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Intelligente Netzwerke - Von skalenfreien Netzen und Small Worlds

Titel: Intelligente Netzwerke - Von skalenfreien Netzen und Small Worlds

Referat (Ausarbeitung) , 2005 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Dorniok (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Theoretisch sind komplexe Netze und Systeme von verschiedenster Art denkbar und unterscheidbar. So zum Beispiel Nervensysteme, Ökosysteme, soziale Systeme, die Gesellschaft, Stromnetze, Transportsysteme, das Internet, das World Wide Web, die Sprache etc. Um untersuchen zu können, ob diese auf den ersten Blick grundverschiedenen und vielfältigen Konzepte von Netzen und Systemen trotzdem gemeinsame Organisationsprinzipien aufweisen und oder bestimmten Gesetzmäßigkeiten gehorchen, sind Netze als Graphen zu unterscheiden und zu operationalisieren. Graphen der Graphentheorie stellen die jeweiligen Elemente als Knoten abstrahiert in einem gedachten Netz und die Beziehungen zwischen ihnen als Fäden oder auch Kanten dar. Das Grundprinzip ist dabei also, dass einzelne Objekte, z. B. Personen oder Zellen als Knoten repräsentiert sind, zwischen denen eine Kante besteht, wenn zwischen ihnen eine bestimmte, dann näher spezifizierbare Beziehung besteht. Durch dieses Vorgehen werden die verschiedenen Netze vergleichbar. Für die Untersuchung irrelevante Unterschiede werden eliminiert und interessierende potentielle Gemeinsamkeiten werden vergleichbar.


Auf diese Weise wird deutlich, dass viele Netze ganz bestimmte Eigenschaften aufweisen. Die mathematisierte Netzwerkforschung konnte eine Pluralität von Strukturmustern feststellen, manche Prinzipien liegen vielen komplexen Systemen zugrunde. Besonders interessant sind dabei aber die skalenfreien Netze. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch eine relativ geringe Zahl von sehr großen Knoten beherrscht werden, die mit sehr vielen andern verbunden sind. Als Größe wird dabei also die Anzahl der Verbindungen, die von einem Knoten ausgehen, bezeichnet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Small Worlds

2.1. Das Milgram Experiment

2.2. Erdös

2.3 Granovetter

2.4. Baran und seine intelligenten Netzwerke

2.4. Watts und Strogatz

3. Skalenfreie Netze

3.1 Das Internet

3.2. Das World Wide Web

3.3. Weitere skalenfreie Netze

3.4. Entstehung von skalenfreien Netzen

3.5. Verhalten skalenfreier Netze bei Störungen und Angriffen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zugrunde liegenden Organisationsprinzipien komplexer Netzwerke und analysiert deren Strukturmuster, insbesondere mit Blick auf Small-World-Eigenschaften und skalenfreie Architekturen, um deren Robustheit sowie Anfälligkeit gegenüber gezielten Störungen zu verstehen.

  • Strukturtheoretische Grundlagen komplexer Netzwerke
  • Das Small-World-Konzept und seine historische Entwicklung
  • Mechanismen der Entstehung skalenfreier Netzstrukturen
  • Analyse von Hubs (Superknoten) und deren Einfluss auf die Systemstabilität
  • Resilienz von Netzwerken bei zufälligen Fehlern versus gezielten Angriffen

Auszug aus dem Buch

3.5. Verhalten skalenfreier Netze bei Störungen und Angriffen

Nach Albert, Jeong u. Barabasi ist die Redundanzfähigkeit von Netzen sehr wichtig, wenn es um potentielle Bedrohungen geht. Als Redundanzfähigkeit wird dabei die Fähigkeit verstanden, dass bestimmte Funktionen von mehreren Elementen ausgeübt werden können, so dass beim Ausfall eines Elements ein anderes Element seine Funktion übernehmen kann und so der Betrieb des Netzes erhalten bleibt. Aber allein diese Fähigkeit reicht nicht aus, um ein stabiles und robustes Netz zu konstruieren. So können zufällige Störungen und Fehler, wie das Abstürzen von Computern oder Routern, oder unkoordinierte Angriffe ein redundantes Zufallsnetzwerk schon in kleine isolierte Subnetze zerlegen, wenn auch nur 28 % der Computer zerstört wurden, also 72 % noch voll funktionsfähig sind. Und wenn jeder zwanzigste Computer zerstört ist, steigt der Durchmesser um 12 %.

Zufallsnetze zerfallen in isolierte Teilstücke, wenn man nur wenige Knoten ausschaltet. Skalenfreie Netze sind sehr robust gegen zufällig auftretende Störungen. Wenn man per Zufall bis zu 80 % aller Router im Internet ausschalten würde, könnte immer noch jeder Knoten des Netzes von jedem Knoten des Netzes erreicht werden. Ein aristokratisch organisiertes Small World Netzwerk verändert seinen Durchmesser bei einem Ausfall von 5 % der Computer noch gar nicht. Und sogar wenn die Hälfte der Knoten zerstört werden, bleibt das Netz noch als Ganzes erhalten. Es bricht also nicht abrupt zusammen, sondern wird nur langsam ausgedünnt. Der Unterschied zwischen den beiden Netzarten ist auf die Superknoten zurückzuführen, die das Web zusammenhalten. Solche Netze sind unanfälliger gegen zufällige Störungen und unkoordinierte Angriffe, so etwas geschieht im Prinzip immer irgendwo.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die graph-theoretische Betrachtung komplexer Systeme ein und definiert die zentralen Konzepte der Netzwerkforschung wie Knoten, Kanten und skalenfreie Strukturen.

2. Small Worlds: Dieses Kapitel erläutert die Theorie hinter Small-World-Netzwerken, angefangen beim Milgram-Experiment bis hin zu den mathematischen Modellen von Watts und Strogatz.

3. Skalenfreie Netze: Das Hauptkapitel untersucht spezifische Anwendungsbeispiele wie das Internet und das World Wide Web und analysiert deren Entstehungsmechanismen sowie das Verhalten bei systemkritischen Ausfällen.

Schlüsselwörter

Netzwerkforschung, Graphentheorie, Small World, Skalenfreie Netze, Superknoten, Hubs, Potenzgesetz, Selbstorganisation, Redundanz, Systemstabilität, Robustheit, Internet, World Wide Web, Komplexitätstheorie, Vernetzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse komplexer Systeme unter Verwendung der Netzwerkforschung, um gemeinsame Organisationsprinzipien in verschiedenen Feldern wie Technik, Biologie und sozialen Strukturen zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Modellierung von Netzwerken, der Übergang von zufälligen zu geordneten Strukturen (Small Worlds) sowie die Eigenschaften skalenfreier Netze.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die strukturellen Gesetzmäßigkeiten zu verstehen, die Netzwerken ihre spezifische Form geben, und zu erklären, warum diese oft zwischen völliger Ordnung und Chaos liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der Graphentheorie und der Komplexitätstheorie, ergänzt durch Computersimulationen und den Vergleich empirischer Daten, wie z.B. der Internet Movie Database.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Small-World-Konzepts und die detaillierte Analyse skalenfreier Netze, insbesondere deren Entstehung und Verhalten bei Angriffen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind skalenfreie Netze, Small World, Hubs, Potenzgesetz, Resilienz, Selbstorganisation und komplexe Systeme.

Warum sind skalenfreie Netze robuster gegen zufällige Störungen als Zufallsnetze?

Da in skalenfreien Netzen die Mehrheit der Knoten nur wenige Verbindungen besitzt, treffen zufällige Ausfälle meist diese unwichtigen Knoten, wodurch die Integrität des Gesamtsystems gewahrt bleibt.

Welche Rolle spielen "Hubs" bei gezielten Angriffen auf ein Netzwerk?

Hubs fungieren als kritische Schaltstellen. Werden diese gezielt ausgeschaltet, verliert das skalenfreie Netzwerk schnell seine Konnektivität und bricht kaskadenartig zusammen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Intelligente Netzwerke - Von skalenfreien Netzen und Small Worlds
Hochschule
Universität Bremen
Veranstaltung
Systemische Prinzipien und Interventionen in der Praxis des Change Management
Note
1,0
Autor
Daniel Dorniok (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V58291
ISBN (eBook)
9783638525282
ISBN (Buch)
9783638925242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Intelligente Netzwerke Netzen Small Worlds Systemische Prinzipien Interventionen Praxis Change Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Dorniok (Autor:in), 2005, Intelligente Netzwerke - Von skalenfreien Netzen und Small Worlds, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/58291
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Leseprobe aus  13  Seiten
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