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Mode als didaktischer Gegenstand im handlungsorientierten Geschichtsunterricht

Wie reagieren Menschen auf politische und kulturelle Phänomene in der Gestaltung ihrer Selbst?

Titel: Mode als didaktischer Gegenstand im handlungsorientierten Geschichtsunterricht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vanessa Esser (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema „Mode“ und deren fachwissenschaftliche und fachdidaktische Einbindung in den Geschichtsunterricht. In diesem Zusammenhang rückt die gegenwärtige bildungspolitische Diskussion nach PISA und deren Bedeutung für die Geschichtsdidaktik ins Zentrum der Betrachtung. Die Bildungspolitik fordert in diesem Kontext anstelle einer allgemeinen fächerübergreifenden Zielvorstellung, die Formulierung fachspezifischer Ziele. Für das Fach Geschichte sollen demnach Bildungsstandards formuliert werden, die festlegen, welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche zu einer bestimmten Jahrgangsstufe mindestens erreicht haben müssen. Dabei liegt diesem Kompetenzkonzept jedoch ein breit gefächerter Wissensbegriff zugrunde, der sich nach PISA deutlich von einem umgangssprachlichen Wissensbegriff, in welchem Wissen auf reproduzierbares Faktenwissen reduziert wird, absetzt. Das Ziel des Geschichtsunterrichts ist demzufolge nicht nur das Faktenlernen, sondern das Erlernen bestimmter Fähigkeiten im Umgang mit Vergangenheit. Dieses Ziel des historischen Lernens, wird im Folgenden noch expliziter dargestellt. Die Anforderungen an die Geschichtsdidaktik, die sich aus diesem neuen Kompetenzkonzept ergeben, werden ebenfalls transparent gemacht und am Beispiel der Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht veranschaulicht. Um die Mode als Gegenstand des Geschichtsunterrichts dabei mit in den Blick zu nehmen, soll der Begriff der Mode von einer oberflächlich betrachteten Ebene auf eine Ebene übertragen werden, die historische Sachverhalte reflektiert. Hierzu wird die Mode im Folgenden aus kulturhistorischer Sicht analysiert. Die Betrachtung der Mode auf dieser Ebene, soll vor allem dazu dienen, sich dem angestrebten Ziel historischen Lernens im Geschichtsunterricht zu nähern. Inwieweit dieses Ziel durch die gewählte Form und Thematik des handlungsorientierten Geschichtsunterrichts umgesetzt werden kann, soll im Verlauf der schriftlichen Darstellung geklärt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Mode als Gegenstand des Geschichtsunterricht

3. Fachdidaktische Aspekte historischen Lernens

3.1 Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht

3.2 Die Mode im fachdidaktischen Kontext

3.2.1 Die Mode der Französischen Revolution

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten, das Thema „Mode“ als kulturhistorischen Gegenstand in den handlungsorientierten Geschichtsunterricht zu integrieren, um ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein bei Schülern zu fördern. Dabei wird analysiert, wie durch die Auseinandersetzung mit historischer Kleidung fachspezifische Kompetenzen wie Perspektivenübernahme, Fremdverstehen und die Erkenntnis über soziale sowie politische Strukturen vermittelt werden können.

  • Fachdidaktische Einbindung des Modethemas in den Geschichtsunterricht
  • Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins durch Handlungsorientierung
  • Bedeutung der Mode als Indikator für soziale Stratifikation und Zeitgeist
  • Methodische Ansätze zur Verknüpfung von Subjekt- und Objektebene
  • Fallbeispiel: Die Mode als Ausdruck politischer und kultureller Umbrüche in der Französischen Revolution

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Mode der Französischen Revolution

Die Hauptursachen der Französischen Revolution liegen einerseits in dem immer anachronistischer werdenden System des Ancien Regime, mit seinen ökonomischen Schwierigkeiten und andererseits in der geistigen Bewegung der Aufklärung. Der Kulturhistoriker Max von Boehn formuliert in diesem Zusammenhang, dass die Sehnsucht der Menschen nach neuen Lebensformen ihren Ausdruck zuerst in der Kleidung fand. Der Ruf Rousseaus nach der Zurückführung der staatlichen und gesellschaftlichen Zustände zur Natur bedeutete für die Kleidung den Sieg des Gesunden, Vernünftigen und Zweckentsprechenden. Die neuen Ideen von Natur und Freiheit drückten sich, so Boehn, als erstes in der Opposition gegen die herrschende Hoftracht aus. „Die Revolution begann mit einer Empörung gegen Schnürleib und Reifrock, Puder und Stöckelschuh“.

Die Bestrebungen nach bequemeren Schnitten, deckten sich mit dem Feldzug der Ärzte gegen das Gesundheitsschädliche der männlichen und weiblichen Kleidung. So wurde u.a. die Schädlichkeit der Schnürbrust und die Nachteile der hohen Absätze postuliert. Neben diesen Bestrebungen nach bequemer und natürlicher Kleidung, die in Opposition gegen die royalistische Mode zu verstehen waren, wuchsen die Gedanken einer Nationalkleidung. Boehn merkt an dieser Stelle an, dass in Zeiten besonderer politischer Erregung immer wieder der Wunsch nach „patriotischer“, „nationaler“ Kleidung geäußert wurde. So war folglich eine der ersten Taten der französischen Nationalversammlung die Abschaffung aller Standesunterschiede in der Kleidung. Für den dritten Stand bedeutete dies nach Boehn den Sieg auf ganzer Linie. Damit war das erste Vorrecht der privilegierten Klasse gefallen. König formuliert in diesem Zusammenhang, dass mit dem Zusammenbrechen des modischen Privilegienschutzes, allmählich der Schutz der übrigen politischen Privilegien der alten Oberklassen verfiel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Themas „Mode“ für die Geschichtsdidaktik ein und verknüpft diese mit den Anforderungen moderner Bildungsstandards nach PISA.

2. Die Mode als Gegenstand des Geschichtsunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet Mode als komplexes Phänomen, das nicht nur oberflächlich betrachtet, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklung verstanden werden sollte.

3. Fachdidaktische Aspekte historischen Lernens: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Geschichtsbewusstseins nach Pandel und von Reeken dargelegt, insbesondere im Hinblick auf den handlungsorientierten Unterricht.

3.1 Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht: Dieses Unterkapitel analysiert das fachdidaktische Prinzip der Handlungsorientierung als Methode, um die Lernlogik der Schüler mit der Sachlogik historischer Themen zu verbinden.

3.2 Die Mode im fachdidaktischen Kontext: Es wird diskutiert, wie die Mode konkret als Unterrichtsmotiv genutzt werden kann, um Dimensionen wie das ökonomische, Wandel- und Identitätsbewusstsein zu schulen.

3.2.1 Die Mode der Französischen Revolution: An diesem konkreten Fallbeispiel wird verdeutlicht, wie sich politische Umbrüche und gesellschaftliche Veränderungen in der Kleidung manifestierten.

4. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Thematisierung von Mode die Empathie und das Verständnis für vergangene Lebenswelten fördert und somit einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsbildung leistet.

Schlüsselwörter

Geschichtsdidaktik, Mode, Handlungsorientierung, Geschichtsbewusstsein, Französische Revolution, Identitätsbildung, Historizität, PISA, Fremdverstehen, Perspektivenübernahme, Subjektebene, Objektebene, Kulturgeschichte, Sachlogik, Lernlogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Einbindung des Themas „Mode“ in den Geschichtsunterricht aus kulturhistorischer und fachdidaktischer Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft Geschichtsdidaktik, Mode als soziales Phänomen und das Prinzip der Handlungsorientierung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Thema „Mode“ genutzt werden kann, um bei Schülern ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein und historische Kompetenzen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung geschichtsdidaktischer Modelle (Pandel, von Reeken) sowie einer exemplarischen Analyse am Beispiel der Mode der Französischen Revolution.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert fachdidaktische Aspekte des historischen Lernens, erläutert die Bedeutung der Handlungsorientierung und veranschaulicht diese durch die kulturhistorische Betrachtung von Modeepochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Geschichtsdidaktik, Handlungsorientierung, Geschichtsbewusstsein, Identitätsbildung und Historizität.

Wie unterscheidet sich die Modebetrachtung in der Französischen Revolution von anderen Epochen?

In der Französischen Revolution wurde die Mode durch den Kampf gegen Standesunterschiede und den Wunsch nach „Natürlichkeit“ radikal politisiert, was die Kleidung zum unmittelbaren Ausdruck gesellschaftlicher Umbrüche machte.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Subjekt- und Objektebene eine so große Rolle?

Völkel betont, dass echtes historisches Lernen erst stattfindet, wenn Schüler die Verbindung zwischen ihren eigenen Erfahrungen in der Gegenwart (Subjektebene) und den Lebensverhältnissen der Menschen in der Vergangenheit (Objektebene) aktiv herstellen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mode als didaktischer Gegenstand im handlungsorientierten Geschichtsunterricht
Untertitel
Wie reagieren Menschen auf politische und kulturelle Phänomene in der Gestaltung ihrer Selbst?
Hochschule
Universität zu Köln  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Hauptseminar zur Geschichtsdidaktik
Note
1,0
Autor
Vanessa Esser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
25
Katalognummer
V57317
ISBN (eBook)
9783638518161
ISBN (Buch)
9783656768852
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mode Geschichtsunterricht Menschen Phänomene Gestaltung Selbst Mode Gegenstand Unterricht Hauptseminar Geschichtsdidaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Esser (Autor:in), 2006, Mode als didaktischer Gegenstand im handlungsorientierten Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/57317
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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