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Thomas Murner als Rezipient Sebastian Brants - Ein anderer Narrenbegriff

Titel: Thomas Murner als Rezipient Sebastian Brants  -  Ein anderer Narrenbegriff

Hausarbeit , 2006 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nadine Merten (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit möchte ich mit einem Rezipienten Sebastian Brants beschäftigen, Thomas Murner. Hier geht es jedoch nicht nur darum, zu zeigen, inwieweit Murner eben nicht nur ein „sklavischer Nachahmer und Abschreiber Brants“ war, sondern durchaus dessen Ideen veränderte und abwandelte, sowohl inhaltlich als auch in der Form. Hier geht es auch darum zu zeigen, wie sich Ideen und Vorstellungen im Laufe der Zeit, im Wechsel der Generationen verändern können. Zu Beginn werde ich versuchen einen Überblick über die überaus interessante Biografie Thomas Murners zu geben, um dann zu beschreiben, wie Murner den übernommenen Stoff verarbeitete.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Biografisches

Übernahme, Rezeption und Umwandlung des Brant’ schen Narrenschiffs und dem damit verbundenen Narrenbegriff

- Allgemein

- Bezüge

- Methode

- Reformationsliteratur?

- Der Narr

Das Weltbild der damaligen Zeit

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Thomas Murner zu Sebastian Brant anhand dessen Narrenbegriffs und zeigt auf, dass Murner den Stoff nicht bloß übernahm, sondern inhaltlich sowie formal transformierte. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich Konzepte wie der „Narr“ im Wandel der Generationen sowie unter dem Einfluss spezifisch religiöser und zeittypischer Rahmenbedingungen veränderten.

  • Biografische Analyse von Thomas Murner als Humanist und Theologe
  • Transformation des Narrenmotivs von Brant zu Murner
  • Methodische Unterschiede in der satirischen Darstellung
  • Der Einfluss zeitgenössischer religiöser Vorstellungen und des Weltbildes
  • Die Abgrenzung von der Reformation und die Rolle des kirchlichen Exorzismus-Motivs

Auszug aus dem Buch

Methode

Durch den harten Angriff des Narren selbst und die satirische Darstellungsweise soll dieser in eine Art Schockzustand versetzt werden. Erwartet er in dem Buch lockere Unterhaltung, so sieht er sich plötzlich wüsten Beschimpfungen gegenüber, er ist geschockt und erkennt dadurch seine eigene Narrheit. Murner rechnet sich hier durchaus denen zu, die überlegen, die befähigt sind, der Narrheit Herr zu werden.

Ich red in lufft/ vnd dicht der gemein.

Wurff ich dich mit eim schelmen bein,

Vnd du wolltest schnurren drab,

So weiß ich, das ich troffen hab. 18

Auch in diesem Zitat erkennt man wieder die Parallele zum Exorzismus, die Suche nach den im Menschen verborgenen Dämonen. Wie Gruenter zeigt, war es demnach Murner, der als erster das Schimpfwort entdeckte, das als „ideale Waffe“19 der Satire gelten könne. Dieses Schimpfwort berge sowohl die Technik der Demaskierung, als auch der Übertreibung und damit der Verzerrung und Illusionszerstörung in sich und sei daher als „besondere Kunstform der satirischen Rede“20 anzusehen. Hier tritt Murner als direkter Gegner der Narren auf, er will sie treffen und so bezwingen. Demnach spricht Könneker an dieser Stelle nicht mehr von Satire oder Moralsatire, sondern von Kampfdichtung.21

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Diese Einführung erläutert die Absicht, Thomas Murner nicht als bloßen Nachahmer Brants, sondern als eigenständigen Autor mit transformierten Ideen zu würdigen.

Biografisches: Dieser Abschnitt zeichnet Murners Lebensweg von seiner Herkunft über seine Ausbildung und Reisen bis hin zu seiner Rolle als umstrittener Theologe nach.

Übernahme, Rezeption und Umwandlung des Brant’ schen Narrenschiffs und dem damit verbundenen Narrenbegriff: Hier wird der unmittelbare Vergleich zwischen Murners Werk und der Vorlage von Sebastian Brant gezogen, wobei insbesondere die veränderte Intention hervorgehoben wird.

Das Weltbild der damaligen Zeit: Das Kapitel bettet Murners Werk in das ausgehende Mittelalter ein, das von einer neuen Faszination für das Böse und einem erstarkenden Teufelsglauben geprägt war.

Fazit und Ausblick: Die Arbeit resümiert Murners widersprüchliche Rolle als Autor und deutet an, wie die Entwicklung des Narrenthemas später durch Erasmus von Rotterdam in eine neue Richtung gelenkt wurde.

Schlüsselwörter

Thomas Murner, Sebastian Brant, Narrenschiff, Narrenbeschwörung, Reformationsliteratur, Humanismus, Satire, Narrheit, Exorzismus, Teufelsglaube, Mittelalter, Transformation, Literaturgeschichte, Kampfdichtung, Konfession.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarische Auseinandersetzung Thomas Murners mit dem „Narrenschiff“ von Sebastian Brant und untersucht, wie Murner dessen Narrenkonzept im 16. Jahrhundert umgestaltete.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die biografische Prägung Murners, der Vergleich der literarischen Strategien beider Autoren sowie der Einfluss des damaligen religiösen Weltbildes auf die Narrendarstellung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Murner keine bloße Kopie von Brant lieferte, sondern durch eine „nüwe kunst“ eine eigene, aggressivere und religiös motivierte Satireform entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten und nutzt etablierte Sekundärliteratur zur Einordnung in den humanistischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Darstellung, eine Untersuchung der inhaltlichen und formalen Bezüge Murners zu Brant sowie eine Kontextualisierung innerhalb des zeitgenössischen Weltbildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen neben den Autorennamen vor allem Begriffe wie Satire, Narrheit, Humanismus, Transformation und den spezifischen zeithistorischen Bezug zur Reformation.

Warum spielt der Exorzismus in Murners Narrenbegriff eine zentrale Rolle?

Murner radikalisierte das Narrenmotiv, indem er den Narren nicht mehr als jemanden sah, der durch Vernunft heilbar ist, sondern als ein vom Teufel besessenes Wesen, das es „auszutreiben“ gilt.

Inwiefern unterscheidet sich Murners Menschenbild von dem Sebastian Brants?

Während bei Brant das Weisheitsideal und die menschliche Vernunft noch im Mittelpunkt stehen, zeichnet Murner ein pessimistisches Bild eines durch die Erbsünde infizierten Menschen, für den Besserung kaum noch möglich scheint.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Thomas Murner als Rezipient Sebastian Brants - Ein anderer Narrenbegriff
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Ältere deutsche Literatur)
Note
2,0
Autor
Nadine Merten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
20
Katalognummer
V58950
ISBN (eBook)
9783638530088
ISBN (Buch)
9783638930185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Murner Rezipient Sebastian Brants Narrenbegriff Narrenschiff
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Merten (Autor:in), 2006, Thomas Murner als Rezipient Sebastian Brants - Ein anderer Narrenbegriff, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/58950
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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