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Die Kontrollprozesstheorie von Carver und Scheier: Hilfreiche Neuerung oder Pseudoinnovation?

Titel: Die Kontrollprozesstheorie von Carver und Scheier: Hilfreiche Neuerung oder Pseudoinnovation?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Simon Gall (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der Kontrollprozesstheorie von Carver & Scheier handelt es sich um eine Theorie, die versucht die Entstehung und Funktion von Emotionen beim menschlichen Handeln zu erklären, indem sie frühere von einander unabhängige Ansätze zum menschlichen Verhalten miteinander verknüpft. Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob diese Theorie wirklich eine Neuerung darstellt. Bedienen sich Carver & Scheier lediglich bei ihren Vorgängern, oder ermöglicht ihre Verknüpfung verschiedener Ansätze eine neue Sichtweise auf die Entstehung von Emotionen? Ich werde im Folgenden versuchen, diese Frage zu beantworten, indem ich zunächst die grundlegenden Theorien, auf denen Carver & Scheiers Ansatz aufbaut, präsentiere. Danach werde ich ihre Kontrollprozesstheorie erläutern und untersuchen, worin die neue Idee ihres Ansatzes besteht. Am Ende dieser Arbeit werde ich schließlich versuchen, ein Urteil abzugeben, indem ich die Theorie mit ihren Schwachstellen konfrontiere und diese diskutiere.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Emotionsbegriffs

3. Einordnung der Theorie

4. Grundlegende Theorien

4.1. Das TOTE-Modell

4.2. Die Hierarchische Organisation des Verhaltens

4.3. Selbstaufmerksamkeit und Erwartungen

5. Die Kontrollprozesstheorie

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kontrollprozesstheorie von Carver & Scheier mit dem Ziel zu klären, ob es sich bei diesem Modell um einen innovativen theoretischen Ansatz handelt oder lediglich um eine Zusammenführung bestehender psychologischer Konzepte. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Überprüfung, ob die Verknüpfung bekannter Theorien durch Carver & Scheier eine genuine neue Sichtweise auf die Entstehung und Funktion von Emotionen im menschlichen Handeln ermöglicht.

  • Die kybernetischen Grundlagen und das TOTE-Modell
  • Die hierarchische Organisation von Verhalten nach Powers
  • Die Rolle von Selbstaufmerksamkeit und Erwartungen in der Motivationspsychologie
  • Der Mechanismus von "Action Loop" und "Meta Loop" zur Emotionsgenese
  • Kritische Diskussion der Kontroversen und Grenzen der Theorie

Auszug aus dem Buch

5. Die Kontrollprozesstheorie

Carver & Scheier (1990) gehen in ihrer Kontrollprozesstheorie davon aus, dass jedes intentionale Verhalten, wie z.B. das Problemlösen, Merkmale eines Kontrollsystems mit einer Rückkopplungsschleife aufweist. Ihre Theorie stellt damit, ebenso wie Powers Modell (siehe Kap. 4.2. ) eine Erweiterung des Ansatzes von Miller et al. (sieh Kap. 4.1.) dar. Nach Carver & Scheier bauen Menschen fortlaufend kurz- oder längerfristige Ziele, Verhaltensstandards und Intentionen auf, die dann als Bezguswerte für ihr Verhalten dienen. Handeln Menschen, überwachen sie ihre Aktionen und vergleichen diese mit den situationsspezifischen Bezugswerten. Wird bei diesem Vergleich eine Diskrepanz zwischen Ist- und Sollwert festgestellt, versuchen sie, ihr Verhalten in Richtung der Bezugswerte zu verändern, um die Diskrepanz zu reduzieren. Eine auf das Selbst gerichtete Aufmerksamkeit führt dabei zu einer Intensivierung des Vergleichs und somit dazu, dass Diskrepanzen verstärkt wahrgenommen und reduziert werden (Carver & Scheier, 1990).

Wie schon Powers (1973) gehen Carver und Scheier von einer hierarchischen Organisation des Verhaltens aus. Hierbei übernehmen sie die höchsten vier Ebenen aus Powers Modell. Das menschliche Verhalten besteht für sie somit aus Systemkonzepten, Prinzipien, Programmen und Sequenzen. Auch hier bestimmen die höheren Ziele den Inhalt der untergeordneten Ebenen. Das heisst, Sequenzen stehen im Dienste der Programme, diese wiederum im Dienste der Prinzipien und Prinzipien dienen dem übergeordneten Selbstbild.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung vor, ob die Kontrollprozesstheorie eine echte Neuerung darstellt oder nur bestehende Ansätze verknüpft, und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Definition des Emotionsbegriffs: Das Kapitel beleuchtet die etymologische Herkunft des Begriffs Emotion und diskutiert verschiedene wissenschaftliche Definitionsansätze sowie die Abgrenzung zum englischen Begriff des "Affect".

3. Einordnung der Theorie: Hier wird die Theorie mittels des Rubikon-Modells von Heckhausen und Gollwitzer in den Bereich der motivationalen und volitionalen Handlungsphasen eingeordnet und von der Attributionstheorie abgegrenzt.

4. Grundlegende Theorien: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Fundamente, insbesondere das TOTE-Modell, das hierarchische Verhaltensmodell nach Powers sowie die Konzepte von Selbstaufmerksamkeit und Erwartungen.

5. Die Kontrollprozesstheorie: Das Kernkapitel beschreibt das Funktionsprinzip der Kontrollprozesstheorie durch die Konzepte des "Action Loop" und des "Meta Loop" zur Entstehung von Emotionen.

6. Schlussbemerkungen: Das Fazit bewertet die Theorie kritisch, diskutiert die aufgeworfenen Kontroversen anhand eines Alltagsbeispiels und kommt zu dem Schluss, dass es sich um eine stimmige und sinnvolle Verknüpfung handelt.

Schlüsselwörter

Kontrollprozesstheorie, Carver & Scheier, Emotionsgenese, Kybernetik, TOTE-Modell, Verhaltenshierarchie, Action Loop, Meta Loop, Selbstregulation, Motivationspsychologie, Diskrepanzreduktion, Rubikon-Modell, Handlungstheorie, Kognitionspsychologie, Intentionales Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kontrollprozesstheorie von Carver & Scheier und untersucht deren theoretischen Mehrwert in der Psychologie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der hierarchischen Organisation von Verhalten, kybernetischen Feedbackmodellen und der Art und Weise, wie menschliches Handeln Emotionen generiert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die Theorie eine eigenständige Neuerung darstellt oder lediglich eine Kombination bereits existierender, unabhängiger Forschungsansätze ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse und Einordnung bestehender Theorien, kombiniert mit einer kritischen Diskussion und Veranschaulichung anhand von Alltagsbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Herleitung der Kontrollprozesstheorie aus Modellen wie dem TOTE-Konzept sowie der detaillierten Beschreibung der Emotionsentstehung über den "Meta Loop".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kontrollprozesstheorie, Emotionsgenese, Diskrepanzreduktion, Verhaltenshierarchie und Selbstregulation.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem "Meta Loop"?

Der "Meta Loop" ist ein Überwachungsprozess, der die Geschwindigkeit der Diskrepanzreduktion prüft und je nach Ergebnis positive, neutrale oder negative Emotionen auslöst.

Wie unterscheidet der Autor zwischen routinierten Handlungen und Problemsituationen?

Der Autor argumentiert, dass bei reibungslosen Routinen keine Emotionen entstehen, während Problemsituationen den "Meta Loop" aktivieren und eine Neubewertung der Zielerreichung erzwingen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Kontrollprozesstheorie von Carver und Scheier: Hilfreiche Neuerung oder Pseudoinnovation?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Kognition und Kommunikation)
Veranstaltung
Angewandte Kognitionspsychologie: Problemlösen und Handeln in CBT
Note
1,3
Autor
Simon Gall (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V56330
ISBN (eBook)
9783638510363
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kontrollprozesstheorie Carver Scheier Hilfreiche Neuerung Pseudoinnovation Angewandte Kognitionspsychologie Problemlösen Handeln
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Gall (Autor:in), 2006, Die Kontrollprozesstheorie von Carver und Scheier: Hilfreiche Neuerung oder Pseudoinnovation?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/56330
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Leseprobe aus  21  Seiten
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