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Lehrerbildungsstandards - Kriterien und Kritik

Title: Lehrerbildungsstandards - Kriterien und Kritik

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Ewald Bechtloff (Author), Georg Laloux (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics

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Summary Excerpt Details

Ob man sich nun für sie, gegen sie oder gar nicht zu ihnen ausgesprochen hat, Tatsache ist, dass Standards in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Der „PISA Schock“ von 2001, wenngleich er primär durch mangelnde Fähigkeit des Lesens der Studienergebnisse entstand, hat auch die Debatte um Lehrerbildungsstandards in Mitteleuropa wieder aufgeheizt und vorangetrieben, welche nun im Rahmen dieser Seminararbeit behandelt werden soll. Wir gehen grundsätzlich nicht auf einzelne Standards (außer sie dienen als Beispiel) ein, sondern besprechen, ob Lehrerbildungsstandards generell zu begrüßen sind. Ohne dem allwissenden „kommt drauf an“, dass jede sinnvolle Argumentation ob seiner Allgemeingültigkeit jäh beendet. Im Entstehungsprozess von Standards verweilen wir daher primär in der Phase vor ihrer Zeugung und wollen Überlegungen anstellen, ob und wo sie überhaupt sinnvoll und wünschenswert wären. Der Aufbau der hier vorliegenden Seminararbeit gestaltet sich wie folgt: Um einen Überblick über die nationalen Zugänge zu geben werden kurz implementierte Standards aus verschiedenen Ländern (USA, England, Schweiz und Finnland) umrissen. Um die Konsequenzen einer Einführung von Lehrerbildungsstandards zu beleuchten, werden die verschiedenen Funktionen, welche diese erfüllen (sollten) vorgestellt. Eine zentrale Rolle im Standarddiskurs spielt Oser, welcher vier Kriterien formuliert hat, denen Standards genügen müssen. Seine Ausführungen stellen den nächsten Punkt dar. Ausgehend von dieser Hinführung wollen wir danach einige Grundsatzüberlegungen, was denn Standards in der Lehrerbildung sein sollen, können und müssen und ob sie überhaupt und wenn ja in welchen Bereichen wünschenswert sind, anstellen. Vielleicht nur soviel vorab: Es gibt sicher stärkere Befürworter ihrer Einführung als uns, weshalb der Unterton ein eher kritischer sein wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Länderspezifische Unterschiede bei Standards in der Lehrerbildung

USA: 5

England:

Schweiz:

Finnland:

2. Funktionen von Standards

3. Die vier Kriterien

3.1 Zu den vier Kriterien am Beispiel der Leistungsmessung

a) Das Kriterium der Theorie

b) Das Kriterium der Empirie

c) Das Kriterium der Qualität

d) Das Kriterium einer immer schon vorhandenen Praxis

3.2 Vernetzung der vier Kriterien

4. Grundsatzfrage: Was lässt sich überhaupt standardisieren?

• Fachkompetenz

• Didaktische Kompetenz.

• Klassenführungskompetenz

• Diagnostische Kompetenz

Exkurs: Mustervortragsnetzwerk (am Beispiel des Buchhaltungsunterrichts)

5. Zur Formulierung von Standards

Beispiel: Ein konkreter Mindeststandard im Buchhaltungsunterricht

6. Überprüfung von Standards

7. Internationale Standardkritik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit von Lehrerbildungsstandards. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob und in welchen Bereichen eine Standardisierung der Lehrerbildung tatsächlich wünschenswert ist, ohne die Individualität der Lehrkräfte einzuschränken.

  • Internationaler Vergleich von Standardisierungsansätzen in der Lehrerbildung.
  • Analyse der Funktionen von Standards (Orientierung, Qualitätssicherung, Professionalisierung).
  • Diskussion der vier zentralen Kriterien für Standards nach Fritz Oser.
  • Kritische Reflexion über die Standardisierbarkeit spezifischer Lehrkompetenzen.
  • Problematisierung von Überprüfungsverfahren und Gefahren der Expertokratie.

Auszug aus dem Buch

4. Grundsatzfrage: Was lässt sich überhaupt standardisieren?

Standards der Lehrerbildung bedingen immer eine gewisse Gleichschaltung von Kompetenzniveaus. Es ist daher, eigentlich noch vor jeder Definition eines Standards, die Frage zu behandeln, was denn nun überhaupt standardisiert werden soll! Je mehr Kompetenzen je strengeren Standards unterworfen werden, desto weiter bewegt sich der Lehrer zum personenlosen Vortragsroboter, vom „Classroom-„ zum „Facility Manager“. Ohne George Orwell unnötig strapazieren zu wollen – aber eine personifizierte Unterrichtsmaschine, ein normtextvortragender Lehrstoffzombie kann auch nur ebenso genormten Schülern in den „Fünf Stunden des Unterrichts“ etwas vermitteln.

Helmke schreibt in seinem Modell der Einflussfaktoren auf guten Unterricht der Lehrperson verschiedene Kompetenzen zu: Fach, Didaktische-, Klassenführungs-, Diagonostische Kompetenz. Sowie einige Persönlichkeitsfaktoren: Engagement, Pädagogische Orientierung, Selsbtwirksamkeit, Subjektive Theorien, Geduld, Humor. Da die Autoren dieser Arbeit diese Aufzählung subjektiv auch für gelungen empfinden, sei der folgende Abschnitt auf ihnen aufgebaut.

Gleich zu Beginn sei der gesamte Bereich der Persönlichkeitsfaktoren ausgeklammert. Wir sind der Meinung, dass all dies NIE standardisiert werden DARF. Auch wenn manche in der Lehrerbildung auch an diesem Haus versuchen, die pädagogische Orientierung der Studierenden in die ein oder andere Richtung zu lenken, muss es immer bei der Lehrperson selbst liegen, die letzte Entscheidung darüber zu treffen. Oder etwa der Faktor Humor oder Geduld – der Mensch darf nie aus dem Lehrer wegstandardisiert werden. Wobei in diesen Bereichen die Gefahr einer Standardisierung ob ihrer faktischen Unmöglichkeit wohl praktisch nicht gegeben ist; niemand wird ernsthaft die Idee vertreten, etwa wie bei der ORF Sendung „Wer lacht gewinnt“ die Lachsekunden in der Klasse zu messen um den Standard „Der Lehrer muss seine Schüler jede Stunde XX Sekunden zum Lachen bringen“ zu überprüfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Länderspezifische Unterschiede bei Standards in der Lehrerbildung: Ein Überblick über die Ansätze in den USA, England, der Schweiz und Finnland, die jeweils eigene Schwerpunkte in der Standardisierung setzen.

2. Funktionen von Standards: Erläutert die Aufgaben von Standards wie Orientierung, Reform, Professionalisierung und Evaluation im Bildungssektor.

3. Die vier Kriterien: Stellt das Modell von Fritz Oser vor, das Standards an Theorie, Empirie, Qualität und Praxis rückbindet.

4. Grundsatzfrage: Was lässt sich überhaupt standardisieren?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, welche Kompetenzbereiche (Fach, Didaktik, Klassenführung, Diagnose) normierbar sind.

Exkurs: Mustervortragsnetzwerk (am Beispiel des Buchhaltungsunterrichts): Diskutiert die Vision eines Austauschs didaktisch hochwertiger Lehrmaterialien und Ansätze.

5. Zur Formulierung von Standards: Befasst sich mit der Gefahr der Komplexitätsreduktion und plädiert für Mindeststandards statt starrer Vorgaben.

6. Überprüfung von Standards: Analysiert die Problematik, wie die Umsetzung von Standards sinnvoll und ohne rein subjektive Verzerrungen evaluiert werden kann.

7. Internationale Standardkritik: Fasst Kritikpunkte wie mangelnde empirische Basis, theoretische Lücken und Gefahren der Expertokratie zusammen.

Schlüsselwörter

Lehrerbildung, Standards, Standardisierung, Professionalisierung, Fritz Oser, Kompetenz, Didaktik, Inputsteuerung, Outputorientierung, Qualitätsmerkmale, Fachkompetenz, Bildungsreform, Expertokratie, Mindeststandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Einführung von Standards in der Lehrerbildung und hinterfragt deren Notwendigkeit sowie deren Auswirkung auf die Professionalität von Lehrkräften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der internationalen Entwicklung von Standards, der theoretischen Fundierung durch Fritz Oser und der praktischen Umsetzbarkeit im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Reflexion darüber, ob Standardisierungen in der Lehrerbildung sinnvoll sind und in welchem Umfang sie stattfinden sollten, ohne den Menschen als Individuum im Lehrer zu verdrängen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse, kombiniert mit einer kritischen Reflexion bestehender theoretischer Modelle und einem Praxisexkurs aus dem Buchhaltungsunterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert nationale Zugänge, die Funktionen von Standards, Kriterien zur Standardentwicklung sowie die Problematiken der Standardisierung verschiedener Kompetenzbereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Lehrerbildung, Standards, Professionalisierung, Kompetenzmodell, Didaktik und Standardisierungskritik sind die zentralen Begriffe.

Warum kritisieren die Autoren die „Expertokratie“ bei der Standardentwicklung?

Sie warnen davor, dass wichtige bildungspolitische Entscheidungen nur von Experten getroffen werden und sich der öffentlichen Debatte entziehen, während Praktiker an der Basis oft zu wenig einbezogen werden.

Welche Lösung schlagen die Autoren für das Problem der „Überstandardisierung“ vor?

Sie plädieren dafür, Lehrerbildungsstandards konsequent als Mindeststandards zu formulieren, um den größten gemeinsamen Nenner so klein wie möglich zu halten und Raum für individuelle pädagogische Freiheit zu lassen.

Warum ist die Überprüfung von Standards laut den Autoren so schwierig?

Die Autoren bemängeln, dass es derzeit keine adäquate Methode gibt, um verhaltensbezogene Standards objektiv zu messen, ohne entweder nur oberflächliche Meinungsbilder zu erfassen oder die Komplexität des Unterrichts zu ignorieren.

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Details

Title
Lehrerbildungsstandards - Kriterien und Kritik
College
Vienna University of Economics and Business  (Institut für Wirtschaftspädgagogik)
Grade
Gut
Authors
Ewald Bechtloff (Author), Georg Laloux (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V57556
ISBN (eBook)
9783638519991
ISBN (Book)
9783656793762
Language
German
Tags
Lehrerbildungsstandards Kriterien Kritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ewald Bechtloff (Author), Georg Laloux (Author), 2006, Lehrerbildungsstandards - Kriterien und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/57556
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