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Die Sozialisation des Ärgers und ihre Bedeutung (für die psychische Gesundheit)

Titel: Die Sozialisation des Ärgers und ihre Bedeutung (für die psychische Gesundheit)

Seminararbeit , 2002 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Daniela Herbst (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In unserer alltäglichen Kommunikation verwenden wir häufig Begriffe, deren Bedeutung uns intuitiv zwar bekannt ist, die tatsächlich zu definieren uns allerdings äußert schwer fällt. Zu dieser Kategorie gehört auch der das Wort Ärger. Uns allen ist seit unserer frühesten Kindheit das Bild des Rumpelstilzchens geläufig, dass wütend stampft, zetert und sich schließlich entzweireißt.
In dieser geradezu prototypischen und sehr überspitzt dargestellter Form ist die Ärgeremotion jedoch kaum anzutreffen, deshalb scheint es zunächst nötig sie genauer zu klassifizieren und gegen ähnliche Gefühlsklassen abzugrenzen. Um die Definition des Ärgers abzurunden, bietet es sich des Weiteren an, ihre Ausdrucksformen zu erfassen und die Einbettung in unser Alltagsleben mit einzubeziehen. Dies soll zum einen durch eine nähere Beleuchtung des bedeutenden Werkes „The expression of the emotions in man and animals“ von Charles Darwin geschehen, das 1872 erschienen ist. Die darin, vielfach heute noch gültige Beobachtungen, zum Ausdruck von Hass (hatred) und Zorn (anger) sind als Schablonen verwendbar und erleichtern den Zugang zu diesem Bereich erheblich. Zum anderen erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem sogenannten „AHA-Syndrom“.
Bisher wurde nur die Emotion als solche angesprochen, da der Mensch aber ein soziales Wesen ist, sind sein Verhalten und somit auch seine Gefühle auch im Kontext der ihn umgebenden Gesellschaft beziehungsweise Kultur zu betrachten.
Zusammengefasst unter dem Begriff Sozialisation soll deshalb die Frage nach der Art und Weise wie der Umgang mit Ärger vermittelt wird geklärt werden, aber auch durch welche Träger, wie hoch ihr jeweiliger Einfluss ist und in welchen Phasen dies geschieht. Dabei liegt das Augenmerk sowohl auf allgemeinen Aspekten, wie auch auf kulturellen und geschlechtsspezifischen Unterschieden. In letzter Konsequenz gilt es dann zu analysieren, worin die Bedeutung einer sozialisierten Ärger-Emotion nun liegt und welche Gefahren eine fehlerhafte Vermittlung, unter anderem für die psychische Gesundheit, birgt.
Eingebettet in die vorliegende Darstellung sollen zudem zwei sehr unterschiedliche Forschungsarbeiten etwas genauer in den Blick gerückt werden: Die Untersuchung des Linguisten Kövecses sowie die Längsschnittstudie der beiden Forscherinnen Miller und Sperry.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Definition, Abgrenzung und Einbindung der Ärger-Emotion

1.1. Die Definition und Spezifikation des Ärgers

1.2. Die Abgrenzungsschwierigkeiten und der Ärgerausdruck nach Darwin

1.3. Die Einbindung der Ärger-Emotion: das AHA-Syndrom

1.4. Exkurs: Die Bedeutung der Sprache: Metaphern und Metonymien

2. Die Sozialisation der Ärger-Emotion

2.1. Die Sozialisation und ihre Träger

2.2. Exkurs: Die Studie von Miller und Sperry

2.3. Die Frage nach der Reichweite der Sozialisation

2.4. Die Richtung der Sozialisation und ihre verschiedenen Phasen

2.5. Die geschlechtsspezifische Sozialisation der Ärger-Emotion

3. Die Bedeutung der Sozialisation des Ärgers (für die psychische Gesundheit)

3.1. Die entscheidenden Funktionen des sozialisierten Ärgers

3.2. Der Ärger als Zustand oder als Eigenschaft

3.3. Die Verstärkungs- gegen die Abfuhr-Hypothese

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit untersucht den Prozess der Sozialisation von Ärger und dessen tiefgreifende Bedeutung für die psychische Gesundheit des Einzelnen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch gesellschaftliche Instanzen und interpersonelle Erfahrungen vermittelt wird, angemessen mit Ärger-Emotionen umzugehen, und welche gesundheitlichen Konsequenzen eine fehlerhafte Sozialisation nach sich ziehen kann.

  • Definition und theoretische Einordnung der Emotion Ärger.
  • Analyse der Sozialisationsinstanzen und deren Einfluss auf den Ärgerausdruck.
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Prägungen im Umgang mit Wut.
  • Vergleich der Auswirkungen von unterdrücktem Ärger versus exzessiver Aggressivität.
  • Psychologische Bedeutung der funktionalen Ärgerregulation für die psychische Gesundheit.

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Definition und Spezifikation des Ärgers

Wut, Zorn, Frustriertsein, Empörung, Unmut und noch einige weitere Begriffe, die in diesem Zusammenhang auftreten, sind alle Varianten derselben Emotion. Neid, Eifersucht oder Enttäuschung, die sehr ähnlich anmuten sind es dagegen nicht. Der Unterschied liegt darin, daß erstere zwar verschieden Stärken oder situationsbedingte Abstufungen aufweisen, trotzdem aber alle ein und dieselbe Typspezifikation teilen:2

Sie entsprechen sich zum einen in der Bewertungsreaktion, die sich in der Unzufriedenheit mit einem unerwünschten Ereignis ausdrückt. Zum anderen findet sich eine Übereinstimmung in dem intentionalen Objekt der Bewertung, nämlich die Zuschreibung der Unzufriedenheit auf das tadelnswerte Tun oder Lassen eines anderen. In Folge dessen läßt sich jede Gefühlsschattierung, die eine Verbindung zwischen einer Leid- und einer Vorwurf-Emotion darstellt, dem Ärger eindeutig zuordnen.

Basierend auf empirischen Befunden, denen eine Fragebogen-Untersuchung zugrunde liegt, lassen sich außerdem bestimmte Merkmale finden, die als typisch – typisch, da trotz der interkulturellen Ausrichtung der Studie kaum Abweichungen bestehen – angesehen werden können:3

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Definition, Abgrenzung und Einbindung der Ärger-Emotion: Dieses Kapitel spezifiziert Ärger als eine soziale Emotion, die aus Leid und Vorwurf besteht, und grenzt sie mithilfe darwinscher Beobachtungen sowie des AHA-Syndroms von anderen Gefühlszuständen ab.

2. Die Sozialisation der Ärger-Emotion: Hier wird der Prozess untersucht, wie Individuen durch Erziehung und gesellschaftliche Instanzen lernen, ihren Ärger zu kontrollieren, wobei insbesondere die Studie von Miller und Sperry sowie geschlechtsspezifische Unterschiede hervorgehoben werden.

3. Die Bedeutung der Sozialisation des Ärgers (für die psychische Gesundheit): Der abschließende Teil beleuchtet die Funktionen eines sozialisierten Ärgers und diskutiert, warum sowohl Unterdrückung als auch unkontrollierte Entladung zu psychosomatischen Problemen und gestörten sozialen Beziehungen führen können.

Schlüsselwörter

Ärger, Sozialisation, Aggression, Emotion, Ärgerausdruck, Psychische Gesundheit, AHA-Syndrom, Geschlechterrolle, Verhaltensänderung, Alexithymie, Gefühlsschablonen, Selbstverteidigung, psychosomatische Krankheiten, Zustand, Eigenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Sozialisation der Emotion Ärger und analysiert, wie Menschen lernen, diese Emotion in ihre Persönlichkeit und ihr Sozialverhalten zu integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Ärgers, dem Sozialisationsprozess durch Familie und Gesellschaft, den geschlechtsspezifischen Unterschieden im Ausdruck von Wut sowie den gesundheitlichen Auswirkungen der Ärgerregulation.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, warum eine angemessene Sozialisation des Ärgers essenziell für die psychische Gesundheit ist und welche Folgen eine fehlerhafte Vermittlung von Ärgerausdrücken haben kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse psychologischer Fachliteratur, inklusive der Auswertung von Längsschnittstudien (wie jener von Miller und Sperry) sowie empirischen Statistiken zur Aggression an Schulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung der Ärger-Emotion, die detaillierte Darstellung von Sozialisationsinstanzen und deren Methoden sowie eine Diskussion über die gesundheitlichen Risiken von Unterdrückung versus ungebremster Entladung (Verstärkungs- vs. Abfuhr-Hypothese).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind Sozialisation, Ärger-Emotion, Aggression, psychische Gesundheit, Geschlechterrolle, Alexithymie und emotionale Regulation.

Wie unterscheidet sich die Sozialisation bei Mädchen und Jungen laut der Arbeit?

Die Autorin verdeutlicht, dass Ärger bei Jungen oft als Stärke interpretiert wird, während er bei Mädchen eher als unziemlich gilt, was zu unterschiedlichen Ausdrucksweisen und damit verbundenen psychischen Belastungen führt.

Was besagt die erwähnte Verstärkungs- gegen die Abfuhr-Hypothese?

Die Verstärkungshypothese besagt, dass das Ausleben von Ärger den Ärger selbst steigert, während die Abfuhrhypothese (Katharsis) annimmt, dass physische Entladungen den Erregungszustand reduzieren können, wobei die Forschung hier oft zu Blockaden und psychosomatischen Folgen neigt.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sozialisation des Ärgers und ihre Bedeutung (für die psychische Gesundheit)
Hochschule
University of Sheffield
Note
1,0
Autor
Magistra Artium Daniela Herbst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
39
Katalognummer
V56543
ISBN (eBook)
9783638511988
ISBN (Buch)
9783638683241
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialisation Bedeutung Gesundheit)
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magistra Artium Daniela Herbst (Autor:in), 2002, Die Sozialisation des Ärgers und ihre Bedeutung (für die psychische Gesundheit), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/56543
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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