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Was ist Wissenschaftskommunikation? Definition und kurze Geschichte im Nachkriegsdeutschland

Title: Was ist Wissenschaftskommunikation?  Definition und kurze Geschichte im Nachkriegsdeutschland

Term Paper , 2020 , 18 Pages

Autor:in: Kim Kaller (Author)

Communications - Research, Studies, Enquiries

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Summary Excerpt Details

In den letzten 100 Jahren ist unglaublich viel passiert. Der Alltag der Menschen hat sich gewandelt, unsere Gesellschaft ist so modern und fortschrittlich wie noch nie zuvor. Unser heutiger Wohlstand ist ein Kind der Wissenschaft und des technischen Fortschrittes. Strom, Autos, Fernsehen, Internet, Social Media und das Iphone: Das sind alles Dinge, die unser alltägliches Leben im 21. Jahrhundert bestimmen, und die es vor kurzem noch nicht gab.
Nur durch die Wissenschaft wurde den neuen Entdeckungen der Weg geebnet. Die folgende Arbeit möchte vermitteln, wie wichtig nicht nur die Wissenschaft an sich ist, sondern auch die Vermittlung dieser.

Für den Großteil der Gesellschaft, der nicht in der Forschung arbeitet, sind die Massenmedien heute der einfachste Zugang zu Forschung, Wissenschaft und neuen Innovationen. Wie mit diesen hier umgegangen wird, damit beschäftigt sich die Wissenschaftskommunikation. Wissenschaftsjournalismus, Wissenschafts- PR und Wissenschaftsmarketing: Sie alle sind ein Teil davon. In der Arbeit wird zunächst auf den ersten Teil der Forschungsfrage „Was ist Wissenschaftskommunikation“ eingegangen.

Wie kann man die Wissenschaftskommunikation am besten definieren? Nicht nur die Gesamtgesellschaft hat durch die neuesten wissenschaftlichen und technischen Innovationen einen rasanten Wandel hingelegt, auch die Wissenschaftskommunikation hat sich stetig weiterentwickelt. Genau diese Entwicklung wird im Hauptteil beleuchtet, das ist der zweite Teil der Forschungsfrage. Begonnen diese aufzuzeigen wird ab der Nachkriegszeit. Über die ersten Umweltbewegungen, über Katastrophen wie der Reaktorunfall von Tschernobyl wird die Geschichte der Wissenschaftskommunikation chronologisch aufgearbeitet. Im mittleren Part des Hauptteiles wird auf den großen Nachholbedarf des eigenen Ressorts, zu der Zeit, im Wissenschaftsjournalismus und auf den darauf folgenden Aufschwung eingegangen. Die Arbeit schließt mit der gegenwärtigen Situation der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter und zwei kurzen Fallbeispielen aus der Praxis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Was ist die Wissenschaftskommunikation?

2.1 Definitionen von Wissenschaftskommunikation

2.2 Forschungsfeld und Forschungsstand von Wissenschaftskommunikation

3. Entwicklung und Geschichte der Wissenschaftskommunikation

3.1 Von der Nachkriegszeit bis zur Silent Spring Bewegung

3.2 Der Berichterstattungsgau Tschernobyl

3.3 Das verspätete Ressort - Eine Bezeichnung für den Wissenschaftsjournalismus von Walter Hömberg

3.4 Der Aufschwung der Wissenschaftskommunikation um die Jahrtausendwende

3.5 Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter

3.6 Akteuere aus der Praxis

3.6.1 Science Media Center

3.6.2 Informationsdienst Wissenschaft

4. Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Definition und die historische Entwicklung der Wissenschaftskommunikation von der Nachkriegszeit bis in das digitale Zeitalter, um zu klären, welche Rolle sie als Vermittlungsinstanz zwischen Wissenschaft und Gesellschaft einnimmt.

  • Historische Evolution der Wissenschaftskommunikation
  • Einfluss von Schlüsselereignissen auf die Berichterstattung
  • Strukturelle Rahmenbedingungen des Wissenschaftsjournalismus
  • Wandel durch das digitale Zeitalter und Social Media
  • Akteure der modernen Wissenschaftskommunikation (SMC, IDW)

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Berichterstattungsgau Tschernobyl

Eines vieler Ereignisse, welches die Wissenschaftskommunikation besonders geprägt und erschüttert hat war das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahre 1986. Zu dem Zeitpunkt herrschte kalter Krieg, eine Auseinandersetzung zweier Weltanschauungen (vgl. Stöver 2012: 7). Am 26. April um 1:24 Uhr geschah es: Im Reaktor 4 kam es zu einer Kernschmelze (vgl. Koepp-Schewryna 1996: 67). Ganze zwei Tage dauerte es, bis die ersten Meldungen des Unfalls die Bundesrepublik erreichten. Die skandinavischen Länder hatten zuvor erhöhte Strahlenwerte gemessen. Es geschahen viele Dinge nach dem Unfall in der Presse. Die Medien der DDR sagten den westdeutschen Medien Panikmache nach. In der BRD drehte sich alles um die riesige Angst vor der Strahlung. (vgl. Die Zeit 2016).

Es gab nicht nur eine widersprüchliche Informationspolitik offizieller Stellen, durch die allgemeine Verunsicherung blieben die Medien so weit hinter den Erwartungen der Bevölkerung zur Aufklärung, dass im Fall von Tschernobyl nicht nur von einem nuklearen, sondern auch von einer publizistischen Katastrophe gesprochen wurde (vgl. Teichert 1987: 185). Die Abkürzung GAU steht für „größter anzunehmender Unfall“. In den meisten Fällen wird hier ein Auslegungsstörfall in einem Kernkraftwerk gemeint (Bundesamt für Strahlenschutz 2020). Bei der Katastrophe von Tschernobyl kam es nicht nur zu diesem sondern auch zu einem GAU in der Berichterstattung.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Wissenschaft für die Gesellschaft ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Geschichte und Formate der Wissenschaftskommunikation aufzuarbeiten.

2.Was ist die Wissenschaftskommunikation?: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von Wissenschaftskommunikation betrachtet und der aktuelle Forschungsstand innerhalb der Disziplin dargelegt.

2.1 Definitionen von Wissenschaftskommunikation: Es werden zwei zentrale, weit gefasste Definitionen vorgestellt und die Relevanz der Wissenschaftskommunikation für die Gesellschaft erörtert.

2.2 Forschungsfeld und Forschungsstand von Wissenschaftskommunikation: Dieses Kapitel beschreibt die zunehmende Institutionalisierung des Feldes und die stetig wachsende Bedeutung der Kommunikation wissenschaftlicher Inhalte an nicht-wissenschaftliche Publika.

3. Entwicklung und Geschichte der Wissenschaftskommunikation: Der Hauptteil widmet sich der chronologischen Aufarbeitung der Wissenschaftskommunikation von 1945 bis zur heutigen digitalen Ära.

3.1 Von der Nachkriegszeit bis zur Silent Spring Bewegung: Das Kapitel beleuchtet die schwierige Lage der Wissenschaft in der Nachkriegszeit und den Einfluss von Rachel Carsons „Silent Spring“ auf die Umweltbewegung.

3.2 Der Berichterstattungsgau Tschernobyl: Analyse der medialen Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von 1986, die als publizistisches Desaster und Wendepunkt kritischer Berichterstattung gilt.

3.3 Das verspätete Ressort - Eine Bezeichnung für den Wissenschaftsjournalismus von Walter Hömberg: Untersuchung der strukturellen Defizite im Wissenschaftsjournalismus der späten 80er Jahre basierend auf Hömbergs Analysen.

3.4 Der Aufschwung der Wissenschaftskommunikation um die Jahrtausendwende: Dieses Kapitel behandelt die verstärkte gesellschaftliche Debatte um Wissenschaftsthemen und die Gründung von Initiativen wie „Wissenschaft im Dialog“.

3.5 Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter: Erörterung der Auswirkungen des Internets und der digitalen Medien auf die Wissenschaftsberichterstattung sowie der zunehmenden Boulevardisierung.

3.6 Akteuere aus der Praxis: Vorstellung zentraler Institutionen, die Wissenschaft und Journalismus miteinander verknüpfen.

3.6.1 Science Media Center: Darstellung der Rolle des SMC bei der Unterstützung von Journalisten mit wissenschaftlichem Sachverstand zu aktuellen Themen.

3.6.2 Informationsdienst Wissenschaft: Kurze Beschreibung des IDW als Vermittlungsplattform zwischen Forschungseinrichtungen und Journalisten.

4. Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit: Das Fazit resümiert die Entwicklung der Wissenschaftskommunikation und betont die Notwendigkeit der Professionalisierung in einer technikgeprägten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsjournalismus, Geschichte der Wissenschaft, Tschernobyl, Public Understanding of Science, Wissenschafts-PR, Wissenschaftsmarketing, Digitales Zeitalter, Science Media Center, Informationsdienst Wissenschaft, Medienlogik, Boulevardisierung, Forschungskommunikation, Professionalisierung, Wissenschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Definition und die historische Entwicklung der Wissenschaftskommunikation von der Nachkriegszeit bis heute.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Wissenschaftsjournalismus, der Rolle von Medien bei Katastrophen und dem Wandel hin zu Wissenschafts-PR und -Marketing.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu erklären, wie sich Wissenschaftskommunikation definiert und wie sie sich über verschiedene Epochen, maßgeblich beeinflusst durch Massenmedien und gesellschaftliche Umbrüche, entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Fallbeispielen, um die Entwicklung des Forschungsfeldes nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch: Von der Nachkriegszeit über die Katastrophe in Tschernobyl, Hömbergs Konzept des "verspäteten Ressorts" bis hin zum Aufschwung um die Jahrtausendwende und der Rolle der sozialen Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsjournalismus, Digitales Zeitalter, Professionalisierung und Institutionen wie das Science Media Center.

Wie hat sich die Rolle des Wissenschaftsjournalisten durch die Digitalisierung verändert?

Durch soziale Medien und das Internet können Wissenschaftler ihre Ergebnisse nun direkt publizieren, was die Anforderungen an Journalisten erhöht und teilweise zu einem Qualitätsverlust durch Boulevardisierungstendenzen führt.

Welche Bedeutung hatte die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl für die Wissenschaftskommunikation?

Tschernobyl gilt als publizistischer GAU, der das Vertrauen in die Informationspolitik erschütterte und die Notwendigkeit einer kritischeren, fachlich fundierten Berichterstattung unterstrich.

Warum wird das Wissenschaftsressort von Walter Hömberg als "verspätetes Ressort" bezeichnet?

Hömberg begründete dies mit der Randposition und der mangelnden strukturellen Verankerung von Wissenschaftsthemen in den Redaktionen Ende der 80er Jahre.

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Details

Title
Was ist Wissenschaftskommunikation? Definition und kurze Geschichte im Nachkriegsdeutschland
College
University of Bamberg
Author
Kim Kaller (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V589367
ISBN (eBook)
9783346191229
ISBN (Book)
9783346191236
Language
German
Tags
definition geschichte nachkriegsdeutschland wissenschaftskommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim Kaller (Author), 2020, Was ist Wissenschaftskommunikation? Definition und kurze Geschichte im Nachkriegsdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/589367
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