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Darstellung der Restaurationsgesellschaft in Stendhals "Le Rouge et Le Noir"

Titel: Darstellung der Restaurationsgesellschaft in Stendhals "Le Rouge et Le Noir"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dorothee Korspeter (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

STENDHAL wollte mit seinem Roman Le Rouge et Le Noir die französische Gesellschaft seiner Zeit spiegeln. Nach AUERBACH ist ihm dies auch gelungen. „Die Charaktere, Haltungen und Verhältnisse der handelnden Personen sind also aufs engste mit den zeitgeschichtlichen Umständen verknüpft; zeitgeschichtliche politische und soziale Bindungen sind auf eine so genaue und reale Weise in die Handlung verwoben, wie dies in keinem früheren Roman […] der Fall war.“(Auerbach, Erich: Mimesis. Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur. S. 425) Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, herauszufinden, wie die französische Restaurationsgesellschaft von STENDHAL im Roman dargestellt wird. Dabei muss neben der gerühmten Zuverlässigkeit in der Darstellung der Gesellschaft berücksichtigt werden, dass STENDHAL aus subjektiver Sicht mit ironisierenden Kommentaren und Leseranreden schreibt.
In der Arbeit sollen die vier folgenden Fragen beantwortet werden: Wie verhält sich die französische Adelsgesellschaft nach der endgültigen Trennung vom Absolutismus? Welche Bedeutung hat der Adel für die übrigen Gesellschaftsschichten? Welche Tugenden verschaffen in dieser Zeit gesellschaftliche Anerkennung und wie bewertet STENDHAL die gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse? Das Hauptaugenmerk der vorliegenden Arbeit richtet sich auf die soziologischen Gesichtspunkte. Aus diesem Grund werden die politischen Geschehnisse nur als Rahmen berücksichtigt.
Das erste Kapitel führt in kurzer Form in die Entstehungsgeschichte des Romans und in seine wesentlichen Inhalte ein. Im zweiten Kapitel wird anhand von Juliens Erfahrungen die Adelsgesellschaft, wie STENDHAL sie in seinem Roman beschreibt, analysiert. Das dritte Kapitel behandelt STENDHALS Sicht auf den Stand des Priestertums, des Volkes und der Bourgeoisie. Im vierten Kapitel wird die Dimension der Standesschranken der Restaurationsgesellschaft dargestellt.
Das fünfte Kapitel stellt die Reaktionen der Zeitgenossen STENDHALS auf Le Rouge et Le Noir heraus und seine wirkliche Intention.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Vorstellung des Romans

II. Die Noblesse, eine bedeutende Gesellschaftsschicht in Stendhals Roman

II.1 Der Adel – ein heterogener Stand

II.2 Die Angst vor einer neuen Revolution

II.3 Langeweile und Etikette als Folge der Angst

II.4 Starre Verhaltensregeln

II.5 Symbiose von Adel und Klerus

III. Das korrupte Bürgertum, das geldgierige Volk und die intriganten Priester

III.1 Das Bürgertum und das Volk

III. 2 Der Priesterstand

III.3 Der Konflikt zwischen Jansenisten und Jesuiten

IV. Die Starre der gesellschaftlichen Schranken

V. Zeitgenössische Reaktionen und Stendhals Intention

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der französischen Restaurationsgesellschaft in Stendhals Roman „Le Rouge et Le Noir“. Im Fokus steht dabei die soziologische Analyse der verschiedenen Gesellschaftsschichten – Adel, Bürgertum, Volk und Klerus – sowie die Frage nach den Bedingungen für gesellschaftlichen Aufstieg und die durch Heuchelei geprägten sozialen Strukturen der Zeit.

  • Die Rolle und Verhaltensweisen des Adels in der Zeit der Restauration
  • Soziale Mobilität und die Barrieren für Aufsteiger wie Julien
  • Die kritische Darstellung von Heuchelei und Korruption in allen Schichten
  • Die Machtverhältnisse und Konflikte innerhalb des Priesterstandes
  • Stendhals gesellschaftskritische Intention hinter dem literarischen Werk

Auszug aus dem Buch

II.3 LANGEWEILE UND ETIKETTE ALS FOLGE DER ANGST

Während die Generation, die die Schrecken der Revolution noch hautnah miterlebt hat, diese neutrale Atmosphäre, wenn auch gelangweilt, möglichst aufrechterhält, rebelliert die junge Adelsgesellschaft. STENDHAL macht dies an der Person Mathildes de La Mole deutlich. Sie ist gelangweilt von Reichtum und der eleganten aber nichts sagenden Plauderei in den Salons. Sie findet mäßiges Vergnügen daran zu gefallen, und da sie bereits die wohl begehrteste junge Frau in der Pariser Gesellschaft ist, sucht sie nach neuer Herausforderung, die sie im Brechen einiger Konventionen und der Eroberung Juliens findet. Bei ihrer ersten Begegnung entdeckt Julien auf den zweiten Blick ihr gelangweiltes Dasein.

Elle ne lui plut point ; cependant, en la regardant attentivement, il pensa qu’il n’avait jamais vu des yeux aussi beaux ; mais ils annonçaient une grande froideur d’âme. Par la suite, Julien trouva qu’ils avaient l’expression de l’ennui qui examine, mais qui se souvient de l’obligation d’être imposant.

Zusammenfassung der Kapitel

I Vorstellung des Romans: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der Restaurationsepoche und die biografischen Hintergründe des Autors Stendhal sowie die Entstehungsgeschichte des Romans.

II. Die Noblesse, eine bedeutende Gesellschaftsschicht in Stendhals Roman: Hier wird der Adel als heterogene Gruppe analysiert, die unter der Angst vor einer erneuten Revolution leidet und sich in ein starres, etikettegebundenes Korsett flüchtet.

III. Das korrupte Bürgertum, das geldgierige Volk und die intriganten Priester: Dieses Kapitel untersucht die moralischen Missstände, die Korruption und die Heuchelei innerhalb der bürgerlichen und geistlichen Stände sowie deren machtpolitische Verflechtungen.

IV. Die Starre der gesellschaftlichen Schranken: Der Fokus liegt hier auf den für den Protagonisten Julien letztlich unüberwindbaren Barrieren, die nicht durch den Adel, sondern durch die etablierte bürgerliche Ordnung aufrechterhalten werden.

V. Zeitgenössische Reaktionen und Stendhals Intention: Abschließend werden die zeitgenössische Ablehnung des Romans sowie Stendhals eigentliches Anliegen, die Zustände seiner Zeit zu reflektieren, beleuchtet.

Schlüsselwörter

Stendhal, Le Rouge et Le Noir, Restaurationsgesellschaft, Adelsgesellschaft, Soziale Mobilität, Heuchelei, Korruption, Priesterstand, Jansenisten, Jesuiten, Julien Sorel, Gesellschaftskritik, Französische Revolution, Bourgeoisie, Restaurationsepoche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse der französischen Gesellschaft zur Zeit der Restauration, wie sie Stendhal in seinem Roman „Le Rouge et Le Noir“ darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Verhaltensweisen des Adels, der Einfluss des Klerus, die Korruption im Bürgertum sowie die starren sozialen Schranken, die einen Aufstieg für Individuen aus niederen Schichten erschweren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie die Restaurationsgesellschaft durch Stendhal im Roman widergespiegelt wird und welche Bewertung er den gesellschaftlichen Verhältnissen und der darin herrschenden Heuchelei entgegenbringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen soziologischen Ansatz, um die im Roman dargestellten Charaktere und Milieus in den historischen Rahmen der Restaurationsepoche einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der vier Gesellschaftsschichten – Adel, Bürgertum, Klerus und Volk – und untersucht deren interne Dynamiken, Korruptionserscheinungen und die starren Klassenschranken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stendhal, Le Rouge et Le Noir, soziale Mobilität, Heuchelei, Restauration, Adel und Bourgeoisie.

Warum spielt der Priesterstand eine so wichtige Rolle im Roman?

Der Priesterstand dient Stendhal als Spiegelbild für die Heuchelei der Gesellschaft; Julien nutzt ihn als Aufstiegschance, obwohl er innerlich nicht fromm ist, was die Verlogenheit des Systems verdeutlicht.

Was besagt die Arbeit zum Konflikt zwischen Jansenisten und Jesuiten?

Die Arbeit zeigt, dass dieser Konflikt Machtgier und Intrigen offenbart, wobei die Jansenisten eher gottesfürchtig, die Jesuiten hingegen als machtpolitisch agierend charakterisiert werden.

Worin liegt laut der Arbeit der Grund für Juliens Scheitern?

Juliens Scheitern liegt letztlich in der Unfähigkeit der bürgerlichen Gesellschaft begründet, einen Aufsteiger aus den unteren Schichten zu akzeptieren, was Julien in seiner eigenen Verteidigungsrede explizit thematisiert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Darstellung der Restaurationsgesellschaft in Stendhals "Le Rouge et Le Noir"
Hochschule
Universität zu Köln  (Romanistik)
Veranstaltung
Der Tod des Königs. Die Ermordung Ludwigs XVI. und ihre literarische Bearbeitung
Note
2,0
Autor
Dorothee Korspeter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V56329
ISBN (eBook)
9783638510356
ISBN (Buch)
9783638765909
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung Restaurationsgesellschaft Stendhals Rouge Noir Königs Ermordung Ludwigs Bearbeitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorothee Korspeter (Autor:in), 2005, Darstellung der Restaurationsgesellschaft in Stendhals "Le Rouge et Le Noir", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/56329
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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