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Rezeption des Aufsatzes "Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der großen Theorien" von Ulrich Menzel

Title: Rezeption des Aufsatzes "Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der großen Theorien" von Ulrich Menzel

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martina Janssen (Author)

Politics - General and Theories of International Politics

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Summary Excerpt Details

Prof. Dr. Ulrich Menzel hat 1992 mit seinem Aufsatz Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der großen Theorie(Menzel, 1992) seine Aussagen von 1983, die er in Der Differenzierungsprozess in der Dritten Welt und seine Konsequenzen für den Nord- Süd-Konflikt und die Entwicklungstheorie(Menzel, 1983) tätigte, radikalisiert und damit eine entwicklungstheoretische Debatte ausgelöst. Es gibt wohl kaum einen bedeutenden Entwicklungstheoretiker der sich in der nachfolgenden Zeit nicht zu Menzels aufgestellten Thesen geäußert hat. In der Zeitschrift der Deutschen Stiftung für internationale Zusammenarbeit (DSE), „Entwicklung und Zusammenarbeit“ (E + Z), sind zwischen 1995 und 1999 viele dieser (kritischen) Äußerungen in Form von fast 30 Artikel erschienen. Mit dem Buch Neue Ansätze zur Entwicklungstheorie(Thiel, 2001) ist 2001 die zweite Auflage einer Zusammenfassung dieser Artikel auf den Markt gekommen. In diesem Zusammenhang meldet sich Menzel eines drittes Mal zu Wort und geht noch einen Schritt weiter, indem er nun über Das Ende der Einen Welt und die Unzulänglichkeiten der kleinen Theorien(Menzel, 2001) schreibt.
Im ersten Aufsatz mZur Neubewertung der Entwicklungstheorie(Thiel, 2001) des besagten Buches stellt Reinold Thiel, mit Bezug auf Menzel, folgende Frage: Wenn also die große Theorie gescheitert war, wie sollte es mit dem Nachdenken über Entwicklung und die Dritte Welt weitergehen (Thiel, 2001, S. 9)? Diese Frage wird in der o. g. gebundenen Fassung aus den verschiedensten Perspektiven durch die verschiedensten Autoren der unterschiedlichsten entwicklungstheoretischen Herkunft diskutiert.
Wirtschaftswissenschaftler, Politologen ja sogar Ethnologen melden sich zu Wort um ihre Meinung bezüglich des Scheiterns der „großen Theorie“ kundzutun. Das Ziel dieser Arbeit wird es nun sein, den gedanklichen Werdegang Ulrich Menzels in den vergangenen 20 Jahren nachzuvollziehen. Wie kommt die Entwicklung, von den Aussagen über einen Differenzierungsprozess in der Dritten Welt bis hin zur These, dass Entwicklungstheorien gänzlich versagt hätten, zustande? Aus diesem gedanklichen Werdegang sollen Schlüsse für die Zukunft der Entwicklungstheorie gezogen werden. Hierzu bedarf es einleitend einer Klärung einiger zentraler Begriffe. Was meinen Begriffe wie Entwicklung und Entwicklungstheorie und welchen Anspruch erheben sie im Bezug auf die Überwindung der Armut der Dritten Welt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung zentraler Begriffe

2.1 Der Begriff der Entwicklungstheorie

2.2 Der Begriff der Entwicklung

2.3 Der Begriff der Unterentwicklung

3. Das Scheitern der „großen Theorie“

3.1 Ausgangspunkt der Diskussion

3.1.1 Die politische und wirtschaftliche Differenzierung der Dritten Welt

3.1.2 Auflösen des einheitlichen Interessengegensatzes zwischen Erster und Dritter Welt

3.1.3 Revisionsbedürftigkeit des Zentrum- Peripherie- Modells

3.1.4 Die richtige Strategie- weltmarktintegrativ oder binnenmarktorientiert?

4. Aufstieg und Niedergang der großen Theorien

4.1 Wandel der Entwicklungstheorien im 20. Jahrhundert

4.1.1 Modernisierungstheorien

4.1.2 Das Scheitern der Modernisierungstheorie

4.1.3 Dependenztheorie

4.1.4 Das Scheitern der Dependenztheorie

5. Das Ende der Entwicklungstheorien

6. Das Ende der Einen Welt und die Unzulänglichkeiten der kleinen Theorien

7. Warum wir Entwicklungstheorien brauchen

7.1 Entwicklungstheorien für die „nachhaltige Entwicklung“

7.2 Kultur als Entwicklungsthema

7.3 Ungleiche Entwicklung als Begründung für Entwicklungstheorien

8. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den gedanklichen Werdegang von Ulrich Menzel über einen Zeitraum von 20 Jahren nachzuzeichnen. Dabei wird analysiert, wie sich Menzels Thesen von der bloßen Feststellung eines Differenzierungsprozesses in der Dritten Welt hin zu der radikalen These entwickelt haben, dass Entwicklungstheorien gänzlich versagt hätten, um daraus Schlüsse für die zukünftige Ausrichtung entwicklungstheoretischer Debatten zu ziehen.

  • Analyse des Wandels entwicklungstheoretischer Paradigmen im 20. Jahrhundert.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Modernisierungstheorie und der Dependenztheorie.
  • Untersuchung der Ursachen für das „Scheitern der großen Theorie“.
  • Diskussion über die Relevanz und den Fortbestand von Entwicklungstheorien.
  • Reflexion über neue Ansätze wie „nachhaltige Entwicklung“ und kulturelle Dimensionen.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Das Scheitern der Modernisierungstheorie

Bereits gegen Ende der 60er Jahre wurde offensichtlich, dass mit dem Instrumentarium dieser westlich geprägten Entwicklungspolitik kein weltweiter sozialer, wirtschaftlicher und politischer Wandel vollzogen hatte, der die Länder der Dritten Welt auch nur annähernd auf die Stufe der Industrieländer gehoben hätte- von einigen Ausnahmen abgesehen. (Menzel, 1992, S. 27)

Die Gleichsetzung von Entwicklung und Industrialisierung hatte gravierende Folgen. Man hatte sich die negativen Folgen der Entwicklung in Europa nicht noch einmal vor Augen geführt und so auch nicht die Übertragung der gemachten Fehler auf die Länder der Dritten Welt vermieden. Auch der krasse Ethnozentrismus, der sich hinter dieser Denkweise verbirgt, zeugt von Arroganz und Missachtung fremden Kulturen.

Die Modernisierungstheoretiker hatten kaum die kritischen Einflüsse externer Faktoren, wie der internationalen Ordnung, auf Fehlentwicklungen untersuchten. Auch die Folgen der unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Marktwirtschaften in Abhängigkeit von Politik, Kultur, Institutionen etc., sowie die Rolle der Geschichte, insbesondere der kolonialen Vergangenheit, blieben in den modernisierungstheoretischen Überlegungen weitgehend unbeachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die entwicklungstheoretische Debatte, die durch die Aufsätze von Ulrich Menzel ausgelöst wurde, und definiert das Ziel der Arbeit, diesen Werdegang kritisch zu reflektieren.

2. Klärung zentraler Begriffe: Es erfolgt eine definitorische Abgrenzung der Begriffe Entwicklungstheorie, Entwicklung und Unterentwicklung als theoretisches Fundament für die weitere Analyse.

3. Das Scheitern der „großen Theorie“: In diesem Kapitel werden die Thesen Menzels aus den 80er Jahren resümiert, die den Differenzierungsprozess der Dritten Welt als Basis für das Scheitern monolithischer Theorien beschreiben.

4. Aufstieg und Niedergang der großen Theorien: Eine historische Darstellung der Ablösung der Imperialismus- durch Modernisierungs- und Dependenztheorien sowie deren jeweiliges Scheitern aufgrund ahistorischer und einseitiger Konzepte.

5. Das Ende der Entwicklungstheorien: Analyse der Weltwirtschaftskrise der 70er Jahre und der resultierenden Ernüchterung, die zu einer Abkehr von Umverteilungsparadigmen und einer Hinwendung zur neoklassischen Wachstumsorientierung führte.

6. Das Ende der Einen Welt und die Unzulänglichkeiten der kleinen Theorien: Auseinandersetzung mit Menzels jüngster These, dass Entwicklungstheorien durch das Verschwinden ihrer Objekte – also der staatlichen Ordnung in vielen Ländern – in ihrer Anwendbarkeit grundlegend in Frage gestellt sind.

7. Warum wir Entwicklungstheorien brauchen: Gegenpositionen, etwa von Franz Nuscheler oder Dieter Senghaas, die trotz der Krise der Theorien deren Notwendigkeit als Lern- und Suchprozess für globale Herausforderungen betonen.

8. Fazit: Die Verfasserin schließt sich der Auffassung an, dass Entwicklungstheorien trotz der Fehler der Vergangenheit unverzichtbar bleiben, sofern sie sich regional und historisch differenzierter anpassen.

Schlüsselwörter

Entwicklungstheorie, Dritte Welt, Modernisierungstheorie, Dependenztheorie, Ulrich Menzel, Unterentwicklung, Differenzierungsprozess, Zentrum-Peripherie-Modell, Nachhaltige Entwicklung, Sozialer Wandel, Weltwirtschaftskrise, Strukturanpassung, Armutsbekämpfung, Global Governance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den entwicklungstheoretischen Werdegang des Politikwissenschaftlers Ulrich Menzel und dessen These vom Scheitern der „großen Theorien“ über einen Zeitraum von zwanzig Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Abfolge von Entwicklungsparadigmen, die Differenzierung der Dritten Welt sowie die Debatte um die Sinnhaftigkeit und Zukunft von Entwicklungstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Menzel zu seiner Schlussfolgerung gelangt ist, dass Entwicklungstheorien in ihrer bisherigen Form versagt haben, und daraus Schlüsse für die Zukunft dieser Disziplin zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Rezeption theoretischer Aufsätze, insbesondere derer von Ulrich Menzel, sowie der kritischen Diskussion dieser Positionen durch weitere Fachautoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Analyse von Modernisierungs- und Dependenztheorien, den Einfluss wirtschaftlicher Krisen auf das Ende dieser Theorien sowie alternative Ansätze zur Theoriebildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Entwicklungstheorie, Modernisierungstheorie, Dependenztheorie, Dritte Welt und das Zentrum-Peripherie-Modell charakterisiert.

Wie begründet Menzel das Ende der großen Theorien?

Menzel argumentiert, dass die zunehmende Differenzierung der Dritten Welt und das Ausbleiben der erhofften Erfolge durch universelle Theorien belegen, dass diese die Realität nicht mehr adäquat erklären können.

Was schlägt die Autorin als Fazit für die Zukunft vor?

Die Autorin plädiert dafür, das Scheitern nicht als Ende der Theoriebildung zu begreifen, sondern als Anstoß, neue, regional und historisch angepasstere Ansätze zu entwickeln, die flexibler auf komplexe globale Bedingungen reagieren.

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Details

Title
Rezeption des Aufsatzes "Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der großen Theorien" von Ulrich Menzel
College
University of Bonn  (Philosophische Fakultät)
Course
Zur Ethik von Global Governance
Grade
1,7
Author
Martina Janssen (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V56219
ISBN (eBook)
9783638509671
ISBN (Book)
9783656805342
Language
German
Tags
Rezeption Aufsatzes Ende Dritten Welt Scheitern Theorien Ulrich Menzel Ethik Global Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Janssen (Author), 2004, Rezeption des Aufsatzes "Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der großen Theorien" von Ulrich Menzel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/56219
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