prozess der Distanzierung von der eigenen Existenz zu begreifen.

Warum wird die Berichtsform in "Thomas l'Obscur" als so bedeutsam erachtet?

Die Berichtsform wird als Instrument zur Vernichtung der individuellen Autorenpräsenz verstanden, wodurch das Werk in seiner materiellen Nüchternheit für sich selbst stehen kann.

Inwieweit lässt sich das Lesen selbst als Grenzerfahrung deuten?

Die Arbeit argumentiert, dass das Lesen eines Textes von Blanchot den Leser in einen analogen Zustand der Grenzüberschreitung versetzt, in dem sich räumliche und zeitliche Strukturen auflösen.

Was bedeutet das "schöpferische Nichts" am Ende der Untersuchung?

Das schöpferische Nichts oder die "schöpferische Negation" beschreibt den Vorgang, dass erst durch die Verneinung des Anwesenden Raum für eine neue, literarische Existenz geschaffen wird.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Maurice Blanchots "Thomas l’Obscur". Der Eintritt in den literarischen Raum
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Romanishe Philologie)
Veranstaltung
Sartre und Blanchot
Note
1,3
Autor
Christian Heilmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V590968
ISBN (eBook)
9783346177377
ISBN (Buch)
9783346177384
Sprache
Deutsch
Schlagworte
blanchots eintritt maurice raum thomas
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Heilmeier (Autor:in), 2013, Maurice Blanchots "Thomas l’Obscur". Der Eintritt in den literarischen Raum, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/590968
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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